Beschlussvorlage - 0939/2006

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

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Sachverhalt

Der Bismarckturm ist sanierungsbedürftig und aus diesem Grund für Besucher nicht zugänglich. Die Sanierungsgesamtkosten betragen 470.000,- € bis 500.000,- €. In einer noch aufzustellenden Prioritätenliste ist über die Dringlichkeit der Sanierungsmaßnahme zu entscheiden. Das Turmumfeld bleibt weiterhin abgesperrt.


 
Im April dieses Jahres teilte die Pächterin des Kiosks am Bismarckturm, die auch den Turm betreut, mit, dass sich Gesteinsmaterial am Turm gelöst hat und heruntergefallen ist. Eine örtliche Baufirma wurde von der Gebäudewirtschaft Hagen - GWH beauftragt, die Schäden am Turm festzustellen. Ein Mitarbeiter der Firma hat sich von außen am Turm abgeseilt und erhebliche Schäden an den auskragenden Gesimsen im oberen Teil des Turmes festgestellt. Die Verfugung ist völlig desolat, teilweise sogar gar nicht mehr vorhanden. Ganze Werksteine haben sich aus ihrem ursprünglichen Lager gedrückt . Die größte Gefahr geht davon aus, dass Teile der Verfugung aufgrund der Verschiebung im Mauerwerk herunter fallen. Aus diesem Grund ist der Turm am 21.4.2006 zur Gefahrenabwehr durch einen Bauzaun abgesperrt worden.

 

Bei einem verwaltunginternen Besichtigungstermin im Juni mit Beteiligung der GWH und der Unteren Denkmalbehörde - UDB konnte festgestellt werden, dass seit Aufstellen des Bauzaunes weitere Steinbrocken herunter gefallen sind. Die UDB hält eine Sanierung des Turms und der ihn umgebenden Stufenanlagen für dirngend erforderlich, um Schäden an der Substanz des Bauwerkes zu verhindern. Da die Verfugung besonders in den oberen Bereichen des Turms bereits in großem Umfang abgängig ist, ist davon auszugehen, dass sich die Schäden durch Wassereintritt immer schneller vergrößern werden.

 

Da es sich bei dem Bismarckturm um eine Baudenkmal handelt, besteht eine Pflicht des Eigentümers Stadt Hagen zur Erhaltung des Bauwerkes. Zudem kann die notwendige Sanierung nur von einem entsprechend qualifizierten Unternehmen durchgeführt werden. Es liegt ein Kostenvoranschlag einer Firma aus Hörstel vor, der sich auf ca. 355.000,- € beläuft. Laut Aussage von GWH kommen dazu noch Kosten für Gerüste, Baustelleneinrichtung sowie Baunebenkosten. Die Kosten der Sanierung als Gesamtmaßnahme werden von GWH auf 470.000,- € bis 500.000,- € geschätzt.

 

Eine Summe in dieser Größenordnung ist aus den Mitteln für die laufende Instandhaltung nicht zu finanzieren. Mit Vorlage vom 17.10.2006 (Drucksachennummer 0854/2006) hat 23 dem Rat ein Programm zur Sanierung der städtischen Gebäude vorgelegt. In der Zusammenstellung der sanierungsbedürftigen Gebäude ist auch der Bismarckturm mit Sanierungsgesamtkosten von 500.000,- € aufgeführt. In einer noch aufzustelllenden Prioritätenliste muss über die Dringlichkeit der Sanierung des Bismarckturmes entschieden werden.

 

Es besteht zwar grundsätzlich die Möglichkeit für die Sanierung von Baudenkmälern Fördermittel des Landes NRW zu beantragen. Allerdings sind Förderanträge für andere Denkmäler in Hagen bereits mehrfach abgelehnt worden. Selbst wenn ein Förderantrag positiv beschieden würde, müsste die Stadt mit den Kosten in Vorlage treten. Erst nach Vorlage eines sog. Verwendungsnachweises, würde die Fördersumme im nachhinein ausgezahlt werden.

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Auswirkungen

X

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

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Beschlüsse

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05.12.2006 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen

Beschluss:

1.         Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

2.         Die Verwaltung wird beauftragt durch geeignete Maßnahmen die Gründung eines Fördervereins „Bismarckturm“ zu unterstützen.

3.         Die Prioritätenliste über die Dringlichkeit der Sanierung ist zu erstellen.

Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 18

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0