Beschlussvorlage - 1011/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Umbau der Bahnhofstrasse (Nordseite)
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Beteiligt:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung; FB20 - Finanzen und Controlling; 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte; 67 Fachbereich Grünanlagen-Straßenbetrieb
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
|
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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05.12.2006
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Sachverhalt
Für die Nordseite der Bahnhofstrasse ergibt sich durch den schlechten
Zustand der Bäume in den nächsten Jahren Handlungsbedarf.
In der Vorlage wird eine Konzeption für eine Umgestaltung
vorgestellt. Eine abschnittsweise
Realisierung ist möglich.
1.
Städtebauliche Situation
Die Bahnhofstraße stellt seit je her eine wichtige Verbindungsachse
zwischen dem Hauptbahnhof und der City dar.
In früheren Jahren bzw.
Jahrzehnten wurde sie dieser Bedeutung auch durch imposante Gebäude beiderseits
der Straße sowie eine großzügige
Straßenraumgestaltung gerecht.
Dies ist jedoch heute nicht
mehr der Fall.
Die seinerzeit prägende
Bebauung ist insbesondere im Mittelabschnitt im wahrsten Sinne des Wortes
“weggebrochen”, und zwar teilweise ersatzlos bzw. durch Neubau
minderwertiger Gebäudestrukturen.
Der Straßenraum selbst hat
nach der Abbindung von Graf-von-Galen-Ring seine Bedeutung für den
motorisierten Verkehr weitgehend verloren.
Für Fußgänger, und zwar hier
insbesondere auch Besucher der Stadt Hagen, die mit der Bahn anreisen und zur
City gehen, stellt die Bahnhofstraße jedoch die Eingangssituation in unsere
Stadt, und somit die erste “Visitenkarte” dar.
Im Gegensatz zum
neugestalteten Bahnhofsbereich sowie auch der ebenso gestalteten City wird die
Bahnhofstraße diesem Anspruch nicht gerecht.
Eine Aufwertung des
Straßenraums, und hier in erster Linie des von Fußgängern schwerpunktmäßig
genutzten Bereichs auf der Nordseite, erscheint daher dringend geboten.
Im folgenden werden daher die
verschiedenen prägenden Bestandteile des Straßenraumes betrachtet, Mängel
analysiert und Lösungsvorschläge für eine Umgestaltung dargestellt.
Die Planung ist hierbei in der
Weise aufgebaut, dass einerseits ein “Rahmen-Konzept” für den
gesamten Straßenraum erarbeitet wurde, welches anderseits jedoch bausteinartig
bzw. abschnittsweise realisiert werden kann.
2.
Bäume
Verschiedene Bäume
unterschiedlichen Alters stehen unregelmäßig in z. T. kurzen Abständen ohne
ausreichende Baumscheibe in der Stellplatzleiste. Viele weisen entsprechend
Schäden, verursacht durch parkende Autos, auf. Durch den teilweise zu engen
Stand und die damit verbundene Beschattung ist ein artgerechter Kronenaufbau
nicht möglich gewesen. In den letzten Jahren sind diese Bäume wiederholt stark
auf Zapfen zurückgeschnitten worden. Um ein Herausbrechen der nachwachsenden
größeren Äste zu vermeiden, müssen als Verkehrssicherungsmaßnahmen diese immer wieder zurückgeschnitten werden.
In zunehmendem Maße sind diese Bäume nicht mehr verkehrssicher und z. T.
hebt sich durch den Wurzeldruck das vorhandene Pflaster der Stellplätze, sodass
mittelfristig die Fällung eines Großteils der Bäume anstehen wird.
Hieraus ergibt sich eine Chance für eine Neuordnung auf der Nordseite
der Bahnhofstraße. Neue Bäume lassen sich in einem ausreichendem und annähernd
gleichen Abstand pflanzen. Damit wird
ein gleichmäßiger Kronenaufbau erreicht, sodass eine Neugliederung des
Straßenraums erreicht wird. Dieses setzt voraus, dass zusammenhängende
Teilabschnitte en bloc neu hergerichtet werden. Als Anfahrschutz sollten die
Baumscheiben durch eine Kante gefasst und gesichert werden und mindestens 16 m
² groß sein. Eine Unterpflanzung mit
einem Bodendecker ist denkbar.
3.
Stellplätze
Bei einer Fällung der vorhandenen Bäume müssen auch die Hauptwurzeln und
Stubben gerodet und beseitigt werden, um zu vermeiden, dass sich das Pflaster
später nach Verrottung der Wurzeln setzt und somit zur Gefahrenstelle wird.
Somit sind die erforderlichen Erdarbeiten nicht auf den Stammbereich begrenzt
sondern großflächig durchzuführen. Dadurch wird eine Neupflasterung der
gesamten Stellplatzflächen erforderlich. Eine Wiederverwendung des vorhandenen
Pflasters kommt aus Kostengründen nicht in Betracht.
4.
Beleuchtung
Die Beleuchtung in der Bahnhofstrasse erfolgt durch
unterschiedliche Lampen. Das führt dazu, dass auch hierdurch kein einheitlicher
Charakter der Straße erreicht werden kann. Da ein Teil der vorhandenen Leuchten
sich im Kronenbereich der zukünftigen neuen Baume befindet und deshalb versetzt
werden muss, sollten eine einheitliche Beleuchtung auf der Nordseite
herbeigeführt werden. Dabei sollte die Trilux-Oberlichtleuchte verwendet
werden, da diese bereits in der umgestalteten Bahnhofsstraße zwischen
Graf-von-Galen-Ring und Stresemannstraße eingesetzt wurden und auch am anderen
Ende im Volkspark ihre Fortführung finden.
Auch die Parkscheinautomaten müssen aus dem
Kronenbereich der neu zu pflanzenden Bäume versetzt werden.
5.
Pflanzbeete
Die vorhandenen Pflanzbeete versperren zum Teil den
direkten Zugang zu den Stellplätzen, sodass bei deren Beibehaltung eine
Unterpflanzung der Baumscheiben zumindest in Teilbereichen nicht möglich ist.
In Teilbereichen ist deren Bepflanzung in äußerst schlechtem Zustand und die
Beete werden als Hundeklo missbraucht. Auch die unterschiedlichen
Verteilerkästen für Post, Strom, Fernmeldekabel usw. die innerhalb der
Pflanzbeete installiert sind, tragen nicht zu einem positiven Gesamtbild bei.
Deshalb wird die Beseitigung der Pflanzbeete empfohlen, zumal die Anschlüsse
für die Beleuchtung durch die vorhandenen Beete verlaufen und bei der
Umgestaltung der Beleuchtung diese aufgegraben werden müssen. Durch die
Beseitigung der Beete kann der
Bürgersteig zu einer breiten und großzügigen Fußgängerpromenade, welche den
Bahnhof mit der Innenstadt verbindet, entwickelt werden.
6.
Bürgersteige
Falls der Empfehlung, die
Pflanzbeete zu entfernen gefolgt wird, bliebe zu entscheiden, ob der
verbleibende Bürgersteig, mit Bürgersteigplatten belegt, in einer
durchschnittlichen Breite von 2,4 m in seinem jetzigen Zustand verbleiben soll.
Dann könnten die Bürgersteigflächen im Bereich der heutigen Pflanzbeete
ebenfalls nur mit Bürgersteigplatten hergestellt werden. Bei einer Neuverlegung
des gesamten Bürgersteigs wäre alternativ eine Pflasterung möglich, wobei
Pflasterbänder zur Gliederung eingebaut werden können um das Gesamtbild zu
verbessern.
7.
Kosten und Finanzierung
Die Kosten für die
Gesamtmaßnahme werden auf maximal auf insgesamt 615.000 € geschätzt.
Davon entfallen auf die
·
Neuherstellung der Stellplatzachse einschl.
Neupflanzung
mit Bäumen 260.000,--
€
·
neue Beleuchtung 80.000,-- €
·
Beseitigung der Pflanzbeete, Versetzen der
Verteilerkästen
und Herstellung der Flächen
als Bürgersteig 220.000,-- €
·
Einbeziehung des restlichen Bürgersteigs 55.000,-- €
Ein Umbau in Teilabschnitten
über mehrere Jahre ist möglich, wenn eine Durchgängigkeit der Maßnahme
sichergestellt ist, d.h. wenn von Ost nach West oder umgekehrt, die Maßnahme
durchgeführt wird. Anderenfalls entstehen weitere zusätzliche Kosten.
Grundsätzlich ist eine
Förderung der Maßnahme im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms möglich.
Allerdings sind dort von der Stadt Hagen bereits eine Vielzahl von
Maßnahmen angemeldet, sodass ein
Realisierungszeitraum damit nicht absehbar ist.
Die Beleuchtung kann aus der
Haushaltsstelle 6700.625.0000X - Leistungen an Stadtbeleuchtung Hagen GmbH -
finanziert werden.
Die restlichen Mittel sind zur
Zeit nicht finanziert.
