Beschlussvorlage - 0670/2024
Grunddaten
- Betreff:
-
Music Office Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Meltem Sarioglu
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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04.09.2024
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Sachverhalt
Kurzfassung
Das „Music Office Hagen“ ist ein seit langer Zeit etabliertes Angebot im Rahmen der Kinder- und Jugendkulturarbeit. Im Laufe der Jahre haben sich die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen stetig weiterentwickelt. Besonders durch den Einfluss durch Social Media entwickelt sich das kulturelle Verständnis von jungen Menschen weiter, indem Musiker*innen und Influencer*innen Einfluss auf die Meinungsbildung der Kinder und Jugendlichen nehmen. Musik ist dabei, wie jeher, ein wichtiger Bestandteil, für die Persönlichkeitsentwicklung und prägt diese durch ihre Texte und Botschaften. Aufgabe der Jugendhilfe, insbesondere der Kinder- und Jugendkulturarbeit, ist es die jungen Menschen bei einer kritischen Auseinandersetzung mit der immer komplexer werdenden (digitalen) Welt und deren kulturellen Inhalten zu begleiten und sie gleichzeitig dabei zu begleiten, verschiedene Ausdrucksformen zu erproben und so zu einer Identitätsfindung beizutragen.
Die Begleitung dieser beschriebenen Prozesse durch das „Music Office Hagen“ wird im Folgenden dargestellt.
Begründung
Wie bereits in der Kurzfassung formuliert, haben sich die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen im musisch-künstlerischen Bereich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Stand vor einigen Jahren noch die Bandförderung im Rock- und Popbereich im Vordergrund der Arbeit des „MOH“, liegen die Bedarfe der jungen Menschen heute vermehrt im Bereich Hip-Hop und Singer/Songwriter.
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf der Einbindung junger Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen, die durch die Möglichkeit, künstlerische Ausdrucksformen zu erproben, dazu animiert werden sollen, sich mit ihren biografischen Erfahrungen aktiv auseinanderzusetzen. Außerdem dienen die kulturpädagogischen Angebote für diese oft schwierig zu erreichenden Jugendlichen als niederschwelliger Zugang der Sprachbildung und tragen somit zum Integrationsprozess der jungen Menschen in vielfältiger Weise bei.
Um die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, arbeiten die Mitarbeitenden daher vermehrt mit schulischen Kooperationspartner*innen, um den Zugang zu den entsprechenden Angeboten niederschwellig zu ermöglichen. Besonders im Rahmen der internationalen Förderklassen werden die Angebote von den Akteur*innen an Schule angenommen und dementsprechend von den jungen Menschen genutzt. Ziel ist es dabei, im Rahmen einer Lots*innenfunktion die Jugendlichen über die Projekte im schulischen Setting hinaus an weiterführende Workshops in Einrichtungen wie dem Kultopia anzubinden, um die Ressourcen der jungen Menschen im künstlerischen Bereich weiter auszubauen.
Aufgrund der Vakanzen im pädagogischen Bereich im Jugendkulturzentrum „Kultopia“ konnten die etablierten Kooperationen mit dem „Music Office Hagen“ nicht in gewohnter Form fortgesetzt werden, so dass neue Kooperationspartner*innen und Orte, wie z.B. der Werkhof, zur gelingenden Umsetzung der Angebote hinzugekommen sind. Aufgrund der Besetzung, sowohl der Leitungsstelle, als auch mit einem neuen pädagogischen Mitarbeitenden, besteht beidseitig der Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Angeboten vor allem auf fachlicher Ebene wieder zu intensivieren.
Eine konkrete Idee zur Umsetzung ist dabei die Einbindung der Angebote des MOH in das Projekt „Praxisklassen“. Die Praxisklassen sind ein niederschwelliges Angebot für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die aufgrund von Sprachbarrieren und anderen Hemmnissen nur geringe Chancen haben, einen Schulabschluss zu erlangen. Durch die Verbindung von Schulunterricht und praktischen Impulsen in z.B. handwerklichen, hauswirtschaftlichen oder künstlerischen Bereichen soll eine Ressourcenaktivierung die jungen Menschen dabei dazu befähigen, Anschlussperspektiven an ihre schulische Laufbahn und Zugänge zum Arbeitsmarkt zu finden.
Weitere Projekte sollen sich perspektivisch aus den Bedarfen der Jugendlichen ergeben, die z.B. in den Jugendforen, aber auch in den Angeboten des Music Office Hagen genannt wurden: So sind etwa kostenfreie Angebote gewünscht worden, um ein Musikinstrument zu erlernen. Außerdem wünschen sich die jungen Menschen Tanzangebote im Hip Hop-Bereich, sowie die Gründung einer Jugendband.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung
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X | sind nicht betroffen |
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
X | keine Auswirkungen (o) |
