Beschlussvorlage - 0606/2023
Grunddaten
- Betreff:
-
Fahrradanlehnbügel im Bezirk Hohenlimburg
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB60 - Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen
- Bearbeitung:
- Leon Riemer
- Beteiligt:
- FB20 - Finanzen und Controlling; FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Hohenlimburg
|
Entscheidung
|
|
|
|
23.08.2023
|
Sachverhalt
Kurzfassung
Das Radverkehrskonzept der Stadt Hagen, beschlossen im Jahr 2019, führt in den Abschnitten 4.6 „Fahrradparken im zentralen Innenstadt- und Bahnhofsbereich“ und 5.2.1 „Generelle Zielsetzungen“ die Thematik der Abstellanlagen für Fahrräder auf. In Kapitel 8.1.1 wird dies in der Tabelle unter dem Buchstaben „P – Erweiterung der Fahrradabstellanlagen“ konkretisiert.
Unter diesen Voraussetzungen hat die Stadt Hagen im Jahr 2021 einen Förderantrag für 92 Fahrradanlehnbügel im Stadtgebiet gestellt und genehmigt bekommen. Im Bezirk Hohenlimburg sollen insgesamt 25 dieser Anlehnbügel installiert werden.
Begründung
Fahrradanlehnbügel sind ein essentieller Baustein in der Infrastruktur zur Förderung des Radverkehrs. Anlehnbügel sind an hoch frequentierten Bereichen, wie in Parks, öffentlichen Gebäuden, an Haltestellen des ÖPNV und SPNV oder im Bereich des Einzelhandels so zu installieren, dass die Orte schnell und einfach zu erreichen sind.
Dabei gilt es zu beachten, dass die Hemmschwelle, das Fahrrad zur Erreichung eines Ziels zu nutzen, deutlich niedriger ist, wenn im unmittelbaren Umfeld eine adäquate Möglichkeit zum Abstellen des Fahrrads vorhanden ist. Demnach werden Abstellanlagen möglichst nah am Ziel installiert, um auch die Hemmschwelle gering zu halten und den Radverkehr zu fördern.
Abstellanlagen sind in Ihrer Nutzbarkeit, Handhabung, der gestalterischen Kompatibilität sowie der Preisgestaltung sinnvoll auszuwählen. In frequentierten Bereichen, in denen das Fahrrad für einige Minuten bis zu mehreren Stunden abgestellt wird, eignet sich ein Anlehnbügel als ideale Abstellanlage, die sich in den öffentlichen Raum platzsparend einfügt. Zur Gewährleistung der Nutzbarkeit wird sich für ein Flachstahl-Modell entschieden, welches über einen Querholm verfügt, sodass möglichst jede Art von Fahrrad sicher angeschlossen werden kann. Diese Kriterien erfüllt der Anlehnbügel „UTAH“ der Firma Ziegler, der bereits im Innenstadtbereich installiert wurde. Um eine Stringenz in der Nutzbarkeit sowie gestalterischen Kompatibilität zu schaffen, wird sich auf ein solches oder ähnliches Modell des genannten oder eines anderen Herstellers bezogen. Die Anlehnbügel sollen in der Farbe DB 703 (dunkelgrau/anthrazit) lackiert werden, um den Vandalismus möglichst einzudämmen, da gerade hellere Farbtöne deutlich an- und auffälliger sind. Des Weiteren fügt sich ein Anlehnbügel in dieser Lackierung in das bestehende Stadtbild ein.
In der nachfolgenden Abbildung ist eine Prinzipskizze eines Anlehnbügels zu finden. Die Aufstellung der Bügel erfolgt in einem Abstand von mind. 1,20m, wo möglich 1,40m, um auch Lastenrädern ausreichend Platz zu bieten und darüber hinaus eine komfortable doppelseitige Nutzung eines einzelnen Bügels zu ermöglichen. Bei der Angabe der Maße handelt es sich um Richtwerte, welche bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen sind. Die angegebenen Maße orientieren sich an den vorgeschriebenen Maßen der Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt), der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA), der Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR), sowie Leitfäden bzw. technischen Richtlinien des ADFC, der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen. Weitere Angaben macht die neue Planungshilfe für Abstellanlagen von Lastenfahrrädern im öffentlichen Raum (Abstellanlagen für Lastenfahrräder in Nachbarschaften [ALADIN]), welche hier ebenfalls Anwendung findet.

Abb. 1: Prinzipskizze für Anlehnbügel zur doppelseitigen Nutzung sowie der Nutzung durch Lastenräder
Standortauswahl
Die Auswahl der Standorte erfolgt nicht zuletzt unter Beachtung von Wünschen der einzelnen Bezirksvertretungen sowie aus der Bevölkerung. Aufgrund der Anmerkungen können für den Bereich rund um das Zentrum Hohenlimburg, den Bahnhof Hohenlimburg, den Lennepark sowie Elsey konkrete Standorte ausgewählt werden, welche jeweils mit Anlehnbügeln berücksichtigt werden können.
Die konkreten Standorte sind in den Karten (siehe Anlagen) aufgeführt. Die exakte Ausrichtung der Anlehnbügel erfolgt vor Ort. Die Standorte wurden mit der Stadtentwicklung und Stadtplanung sowie der Freiraum- und Grünordnungsplanung der Stadt Hagen, dem Marktmeister, dem Straßenbaulastträger, der Feuerwehr, der Hagener Straßenbahn AG, der Bezirksvertretung sowie dem WBH abgestimmt. Gerade vor dem Hintergrund des INSEK Hohenlimburg waren Absprachen notwendig, um möglichst vom INSEK unberührte Standorte zu finden.
Sofern es zu Standortanpassungen durch die BV kommt, muss ein Alternativstandort seitens der Verwaltung festgelegt werden. Der Alternativstandort kann sich auch außerhalb des Bezirks befinden.
Standorte von Anlehnbügel
Der nachfolgenden Aufstellung sind die konkreten Standorte der Anlehnbügel zu entnehmen.
Standort | Anzahl |
Fußgängerzone Hohenlimburg Unter den Bäumen beim Eis-Café Panciera An der Hausecke Freiheitstraße 23 Im Seitenbereich des Haupteingangs zur Kirche Im Norden des Margot-Stern-Platzes* |
2 2 2 2 |
Bahnhof Hohenlimburg An der Einmündung Herrenstr. / Bahnstr. |
5 |
Marktplatz Hohenlimburg An der Gaußstr. 8 (Austausch von Einstellern) |
4 |
Lennepark An Sitzecken im Süd-Osten des Lenneparks Westlich des Springbrunnens |
4 2 |
Elsey Auf der Rückseite der Wartehalle der Haltestelle |
4 |
Gesamt: | 25 |
*Der Standort im Norden des Margot-Stern-Platzes gilt als Alternativstandort zu jenem an der Kirche. Aktuell laufen die Grundstücksgespräche mit der Kirche, da es sich bei dem Grundstück am Haupteingang der Kirche um Grund und Boden der Kirchengemeinde handelt. Sofern es zu keiner Einigung kommt, werden die Anlehnbügel im Seitenbereich des Margot-Stern-Platzes installiert.
Finanzierung
Der Mittelbedarf für die Anschaffung eines Fahrradanlehnbügels einschließlich des erforderlichen Einbaus liegt bei durchschnittlich 830,00 €. Hierbei werden die unterschiedlichen Einbausituationen an den 25 ausgewählten Standorten berücksichtigt (teilweise Herstellung einer Schottertragschicht oder der Einbau von Pflaster bzw. Randsteinen erforderlich). Die Gesamtkosten betragen somit 20.750,00 €.
Es liegt bereits eine Zuschussbewilligung des Landes für diese Maßnahme vor. Die Zuschussquote beträgt 95% der Herstellungskosten. Die bewilligten Mittel in Höhe von 19.712,00 € stehen für 2023 zur Auszahlung bereit, sodass eine Installation noch in diesem Jahr erfolgen soll. Nach der Beschlussfassung erfolgt die Ausschreibung durch den WBH, der schlussendlich die Installation der Bügel durchführt.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung
X | sind nicht betroffen |
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
X | positive Auswirkungen (+) |
Kurzerläuterung und ggf. Optimierungsmöglichkeiten:
Alle Maßnahmen zur Stärkung des sogenannten Umweltverbundes (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) tragen zur Klimaverbesserung bei.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
X | Es entstehen folgende Auswirkungen: |
- Auswirkungen auf den Haushalt
1.1 Konsumtive Maßnahme in Euro
Teilplan: | 5410 | Bezeichnung: | Öffentliche Infrastruktur |
Auftrag: | 1541040 | Bezeichnung: | Straßen |
Kostenstelle: | 56200 | Bezeichnung: | Gemeindestraßen |
Kostenart: | 414100 | Bezeichnung: | Zuweisungen vom Land |
| 543140 | Bezeichnung: | Erwerb GVG < 800 EUR |
| Kostenart | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
Ertrag (-) | 414100 |
| 19.712 € |
|
|
|
Aufwand (+) | 543140 |
| 20.750 € |
|
|
|
Eigenanteil |
|
| 1.038 € |
|
|
|
X | Die Finanzierung ist im laufenden Haushalt bereits eingeplant. |
| |
| Auftragsangelegenheit |
| Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung |
| Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung |
X | Freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe |
| Vertragliche Bindung |
| Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges |
| Ohne Bindung |
| gez. |
| i.V. Martina Soddemann Beigeordnete
|
| gez. |
| Christoph Gerbersmann Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
1.019,1 kB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
1,1 MB
|
