Berichtsvorlage - 0463/2023
Grunddaten
- Betreff:
-
Jugendforen im Bezirk Mitte
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Hannah Scharlau
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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25.05.2023
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
In der Bezirksvertretung Hagen-Mitte wurde am 02.03.2023 folgende mündliche Anfragen gem. § 18 der Geschäftsordnung gestellt:
In welcher Form werden die für die damaligen Jugendräte ins Leben gerufenen Jugendforen im Bezirk Hagen-Mitte abgehalten? Sind bereits seit Einführung schon Sitzungen abgehalten worden und welche Sitzungen sind für die nähere Zukunft geplant?
Bericht der Verwaltung
1) In welcher Form werden die Jugendforen im Bezirk Hagen-Mitte abgehalten?
Bei einem Bezirksjugendforum handelt es sich um ein „offenes und freiwilliges Format“, welches keiner Anmeldung bedarf und in welchem überparteilich und überkonfessionell gearbeitet wird.
Als Veranstaltungsort dienen die jeweiligen Jugendeinrichtungen der Bezirke.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6 bis 27 Jahren sollen so die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen, Anregungen und Bedarfe, die sie für ihren Stadtteil haben, kundzugeben. Es soll gewährleistet werden, dass sich untereinander ausgetauscht und gemeinsam über verschiedene Themen diskutiert werden kann.
Mit Unterstützung von und in Absprache mit Frau Wegener (Servicestelle Jugendbeteiligung) und der zuständigen Mitarbeiterin der Bezirksjugendarbeit des Fachbereiches Jugend und Soziales der Stadt Hagen, Frau Sarioglu, bereiten die hauptberuflichen Mitarbeiter*innen der Jugendeinrichtungen die Jugendforen in regelmäßigen Abständen vor. Dabei wird viel Wert auf eine rechtzeitige und jugendgerechte Einladung gelegt und mitunter Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien betrieben. Auf diese Weise sollen mehr und verschiedenste Kinder und Jugendliche erreicht werden.
Während den Jugendforen wird darauf geachtet, dass gleichberechtigte Diskussionen in angenehmer Atmosphäre erfolgen können, welche von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet sind. Die Inhalte und Themen sollen hierbei von den Kindern und Jugendlichen ausgehen. Die Fachkräfte in den Einrichtungen nehmen lediglich eine begleitende und unterstützende Funktion ein und versuchen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bestmöglich anzuregen.
Verspüren die Kinder und Jugendlichen das Bedürfnis, Projekte und Aktionen zu planen und umzusetzen, werden gemeinsam die dafür nötigen Schritte ermittelt und Zuständigkeiten festgelegt. Dabei wird es als wichtig erachtet, nach der Umsetzung eine Erfolgskontrolle durchzuführen, um den Beteiligten ggf. ein Erfolgserlebnis zu ermöglichen.
Begleitet werden die Bezirksjugendforen darüber hinaus von Mitgliedern des Jugendrates. Der Peer-to-Peer-Ansatz soll den Kindern und Jugendlichen die Kontaktaufnahme zum Jugendrat erleichtern und die Zusammenarbeit optimieren.
Die Ergebnisse der Jugendforen werden von den hauptberuflichen Mitarbeiter*innen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) dokumentiert und in geeigneter Form (schriftliches Protokoll, kurze Videos etc.) veröffentlicht. Dies erleichtert den Austausch zwischen Jugend, Bezirkspolitik und Verwaltung.
2) Sind bereits seit Einführung Sitzungen abgehalten worden und welche Sitzungen sind für die nähere Zukunft geplant?
Bislang fanden im Bezirk Hagen-Mitte zwei Jugendforen statt. Die erste Sitzung wurde am 05.10.2021 im Friedenshaus Altenhagen abgehalten. Darauffolgend fand am 17.03.2022 das zweite Jugendforum im Jugendkulturzentrum „Kultopia“ statt. Besonders im Fokus standen Themen wie die Spielplatzerneuerung und die Müllproblematik in den Stadtteilen. Gemeinsam kamen die Anwesenden mitunter zum Ergebnis, dass zusätzliche Mülleimer benötigt werden.
Des Weiteren wurde der Wunsch geäußert, dass das Jugendkulturzentrum „Kultopia“ über eine Slush-Eis-Maschine verfügen soll. Nachdem sich der Jugendrat hierfür eingesetzt hat, ist diese inzwischen angeschafft worden. Ebenso bestand der Wunsch nach einer Räumlichkeit zum Lernen und Hausaufgaben machen. Auch hiermit hat sich der Jugendrat erfolgreich auseinandergesetzt. Es wurde eine Lernoase im Kultopia eingerichtet, welche voraussichtlich am 13.05.2023 eingeweiht werden kann.
Ein weiteres Anliegen bestand darin, dass kostenfreie Hygieneartikel auf den Schultoiletten angeboten werden. Auch hier gelang es dem Jugendrat Hygieneartikelspender anzuschaffen, welche aktuell in verschiedenen Schulen und Einrichtungen der OKJA angebracht sind.
Geplant ist es, künftig weitere Sitzungen im Bezirk Hagen-Mitte stattfinden zu lassen. Ein Austausch mit den Mitarbeiter*innen der OKJA besteht fortlaufend.
Darüber hinaus fand am 27.09.2022 im Rahmen des Praxisforums (Untergruppe der AG1 Jugendarbeit nach §78 SGB VIII) ein Treffen statt, mit der Intention, den Mitarbeiter*innen der OKJA das die Themen „Jugendbeteiligung“ und „Jugendforen“ näherzubringen.
Nachdem am 07.05.2022 das erste Gesamtstädtische Jugendforum erfolgreich stattgefunden hat, bei welchem der aktuelle Jugendrat gewählt wurde, soll am 13.05.2023 das zweite Gesamtstädtische Jugendforum im Kultopia stattfinden. Bei diesem sollen interessierte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, sich untereinander auszutauschen und sich zur Neuwahl aufstellen zu lassen, um dem Jugendrat beizutreten.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung (Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
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x | sind betroffen (hierzu ist eine kurze Erläuterung abzugeben) |
Kurzerläuterung:
Inklusion ist Querschnittsaufgabe der Kinder- und Jugendarbeit.
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
x | positive Auswirkungen (+) |
Kurzerläuterung und ggf. Optimierungsmöglichkeiten:
(Optimierungsmöglichkeiten nur bei negativen Auswirkungen)
Bildung für nachhaltige Entwicklung ist Querschnittsaufgabe der Kinder- und Jugendarbeit.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
x | Es entstehen weder finanzielle noch personelle Auswirkungen. |
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x | Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung |
gez. | gez. |
Erik O. Schulz, Oberbürgermeister | Martina Soddemann, Beigeordnete für Jugend und Soziales, Bildung und Kultur |
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