Beschlussvorlage - 1011/2006

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Vorlage zur Umgestaltung der Bahnhofsstraße (Nordseite) wird zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt die Voraussetzungen für eine abschnittsweise Realisierung der Maßnahme zu schaffen.

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Sachverhalt

Für die Nordseite der Bahnhofstrasse ergibt sich durch den schlechten Zustand der Bäume in den nächsten Jahren Handlungsbedarf.

In der Vorlage wird eine Konzeption für eine Umgestaltung vorgestellt.  Eine abschnittsweise Realisierung ist möglich.


1.     

 
Städtebauliche Situation

 

 

Die Bahnhofstraße stellt seit je her eine wichtige Verbindungsachse zwischen dem Hauptbahnhof und der City dar.

In früheren Jahren bzw. Jahrzehnten wurde sie dieser Bedeutung auch durch imposante Gebäude beiderseits der Straße  sowie eine großzügige Straßenraumgestaltung gerecht.

Dies ist jedoch heute nicht mehr der Fall.

Die seinerzeit prägende Bebauung ist insbesondere im Mittelabschnitt im wahrsten Sinne des Wortes “weggebrochen”, und zwar teilweise ersatzlos bzw. durch Neubau minderwertiger Gebäudestrukturen.

Der Straßenraum selbst hat nach der Abbindung von Graf-von-Galen-Ring seine Bedeutung für den motorisierten Verkehr weitgehend verloren.

Für Fußgänger, und zwar hier insbesondere auch Besucher der Stadt Hagen, die mit der Bahn anreisen und zur City gehen, stellt die Bahnhofstraße jedoch die Eingangssituation in unsere Stadt, und somit die erste “Visitenkarte” dar.

Im Gegensatz zum neugestalteten Bahnhofsbereich sowie auch der ebenso gestalteten City wird die Bahnhofstraße diesem Anspruch nicht gerecht.

Eine Aufwertung des Straßenraums, und hier in erster Linie des von Fußgängern schwerpunktmäßig genutzten Bereichs auf der Nordseite, erscheint daher dringend geboten.

Im folgenden werden daher die verschiedenen prägenden Bestandteile des Straßenraumes betrachtet, Mängel analysiert und Lösungsvorschläge für eine Umgestaltung dargestellt.

Die Planung ist hierbei in der Weise aufgebaut, dass einerseits ein “Rahmen-Konzept” für den gesamten Straßenraum erarbeitet wurde, welches anderseits jedoch bausteinartig bzw. abschnittsweise realisiert werden kann.

 

 

    

2.      Bäume

 

 

Verschiedene  Bäume unterschiedlichen Alters stehen unregelmäßig in z. T. kurzen Abständen ohne ausreichende Baumscheibe in der Stellplatzleiste. Viele weisen entsprechend Schäden, verursacht durch parkende Autos, auf. Durch den teilweise zu engen Stand und die damit verbundene Beschattung ist ein artgerechter Kronenaufbau nicht möglich gewesen. In den letzten Jahren sind diese Bäume wiederholt stark auf Zapfen zurückgeschnitten worden. Um ein Herausbrechen der nachwachsenden größeren Äste zu vermeiden, müssen als Verkehrssicherungsmaßnahmen  diese immer wieder zurückgeschnitten werden.

 

 

 

 

In zunehmendem Maße sind diese Bäume nicht mehr verkehrssicher und z. T. hebt sich durch den Wurzeldruck das vorhandene Pflaster der Stellplätze, sodass mittelfristig die Fällung eines Großteils der Bäume anstehen wird.

 

Hieraus ergibt sich eine Chance für eine Neuordnung auf der Nordseite der Bahnhofstraße. Neue Bäume lassen sich in einem ausreichendem und annähernd gleichen Abstand  pflanzen. Damit wird ein gleichmäßiger Kronenaufbau erreicht, sodass eine Neugliederung des Straßenraums erreicht wird. Dieses setzt voraus, dass zusammenhängende Teilabschnitte en bloc neu hergerichtet werden. Als Anfahrschutz sollten die Baumscheiben durch eine Kante gefasst und gesichert werden und mindestens 16 m ² groß sein.  Eine Unterpflanzung mit einem Bodendecker ist denkbar.

 

 

 

3.      Stellplätze

 

 

Bei einer Fällung der vorhandenen Bäume müssen auch die Hauptwurzeln und Stubben gerodet und beseitigt werden, um zu vermeiden, dass sich das Pflaster später nach Verrottung der Wurzeln setzt und somit zur Gefahrenstelle wird. Somit sind die erforderlichen Erdarbeiten nicht auf den Stammbereich begrenzt sondern großflächig durchzuführen. Dadurch wird eine Neupflasterung der gesamten Stellplatzflächen erforderlich. Eine Wiederverwendung des vorhandenen Pflasters kommt aus Kostengründen nicht in Betracht.

 

 

 

4.      Beleuchtung

 

 

Die Beleuchtung in der Bahnhofstrasse erfolgt durch unterschiedliche Lampen. Das führt dazu, dass auch hierdurch kein einheitlicher Charakter der Straße erreicht werden kann. Da ein Teil der vorhandenen Leuchten sich im Kronenbereich der zukünftigen neuen Baume befindet und deshalb versetzt werden muss, sollten eine einheitliche Beleuchtung auf der Nordseite herbeigeführt werden. Dabei sollte die Trilux-Oberlichtleuchte verwendet werden, da diese bereits in der umgestalteten Bahnhofsstraße zwischen Graf-von-Galen-Ring und Stresemannstraße eingesetzt wurden und auch am anderen Ende im Volkspark ihre Fortführung finden.

 

Auch die Parkscheinautomaten müssen aus dem Kronenbereich der neu zu pflanzenden Bäume versetzt werden.

 

 

 

 

5.      Pflanzbeete

 

 

Die vorhandenen Pflanzbeete versperren zum Teil den direkten Zugang zu den Stellplätzen, sodass bei deren Beibehaltung eine Unterpflanzung der Baumscheiben zumindest in Teilbereichen nicht möglich ist. In Teilbereichen ist deren Bepflanzung in äußerst schlechtem Zustand und die Beete werden als Hundeklo missbraucht. Auch die unterschiedlichen Verteilerkästen für Post, Strom, Fernmeldekabel usw. die innerhalb der Pflanzbeete installiert sind, tragen nicht zu einem positiven Gesamtbild bei. Deshalb wird die Beseitigung der Pflanzbeete empfohlen, zumal die Anschlüsse für die Beleuchtung durch die vorhandenen Beete verlaufen und bei der Umgestaltung der Beleuchtung diese aufgegraben werden müssen. Durch die Beseitigung der Beete  kann der Bürgersteig zu einer breiten und großzügigen Fußgängerpromenade, welche den Bahnhof mit der Innenstadt verbindet, entwickelt werden.

 

 

 

6.      Bürgersteige

 

 

Falls der Empfehlung, die Pflanzbeete zu entfernen gefolgt wird, bliebe zu entscheiden, ob der verbleibende Bürgersteig, mit Bürgersteigplatten belegt, in einer durchschnittlichen Breite von 2,4 m in seinem jetzigen Zustand verbleiben soll. Dann könnten die Bürgersteigflächen im Bereich der heutigen Pflanzbeete ebenfalls nur mit Bürgersteigplatten hergestellt werden. Bei einer Neuverlegung des gesamten Bürgersteigs wäre alternativ eine Pflasterung möglich, wobei Pflasterbänder zur Gliederung eingebaut werden können um das Gesamtbild zu verbessern.

 

 

 

 

7.      Kosten und Finanzierung

 

 

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme werden auf maximal auf insgesamt 615.000 € geschätzt.

 

Davon entfallen auf die

·        Neuherstellung der Stellplatzachse einschl. Neupflanzung                                  

      mit Bäumen                                                                                                 260.000,-- €  

·        neue Beleuchtung                                                                                                   80.000,-- €

·        Beseitigung der Pflanzbeete, Versetzen der Verteilerkästen  

und Herstellung der Flächen als Bürgersteig                                    220.000,-- €

·        Einbeziehung des restlichen Bürgersteigs                                         55.000,-- €

 

 

 

Ein Umbau in Teilabschnitten über mehrere Jahre ist möglich, wenn eine Durchgängigkeit der Maßnahme sichergestellt ist, d.h. wenn von Ost nach West oder umgekehrt, die Maßnahme durchgeführt wird. Anderenfalls entstehen weitere zusätzliche Kosten.

 

 

 

Grundsätzlich ist eine Förderung der Maßnahme im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms möglich. Allerdings sind dort von der Stadt Hagen bereits eine Vielzahl von Maßnahmen  angemeldet, sodass ein Realisierungszeitraum damit nicht absehbar ist.

Die Beleuchtung kann aus der Haushaltsstelle  6700.625.0000X  - Leistungen an Stadtbeleuchtung Hagen GmbH - finanziert werden.

 

Die restlichen Mittel sind zur Zeit nicht finanziert.

 

 

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Beschlüsse

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05.12.2006 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - ungeändert beschlossen