Beschlussvorlage - 0694/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Künftiger Einsatz von Betriebssystemen und Büro-Software auf Arbeitsplatzrechnern der Stadt Hagen- 3. Zwischenbericht -
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- HABIT Hagener Betrieb für Informationstechnologie
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Fachausschuss für Informationstechnologie und Digitalisierung
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Entscheidung
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07.09.2006
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Sachverhalt
1.
Vorbemerkungen
Der Betriebsausschuss HABIT wurde in
den öffentlichen Sitzungen am 27.04. und 20.09.2005 über den künftigen Einsatz
von Betriebssystemen und Büro-Software auf Arbeitsplatzrechnern der Stadt Hagen
informiert (s. Drucksachennr. 0202/2005 und 0486/2005). Zudem hat der Ausschuss
in nichtöffentlicher Sitzung am 22.11.2005 über die Beschaffung von Hard- und
Softwareprodukten sowie Dienstleistungen zur Herstellung einer
Exchange-Mail-/Groupware-Umgebung entschieden (s. Drucksachennr. 0987/2005).
Entsprechend den vom Betriebsausschuss gefassten Beschlüssen informiert die
Verwaltung nunmehr über den aktuellen Stand der Arbeiten.
2.
Verlauf
und aktueller Status der Migrationsprojekte
In den Vorlagen 0202/2005, 0486/2005
und 0987/2005 wurde die Migrationsstrategie von Windows NT, Office 97 und
SNI-X400-Mail auf Windows XP, Office 2003 und Exchange 2003 dargelegt. Details
zu Vorgehensweise und Kosten können diesen Vorlagen entnommen werden. Im
Nachfolgenden wird der bisherige zeitliche Verlauf und der aktuelle Status der
Migrationsprojekte dargestellt.
Die allgemeinen Voraussetzungen in der Windows-Netzumgebung, insbesondere
die Einrichtung des zentralen Verzeichnisdienstes ”Active
Directory”, waren Ende 2005 erfüllt. Bis März 2006 wurden die
Strukturierungen und Festlegungen der Gruppenrichtlinien, soweit für den Start
der XP-Migration benötigt, abgeschlossen. Ebenfalls wurde eine
Standard-PC-Konfiguration festgelegt (”Muster-Client”).
Ein neues automatisiertes Installationsverfahren für XP-Rechner steht
ebenfalls ab März 2006 zur Produktivnutzung bereit. Ab diesem Zeitpunkt können
auch diverse Softwarepakete für eine automatisierte Installation des Clients
genutzt werden (Windows XP, MS Office, diverse Zusatzsoftware). Mit
Paketerstellungen für Anwendungssoftware, insbesondere für kommunale
Fachverfahren, wurde begonnen. Zur Zeit muss diese Software jedoch mit wenigen
Ausnahmen noch manuell installiert werden.
Neben dem Vorgenannten war die Migration der Benutzerprofile aller
Verwaltungsmitarbeiter aus der NT-Serverumgebung in den neuen zentralen
Verzeichnisdienst für Windows XP eine weitere Voraussetzung für die
XP-Einführung. Nach ursprünglicher Planung sollte diese Umsetzung automatisiert
erfolgen. Die von dem KDN-Partner Stadt Köln bereitgestellten und mehrfach
angepassten Skripte zur automatischen Umstellung führten in Pilotprojekten,
insbesondere bei den erforderlichen Dateiumspeicherungen auf älteren Rechnern,
zu verschiedenen Problemen, die nur durch zeitaufwändige manuelle Nacharbeit zu
beheben waren. Die verwaltungsweite Benutzer- und Profilmigration wurde deshalb
nicht automatisiert, sondern manuell durch MitarbeiterInnen des HABIT sowie
durch externe Administratoren durchgeführt. Die hierfür erforderlichen
Aktivitäten an jedem vernetzten PC in der Verwaltung erstreckten sich von März
bis Anfang Mai 2006.
Das zwischenzeitlich bereits vorbereitete neue Mail- und Groupwaresystem
Exchange konnte am 31. Mai 2006, nach Abschluss der Benutzermigration,
produktiv gesetzt werden. Bei den zuvor erfolgten Tests und Detailplanungen hat
es sich als zweckmäßiger herausgestellt, das veraltete Mail-System in Gänze
abzulösen als dieses in einer Übergangszeit neben dem neuen System zu
betreiben. Die vorhandenen Mail-Clients Outlook 97 wurden hierzu durch
automatisch bei jedem Benutzer gestartete Skripte auf die Kommunikation mit dem
Exchange-Server eingerichtet. Seit der Inbetriebnahme des neuen Mailsystems
erfolgt jetzt eine ”sanfte Migration” der Mail-Clients: Rechner,
auf denen XP und Office 2003 installiert werden, nutzen Outlook 2003 statt 97.
Die Migration der Arbeitsplatzrechner auf die neue Betriebssystem- und
Office-Version ist in Pilotbereichen – zunächst ohne das neue Mailsystem
- im März 2006 erfolgt (zu einem früheren Zeitpunkt installierte XP-Systeme,
die noch in die alte NT-Domänenstruktur eingebunden waren, sollen hier nicht
betrachtet werden). Verwaltungsweit findet der XP-Roll-Out seit Juni 2006, nach
Inbetriebnahme des neuen Mail-Systems, statt. In der Regel werden Ämter und
Fachbereiche geschlossen umgestellt, damit Office-Vorlagen und Datenbanken
gemeinsam genutzt werden können. Dabei werden vorhandene Rechner, die ab Mitte
2002 beschafft wurden, mit Windows XP, Office 2003 und einer Vielzahl weiterer
Programme kundenindividuell neu aufgebaut. Ältere Rechner, die bereits vor dem
genannten Zeitpunkt im Einsatz waren, werden durch neue ersetzt. Insgesamt
wurde bis Mitte August 2006 rund ein Viertel der vernetzten Arbeitsplatzrechner
in der Verwaltung umgestellt. Es handelt sich dabei um mehr als 400
Installationen auf vorhandenen Rechnern und um mehr als 100 auf neu beschafften
Geräten, die mehr als vier Jahre alte Rechner ersetzen.
3.
Verstärkung
und Neuorganisation des Produktbereichs Endanwendersysteme
Die am 20.09.2005 vom Betriebsausschuss beschlossene Besetzung von zwei
zusätzlichen Stellen in der PC-Administration und einer Stelle zur
Office-Betreuung wurde kurzfristig umgesetzt. Zur Optimierung der
Arbeitsabläufe und zur Verbesserung der Kundenservices sind zudem die bisher
getrennten HABIT-Produktbereiche ”Endsystem-Administration” und
”Technischer Endgeräteservice” zusammengelegt worden. Daneben
werden zur Zeit zusätzliche Dienstleistungen in der Verwaltung, u. a. beim
XP-Rollout, im Rahmen von drei eingerichteten Arbeitsgelegenheiten (”1-Euro-Jobs”)
erbracht.
4.
Bewertung,
Zwischenfazit
Ein verwaltungsweiter Wechsel der Betriebssystem- und Office-Umgebung ist
ein aufwändiges Projekt, das zwangsläufig eine Vielzahl technischer und
organisatorischer Probleme mit sich bringt. Die finanzielle Lage der Verwaltung
lässt umfangreiche Schulungsmaßnahmen leider nicht zu, so dass
Eingewöhnungsprobleme der Verwaltungsmitarbeiter beim Umgang mit neuer Software
als zwangsläufig anzusehen sind. Aus technischer Sicht ist der bisherige
Projektverlauf erfolgreich. Gelegentlich auftretende Probleme werden zumeist
kurzfristig gelöst. Alles in allem schreitet die Modernisierung der
Arbeitsplatzsoftware bei der Stadt Hagen nunmehr zügig voran. Durch neue Hard-
und Software können Produktivitätshemmnisse beseitigt werden.
5.
Weitere
Vorgehensweise
Für die bis Februar 2007 umzustellenden Ämter und Fachbereiche existiert
ein mit der zentralen Steuerung abgestimmter Terminplan. Eine Terminsetzung für
die voraussichtlich ab März 2007 umzustellenden Bereiche erfolgt in
Abhängigkeit von bestehenden Veränderungsnotwendigkeiten und dem Verlauf der
aktuell anstehenden Migrationen. Die jetzt durchzuführende Kalkulation der für
Hard- und Software sowie für Dienstleistungen benötigten Ressourcen wird in die
Wirtschaftsplanung 2007 einfließen.
