Beschlussvorlage - 0369/2024

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

1. Der konkreten Planung gemäß Anlage der Vorlage wird zugestimmt.

 

2. Die Leistungsphasen 5 bis 9 werden durch die Verwaltung zur weiteren Umsetzung beauftragt.

 

3. Die zusätzlichen Kosten in Höhe von 262.819 € werden im Rahmen der Haushaltsplanung 2026/2027 berücksichtigt.

 

 

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Sachverhalt

Kurzfassung

entfällt

 

Begründung

 

Nach Vorberatung im Schulausschuss hat der Rat am 23.03.2023 die Verwaltung mit der konkreten Planung der Variante 3 beauftragt (Vorlage 0150/2024).

 

Vorgesehen ist danach zunächst ein Multifunktionsraum als Anbau an den Bestand, mit kleineren Nebenräumen in eingeschossiger Holzmassivbauweise. Der Baukörper erstreckt sich, beginnend von der Grundstücksgrenze Blücherstraße, parallel zum Fußweg zur Lützowstraße, auf der dortigen, neu geschaffenen Freifläche.

 

Der Multifunktionsraum verfügt über ausreichende Zugangsmöglichkeiten mit einem neu gestalteten Verteilungsflur. Dieser kann auch als Foyer oder Empfang, bei Veranstaltungen wie z. B. Ein- oder Ausschulung, genutzt werden. Der Multifunktionsraum kann zudem als Ausgleichsfläche oder zusätzliche Lernfläche und/oder Kompensation der kleinen Turnhalle bei zukünftig steigender Schülerzahl, als Bewegungs-/Gymnastikfläche herangezogen werden.

 

Dem Multifunktionsraum sind Lagerflächen für Bestuhlung und Unterrichtsmaterialien zugeordnet, sowie separate Sanitäranlagen, um eine von der Öffnung des Turnhallenbereichs losgelöste Nutzung des Multifunktionsraumes zu ermöglichen. Die zwischen Multifunktionsraum und Turnhalle verbleibende und zum Fußweg orientierte Freifläche, wird über eine Einfriedung mit Toranbindung der Schulnutzung zugeteilt. Sie ermöglicht die Schaffung zusätzlicher Bewegungs- und Außenlagerflächen bei Erhalt des bestehenden Fluchtweges der Turnhalle. Die energetische Versorgung (Wasser, Strom, Heizung) des Multifunktionsraumes, wird über den Bestand gesichert. Der Baukörper wird in Holzrahmenkonstruktion erstellt und technisch mit einer eigenen Lüftungsanlage, einer Fußbodenheizung, und einem Gründach in Kombination mit PV-Anlage versehen. Die Anforderungen aus dem Digitalpakt sind ebenfalls berücksichtigt.

 

r alle anderen benötigen Räume ist ein am jetzigen Verwaltungstrakt anschließender ein- bis dreigeschossiger, energetisch unabhängiger Erweiterungsbau vorgesehen. Dieser wird im EG aus Stahlbeton mit vorgesetztem Klinker bestehen. Das erste und zweite Obergeschoss, ausgenommen Treppenhäuser und Fahrstuhlschacht, werden komplett in Holzbauweise erstellt.

 

Ein großgiges Foyer mit einer großzügig gestalteten Sitzstufenanlage im Erdgeschoss, mit vorgelagertem Windfang, bietet sich als Regenpausenfoyer an. Die am Foyer angeschlossene Mensa mit eigenem WC und einer "cook and freeze" Küche mit Ausgabetheke, Kühl- und Spülfläche, kann zeitgleich bis zu 110 Schüler*innen mit Essen versorgen. Die Mensa ist mit einer umlaufenden Pfostenriegelkonstruktion zum Schulhof hin geöffnet. Darüber hinaus sind im Erdgeschoss Räume verortet wie:

- OGS-Räume

- Lehrerzimmer

- Lager

- Kopierraum

- Technikräume

- ein Fach-/Konferenzraum, der aber auch als Klassenzimmer genutzt werden kann.

 

Die beiden kompakten Obergeschosse umfassen jeweils:

- drei große Unterrichtsräume,

- einen Differenzierungsraum, sowie angeschlossene

- Lager-,

- Technik und

- Sanitärräume.

 

Die Obergeschosse werden durch das zentrale, mit natürlichem Licht durchflutete Treppenhaus erschlossen. An das Treppenhaus schließt sich direkt die Clustermitte an. Aus dieser Mitte, können die Schüler*innen die Klassen und den Differenzierungsraum betreten. Die Clustermitte kann als Begegnungsfläche auch in das Lernkonzept einbezogen werden. Die Klassen sind zweiseitig mit Fensterbändern versehen. Das natürlich eingefangene Licht, macht diese hell und einladend.

 

Der 2. Rettungsweg wird durch ein funktionales Treppenhaus gesichert, welches sich vom Kellergeschoss bis zum 2. Obergeschoss erstreckt.

 

Die Barrierefreiheit des Gebäudes, wird durch einen Fahrstuhl gewährleistet. Dieser erstreckt sich vom Kellergeschoss bis zum 2. Obergeschoss.

 

Im Kellergeschoss sind die Haupttechnikräume, wie Heizung, Sicherheitsbeleuchtung, Brandmeldeanlage und weitere Technikräume, sowie Putzmittelraum und Umkleide für das Küchenpersonal verortet.

 

Die Erweiterung ist ein eigenständiges Gebäude und wird nicht vom Bestand energetisch versorgt. Die technische Ausstattung des Gebäudes beinhaltet unter anderem:

- ein Gründach in Kombination mit PV-Anlagen,

- Luftwärmepumpe,

- ftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und

- mtliche Anforderungen aus dem Digitalpakt.

 

Des Weiteren ist der ökologische/nachhaltige Aspekt des Gebäudes stark ausgeprägt. Dies wird gewährleistet durch die hybride Bauweise: Klassische Massivbauweise mit Klinkervorsatzschale, in Kombination mit einer in den Obergeschossen aufgehenden Vollholzkonstruktion.

 

Die Kosten für die Herstellung dieser Variante ohne die Außenanlagen und Grundleitungen wurden dabei überschlägig am 02.02.2023 auf 7.890.831 € geschätzt.

 

 

Die Planung wurde zwischenzeitlich final erstellt. Einzelheiten können der beigefügten Anlage entnommen werden.

 

Zum Abschluss der Leistungsphase 3 konnten alle Kosten durch die verschiedenen Fachplaner*innen berechnet werden. Somit ergibt sich nunmehr eine konkretere Kostenübersicht, die mit 9.440.000 € inklusive des gesamten Schulhofs und dem Bestand notwendiger Parkplätze, deutlich über der bisherigen Kostenschätzung liegt. Ursächlich hierfür sind verschiedene Faktoren, wie:

 

  • Allgemein ist eine Aktualisierung des Baupreisindex von 2022 (142,2 %) auf 2023 (152,8 %) zu berücksichtigen.
  • Durch die Notwendigkeit eines neuen Brandschutzkonzeptes für das Gesamtgebäude sind Umbauten und Ertüchtigungen im vorhandenen Gebäudebestand vorzunehmen.
  • Durch gestiegene Raumanforderungen im Gesamtbereich Küche und Mensa, die ebenfalls zu einer größeren Grundfläche bei den Klassenräumen führen, ergibt sich eine entwurfsbedingte Vergrößerung der Bruttogeschossfläche von 279 qm. Hierzu zählt auch das notwendige Kellergeschoss mit Umkleide- und Technikräumen.
  • Weitergehende Anforderungen im Bereich der Haustechnik und Schule erfordern zudem eine Vergrößerung der Bruttogeschossfläche des Multifunktionsraumes um 34 qm.
  • Erstellung der Parkplätze Yorkstraße, die durch die Stellplatzverordnung nachgewiesen werden müssen. Die Anpassungen beinhalten z. B. Abfangungen des Geländes sowie Pflaster- und Markierarbeiten.
  • Ursprünglich war vorgesehen, den Schulhof in seinem jetzigen Zustand zu belassen. Im Zuge der Planung und Aufstellung des Entwässerungsgesuches und Überflutungsnachweises, wurde festgestellt, dass der Bestand erhebliche Mängel im Punkt Entwässerung, Verschattung und natürlicher Belüftung auf dem Bestandsschulhof aufweist. Beispielhaft sind hier unterdimensionierte Entwässerungsleitungen unterhalb der Schulhoffläche, wodurch nach Regenfällen der Schulhof als Spielfläche nicht nutzbar ist. Des Weiteren werden in den Sommermonaten, mangels Verschattung, nicht selten Temperaturen jenseits der 33°C auf dem Schulhof gemessen. Dies schränkt eine Bespielung des Schulhofes an warmen Tagen ein. Darüber hinaus wird durch die enge Nachbarbebauung der Schulhof nur schwer natürlich belüftet, was zusätzlich zu einer Aufheizung der Fläche führt. Über den WBH wurde ein Entwurf erstellt, um diesen problematischen Punkten entgegenzuwirken. Vorgesehen sind eine Pflasterfläche, Spielflächen und hydraulische Deckschichten um die Bäume herum, wodurch ausreichend Feuchtigkeit gespeichert wird. Dadurch wird sich der Schulhof zukünftig nicht mehr so aufheizen. Darüber hinaus bietet die neue Baumbepflanzung ausreichend Verschattung auf dem Schulhof. Das vorhandene Spielgerät und Sitzmöglichkeiten können aus dem Bestand im Hinblick auf Alter und Zustand nicht übernommen werden. Daher hat es hier ebenfalls eine modernere Überplanung gegeben.

 

Aus den vorgenannten Gründen ist daher die Neuplanung des Schulhofes zu empfehlen.

 

Finanzierung:

 

Einschließlich der Haushaltsplanung 2024/2025 sind für dieses Projekt bislang folgende Mittel berücksichtigt:

 

Ermächtigungsübertragung aus 2023

3.103.168 €

Ansatz 2024

4.611.182

Ansatz 2025

1.462.831

 

 

gesamt

9.177.181

 

Damit über den Ansatz 2025 bereits im Jahr 2024 ein Auftrag erteilt werden kann, ist eine entsprechende „Ermächtigung zur Leistung von Ausgaben in künftigen Jahren“ zu erteilen (eine sog. Verpflichtungsermächtigung (VE), gemäß § 85 GO NRW, die in dieser Höhe zu bilden ist).

 

-          Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 1.462.831 € zu Lasten des Haushaltsjahres 2025.

 

Die aktuelle konkrete Kostenübersicht beläuft sich auf 9.440.000 €. Abzüglich der bisher berücksichtigen Mittel in Höhe von 9.177.181 € werden weitere Mittel in Höhe von 262.819 € benötigt.

Nach dem überschlägigen Zeitplan, reichen die bisherigen Mittel in Höhe von 9.177.181 € bis Ende des Jahres 2025 im Hinblick auf die bis dahin zu erfolgenden Realisierungsschritte des Projekts aus. Im 1. Quartal 2026 werden dann weitere Mittel benötigt. Im Ergebnis ist es daher ausreichend, wenn die zusätzlich benötigten Mittel im Rahmen der Haushaltsplanung 2026 aufgenommen werden.

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

Belange von Menschen mit Behinderung

X

sind nicht betroffen

 

Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung

X

keine Auswirkungen (o)

 

Finanzielle Auswirkungen

X

Es entstehen folgende Auswirkungen:

 

  1.                Auswirkungen auf den Haushalt

 

Kurzbeschreibung:

Grundschule Henry-van-de-Velde Neubau Variante 3 lt. Beschluss 0150/2023 vom 23.03.23) 3 geschossig, mit dem Ziel der Erweiterung des inkl. zwei Großtagespflegegruppen und Schulhofsanie-rung.

 

 

1.2 Investive Maßnahme in Euro

Teilplan:

0311

Bezeichnung:

Schulträgeraufgaben GS

Finanzstelle:

5000425

Bezeichnung:

GS Henry-van-de-Velde OGS-Ausbau

Finanzposition:

785100

Bezeichnung:

Auszahlung Hochbaumaßnahmen

 

785100

Gesamt

2024

2025

2026

Einzahlung (-)

6nnnnn

 

 

 

 

Auszahlung (+)

785100

9.440.000 €*

7.714.350 €

1.462.831 €

262.819 €*

Eigenanteil

9.440.000 €*

7.714.350 €

1.462.831 €

262.819 €*

*Die Mehrkosten r das Gesamtprojekt, werden in der weiteren Haushaltsplanung 2026/2027 Berücksichtigung finden (und sofern benötigt, durch eine Verpflichtungsermächtigung abgesichert.)

 

X

Die Finanzierung ist Rahmen des laufenden Haushaltsplanverfahren berücksichtigt.

 

2. Auswirkungen auf die Bilanz

 

Aktiva:

Die Ausgaben in Höhe von 9.440.000 € stellen Anschaffungs- und Herstellungskosten dar und sind in der Bilanz zu aktivieren. Davon entfallen 9.050.000 € auf den Pavillon (Nutzungsdauer 70 Jahre wg. Massivbau) und 390.000 € auf die Restaurierung des Grundstücks (Nutzungsdauer Außenanlagen 7. Jahre), wodurch jährliche Abschreibungen i. H. v. 185.000 € (Pavillon 9.050.000 €/70 Jahre = 129.286 € + Außenanlagen 390.000 €/7 Jahre = 55.714 € ) entstehen.

 

3. Folgekosten in Euro:

 

a) jährliche Kreditfinanzierungskosten für den Eigenfinanzierungsanteil

 

b) Gebäudeunterhaltsaufwand je Jahr

(1,5 % von den Anschaffungs- und Herstellungskosten)

141.600 €

c) sonstige Betriebskosten je Jahr

 

d) Abschreibung je Jahr (nur bei investiven Maßnahmen)

185.000 €

e) personelle Folgekosten je Jahr

 

Zwischensumme

326.600 €

abzüglich zusätzlicher Erlöse je Jahr

 

Ergibt Nettofolgekosten im Jahr von insgesamt

326.600

 

4. Steuerliche Auswirkungen

X

Es entstehen keine steuerlichen Auswirkungen.

 

5. Rechtscharakter

X

Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung

 

gez. Erik O. Schulz

gez. Martina Soddemann

Oberbürgermeister

Beigeordnete

 

 

gez.

Bei finanziellen Auswirkungen:

Christoph Gerbersmann

Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer

 

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Auswirkungen

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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25.04.2024 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - ungeändert beschlossen

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02.05.2024 - Haupt- und Finanzausschuss - ungeändert beschlossen

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08.05.2024 - Schulausschuss - ungeändert beschlossen

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16.05.2024 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen