Berichtsvorlage - 0726/2023
Grunddaten
- Betreff:
-
Aktionsprogramm Integration
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Hijem Neuhaus
- Beteiligt:
- FB55 - Jugend und Soziales
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Anhörung
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13.09.2023
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Geplant
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Schulausschuss
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Entscheidung
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14.09.2023
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Erledigt
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Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
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Vorberatung
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23.01.2024
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Sachverhalt
Kurzfassung
Entfällt
Begründung
Das Land NRW hat dem Schulträger Stadt Hagen über die „fachbezogene Pauschale zur Umsetzung des „Aktionsprogramms Integration“ zur Unterstützung der Schulen in Nordrhein-Westfalen bei der Integration von schutzsuchenden schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine“ Mittel in Höhe von 450.347,19 € zugewiesen. Davon stehen der Stadt 402.505,36 € zur Verfügung. 47.841,82 € waren an die Ersatzschulen weiterzuleiten. Obgleich der Titel des Programms auf den ersten Blick auf ein Förderprogramm für die Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine schließen lässt, ist es de facto kein „Ukraine-Programm“. Es geht im Kern um die Erfüllung des Bildungsanspruchs aller schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen. Im Förderbescheid heißt es dazu: „Vielerorts sind das Aufholen von Lernrückständen und das Aufarbeiten psychosozialer Folgen aus der Zeit der Corona-Pandemie noch nicht abgeschlossen. Das Aktionsprogramm soll daher allen Schülerinnen und Schülern gleichermaßen zugutekommen, um die Schulen dabei zu unterstützen, den Bildungsanspruch aller Kinder und Jugendlichen auch unter den aktuell schwierigen Bedingungen zu erfüllen.“ Förderzeitraum ist der 7. August bis 31. Dezember 2023. Aus den Mitteln für die städtischen Schulen wird unter anderem ein Kooperationsprojekt zwischen dem Fachbereich Jugend und Soziales, dem Kommunalen Integrationszeitrum, der VHS und dem Fachbereich Schule zur Integration von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen (Sek I) finanziert, denen bislang kein Schulplatz zugewiesen werden konnte. Dank der fachübergreifenden Zusammenarbeit konnte für sechzig neu zugewanderte Kinder und Jugendliche ein außergewöhnliches Kursangebot entwickelt werden, das den jungen Menschen über den Erwerb von Sprachkenntnissen hinaus ermöglicht, verschiedene Basiskompetenzen im Rahmen von freizeitpädagogischen Angeboten zu erwerben. Das Projekt findet bis zum Ende des Jahres im Kultopia statt. Start war der 28. August 2023. Nach erfolgter Gruppenzusammenstellung durch das Kommunale Integrationszentrum erhalten die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Projekts einen Sprachkurs im Umfang von zwölf Zeitstunden pro Woche durch Lehrkräfte der VHS. Um Struktur und ein tägliches Angebot zu gewährleisten und die Kinder und Jugendlichen auch auf sozial-emotionaler und freizeitpädagogischer Ebene zu fördern, werden alle Projektzeiträume im Zeitfenster von 8.30 bis 14 Uhr durch entsprechende Betreuungskräfte begleitet. Danach erhalten die Kinder und Jugendlichen das Angebot, weiter im Kultopia zu verbleiben. Da sich der Projektrahmen an der üblichen Zeit der Beschulung orientiert und eine verlässliche Betreuung gewährt wird, schafft das Projekt zugleich den Eltern Freiraum, ihrer Berufstätigkeit nachzugehen und dient damit indirekt der Vereinbarung von Familie und Beruf. Ergänzend zur Betreuung der jungen Menschen werden die Eltern durch das kommunale Integrationszentrum angesprochen und begleitet. Ziel des Projektes ist es, den Kindern und Jugendlichen ein ganzheitliches Angebot aus den Bildungsbereichen Sprache, sozial-emotionale Kompetenzen und informeller Bildung anzubieten, um ihre Integration sowohl in den Sozialraum als auch in Vorbereitung für die Schule zu fördern. Über die fachbezogene Pauschale wird zudem ein breit aufgestelltes Programm des Beratungszentrums „Rat am Ring“ zur psychosozialen Unterstützung junger Menschen finanziert, das einerseits auf zuvor formulierte Schulbedarfe reagieren konnte und im Beratungszentrum angefragt wurde, andererseits in Kooperation mit der offenen Kinder- und Jugendhilfe in den Jugendzentren angeboten wird. Durch die Anbindung der Angebote an die offene Kinder- und Jugendarbeit wird die Erreichbarkeit der aufgeführten Zielgruppe ausgeweitet. Aus den unmittelbar geäußerten Anfragen der Schulen ist ersichtlich, dass es fortwährend einen großen Bedarf an (erlebnis-)pädagogischen Angeboten und Präventionsmaßnahmen gibt. Neben einem erlebnispädagogischen Workshop konnten die Schulen unter anderem auch auf ein Soziales Kompetenztraining, ein Bewegungsangebot, ein Anti-Gewalt Training und einen theaterpädagogischen Workshop zurückgreifen. Unverändert groß ist nach wie vor auch der Bedarf an Unterstützung der Schulen durch die Schulsozialarbeit, der bei der Verplanung der Mittel ebenfalls weit umfänglich berücksichtigt wurde. Wie sich bereits in den Vorgängerprogrammen „Extra-Geld“ gespiegelt hat, ist ferner die Nachfrage nach Bewegungsangeboten und Unterstützung des Schulschwimmens sehr hoch. Dem Bedarf kann durch die Finanzierung von Vereinsangeboten (Phoenix, BBA Hagen) ebenfalls Rechnung getragen werden, was insofern sehr wichtig ist, als fehlender Sportunterricht kompensiert werden kann und junge Menschen in der Schulung ihrer Motorik, beim Spannungsabbau im Spiel und in der sozialen Interaktion unterstützt werden können. Die nicht verplanten Mittel aus der fachbezogenen Pauschale in Höhe von rund 150.000 € kommen den Schulen direkt zugute. Bis zum 1 September hatten die Schulen Gelegenheit, ihre Bedarfe anzumelden. Nach Sichtung der Rückmeldungen wurden die Mittel nach einem Ranking vergeben. Das maßgebliche Kriterium, an dem sich die Schulverwaltung orientiert hat, war der Sozialindex.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung
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x | sind betroffen (hierzu ist eine kurze Erläuterung abzugeben) |
Kurzerläuterung:
Auch Kinder mit Beeinträchtigungen können diese Angebote nutzen.
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
x | keine Auswirkungen (o) |
