Beschlussvorlage - 0971/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Bürgerantrag des Herrn Werner Beermann, Kipperstraße 33, 58135 Hagen:Anschluss der Hasper Talsperre an die Trinkwasserversorgung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Elke Kramer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Ausschuss für Bürgeranregungen und Bürgerbeteiligung
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Entscheidung
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28.11.2006
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28.11.2007
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Sachverhalt
Herr Beermann bittet den Ausschuss mit seinem
Bürgerantrag vom 22.10.2006 darum, sich mit der künftigen Nutzung der Hasper
Talsperre zu befassen. Es soll erreicht werden, dass in Zukunft wieder
Trinkwasser aus der Hasper Talsperre bezogen werden kann.
In seinem
Bürgerantrag schildert der Herr Beermann dass die Hasper Talsperre vor einigen
Jahren mit einem Millionen- Aufwand saniert worden sei, insbesondere die Staumauer.
Nach seinem Kenntnisstand seien diese Maßnahmen mit dem Ziel durchgeführt
worden, die Hasper Talsperre wieder an die Trinkwasserversorgung anzuschließen.
Nachdem die Mark E AG, die für die Wasserversorgung in Hagen verantwortlich
ist, in einer Sitzung der BV Haspe über den Stand der Sanierungsmaßnahmen an
den Trinkwasserversorgungsanlagen berichtet habe, sei zu befürchten, dass nicht
mehr ernsthaft daran gedacht werde, die für die Trinkwassergewinnung
erforderlichen Anlagen an der Hasper Talsperre zu installieren bzw. instand zu
setzen. Als betroffener Hasper Bürger fordert Herr Beermann die politischen
Vertreter der Stadt Hagen deshalb auf, dafür Sorge zu tragen, dass in Zukunft
wieder Trinkwasser aus der Hasper Talsperre bezogen werden kann. Es stelle sich
die Frage, ob für den Fall, dass die Hasper Talsperre nicht wieder an die
Trinkwasserversorgung angeschlossen werde, möglicherweise Zuschüsse des Landes
zurückgezahlt werden müssen. In jedem Fall handle es sich jedoch um eine
Verschwendung von Steuergeldern, über die gesondert zu reden sein werde.
Die politischen Gremien in Hagen waren mit diesem
Thema in der Vergangenheit mehrfach befasst, so auch die Bezirksvertretung
Haspe und der Umweltausschuss. In der Sitzung der Bezirksvertretung Haspe am 09.08.2006 stellte
die Mark E AG, vertreten durch den Leiter des Fachbereiches Wassergewinnung,
anhand eines Folienvortrags die derzeitige sowie die zukünftig geplante
Wassergewinnung in Hagen vor. Es wurde ergänzend ausgeführt, dass ein Zeitraum
von mindestens einem halben bis zu einem Jahr zu veranschlagen sei, um einen
Schritt in der Gesamtkonzeption der Trinkwasserversorgung durch die Hasper
Talsperre voranzukommen. Stark abhängig sei dies von den gesetzlichen
Grundlagen zur Trinkwassergewinnung. Die Bezirksvertretung Haspe nahm den
Bericht zur Kenntnis mit dem Hinweis, dass die Mark E AG über Neuigkeiten in
dieser Sache unaufgefordert zeitnah informieren möge.
Der Umweltausschuss fasste zu diesem Thema in
seiner Sitzung am 20.09.2006 nach ausführlicher Beratung einstimmig folgenden Empfehlungsbeschluss
an den Rat:
Der
Umweltausschuss befürwortet die weitere Trinkwasserversorgung aus der Hasper
Talsperre. Der Rat der Stadt Hagen wird gebeten, seine Mitglieder im
Aufsichtsrat der Mark E dahingehend zu beauftragen.
Der Rat befasste sich in seiner Sitzung am
09.11.2006 unter dem TOP Mitteilungen mit diesem Thema, zudem wurde über eine
entsprechende Anfrage nach § 6 Abs. 8 der Geschäftsordnung diskutiert. Zusammenfassend
wurde festgestellt, dass es derzeit keine Tendenz gebe, von der
Trinkwasserversorgung aus der Hasper Talsperre Abstand zu nehmen. Auf die
bestehende Beschlusslage bei der Mark E AG wurde verwiesen. Bis ca. Mitte
nächsten Jahres würden alle zu einer Entscheidung erforderlichen Fakten und
Zahlen zusammengetragen, den Aufsichtsratsmitgliedern vorgestellt und eine
sachgerechte Entscheidung zu diesem Thema herbeigeführt. Die in den
Aufsichtsrat entsandten städtischen Vertreter könnten nur unter bestimmten
Voraussetzungen zu einem bestimmten Verhalten angewiesen werden, um die
Interessen der Stadt zu wahren. Es sei auch im Sinne des Unternehmens zu
entscheiden. Das bisherige Verfahren verlaufe planmäßig und abgestimmt. Im
Laufe des Jahres 2007 werde es erneut eine Darstellung über das Wasserrecht und
die dazu gehörenden Änderungen geben.
