Berichtsvorlage WBH - 0205/2024

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Verwaltungsrat nimmt den Jahresbericht 2023 der Kompostierungsanlage nach Abfallrecht zur Kenntnis.

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Sachverhalt

 

Begründung

 

 

Genehmigungsbedürfte Grünabfallkompostierung nach dem Bundes-Immissions-schutzgesetz -BImSchG-, Hohenlimburger Straße 7, 58099 Hagen, Gemarkung Herbeck, Flur 4, Flurstücke 140,142 sowie 154.

 

In der og. Kompostierungsanlage wird ausschließlich biologisch abbaubarer Garten-, Park- und Friedhofsabfall, nach Abfallschlüssel 200201, angenommen und verwertet.

Die genehmigte Kapazität der Anlage erfasst 12.000 Tonnen, entspricht 30.000 Kubikmeter Grünabfall im Jahr.

 

Die Betriebszeiten der Anlage sind montags bis freitags von 7:30 bis 12:00 Uhr und von 12:45 bis 15:30 Uhr, sowie samstags von 8:00 bis 12:30 Uhr.

 

Auf dem Gelände der Kompostierung führt der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) an mehreren Terminen im Jahr eine kostenfreie Sammlung von Grünabfällen für die Hagener Bürger durch und unterhält Altglas-, Altkleider- und Papiercontainer.

 

 

Produktionsablauf:

 

Im Zuge der Kompostgewinnung durchuft der Grünabfall folgende Produktionsschritte:

 

a. Häckseln des angelieferten Materials, Ruhezeit und Rotte ca. drei Monate

Anschließend wird das Grobmaterial von einem unabhängigen Labor nach der Bioabfallverordnung auf eine Schwermetallbelastung überprüft.

 

b. Umsetzen der Miete, Ruhezeit und Rotte ca. drei Monate

 

c. Sieben des Materials

Nach dem Sieben erfolgt eine Analyse der chemische, physikalische, biologische Parameter, sowohl der Pflanzennährstoffe und der Hygiene

 

Abschließende Hygieneuntersuchung nach keimfähigen Samen und Pflanzen, sowie Salmonellen. Erstellen der Warendeklaration für den Verbraucher.

 

Nach den Prozessen a. und b. wird in den Mieten regelmäßig die Rottetemperatur kontrolliert. Nur wenn über mehrere Tage Temperaturen über 60 °C gehalten werden, kann von einer Abtötung der Mikroorganismen und Unkrautsamen im Kompostmaterial ausgegangen werden. Werden diese Gradzahlen nicht erreicht, müssen Maßnahmen wie eine Belüftung durch nochmaliges Umsetzen und Befeuchten der Miete eingeleitet werden.

 

 

Ab dem Vorgang c sinkt die Temperatur der Mieten wieder auf unter 25 °C.

 

Die Häcksel- und Siebarbeiten werden an vier Terminen im Jahr von einem Lohnunternehmen durchgeführt.

 

Die Mitarbeiter der Kompostierung kontrollieren den angelieferten Grünabfall bei der Annahme auf die Abfallart und Verunreinigungen. Vor Ort kann eine Annahme ggf. verweigert werden.

Die Mitarbeiter achten auf den Zustand der Mieten und der Arbeitsflächen. Es ist verstärkt auf Schlamm- oder Staubbildung zu achten. Die entsprechenden Arbeitsschritte, wie Schieben oder Fegen sind einzuleiten.

 

 

Herstellung von Mischerde

 

Die Mischerde besteht aus je zwei Anteilen Lehmboden und Komposterde, sowie einem Anteil Sand.

Der Lehmboden wird meist durch Maßnahmen der HEG gewonnen und muss nach LAGA Z0 geprüft sein. Der Sand stammt aus den Sandkästen der städtischen Kinderspielplätze. Er wird regelmäßig gewechselt und wird beim Einfüllen der Kästen auf Schadstoffe geprüft.

Die drei Komponenten der Mischerde werden mit Hilfe des Radladers vorgemischt. Anschließend erfolgt eine weitere Durchmischung und das Herausfiltern von Grobmaterial durch ein Trommelsieb. Die gemischte Erde kann als Oberbodenersatz genutzt werden.

 

 

Grünabfallannahme und Abgabe von Erde in der Entwicklung

 

Übersicht der Mengen jährlich angenommenen Grünabfall in m³

 

Jahr

WBH

Stadt/
Gewerbe

Privat

Gesamt

2017

3.974,00

13.964,73

8.005,37

25.944,10

2018

3.630,00

13.649,00

7.920,00

25.199,00

2019

2.904,00

14.159,00

7.202,00

24.265,00

2020

3.037,00

14.268,00

7.141,00

24.446,00

2021

2.684,00

15.486,00

7.504,00

25.675,00

2022

3.900,00

14.107,00

6.812,00 

24.819,00

2023

4.151,00

14.574,00

7.310,00

26.036,00

 


 

Übersicht der Mengen jährlich abgegebenen Erden in m³

 

Abgabe Komposterde

 

 

Jahr

WBH

Verkauf

Gesamt

2017

563,50

1.260,61

1.824,11

2018

254,00

1.241,00

1.495,00

2019

1.680,00

1.312,00

2.993,00

2020

316,00

3.364,00

3.680,00

2021

201,00

1.651,00

1.852,00

2022

590,00

1.316,00

1.906,00

2023

1.835,00

1.339,00

3.174,00

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgabe Mischerde

 

 

Jahr

WBH

Verkauf

Gesamt

2017

314,95

691,15

1.006,10

2018

317,00

865,00

1.212,00

2019

680,00

809,00

1.488,00

2020

320,00

991,00

1.311,00

2021

446,00

1.017,00

1.464,00

2022

319,00

1.109,00

1.128,00

2023

299,00

1.346,00

1.644,00

 

 

 

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 26.036 Grünabfall angenommen, welcher nach Zerkleinerung und natürlicher Rotte zu folgender Masse wurde.

 

Nach dem Häckseln verblieben 15.725,66 zerkleinertes Rohmaterial, welches nach dem Kompostierungsprozess und der anschließenden Absiebung 8.299,57 verkaufsfertigen Kompost ergab. Bei der Absiebung fielen 5.170,00 Überlauf an, der entsorgt wurde.

Zusätzlich wurden 1.401,01 cksel aus Grobholz erzeugt, der für die Verbrennung der Heizanlage zur Verfügung gestellt wurde.

r das Jahr 2022 wurde ein Komposterdeüberschuss von 2587,57 (8299,57 abzüglich 3174 Verkauf, 1990 kostenlose Abgabe und 548 Anteil Mischerde) produziert, der weiterhin auf der Anlage verblieben ist.

 

Es fielen 10,85 Tonnen Hausmüll durch Fehlwürfe und Verpackungsmaterial an, welcher durch den HEB entsorgt wurde.

 


 

Da die Maschinenwartung und -reparatur durch das Fachamt 37 oder eine Fachwerkstatt durchgeführt wurde, werden die Öle oder ölhaltige Abfälle in der dortigen Abfallbilanz aufgeführt.

 

Das Produkt Kompost wird zur Bodenverbesserung im Garten- und Landschaftsbau, sowie in Privatgärten eingesetzt und als Mischerde (gemischt mit Lehmboden und Sand) vermarktet.

 

Komposterdeabgabe für WBH 1835

Komposterdeverkauf 1.339

Kostenlose Kompostabgabe 1990

 

Mischerdeabgabe für WBH 299

Mischerdeverkauf 1346 m³

 

 

Ereignisse 2023:

 

Der Löschteich der Kompostierung wurde von einer Spezialfirma entschlammt um die ausreichende Wassermenge für den Brandfall vorzuhalten. In dem Zuge konnte festgestellt werden, dass ein natürlicher Zufluss in den Teich stattfindet und der Teich durch eine Lehmschicht abgedichtet ist. Bei der Überprüfung der Entwässerungssituation der Hartflächen der Kompostierung wurde eine weitere Fläche über den Schlammfang in den Löschteich geleitet.

 

 

gez. Henning Keune gez. Hans-Joachim Bihs      gez. Jörg Germer

Vorstand (Sprecher) Vorstand        Kfm. Vorstand

 

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Auswirkungen

 

 

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