Beschlussvorlage - 0517/2006

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Kurzfassung entfällt.


 
Erweiterung der Skate-Anlage Haspe

Sachstandsbericht zur Sitzung der BV Haspe am 07.06.2006

 

Aufgrund einer Mitteilung der Verwaltung bezüglich des maroden Zustandes mehrerer Skategeräte in der Skateanlage Stephanstraße wurde von der BV Haspe Mitte des Jahres 2004 ein Betrag in Höhe von 70.000.- € für den Neukauf von Geräten zur Verfügung gestellt.

 

Anläßlich eines Ortstermins wurde im Juni 2004 von jugendlichen Skatern der Wunsch nach einer in besonderem Maße attraktiven Skate-Anlage in Form einer sogenannten Bowl geäußert. Ein entsprechender Planungsvorschlag wurde von einer selbst der Skater-Szene zugehörigen, von den Hasper Jugendlichen kontaktierten Projektgruppe geliefert. Zudem wurde von den Skatern ein Verein zur Unterstützung des Vorhabens gegründet.

 

Am 01.09.2004 beauftragte die BV Haspe die Verwaltung, auf der Basis der vorgelegten Planung die Umsetzung des Vorhabens im Rahmen der zur Verfügung gestellten 70.000.- € zu prüfen und ggf. umzusetzen.

 

Im Laufe der folgenden Monate wurden von der Verwaltung vorbereitend ein Boden- und ein Lärmgutachten sowie die Baugenehmigung eingeholt.

 

Bei der Prüfung der von der Projektgruppe vorgelegten Planungsvarianten und der entsprechenden Kostenschätzungen ergaben sich aus Sicht der Verwaltung folgende Probleme:

 

·        Um den Kostenrahmen einhalten zu können, wurde von einer Mischung aus Firmenleistungen und Eigenarbeit der Skater ausgegangen. Ein verlässlicher Bauablauf war hierdurch nicht sicherzustellen.

 

·        Durch die hohe Zahl an Baubeteiligten ließen sich Fragen der Gewährleistung nur ungenügend lösen. Bauliche Mängel oder zukünftige Schäden an der Anlage wären allein zu Lasten der Stadt Hagen gegangen.

 

·        Die von der Projektgruppe errechnete Einhaltung des Kostenrahmens basierte auf Angeboten, die von Baufirmen vorgelegt wurden. Bei einer genaueren Überprüfung dieser Angebote ließ sich jedoch bereits wegen zu geringer Massenansätze eine deutliche Kostenüberschreitung feststellen.

 

Da sich das ursprüngliche Konzept zur Erstellung der Anlage im Hinblick auf die Gewährleistung und die Einhaltung des Kostenrahmens als nicht umsetzbar dargestellt  hat, wurde von der Verwaltung eine Hagener Baufirma um ein Angebot gebeten, mit dem Ziel, alle wesentlichen Zuständigkeiten für Bauablauf und Mängelfreiheit bei einem einzigen Verantwortlichen zu bündeln.

Bereits eine grobe überschlägige Kostenermittlung der Firma ergab unter Berücksichtigung der Leistungen welche die Skater selbst liefern und einbauen wollen, ein Kostenvolumen von rd. 100.000,-- €.

 

Gleichzeitig wurde von der Baufirma auf weitere, bisher ungeklärte Fragen hingewiesen. So ist nach Auffassung der Firma aufgrund des aufgefüllten Baugrundes u. U. eine Stabilisierung und Festigung durch eine Schottertragschicht erforderlich. Es wird befürchtet, dass sowohl der Armierungsstahl als auch der Beton nicht ausreichend zugrunde gelegt wurde, sodass Rissbildungen und Folgeschäden in größerem Umfang nicht auszuschließen sind. Insofern wird diesbezüglich eine Überprüfung und Planung durch einen Statiker dringend empfohlen.

 

Das bedeutet, dass die Kosten eventuell noch weiter nach oben zu korrigieren wären.

 

Insofern lässt sich feststellen, dass die von den Skatern gewünschte Bowl für 70.000.- €  sich in Hinblick auf  Qualität, Sicherheit und Langlebigkeit nicht  in entsprechenden Form realisieren lässt.

 

Die vorhandenen Holzrampen wurden zwischenzeitlich aus Unterhaltungsmitteln provisorisch instandgesetzt. Bereits nach wenigen Monaten sind jedoch wieder deutliche Schäden aufgetreten, die einen weiteren Betrieb dieser Geräte in naher Zukunft ausschließen.

 

Es besteht die Möglichkeit, in Abstimmung mit den Hasper Skatern die maroden Geräte durch neue, den Wünschen der Nutzer angepasste Rampen zu ersetzen.

 

 

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Beschlüsse

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07.06.2006 - Bezirksvertretung Haspe - ungeändert beschlossen