Beschlussvorlage - 0644/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Das Ruhrtal- Finanzierung der Geschäftsstellentätigkeiten ab 2007
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Nord
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Vorberatung
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13.09.2006
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●
Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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17.08.2006
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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29.08.2006
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
|
Entscheidung
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31.08.2006
|
Beschlussvorschlag
1. Die erfolgreiche Arbeit des Regionalen Projektes “das ruhrtal” soll fortgeführt werden. Die Zusammenarbeit mit den Städten Dortmund, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen (“Städteregion 2030”) ist fortzusetzen.
2. Die Stadt Hagen unterstützt das Bestreben der regionalen Initiative “das ruhrtal”, eine weitere Förderung ihrer Tätigkeiten aus Landes- und EU-Mitteln zu erwirken.
3.
Die Stadt Hagen wird die Tätigkeiten der
Geschäftsstelle in Höhe der bisher zur Verfügung gestellten Gelder ab 2007 mit
jährlich 10.000,- € unterstützen.
Sachverhalt
Die Initiative “das ruhrtal”, bestehend
aus den Kommunen Bochum, Hagen, Hattingen, Herdecke, Wetter, Witten, dem
Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Regionalverband Ruhrgebiet, kooperiert seit dem Jahre
2005 mit den Städten Dortmund, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen
(“Städteregion 2030”). Die vorteilhafte und erfolgreiche
Zusammenarbeit dieser Kommunen des Ruhrtals zeigt sich an einer Vielzahl von
laufenden und abgeschlossenen Maßnahmen und Projekten und ist auch zukünftig zu
unterstützen.
Die Geschäftstelle Ruhrtal bei
der Schmidt/Bechtle GmbH, die das Handlungsprogramm der Initiative koordiniert
und organisiert, soll unabhängig von einer weiteren Förderung mit Mitteln des
Landes beauftragt werden (finanzieller Anteil von der Stadt Hagen 10.000,-
€ / anno).
1. Ausgangs- und Beschlusslage
Im November 2001 wurde entsprechend dem Beschluss des
Rates der Stadt Hagen vom 19.03.2001 die Geschäftsstelle Ruhrtal bei der
Schmidt / Bechtle GmbH eingerichtet.
Die Geschäftsstelle koordiniert seitdem die Umsetzung des
Handlungsprogramms “das ruhrtal” und trägt damit zuverlässig zur
erfolgreichen Entwicklung des Ruhrtals bei. Die Tätigkeit der Geschäftsstelle
umfasst insbesondere:
·
die Vorbereitung,
Moderation und Nachbereitung der Sitzungen des Regionalen Arbeitskreises und
der Regionalen Lenkungsgruppe unter Beteiligung der Städteregion 2030,
·
die Organisation
und Durchführung themenbezogener Arbeitsgespräche, Arbeitsgruppensitzungen,
Workshops und Veranstaltungen,
·
die Akquisition
von Fördermitteln und weiteren Finanzmitteln und den Entwurf von
Förderanträgen,
·
die Erarbeitung
konkreter Strategie- und Verfahrensvorschläge zu den regionalen Leitprojekten,
·
die
verfahrenorganisatorische Unterstützung und Begleitung der Umsetzung der Leitprojekte,
·
die Organisation
der Zusammenarbeit der Projektinitiative mit anderen regionalen Akteuren,
·
die Vertretung
des Ruhrtal-Projektes nach Außen mit Präsentationen, Berichten, Publikationen
sowie bei Kultur- und Medienveranstaltungen.
Im Jahr 2005 wurde gemäß des Ratsbeschlusses vom
15.07.2004 die Weiterführung des Projektes “das ruhrtal” sowie die
Tätigkeit der Geschäftsstelle zunächst bis zum 31.12.2006 verlängert. Diese
Beschluss war gebunden an die Bedingung, dass die Projektförderung des Landes
gesichert ist.
Seit dieser Zeit wurde der Kooperationsraum um die
Städte Dortmund, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen erweitert
(“Städteregion 2030”). Durch diese Erweiterung des
Kooperationsraumes konnten weitere regionale Projekte im Rahmen der
Ruhrtalentwicklung angestoßen und weiterentwickelt werden. Zudem haben sich die
genannten Städte auch an den Kosten der Geschäftsstelle mit eigenen Mitteln
beteiligt.
Die bisherige Zusammenarbeit der beteiligten
Körperschaften im Rahmen des Projektes “das ruhrtal” kann insgesamt
als äußerst erfolgreich bewertet werden.
Die Art der Zusammenarbeit hat sich als
richtungsweisend herausgestellt. In diesem Zusammenhang ist u.a. darauf
hinzuweisen, dass die Regionale Gemeinschaftsinitiative “das
ruhrtal” sich auf Initiative der Stadt Hagen an einem Bundeswettbewerb
des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (“kommKOOP- Erfolgreiche
Beispiele interkommunaler Kooperationen”) beteiligt hat und unter 167
Projekten für eine Auszeichnung nominiert wurde. Die Preisverleihung wird am 4. Oktober 2006 in Berlin erfolgen.
2.
Stand des Gesamtprojektes
Im Zeitraum 2005 / 2006 wurden insbesondere die regionalen Leitprojekte
Ø Ruhrtalbahn
Ø Wasserwanderweg Ruhr
Ø Ruhrschifffahrt
Ø Ruhrtal-Radweg
weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit mit den Ruhrtalstädten der Initiative “Städteregion Ruhr 2030” wurde vorrangig in den Projekten Wasserwanderweg und Ruhrschifffahrt sowie im gemeinsamen Marketingauftritt ausgebaut. Im Einzelnen lässt sich der Projektstand folgendermaßen zusammenfassen:
Ruhrtalbahn
Die Pilotsaison 2005 für das erweiterte Verkehrsangebot zwischen Bochum-Dahlhausen und Hagen Hbf. konnte von der Ruhrtalbahn-Betriebsgesellschaft mit einer Verdreifachung der Fahrgastzahlen auf 28.000 erfolgreich abgeschlossen werden. Für die am 02.04.2006 gestartete Saison 2006 wurde das Angebot auf 66 Fahrtage ausgedehnt. An 16 Tagen wird Dampfzugbetrieb gefahren. An 5 Fahrtagen verkehrt der Dampfzug über Bochum – Dahlhausen hinaus bis Essen Hbf. Die Schienenbussaison wird aufgrund der großen Nachfrage von Wandergruppen bis Mitte Oktober verlängert. Das Eisenbahninfrastrukturunternehmen TER GmbH bereitet zurzeit die Umsetzung verschiedener Maßnahmen an der Streckeninfrastruktur durch Planfeststellungsanträge beim Eisenbahnbundesamt vor.
Wasserwanderweg Ruhr
Im
Jahr 2006 konnte die Planung zur Fortführung des Wasserwanderweges Ruhr auf dem
Unterlauf des Flusses in Essen und Mülheim an der Ruhr / Oberhausen inzwischen
abgeschlossen werden. In einer Planungsstudie des Büros ökoplan, Essen wurden
alle bestehenden Anlegemöglichkeiten an den Ufern der Ruhr untersucht und auf
ihre Eignung als Anlegestandorte für das vereinsungebundene Wasserwanderer
bewertet. Auf dem rund 40 km langen Flussabschnitt zwischen den Stadtgrenzen
Bochum / Essen und Oberhausen / Mülheim / Duisburg wurden insgesamt 17
Standorte als geeignet beurteilt.
Die Ergebnisse der Studie wurden rund 50 Vertretern der an der Ruhr
gelegenen Wassersportvereine auf einer Informationsveranstaltung
am 16.02.2006 in Mülheim an der Ruhr vorgestellt. Die beteiligten Städte führen
gegenwärtig Gespräche mit den Wassersportvereinen und sonstigen Eigentümern der
17 als geeignet bewerteten Standorte über die Regelung der Erlaubnis zur
Mitnutzung ihrer Steganlagen durch Wasserwanderer.
Im oberen Abschnitt des
Ruhrtals ist im Mai 2006 am südlichen Anleger der Hardensteinfähre ein weiterer
Kanusteg in Betrieb gegangen.
Der außerordentliche
Erfolg des Wasserwanderweg-Projektes ist an den Verleihzahlen der mittlerweile
7 örtlichen Bootsvermieter ablesbar. Nach ihren Angaben haben insgesamt rund
15.000 Bootswanderer den Flussabschnitt zwischen Hengsteysee und Baldeneysee
oder Teilstrecken hiervon “erfahren”.
Ruhrschifffahrt
Das im Auftrag der
Weißen Flotte Baldeney GmbH entworfene Planungskonzept zur Einrichtung einer
neuen Personenschifffahrtslinie von Essen-Kupferdreh über Essen-Steele bis
Bochum-Dahlhausen ist in den Grundzügen fertig gestellt. Das Fahrplankonzept
wird auf die Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten der Ruhrtalbahn am Eisenbahnmuseum
Dahlhausen abgestimmt, um über diesen Umsteigepunkt Ausflugskombinationen mit
der Bahn, dem Schiff und dem Rad anbieten zu können.
Das
Genehmigungsverfahren wird eingeleitet, sobald die Frage eines wirtschaftlichen
Einsatzes des auszuwählenden Schifftyps geklärt ist.
Die Attraktivität des Ausflugschiffsverkehrs auf der Ruhr und ihren Stauseen zwischen Hagen und Mülheim an der Ruhr bleibt – insbesondere in der Altersgruppe 50 plus – unverändert hoch. Die Fahrgastschiffsbetreiber konnten in der Saison 2005 rund 290.000 Fahrgäste auf ihren Schiffen begrüßen.
Ruhrtal-Radweg
Das auf Anregung der
Initiative “das ruhrtal” durchgeführte Kooperationsprojekt der RTG
und des Sauerland-Tourismus e.V. “Ruhrtal-Radweg – von der Quelle
bis zur Mündung” hat in dreijähriger Zusammenarbeit mit den insgesamt 23
Anrainerkommunen ein neues überregional bedeutsames touristisches Highlight
geschaffen. Die Ausbaumaßnahmen zur Schließung von Netzlücken,
Sanierungsmaßnahmen an der Wegeinfrastruktur, die begleitende Ausschilderung
und Marketingkampagne konnten soweit vorangetrieben werden, dass der
Ruhrtal-Radweg am 30.04.2006 zeitgleich mit der Inbetriebnahme der
Hardenstein-Fähre am Westfälischen Industriemuseum Zeche Nachtigall eröffnet
werden konnte.
Tourismus
und Freizeit
Nach Abschluss der
Erweiterungsmaßnahmen konnte das Freizeitbad Heveney unter dem neuen Namen
“Ruhrtal-Therme” seine Position als ein Besuchermagnet unter den
Bädern des Ruhrtals ausbauen. Die mit Europäischen Fördermitteln aus dem
Artery-Projekt durchgeführten Umbauarbeiten im Freibad Wetter (Ruhr) zu einem
Naturfreibad werden in 2006 ebenso abgeschlossen, wie die Umbauarbeiten des
ehemaligen Hauses Baukey am Harkortsee zu einem Ruhrtal-Service-Center.
In der Sommersaison
2006 wurde am Zweibrücker Hof in Herdecke eine weitere Fahrrad-Station mit
Ausleihmöglichkeiten von Rädern aller Art in Regie der WABE eingerichtet. Das
in der Saison 2005 an der Schleuse Herbede von der WABE betriebene und
erfolgreich getestete Pilotangebot einer mobilen Gastronomie wird in 2006
dauerhaft eingerichtet und durch einen weiteren Standort am Bootsanleger
Eisenbahnmuseum Dahlhausen ergänzt.
Die für den Aufbau von touristischen Themen- und Orientierungstafeln beantragten Fördermittel der Ruhrtal-Kommunen in Höhe von rund 125.000,00 EUR wurden bisher noch nicht bewilligt. Die von der Bezirksregierung Arnsberg zum Förderantrag der Stadt Herdecke vom März 2005 geforderten zusätzlichen Angaben zur Bereitstellung der kommunalen Eigenmittel und zur Zugehörigkeit zu Fördergebietskulissen wurden zwischenzeitlich von der Geschäftsstelle eingeholt und an die Bezirksregierung weitergeleitet.
Stadtentwicklung,
Städtebau und Umwelt
Mit Bezug auf das vom Planungsbüro Pesch & Partner, Herdecke erarbeitete Rahmenkonzept zur städtebaulichen Entwicklung entlang der Ruhr wurden im Berichtszeitraum weitere Wettbewerbs- und Planungsverfahren in Herdecke (Westfalia-Fläche), Hattingen (Innenstadt/Henrichshütte) und Hagen (Evolutions-Park) durchgeführt bzw. eingeleitet.
Marketing
und Öffentlichkeitsarbeit
Die
Marketingaktivitäten haben sich in 2005/2006 auf die Erarbeitung und Herausgabe
neuer Printmedien über die Ruhrtal-Initiative und die touristischen
Attraktionen des Ruhrtals konzentriert. Ein aktualisierter Flyer wurde
zwischenzeitlich in einer Auflage von 5.000 Stück fertiggestellt und an die
Projekt-Kommunen verteilt. Er informiert über die Projektpartner, Ziele und
Ergebnisse der erweiterten Ruhrtal-Initiative und vermittelt einen Einstieg in
das touristische Leistungsangebot des Ruhrtals.
Weiterhin wurde im Jahr 2006 eine zweisprachige Ruhrtal-Zeitung entwickelt, die mit Blick auf die zur Fußballweltmeisterschaft erwartete hohe Gästezahl in einer Auflage von 100.000 produziert wurde. Sie wurde ab Mai 2006 an alle zentralen Informationsdrehscheiben im Ruhrgebiet, an Hotels, Gaststätten, Freizeit- und Kultureinrichtungen etc. verteilt. Die Zeitung ist weitgehend durch Sponsoren- und Anzeigenbeiträge finanziert worden.
Die Erweiterung der durch den Klartext-Verlag, Essen
herausgegebenen Karten- und Reiseführerreihe Ruhrtal macht weitere
Fortschritte. Jüngstes Produkt der Reihe ist der am 28.03.2006 auf einer
Pressekonferenz an der evangelischen Dorfkirche Stiepel vorgestellte Kirchen-
und Klosterführer Ruhrtal unter dem Titel “Von Kapitellen, Kanzeln und
Taufsteinen” in einer Auflagenhöhe von 10.000 Stück. Der Klartext-Verlag
plant, den mittlerweile im Manuskript und Layout fertig gestellten Naturführer
Ruhrtal unter dem Titel “Von Eisvögeln, Gänsesägern und
Prachtjungfern” und den Führer über die Gärten und Parks des Ruhrtals
erscheinen zu lassen. Ebenfalls für 2006
sind der Druck einer 2. Auflage der vergriffenen Panoramakarte Ruhrtal sowie
der 4. Auflage der Wasserwanderkarte geplant. Die um die Städte des westlichen Ruhrtals
erweiterte zweiten Auflage des ebenfalls weitgehend vergriffenen Burgen- und
Herrenhausführers ist zurzeit in Arbeit.
Mit den o. g. Führern und Karten nähert sich die Auflagenhöhe der 100.000er Marke.
Die erfolgreiche Kinowerbung des letzten Jahres 2005 für das Ruhrtal wurde durch Schaltung weiterer aus dem Ruhrtal-Film gewonnener Kinospots im Mai und Juni 2006 fortgesetzt. Einbezogen werden dabei erstmalig auch Kino-Center in Mülheim (Rhein-Ruhr-Zentrum) und Oberhausen.
Mit der Bochum-Gelsenkirchener-Straßenbahn AG wird zurzeit das Pilotprojekt einer Ruhrtal-Werbung auf dem Traffic-Board eines Linienbusses für die Dauer eines Jahres umgesetzt. Die Bogestra ist bereit, ihre ohne öffentliche Haushaltsmittel erstellten Entwürfe auch anderen Verkehrsträgern der Ruhrtal-Region zur Verfügung zu stellen.
Die zur Erarbeitung eines “Regionalmarketingkonzepts Ruhrtal” erforderlichen Finanzierungsbeiträge der örtlichen Wirtschaft in Höhe von 32.000,00 EUR konnten zwischenzeitlich durch die Geschäftsstelle und die Projektkommunen vollständig eingeworben werden. Die Stadt Hagen als Inhaberin des Bewilligungsbescheides begleitet dieses Projekt.
Die Palette der Marketingaktivitäten im Berichtszeitraum wird abgerundet durch verschiedene Arbeitsgespräche zur Beteiligung der Ruhrtal-Region am 60jährigen Landesjubiläum des Landes Nordrhein-Westfalen am 26./27.08.2006 in Düsseldorf sowie zur weiteren Beteiligung der Ruhrtal-Initiative an der Präsentation der Stadt Essen als Kulturhauptstadt Europas 2010.
Zusammenarbeit mit der
Städteregion Ruhr 2030
Durch den Zusammenschluss der Initiative “das ruhrtal” mit den Städten Dortmund, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen im Jahre hat sich inzwischen eine starke und engagierte Gemeinschaft formiert.
Zur Manifestierung der
Zusammenarbeit hat das Büro Junker und Kruse, Dortmund den Auftrag zur Erarbeitung des Masterplans
“Westliches Ruhrtal und Dortmund” erhalten. Der Masterplan dient
dazu, den aus der vierjährigen Zusammenarbeit der Kommunen der Initiative
“das ruhrtal” entstandenen “Vorsprung” in
materiell-inhaltlicher Hinsicht aufzuholen und seine Ergebnisse mit dem
“Handlungsprogramm Ruhrtal” zu einem gemeinsamen Handlungsprogramm
zusammenzuführen. Der Masterplan soll im Dezember 2006 abgeschlossen werden.
Zu den bisherigen Erfolgen der Zusammenarbeit zählen:
· die Verlängerung der Ruhrtalbahn von Hagen bis Essen Hbf. in der laufenden Saison 2006
· die Planung zur Erweiterung des Wasserwanderwegs Ruhr bis Mühlheim / Oberhausen
·
das Planungskonzept für die neue
Ausflugsschifffahrtslinie
Baldeneysee-Dahlhausen
· die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Marketingansätze unter dem Label “das ruhrtal – Sonnenseite des Ruhrgebiets”
· das gemeinsame Projektmanagement über die Regionale Geschäftsstelle.
Projektfinanzierung
Bis heute konnten für
die Ruhrtal-Initiative insgesamt 8,2 Millionen EUR an Fördermitteln für die
Planung und Umsetzung von Ruhrtal-Projekten gebunden werden. Dies entspricht
rund 59 % des zurzeit beantragen Volumens. Zusammen mit den kommunalen
Eigenfinanzierungsanteilen und Finanzierungsbeiträgen aus der Privatwirtschaft
wurden zur Umsetzung der Ruhrtal-Projekte insgesamt ca. 12 Millionen EUR
eingesetzt.
Die beiden von der
Bezirksregierung Arnsberg für die Einrichtung und den Betrieb der
Geschäftsstelle sowie für die Öffentlichkeitsarbeit und Prozessgestaltung
ausgestellten Bewilligungsbescheide wurden ausgeschöpft. Der für den
Bewilligungsbescheid 2001 / 2002 erstellte Verwendungsnachweis wurde
zwischenzeitlich geprüft und anerkannt. Der Verwendungsnachweis zum
Bewilligungsbescheid 2003 / 2004 steht kurz vor dem Abschluss. Für die in 2005
gewährten Landesmittel der Projekt Ruhr GmbH wurde ein
Zwischenverwendungsnachweis erstellt.
Weiterführung
des Projektes ab 2007
Weitere
Unterstützung der Ruhrtal-Initiative durch das Land NRW
Am 12.06.2006 wurde im Rahmen eines Arbeitsgespräches
mit Vertretern der Initiativen “das ruhrtal” und
“Städteregion Ruhr 2030” die
mögliche Fortführung der gemeinsamen Zusammenarbeit diskutiert. Das Gespräch
diente der Vorbereitung eines weiteren Arbeitsgesprächs am 30.06.2006 mit
Vertretern der “MBV-Projektgruppe-Ruhrgebiet” des Ministeriums für
Bauen und Verkehr.
Als derzeitiges Zwischenergebnis kann festgehalten werden:
Aus den bisherigen interministriellen
Abstimmungsgesprächen zwischen dem MBV und dem MWME lässt sich derzeit noch keine bindende
Förderphilosophie für die Mitfinanzierung von Städtebauprojekten ableiten. Das
MBV stellt derzeit Überlegungen über die räumliche Zuordnung der
Finanzierungsmittel an, voraussichtlich wird das Ruhrgebiet zusammen mit dem
Bergischen Städtedreieck einen Schwerpunkt bilden. Das MBV hat ein eindeutiges
Interesse daran angekündigt, die weitere Umsetzung der Entwicklungspotentiale
der Ruhrtal- Initiative in sein operationelles Programm, das voraussichtlich im
Herbst 2006 abgeschlossen sein soll, aufzunehmen. Dem Ministerium ist es
wichtig, die zahlreichen geförderten Planungen der letzten Jahre in den
Ruhrtalstädten in umsetzungsreife Projekte und Maßnahmen zu überführen. Dabei
ist die Zusammenstellung und Ausgestaltung eines gemeinsamen städtebaulichen
Umsetzungsprogramms der Ruhrtalstädte nach Auffassung des Ministeriums eine
wesentliche Voraussetzung.
Den Ausführungen des Ministeriums lässt sich
entnehmen, dass künftig die Umsetzung nur solcher städtebaulicher Projekte
gefördert wird, für die ein deutlicher regionaler Mehrwert bzw. Nutzen nachzuweisen
ist. Bei Anträgen zur Förderung aus der sog. “städtischen
Dimension” des künftigen EU-/NRW-Programms sollte der Nachweis des
regionalen Mehrwerts geführt werden, indem
Ø die regionale Bedeutung des Projekts deutlich herausgestellt wird,
Ø der Beispielcharakter für Programmziele, beispielsweise in den Programmen “Soziale Stadt” und “Stadtumbau West” dargelegt wird,
Ø gezeigt wird, wie neue Attraktivitäten in der Ruhrtal-Region geschaffen werden können,
Ø wie die Standorte der Route der Industriekultur gestärkt werden können.
Diese Eckpunkte machen jedoch deutlich, dass die Fortführung der regionalen Zusammenarbeit bei der Vergabe von Fördermitteln äußerst vorteilhaft sein wird.
Eine
Vernetzung der städtebaulichen, architektonischen, landschaftlichen, geschichtlichen
und touristischen Projekte im Ruhrtal scheint mit Blick auf zukünftige
Fördermittel unabdingbar.
Eine Stellungnahme zur geplanten Weiterführung des Projektes von Herrn Dr. Armin Brux als Vorsitzendem der Regionalen Lenkungsgruppe sowie von Frau Dagmar Mühlenfeld als Vertreterin der 2030-Städte wurde zwischenzeitlich den zuständigen Ministerien zugeleitet.
Bereitstellung
kommunaler Finanzierungsanteile für die Fortsetzung der Kooperation
Die Ruhrtal-Geschäftsstelle hat zwischenzeitlich einen Vorschlag über die kommunalen Finanzierungsanteile und zu den Netzwerkkosten der Ruhrtal-Initiative 2007/2008 vorgelegt (vgl. Anlage 1).
Der formale Beschluss zur
Fortführung des Projektes soll in der Lenkungsgruppe am 20.09.2006 unter Berücksichtigung
hinreichend gesicherter Erkenntnisse über die Finanzierungsgrundlagen getroffen
werden. Neben kommunalen Mitteln sollen insbesondere projektgebundenen
Finanzierungsmittel, die u. U. auch Landes-, Bundes- oder EU-Mittel enthalten
könnten, Berücksichtigung finden.
Auswirkungen
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Es entstehen keine finanziellen und
personellen Auswirkungen. |
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1. Rechtscharakter |
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Auftragsangelegenheit |
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Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung |
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Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung |
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Freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe |
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Vertragliche Bindung |
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Fiskalische Bindung |
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Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstige |
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Dienstvereinbarung mit dem GPR |
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Ohne Bindung |
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Erläuterungen: |
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2. Allgemeine Angaben |
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Bereits laufende Maßnahme |
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des Verwaltungshaushaltes |
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des Vermögenshaushaltes |
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eines Wirtschaftsplanes |
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Neue Maßnahme |
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des Verwaltungshaushaltes |
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des Vermögenshaushaltes |
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eines Wirtschaftsplanes |
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Ausgaben |
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Es entstehen weder einmalige Ausgaben noch
Ausgaben in den Folgejahren |
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Es entstehen Ausgaben |
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einmalige Ausgabe(n) im Haushaltsjahr |
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x |
jährlich wiederkehrende Ausgaben |
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periodisch wiederkehrende Ausgaben in den
Jahren |
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3. Mittelbedarf |
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Einnahmen |
EUR |
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Sachkosten |
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EUR |
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Personalkosten |
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EUR |
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Die Gesamteinnahmen und Gesamtausgaben
verteilen sich auf folgende Haushaltsstellen:
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HH-Stelle/Position
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Lfd.
HH-Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
Folgejahr
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Einnahmen: |
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Ausgaben: |
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5920 717 00002 |
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10.000,00 |
10.000,00 |
10.000,00 |
10.000,00 |
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Eigenanteil: |
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4. Finanzierung |
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x |
Verwaltungshaushalt |
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Einsparung(en) bei der/den
Haushaltsstelle(n) |
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HH-Stelle/Position |
Lfd.
HH-Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
Folgejahr
4 |
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5920 717 00002 |
10.000,00 |
10.000,00 |
10.000,00 |
10.000,00 |
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Gesamtbetrag |
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Mehreinnahme(n) bei der/den
Haushaltsstelle(n) |
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HH-Stelle/Position
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Lfd.
HH-Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
Folgejahr
4 |
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Gesamtbetrag |
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Kein konkreter Finanzierungsvorschlag |
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Wird durch 20 ausgefüllt
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Die Finanzierung der Maßnahme wird den im
Haushaltssicherungskonzept festgesetzten |
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Haushaltsausgleich langfristig nicht
gefährden |
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Die Finanzierung der Maßnahme wird den
Fehlbedarf im Verwaltungshaushalt in den nächsten |
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Jahren um folgende Beträge erhöhen und damit
das Zieljahr für den Haushaltsausgleich gefährden: |
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Lfd.
HH-Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
Folgejahr
4 |
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Vermögenshaushalt |
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Einsparung(en) bei der/den
Haushaltsstelle(n) |
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HH-Stelle/Position
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Lfd.
HH-Jahr |
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Folgejahr
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Folgejahr
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Folgejahr
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Gesamtbetrag |
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Mehreinnahme(n) bei der/den
Haushaltsstelle(n) |
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HH-Stelle/Position
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Lfd.
HH-Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
Folgejahr
4 |
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Gesamtbetrag |
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Kreditaufnahme |
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Wird
durch 20 ausgefüllt
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Die Maßnahme kann im Rahmen der mit der
Bezirksregierung abgestimmten Kreditlinie |
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zusätzlich finanziert werden |
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Die Maßnahme kann nur finanziert werden,
wenn andere im Haushaltsplan/Investitionsprogramm |
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vorgesehene und vom Rat beschlossene
Maßnahmen verschoben bzw. gestrichen werden. |
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Folgekosten bei Durchführung der Maßnahme im
Vermögenshaushalt |
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Es entstehen keine Folgekosten |
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Es entstehen Folgekosten ab dem Jahre |
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Sachkosten |
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einmalig |
in Höhe von EUR |
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Jährlich |
in Höhe von EUR |
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bis zum Jahre |
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Personalkosten |
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einmalig |
in Höhe von EUR |
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Jährlich |
in Höhe von EUR |
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bis zum Jahre |
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Erwartete Zuschüsse bzw. Einnahmen zu den
Folgekosten EUR |
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Folgekosten sind nicht eingeplant |
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Folgekosten sind bei der/den
Haushaltsstelle(n) wie folgt eingeplant: |
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HH-Stelle/Position |
Lfd.
HH-Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
Folgejahr
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Einnahmen: |
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Ausgaben: |
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Eigenanteil: |
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* = Kostenermittlung auf
der Basis der Durchschnitts-Personalkosten des jeweiligen Jahres (von 18/02)
bzw. bei Überstunden auf der Grundlage der jeweiligen Überstundenvergütungen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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62,4 kB
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