Berichtsvorlage - 0458/2024

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt die Vorstellung des Programms 2024 der Kulturbüros zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Begründung

 

Internationale Woche gegen Rassismus 2024 

 

"Zusammenwachsen - Die Herausforderungen der Integration": unter diesem Titel fand eine Lesung und ein Gespräch mit Musa Deli am 20. März von 18 bis 20 Uhr im Kunstquartier Hagen statt. Musa Deli arbeitet als Sozialpsychologe in Köln. Seine aus persönlicher wie allgemeingültiger Sicht geschilderte Geschichte der drei Generationen von Türk:innen in Deutschland ist eine ebenso hellsichtige wie mitreißende Analyse der Lebenswirklichkeit in Deutschland in all ihren Facetten. Die Lesung wurde veranstaltet vom Integrationsrat Hagen in Kooperation mit dem Kulturbüro und dem Emil-Schumacher-Museum im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, organisiert vom Kommunalen Integrationszentrum.

 

 

Ernst Meister-Preis 2024

 

Der Ernst Meister-Preises für Lyrik wurde am 10. April 2024 an die Dichterin Uljana Wolf verliehen. Uljana Wolf trug im Rahmen der Verleihung mit einer Begrüßung durch Thomas Walter, Vorsitzender des Kultur- und Weiterbildungsausschusses, und einer Laudatio von Prof. Dr. Christian Metz (Universität Aachen) einige ihrer Werke vor. Der Ernst Meister-Preis wurde 1981 zur Erinnerung an den Hagener Lyriker und Schriftsteller Ernst Meister gestiftet und bisher in unregelmäßigen Abständen vergeben. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis zeichnet das Werk von Autor:innen aus, welche die Verantwortung für Sprache und Poesie auf besondere Weise zum Ausdruck bringen. Das Preisgeld ist der großgigen Unterstützung der Sparda-Bank West zu verdanken.

Der Fachjury gehörten Dr. Cornelia Epping-Jäger und Prof. Dr. Michael Niehaus (beide FernUniversität Hagen) sowie Prof. Dr. Armin Schäfer (Ruhr-Universität Bochum), Reinhard Gundlach und die städtische Beigeordnete Martina Soddemann an.

 

 

Kunstpreise CityARTists 2024

 

Das NRW Kultursekretariat Wuppertal (NRWKS) schrieb gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten für das Jahr 2024 zehn Preise im Sinne einer Förderung (Stipendium) für Bildende Künstler:innen aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in der Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro aus. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro je Künstler:in und Mitgliedsstadt. Insgesamt werden bis zu zehn Künstler:innen aus zehn Mitgliedsstädten ausgezeichnet.

Die Ausschreibung richtet sich an einzelne Künstler:innen, die eine künstlerische Ausbildung (Hochschule, Akademie, Meisterklasse etc.) genossen haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in Museen, Kunsthallen, Kunstvereinen etc. vorweisen können. Die Bewerber:innen müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz in der Mitgliedsstadt haben, in der sie sich bewerben.

In 2024 hat sich erneut der Hagener Künstler Dietmar Schneider beworben. Da keine weiteren Bewerbungen vorlagen und im Jahr 2022 Dietmar Schneider von der damaligen Fachjury als Hagener Kandidat ausgewählt wurde, haben sich das Kulturbüro und Dr. Tayfun Belgin als ständiges Mitglied der Hagener Fachjury entschieden, diese Bewerbung unjuriert zuzulassen und Dietmar Schneider als Hagener Kandidat der zentralen Jury des NRWKS vorzuschlagen.

 

 

Audio- und Videowettbewerb "Erlebte Diversität"

 

"Ich bin von hier!": Unter dieser Überschrift luden das Kulturbüro Hagen sowie das NRW Kultursekretariat Wuppertal (NRWKS) und seine Mitgliedsstädte zu einem Film- und Hörstückwettbewerb ein. Die Menschen in Hagen waren aufgefordert, ihre Erfahrungen zum Thema "Erlebte Diversität" in kurzen Videos und/oder Audios festzuhalten. Die bemerkenswertesten Einreichungen werden mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro - gestiftet vom NRWKS - ausgezeichnet und zum 50-jährigen Bestehen des Kultursekretariats präsentiert.

Das Thema der Ausschreibung ist die im eigenen Umfeld, in der Stadt und im Stadtteil erlebte Vielfalt und Diversität im Sinne von kulturellem Hintergrund und Herkunft: Wie erleben und praktizieren Hagener:innen kulturelle Vielfalt? Wie lassen sich Erfahrungen mit einem künstlerischen Ansatz ausdrücken? Bewerben konnten sich alle Menschen in Hagen, egal ob mit oder ohne Migrationsgeschichte. Künstlerische Erfahrungen wurden nicht vorausgesetzt. Eine Bewerbung war bis Mitte Februar möglich. Mitte Mai findet die Jurysitzung statt.

 

 

Muschelsalat - der Hagener Kultursommer

06. Juni bis 14. August 2024

 

Der Muschelsalat findet mittwochs, umsonst und draußen während der Sommerferien statt. Straßentheater, Varieté, Akrobatik, Jonglage, Lichtkunst und Weltmusik beleben verschiedene Spielorte im Stadtgebiet. Das vom Kulturbüro organisierte und koordinierte Hagener Sommerprogramm bietet wieder Aktionen und Begegnungen mit internationalen Künstler:innen an vielen besonderen Orten in der Stadt. Die Konzerte der Odyssee: Musik der Metropolen finden am 10, 17 und 24. Juli in der Konzertmuschel statt.

 

 

Ferromone statt ExtraSchicht

 

Die HAGENPEG Beteiligungs- und Projektentwicklungs GmbH wird auch in diesem Jahr nicht die Planung und Durchführung der Veranstaltung übernehmen, sodass die ExtraSchicht nicht in Hagen stattfinden wird. Diese Entscheidung ist nachvollziehbar, da sich die HAGENPEG im Rahmen einer Kooperation mit dem Emil-Schumacher-Museum und dem Hagener Theater stattdessen am Ferromone-Festival beteiligen will. An der Entwicklung des Hagener Ferromone-Projekts war das Kulturbüro anfangs ideell beteiligt. Der Hagener Beitrag zu "Ferromone - Die Festivalreihe für Industriekultur in Südwestfalen" wird vom Freitag, 30. August bis Sonntag, 01. September 2024 stattfinden.

 

LeseLust

September bis November 2024

 

Als Kooperationspartner unterstützt das Kulturbüro das LeseLust-Festival finanziell. Das Kinder- und Jugendbuchfestival in Südwestfalen wird seit vielen Jahren vom Kulturzentrum Pelmke organisiert und durchgeführt. Es wird im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik in Südwestfalen vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert. Koordiniert von der Pelmke, sind regelmäßig weitere Städte beteiligt: z.B. Iserlohn, Lüdenscheid, Plettenberg, Halver, Kierspe, Meinerzhagen.

 

 

Internationales Krimifestival "Mord am Hellweg"

14. September bis 08. November 2024

 

Im Herbst kooperiert das Kulturbüro mit der Festivalleitung des internationalen Krimifestivals "Mord am Hellweg", dem Westfälischen Literaturbüro Unna e.V. sowie den Kulturbetrieben Unna, Bereich Kultur. Europas größtes internationales Krimifestival erfreut sich seit Jahren in Hagen großer Beliebtheit. Geplant sind vier Veranstaltungen, u.a. wieder eine Kriminacht im Kunstquartier, die Mitte Oktober stattfinden wird, sowie mehrere Einzellesungen.

 

 

Ferngespräch

13. November 2024

 

Um der Literatur im Ruhrgebiet mehr Sichtbarkeit zu geben und den Veranstaltern im literaturgebiet.ruhr ein spannendes Veranstaltungsformat anbieten zu können, richtet das literaturgebiet.ruhr 2024 die Veranstaltungsreihe "Ferngespräch" aus. Literaturveranstalter aus dem Netzwerk können im Rahmen dieser Reihe Einzelveranstaltungen in Kooperation mit dem literaturgebiet.ruhr durchführen. Für die Veranstaltung konnte eine Honorarkostenübernahme durch das literaturgebiet.ruhr erwirkt werden.

In Hagen werden unter dem Titel "Über das Reisen" Hans-Ulrich Heuser (Hagen) aus "auf der Stelle: 26 poetische Miniaturen unmöglicher Reisen" und Matthias Engels (Burgsteinfurt) aus "Des Königs Kolumbus" lesen. Die Moderation übernimmt Linn Schiffmann (Dortmund).

 

 

10. Hagener Kurzfilmfestival "Eat my shorts" 2024

15. bis 17. November 2024

 

Das Kulturbüro berät den Kultur- und Filmförderverein Hagen e.V. Für das "Hagener Filmfenster im Rahmen des Kurzfilmfestivals Eat my shorts" wird erneut eine Förderung aus dem Förderprogramm "Heimat-Fonds" beantragt. Das Festival soll darüber hinaus finanziell aus dem Budget des Kulturbüros unterstützt werden und so den Eigenanteil des Antrags abdecken.

 

 

Graffiti und Street Art

Ganzjährig

 

In Hagen ist eine lebendige Graffiti-Szene aktiv: Mehrere Street-Art-Festivals und private Initiativen haben zur Steigerung der Attraktivität von Stadtteilen wie z.B. Wehringhausen beigetragen, indem hochwertige, große Wandgemälde geschaffen wurden. Auch in der pädagogischen Arbeit spielt die Stadtraumgestaltung eine wichtige Rolle: Die Identifikation junger und erwachsener Menschen mit der Stadt Hagen kann durch pädagogische und künstlerische Ansätze positiv erhöht werden.

In Kooperation mit der Abteilung 55/3 "Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Menschen" des Fachbereiches Jugend und Soziales (mit den Fachgebieten Jugendförderung und Jugendkultur) verfolgt das Kulturbüro die folgenden Ziele:

1. Bereits bestehende Flächen im Stadtgebiet, an denen legal Graffiti aufgebracht werden dürfen, sollen sichtbar als solche gekennzeichnet werden.

2. Weitere für legale Graffiti nutzbare Flächen sollen ermittelt und als solche ausgezeichnet und online aufgeführt werden.

 

Es wurden in Absprache mit dem Fachbereich Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen sowie der WBH erste Orte festgelegt, es müssen aber noch weitere Abstimmungen vorgenommen und für weitere Orte Eigentümer:innen ermittelt werden, bevor diese Orte offiziell bekannt gegeben werden können.

 

 

RKP-Projekte

Ganzjährig 2024

 

Das Kulturbüro unterstützt das Projekt "Grüne Brücken verbinden", welches im Rahmen der Regionalen Kulturprogramme in den Regionen Südwestfalen und Ruhrgebiet für 2024 gefördert wird.

 

 

Projekt Kulturstrolche

Ganzjährig

 

Begegnungen zwischen Kindern und Kultur schaffen - das ist das Ziel des Projekts "Kulturstrolche", das vom Kulturbüro mit Unterstützung einer Honorarkraft koordiniert wird. Die teilnehmenden Klassen haben die Gelegenheit die Kultureinrichtungen ihrer Stadt und eine breite kulturelle Vielfalt für drei Jahre (2. bis 4. Schuljahr) kennenzulernen. Damit gibt es in Hagen für hunderte Schülerinnen und Schüler Streifzüge durch Orchestergraben und Theater, durch Museen und Archive, durch Bücherei, Schloss und Tanzstudio!

Mit dem persönlichen Erleben der unterschiedlichen Kultursparten wird den Kindern, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten oder Freizeitinteressen der Eltern, ein kompetenter Zugang zu den kulturellen Einrichtungen eröffnet. Wer frühzeitig Lust an Kunst und Kultur entwickelt, selbstverständlich Museen, Archive und Konzerte besucht, Künstler:innen und Kulturschaffende persönlich kennenlernt, will nicht nur Zuschauer:in bleiben, sondern wird angeregt zum eigenen kreativen Ausdruck.

 

 

Kultur und Schule

Ganzjährig

 

Die Bewerbungsfrist für das Förderprogramm Kultur und Schule endete zum 12. April. Insgesamt haben 20 Hagener Schulen Projektanträge eingereicht. Der Orientierungsrahmen für Hagen beläuft sich in diesem Jahr auf 50.500 Euro, sodass insgesamt bis zu 18 Projekte mit jeweils 2.700 Euro gefördert werden können, sofern sie den Anforderungen und Kriterien des Programms entsprechen. Die Jurysitzung findet Mitte Mai statt.

An der Jury beteiligen sich jeweils eine Vertreterin der Bezirksregierung Arnsberg, der Schulbehörde, der kulturellen Jugendbildung sowie je eine Person aus den Sparten Bildende Kunst/Streetart sowie Musik/Musikpädagogik.

Die Mittel für das Projekt werden durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen bereitgestellt und durch das Kulturbüro zugeteilt. Ziel des Projektes ist es, den schulischen Alltag mit interessanten Projekten zu bereichern. Künstler:innen kommen in die Schulen und unterstützen Schüler:innen dabei, selbst künstlerisch aktiv zu werden und weitere Kulturangebote wahrzunehmen. So ergänzen die Projekte das schulische Lernen und eröffnen Kindern und Jugendlichen hautnah die Begegnung mit Kunst und Kultur, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Status. Möglich sind Projekte in allen Sparten, von der Bildenden Kunst über Musik, Tanz, Theater, Literatur, Film bis hin zu neuen Medien. Anträge einreichen können Schulen aller Schulformen, von Grundschulen bis hin zur Erwachsenenbildung.

 

 

Projektefond

Ganzjährig

 

Das Kulturbüro unterstützt ganzjährig zahlreiche kulturelle und kreative Projekte in der Stadt. Förderfähig sind Veranstaltungen, Projekte, Reihen, Kurse, und andere kulturelle Aktivitäten, die das herkömmliche Kulturangebot ergänzen oder erweitern. Über das Jahr 2024 verteilt werden insgesamt neun Projekte gefördert, der Projektefond ist für 2024 damit ausgeschöpft.

 

 

Das Projekt "planet hagen - Tage der Offenen Ateliers und Kreativen Orte" konnte wegen fehlender finanzieller und personeller Ressourcen nicht geplant und organisiert werden und fand in 2024 nicht statt.

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

x

sind nicht betroffen

 

Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung

x

keine Auswirkungen (o)

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

x

Es entstehen weder finanzielle noch personelle Auswirkungen.

 

 

  1.                Rechtscharakter

 

Auftragsangelegenheit

 

Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung

 

Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung

x

Freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe

 

Vertragliche Bindung

 

Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges

 

Ohne Bindung

 

 

 

gez.

 

(Martina Soddemann, Beigeordnete für Jugend und Soziales, Bildung, Integration und Kultur)

 

 

 

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Beschlüsse

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18.06.2024 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - zur Kenntnis genommen