Beschlussvorlage - 0939/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Sanierung des Bismarckturmes
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Angela Thomas
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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05.12.2006
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Sachverhalt
Der Bismarckturm ist sanierungsbedürftig und aus diesem Grund für Besucher nicht zugänglich. Die Sanierungsgesamtkosten betragen 470.000,- € bis 500.000,- €. In einer noch aufzustellenden Prioritätenliste ist über die Dringlichkeit der Sanierungsmaßnahme zu entscheiden. Das Turmumfeld bleibt weiterhin abgesperrt.
Im April dieses
Jahres teilte die Pächterin des Kiosks am Bismarckturm, die auch den Turm
betreut, mit, dass sich Gesteinsmaterial am Turm gelöst hat und
heruntergefallen ist. Eine örtliche Baufirma wurde von der Gebäudewirtschaft
Hagen - GWH beauftragt, die Schäden am Turm festzustellen. Ein Mitarbeiter der
Firma hat sich von außen am Turm abgeseilt und erhebliche Schäden an den
auskragenden Gesimsen im oberen Teil des Turmes festgestellt. Die Verfugung ist
völlig desolat, teilweise sogar gar nicht mehr vorhanden. Ganze Werksteine
haben sich aus ihrem ursprünglichen Lager gedrückt . Die größte Gefahr geht
davon aus, dass Teile der Verfugung aufgrund der Verschiebung im Mauerwerk
herunter fallen. Aus diesem Grund ist der Turm am 21.4.2006 zur Gefahrenabwehr durch
einen Bauzaun abgesperrt worden.
Bei einem verwaltunginternen Besichtigungstermin
im Juni mit Beteiligung der GWH und der Unteren Denkmalbehörde - UDB konnte
festgestellt werden, dass seit Aufstellen des Bauzaunes weitere Steinbrocken
herunter gefallen sind. Die UDB hält eine Sanierung des Turms und der ihn
umgebenden Stufenanlagen für dirngend erforderlich, um Schäden an der Substanz
des Bauwerkes zu verhindern. Da die Verfugung besonders in den oberen Bereichen
des Turms bereits in großem Umfang abgängig ist, ist davon auszugehen, dass
sich die Schäden durch Wassereintritt immer schneller vergrößern werden.
Da es sich bei dem Bismarckturm um eine
Baudenkmal handelt, besteht eine Pflicht des Eigentümers Stadt Hagen zur
Erhaltung des Bauwerkes. Zudem kann die notwendige Sanierung nur von einem
entsprechend qualifizierten Unternehmen durchgeführt werden. Es liegt ein
Kostenvoranschlag einer Firma aus Hörstel vor, der sich auf ca. 355.000,-
€ beläuft. Laut Aussage von GWH kommen dazu noch Kosten für Gerüste,
Baustelleneinrichtung sowie Baunebenkosten. Die Kosten der Sanierung als
Gesamtmaßnahme werden von GWH auf 470.000,- € bis 500.000,- €
geschätzt.
Eine Summe in dieser Größenordnung ist aus den
Mitteln für die laufende Instandhaltung nicht zu finanzieren. Mit Vorlage vom
17.10.2006 (Drucksachennummer 0854/2006) hat 23 dem Rat ein Programm zur
Sanierung der städtischen Gebäude vorgelegt. In der Zusammenstellung der
sanierungsbedürftigen Gebäude ist auch der Bismarckturm mit
Sanierungsgesamtkosten von 500.000,- € aufgeführt. In einer noch
aufzustelllenden Prioritätenliste muss über die Dringlichkeit der Sanierung des
Bismarckturmes entschieden werden.
Es besteht zwar grundsätzlich die Möglichkeit für
die Sanierung von Baudenkmälern Fördermittel des Landes NRW zu beantragen.
Allerdings sind Förderanträge für andere Denkmäler in Hagen bereits mehrfach
abgelehnt worden. Selbst wenn ein Förderantrag positiv beschieden würde, müsste
die Stadt mit den Kosten in Vorlage treten. Erst nach Vorlage eines sog. Verwendungsnachweises,
würde die Fördersumme im nachhinein ausgezahlt werden.

05.12.2006 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
1. Der Bericht der
Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2. Die
Verwaltung wird beauftragt durch geeignete Maßnahmen die Gründung eines Fördervereins „Bismarckturm“
zu unterstützen.
3. Die
Prioritätenliste über die Dringlichkeit der Sanierung ist zu erstellen.