Beschlussvorlage - 0711/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Einwohnerentwicklung 2005 bis 2025
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Stadtentwicklungsausschuss
|
Entscheidung
|
|
|
|
07.11.2006
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Hagen
|
Entscheidung
|
|
|
|
14.12.2006
|
Sachverhalt
Seit Jahren kämpft Hagen mit einer zurückgehenden
Einwohnerzahl. Die neueste Einwohnervorausberechnung des Landesamtes für
Datenverarbeitung und Statistik NRW sagt für Hagen bis 2025 einen weiteren
Einwohnerschwund voraus.
Für diese negative Einwohnerentwicklung sind ein
fortwährender Sterbe- und Fortzugsüberschuss verantwortlich.
Zwei fiktive Szenarien zeigen, wie sich mehr
Geburten und weniger Fortzüge auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken würden.
Soll der Sterbeüberschuss um einen Prozentpunkt gesenkt werden, müssten
jährlich 120 Kinder mehr geboren werden als heute. Ein Ansatzpunkt den
Wanderungssaldo auszugleichen, wäre die Wünsche der ins Umland Ziehenden
spürbarer bei der Planung von Neubaugebieten zu berücksichtigen.
Ein drittes Szenarium, ebenfalls fiktiv, zeigt
Konsequenzen auf, die ein gesteigerter Zuzug auf die Zahl der Hagener Wohnungen
haben würde.
Eine Befragung in Neubaugebieten ermittelte, wie
wichtig die in den Baugebieten herrschenden Umeweltbedingungen für eine
tatsächliche Umsetzung des Bauwunsches sind.
Einleitung
Die neue Vorausberechnung der Bevölkerung für das Land Nordrhein-Westfalen bis 2025 wurde jetzt vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW präsentiert. Ihre Ergebnisse liegen den folgenden Modellrechnungen zu Grunde.
Für das gesamte Land Nordrhein-Westfalen sagt sie für den Zeitraum 2005 bis 2025 einen Bevölkerungsrückgang von -2,5 % voraus. Auf regionaler Ebene zeigen sich aber spürbare Unterschiede. Von den 54 Kreisen und kreisfreien Städten weisen nur noch 18 eine positive Tendenz auf, die übrigen verlieren Einwohner. Zu den Verlierern gehören 17 kreisfreie Städte und 19 Kreise.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung bis 2025 in den kreisfreien Städten, im Hochsauerland-, im Märkischen-, im Ennepe-Ruhr-Kreis und im Kreis Unna.
|
Verwaltungsbezirk |
Bevölkerung |
Veränderung 01.01.2025 gegenüber 01.01.2005 |
|
|
01.01.2005 |
01.01.2025 |
||
|
1000 |
% |
||
|
Gelsenkirchen |
270,1 |
226,1 |
-16,3 |
|
Hagen |
198,8 |
168,6 |
-15,2 |
|
Hochsauerlandkreis |
277,7 |
242,1 |
-12,8 |
|
Remscheid |
116,8 |
102,6 |
-12,2 |
|
Märkischer Kreis |
451,4 |
398,8 |
-11,7 |
|
Ennepe-Ruhr-Kreis |
344,8 |
305,8 |
-11,3 |
|
Herne |
171,8 |
153,0 |
-11,0 |
|
Duisburg |
504,4 |
449,7 |
-10,8 |
|
Kreis Unna |
426,3 |
381,6 |
-10,5 |
|
Mülheim a.d.Ruhr |
170,3 |
153,2 |
-10,1 |
|
Wuppertal |
361,1 |
324,5 |
-10,1 |
|
Oberhausen |
219,3 |
201,0 |
-8,4 |
|
Essen |
588,1 |
539,0 |
-8,3 |
|
Bottrop |
119,9 |
110,1 |
-8,2 |
|
Dortmund |
588,7 |
544,5 |
-7,5 |
|
Krefeld |
238,3 |
220,7 |
-7,4 |
|
Bochum |
388,2 |
359,3 |
-7,4 |
|
Solingen |
164,2 |
153,2 |
-6,7 |
|
Mönchengladbach |
262,0 |
249,3 |
-4,8 |
|
Hamm |
184,9 |
177,3 |
-4,1 |
|
Leverkusen |
161,6 |
157,0 |
-2,9 |
|
Münster |
270,0 |
276,6 |
+2,4 |
|
Bielefeld |
328,0 |
336,4 |
+2,5 |
|
Düsseldorf |
527,7 |
588,4 |
+2,7 |
|
Köln |
969,7 |
1051,6 |
+8,4 |
|
Bonn |
311,9 |
341,5 |
+9,5 |
|
Aachen |
257,8 |
282,5 |
+9,6 |
|
Nordrhein-Westfalen |
18075,4 |
17608,0 |
-2,6 |
Bei den Gewinnern liegen
die Städte Bonn und Aachen, deren Einwohnerzahlen um 10 % steigen sollen,
an der Spitze. Die stärkste relative Abnahme verzeichnet die Stadt
Gelsenkirchen (-16,3 %). Nur geringfügig besser steht Hagen da
(-15,2 %). Rund 12 % ihrer Einwohner büßen laut Vorausberechnung der
Hochsauerlandkreis (-12,8 %), Remscheid (-12,2 %), der Märkische
Kreis (-11,7 %) und der Ennepe-Ruhr-Kreis (-11,3 %) ein. Von den an
Hagen angrenzenden Gebietseinheiten weist auch der Kreis Unna mit -10,5 %
ein spürbares Minus auf. Etwas besser präsentiert sich Dortmund mit einem
Einwohnerverlust von -7,5 % in den nächsten 20 Jahren.
Fazit: Auch die an Hagen angrenzenden Gebiete MK, EN, Kreis Unna und DO haben bis 2025 mit hohen Einwohnerverlusten zu kämpfen.
LDS
Prognose 2005-2025 für Hagen
Laut LDS Prognose verringert sich die Hagener Einwohnerzahl
von 198 800 am 1.1.2005
auf 168 600 am 1.1.2025
Hagen verliert somit
30 200 Einwohner (-15,2 %) bis 2025, was einem jährlichen Einwohnerverlust
von ca. 1 500 Personen entspricht.
Dieser Rückgang wird einerseits
durch einen Sterbeüberschuss von 11 900 Personen (-6,0 %), d.h. es sterben mehr Hagener als geboren werden,
und andererseits
durch einen Fortzugsüberschuss von 18 300 Personen (-9,2 %), d.h. es ziehen mehr Personen aus Hagen fort als zuziehen, prognostiziert.
Das folgende Schaubild zeigt die prognostizierte Einwohnerentwicklung für Hagen bis 2025.

Gegenmaßnahmen
zum prognostizierten Einwohnerrückgang
Szenario
1
Mehr
Geburten
Auswirkung auf die Einwohnerzahl 2025
Soll sich beispielsweise während der 20-jährigen Laufzeit der Prognose der Sterbeüberschuss von 6,0 % auf 5,0 % verringern, dürften statt 11 900 Hagener nur noch 9 900 Hagener mehr sterben als geboren werden. Um dies zu erreichen, müssten im Prognosezeitraum 2 000 kleine Hagener mehr das Licht der Welt erblicken. Dazu bedarf es geeigneter Maßnahmen. Würden diese ab 2007 greifen, müssten sie in den folgenden 17 Jahren ab 2008 die Zahl der jährlichen Geburten um jährlich 120 anheben. Als Folge würden im Prognosezeitraum insgesamt 2 000 Kinder mehr das Licht der Welt erblicken und die Einwohnerzahl bis 2025 nur auf 170 600 sinken (-14,2 %).
Um die Schwierigkeit der
Aufgabe einschätzen zu können, hilft ein Blick in die jüngste Vergangenheit.
Wie Tabelle und Schaubild zeigen, kamen zwischen 2000 und 2005 durchschnittlich
1 700 kleine Hagener zur Welt. Für die angepeilte Zunahme um jährlich 120
Geburten wäre ab 2008 eine Erhöhung der jährlichen Geburtenzahl um 7 %
nötig. Dazu bedarf es vielfältiger Anreize.
2000 1 741 2001 1 674 2002 1 630 2003 1 832 2004 1 678 2005 1 504 Durchschnitt 1 700
Jahr
Geburten

Fazit: Um den Sterbeüberschuss um einen Prozentpunkt zu senken, müssten jährlich 120 Kinder mehr geboren werden.
Szenario 2
Weniger Fortzüge
Auswirkung auf die
Einwohnerzahl 2025
Die folgende Tabelle zeigt
die Zahl der Fortzüge aus Hagen zwischen 2000 und 2005. Fast jeder dritte Wegzug
(28,8 %) erfolgte ins direkte Umland
(Dortmund, Schwerte, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Schalksmühle,
Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Wetter, Herdecke).
|
Jahr |
Fortzüge ins |
|||
|
Umland |
restliches Deutschland |
Ausland |
Gesamt |
|
|
2000 |
2 344 |
3 084 |
2 140 |
7 568 |
|
2001 |
1 961 |
2 964 |
1 998 |
6 923 |
|
2002 |
2 032 |
2 860 |
1 940 |
6 832 |
|
2003 |
1 951 |
2 920 |
1 846 |
6 717 |
|
2004 |
1 826 |
3 781 |
1 003 |
6 610 |
|
2005 |
1 811 |
4 063 |
884 |
6 758 |
|
Durchschnitt |
1 988 |
3 279 |
1 635 |
6 902 |
|
in % |
28,8 |
47,5 |
23,7 |
100 |
Eine Umfrage unter den ins Umland Fortgezogenen hat ergeben, dass 53 % von ihnen als ausschlaggebenden Grund für den Fortzug einen oder mehrere Aspekte aus dem Bereich “Rückkehr in die Heimat (=Umland), Umzug in die Nähe von Freunden/Bekannten oder von Verwandten, berufliche Gründe und andere persönliche Gründe” nannten. Die so motivierten Fortzugswilligen wird Hagen nicht halten können.
Nimmt man an, dass die
übrigen 47 % noch in ihrer Entscheidung beeinflussbar sind, wären Jahr für
Jahr gut 950 Hagener durch entsprechende
Angebote zu halten.
|
Jahr |
Fortzüge ins Umland |
davon |
|
|
beeinflussbar |
nicht beeinflussbar |
||
|
2000 |
2 344 |
1 102 |
1 242 |
|
2001 |
1 961 |
922 |
1 039 |
|
2002 |
2 032 |
955 |
1 077 |
|
2003 |
1 951 |
917 |
1 034 |
|
2004 |
1 826 |
858 |
968 |
|
2005 |
1 811 |
851 |
960 |
|
Durchschnitt |
1 988 |
934 |
1 054 |
Würden entsprechende
Maßnahmen (z.B. Wohnen im Grünen, attraktive Neubaugebiete, Lärmschutz, restaurierte
Altbauwohnungen, preiswerte Wohnungen, Wohnungsbörse usw.) ab 2008 greifen,
könnten bis zum Ende der Prognose 15 900
Fortzugswillige in Hagen gehalten werden. Bei Erfolg dieser Maßnahme würde die
Einwohnerzahl bis 2025 lediglich auf 184 500
sinken.
Fazit: 47 % der ins
Umland Fortziehenden bilden die entscheidende Zielgruppe. Je Jahr könnten ca. 950 Einwohner, die in 450 Wohneinheiten leben, gehalten werden.
Szenario
1 und 2
Umsetzung
beider Szenarien
Würden beide Szenarien
Wirklichkeit werden, verringerte sich der Einwohnerverlust jährlich um 1 070 Hagener. Am 1.1.2025 könnten noch 186 500
Hagener gezählt werden. Der Einwohnerverlust betrüge “lediglich”
12 300 Personen (-6,2 %).

Das Schaubild zeigt gestrichelt den dann zu
erwartenden Verlauf.
Szenario 3
Zuzug von je 1 000 Einwohnern in den nächsten 10 Jahren
Auswirkung auf die Zahl der Wohnungen
Die Tabelle auf der
folgenden Seite zeigt, wie sich die benötigte Zahl an Wohnungen verändert, wenn
der Indikator Einwohner je Wohnung in jedem Jahr um 0,01 sinkt.
Jahr
|
Einwohner
|
Wohnungen
|
Einwohner/
Wohnung
|
Zuwachs Wohnungen |
|
2000 |
205 307 |
102 806 |
2,00 |
- |
|
2001 |
204 082 |
103 035 |
1,98 |
- |
|
2002 |
203 078 |
103 366 |
1,96 |
- |
|
2003 |
202 209 |
103 766 |
1,95 |
- |
|
2004 |
201 171 |
103 926 |
1,94 |
- |
|
2005 |
199 657 |
104 488 |
1,91 |
|
|
1 000 neue Einwohner je Jahr |
||||
|
2006 |
+ 1 000 |
|
1,90 |
526 |
|
2007 |
+ 1 000 |
|
1,89 |
529 |
|
2008 |
+ 1 000 |
|
1,88 |
532 |
|
2009 |
+ 1 000 |
|
1,87 |
535 |
|
2010 |
+ 1 000 |
|
1,86 |
538 |
|
2011 |
+ 1 000 |
|
1,85 |
541 |
|
2012 |
+ 1 000 |
|
1,84 |
543 |
|
2013 |
+ 1 000 |
|
1,83 |
546 |
|
2014 |
+ 1 000 |
|
1,82 |
549 |
|
2015 |
+ 1 000 |
|
1,81 |
552 |
|
Summe 2006-2015 |
+ 10 000 |
|
|
5 391 |
Für die
10 000 neuen Einwohner müssten 5 400 Wohnungen bereit gestellt
werden. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass mehr als 5 000 neue
Wohnungen in den nächsten Jahren entstehen müssen, denn durch die sinkende
Einwohnerzahl wird Wohnraum frei und muss nicht erst neu gebaut werden.
1 000
neue Einwohner beanspruchen jährlich ca. 500 Wohnungen, die durch Neubau
oder Sanierung bereitzustellen sind. Bei jährlich durchschnittlich 300
fertig gestellten Wohnungen müssen 200 durch Sanierung hinzu kommen.

Das Schaubild zeigt die Bautätigkeit
zwischen 2000 und 2005.
Fazit:
10 000 neue Einwohner benötigen 5 400 neu gebaute oder sanierte
Wohnungen.
Wohnfläche je Einwohner
Seit Jahren steigt die Wohnfläche in qm je Einwohner. Dabei handelt es sich um eine theoretische Größe, die den vorhandenen Wohnraum je Einwohner misst und nicht den genutzten angibt. Würde man die Leerstandsflächen kennen, müsste man sie von der vorhandenen Wohnfläche abziehen, bevor die Wohnfläche je Einwohner ermittelt wird.
Der vorhandene Wohnraum steigt um die Fläche der Neubauten und verliert durch Abbrüche.
|
Jahr |
Abbrüche |
Einwohner- verlust |
||
|
Wohngebäude |
Wohnungen |
Wohnfläche in qm |
||
|
2000 |
6 |
26 |
1 508 |
2 164 |
|
2001 |
10 |
71 |
3 077 |
1 225 |
|
2002 |
4 |
13 |
933 |
1 004 |
|
2003 |
4 |
13 |
864 |
869 |
|
2004 |
9 |
27 |
1 996 |
1 038 |
|
2005 |
13 |
42 |
2 705 |
1 514 |
Die Zahl der Abbrüche ist
nur gering im Vergleich zur deutlich gesunkenen Einwohnerzahl. Damit steigt die
Größe “qm je Einwohner” vor allem bedingt durch die zurückgehende
Einwohnerzahl und nicht vornehmlich durch eine erhöhte Wohnfläche. Die in den
letzten Jahren gestiegene Wohnfläche je Einwohner stellt also nicht
zwangsläufig eine qualitative Verbesserung dar.
Fazit: Durch
das bisherige Missverhältnis von Einwohnerverlust und Abbrüchen ergibt sich als
Konsequenz, dass zukünftig wesentlich mehr ungenutzte Wohngebäude abzureißen
sind.
Durch Renaturierung der Abrissflächen schafft man einen Ausgleich für verloren gegangenes Grün in den Neubaugebieten und verbessert die Wohnqualität in den Altbauvierteln.
Neubaugebiete
Eine mögliche Strategie,
neue Einwohner anzulocken, besteht in der vermehrten Ausweisung von Baugebieten.
Auch um ihre Wirksamkeit zu untersuchen, wurde im Jahr 2005 eine Umfrage in
Neubaugebieten durchgeführt. Insgesamt 259 Haushalte stellten den Interviewern
einige Minuten ihrer Zeit zur Verfügung. Gefragt wurde u.a. nach dem
Wohnstatus, den Umzugsgründen und der vorgefundenen Infrastruktur. Alle
Umfrageergebnisse wurden in der Broschüre “Umfrage in
Neubaugebieten” zusammen getragen.
Für viele vielleicht überraschend handelt es sich nur bei 12 % der befragten Haushalte um ehemalige Nichthagener. Dreiviertel von ihnen wohnten im angrenzenden Umland. Der weit überwiegende Teil der Neubaubezieher, nämlich 88 %, ist innerhalb Hagens umgezogen. Es werden also nur wenige Neubürger angelockt, aber viele Hagener können in ihrer Heimatstadt gehalten werden.
Fazit: Durch die Ausweisung von
Neubaugebieten werden eher Wegzüge aus Hagen verhindert als Zuzüge von
außerhalb angelockt.
Fast 80 % der
befragten Haushalte nannten Eigentumsbildung (39 %), eine größere/bessere
Wohnung (24 %) und eine bessere Wohngegend (14 %) als wichtigsten Umzugsgrund.
So stieg der Eigentümeranteil von 28 % vor dem Umzug sprunghaft auf
83 % nach dem Umzug.
Fazit: Wichtigster Umzugsgrund ist
die Eigentumsbildung.
In einer Fragesequenz sollten verschiedene Aspekte aus zwei Sichtweisen, nämlich vor und nach dem Umzug, beurteilt werden.
Dabei kommt ans Licht, dass viele Haushalte ihr neues Wohnumfeld auch wegen der dort herrschenden intakten Umwelt gewählt haben. Mehr als 70 % stufen das Grünflächenangebot, die Luftgüte und die Stille/Ruhe als gut oder sogar sehr gut ein. Gegenüber der alten Wohnung bedeutet dies eine Verbesserung von 29 % bei der Luftgüte, 22 % bei der Stille/Ruhe und 17 % beim Grünflächenangebot.
Umweltgründe spielen ebenfalls eine zentrale Rolle bei Haushalten, die Hagen in Richtung Umland verlassen haben (Broschüre “Warum wir gingen. Ex-Hagener geben Auskunft”).
Besonders kritisch gesehen wird das Freizeitangebot für Jugendliche. Dies war übrigens auch schon aus Sicht der alten Wohnung so.
Fazit: Bei der Planung von
Baugebieten muss den dort herrschenden Umweltbedingungen besondere Beachtung
geschenkt werden.
Ein Fragenbündel befasste
sich nicht mit dem direkten Wohnumfeld, sondern es sollten Gesichtspunkte mit
Schulnoten bewertet werden, die sich auf die Gesamtstadt beziehen.
Das meiste Lob erhält die Nähe zur Natur. 80 % der befragten Haushalte urteilten “gut” oder “sehr gut”. Zwischen 50 % und 60 % äußerten äußerste Zufriedenheit mit den Sportmöglichkeiten, den Einkaufsmöglichkeiten und dem Gastronomieangebot. Das Kulturangebot stufen noch 40 % als gut ein. Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz befindet sich das Arbeitsplatzangebot. (5 %). Die Gesamtstaft erhält die Note “befriedigend”. Niemand urteilte “sehr gut”, 30 % sagten “gut”.
Fazit: Auch hier wird wieder
deutlich, welch ein Pfund Hagen mit seiner Lage im Grünen in der Hand hält.
