Berichtsvorlage - 0371/2022
Grunddaten
- Betreff:
-
Masterplan "Nachhaltige Mobilität" - Stand der Bearbeitung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- VB5/P - Projektmanagement
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
- Beteiligt:
- FB11 - Personal und Organisation; FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung; FB69 - Umweltamt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Entscheidung
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03.05.2022
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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05.05.2022
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Der Rat der Stadt Hagen beschloss am 12.07.2018 den Masterplan „Nachhaltige Mobilität“ (Vorlagen DS 0709/2018, DS 0709-1/2018 und DS 0709-2/2018). Durch Beschluss vom 23.05.2019 legte der Rat der Stadt Hagen die Prioritäten der Bearbeitung der Maßnahmen in städtischer Trägerschaft fest (Vorlage DS 0204/2019).
Aufgrund des Beschlusses des Ausschusses für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität vom 07.09.2020 ist halbjährlich über den Bearbeitungsstand zu berichten. Der letzte Bericht erfolgte mit der Vorlage DS 0801/2021. Der aktuelle Bearbeitungsstand ist den beigefügten Übersichten zu entnehmen:
Anlage 1 – Maßnahmen in städtischer Trägerschaft
Anlage 2 – Maßnahmen in Trägerschaft Dritter.
Wie im Masterplan beschrieben, ist die Mobilitätssituation in Hagen durch eine Dominanz des motorisierten Individualverkehrs geprägt. Nur bei etwa jedem fünften Weg wird der ÖPNV oder das Fahrrad genutzt. Angesichts steigender Verkehrsmengen im Individualverkehr und Straßengüterverkehr sowie den damit verbundenen Luftschadstoff- und Umweltbelastungen ist die Einleitung einer Mobilitätswende dringend erforderlich. Mit dem vom Rat beschlossenen Masterplan, den dazugehörigen Teilkonzepten (Elektromobilitätskonzept, Organisationskonzept) und auch dem Radverkehrskonzept liegen passgenaue Konzepte zur Einleitung der Mobilitätswende vor. Schritt für Schritt werden aus den vorliegenden Konzepten immer wieder neue Maßnahmen und öffentlichkeitswirksame Aktionen entwickelt und umgesetzt.
Projekte außerhalb des Masterplans
Des Weiteren kommen regelmäßig Projekte hinzu, die teils als Vorschläge aus der Politik heraus oder aufgrund von Anfragen an die Verwaltung oder aufgrund aktueller Trends zusätzlich entwickelt werden, obwohl diese nicht in einem der bereits genannten Konzepte aufgeführt sind.
Zum Entwicklungstand der zusätzlichen bearbeiteten Projekte an dieser Stelle eine kleine Übersicht. Es handelt sich um Projekte, die in den letzten Monaten an die Verwaltung herangetragen worden sind und die die Verwaltung mit verschiedenen Partnern engagiert entwickelt und umgesetzt hat. Wie zum Beispiel Maßnahmen im derzeit boomenden Handlungsfeld der Elektromobilität.
E-Tretroller-Verleihsystem
Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Förderung der E-Mobilität nicht nur die Elektrifizierung des Pkw-Verkehrs bedeutet, sondern auch die der anderen Verkehrsmittel bis hin zur Entwicklung neuer Verkehrsmittel, wie beispielsweise dem E-Tretroller. Die Stadtverwaltung Hagen hat hier einen neuen Weg beschritten, um ein Projekt im rasant wachsenden E-Tretroller-Markt zu entwickeln und um zugleich die sehr fordernden Anfragen von Anbietern von E-Tretroller-Verleihsystemen gezielt zu steuern und dennoch interessierten Menschen in Hagen erstmalig E-Tretroller als attraktives und stadtbildverträgliches Mobilitätsangebot für die sogenannte erste/letzte Meile anbieten zu können.
In 2021 haben sich drei Anbieter von E-Tretroller-Verleihsystemen bei der Verwaltung gemeldet und angekündigt, dass sie ihren Service in Hagen anbieten möchten. Auf der Grundlage der Anfragen reagierend führte die Verwaltung eine Recherche über die Funktionsweise von E-Tretroller-Verleihsystemen in anderen Städten durch. Auf Basis dieser bundesweiten Analyse wurde dann für die Stadt Hagen anstelle eines Free-Floating-Systems die Einführung eines sogenannten stationsgebundenen Systems vorgeschlagen.
Nach Vorliegen eines positiven Votums der Bezirksvertretung Hagen-Haspe hat die Verwaltung am 26. November 2021 hierzu ein sechsmonatiges Pilotvorhaben im Stadtteil Haspe gestartet. Der Anbieter Zeus Scooters GmbH war als einziger Anbieter mit einem stationsgebundenen System einverstanden und wollte damit arbeiten. Zwei Monate nach dem Start des Pilotvorhabens wurde nun eine Zwischenevaluation durchgeführt. Demnach funktioniert das stationsgebundene Modell im Stadtteil Haspe ohne die bekannten Probleme (wie z. B. wild geparkte E-Tretroller auf Fußwegen, Vandalismus, Entsorgung in den Gewässern etc.), die in anderen Städten mit Free-Floating-Systemen häufig bestehen.
Ziel der Verwaltung ist es, Leihrollerangebote ggf. auch in anderen Stadtteilen anzubieten. Nähere Informationen zum Projekt sind in der Vorlage „Einführung von E-Tretroller-Verleihsystemen in Hagen“ (DS 0150/2021) zu finden.
Begleitung eines Fördervorhabens der Hagener Suppenküche e.V.
Ende 2021 hat sich der ehrenamtliche Vorstand der Hagener Suppenküche e.V. bei der Verwaltung gemeldet und um Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln über ein Förderprogramm des Bundes für den Kauf eines E-Fahrzeuges und die Beschaffung und Installation einer Lademöglichkeit (Wallbox) für dieses Fahrzeug gebeten. Das bisherige Fahrzeug der Hagener Suppenküche wurde während der Flutkatastrophe im Juli letzten Jahres zerstört. Die Verwaltung hat die Hagener Suppenküche bei der Beantragung von Fördermitteln über das Flottenaustauschprogramm sozial & mobil des Bundesumweltministeriums inhaltlich beraten und unterstützt. Mittlerweile wurde seitens der Suppenküche der entsprechende Förderantrag gestellt - ein Bewilligungsbescheid für das Fördervorhaben wird für den Frühling 2022 erwartet.
Informationsveranstaltung zum Ausbau der gewerblichen E-Ladeinfrastruktur
Die Stadt Hagen hat sich mit der Mark-E AG, der Kreishandwerkerschaft Hagen sowie der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen zu einer Kooperation zusammengeschlossen, um die Elektromobilität zu befördern. Zunächst haben sich die vier Partner in diesem komplexen Handlungsfeld dem Thema „Lademöglichkeiten für gewerbliche Nutzer“ gewidmet. Auftakt hierzu war die Infoveranstaltung „Ausbau der E-Ladeinfrastruktur – Chance für Hagener Industrie- und Gewerbebetriebe” in den Räumlichkeiten der SIHK, die gemeinsam geplant und am 11. November 2021 erfolgreich umgesetzt wurde. Fast 50 Interessierte nutzten die Chance, sich umfassend zu informieren. Neben den interessanten Fachvorträgen, berichteten auch zwei Unternehmen über ihre Praxiserfahrungen mit der Planung und Installation von eigenen Ladesäulen. Die teilnehmenden Unternehmen haben Impulse und Beratung für ihre eigenen geplanten Elektromobilitätsprojekte erhalten. Nähere Informationen zur umgesetzten Veranstaltung finden sich auf der Internetseite der SIHK unter https://www.sihk.de/innovation/energie/betriebliches-mobilitaetsmanagement/infoveranstaltung-ladeinfrastruktur-ha-11-11-21-5259536 (s. a. Anlage 3). Die zwischen den vier Partnern gestartete Kooperation zur Förderung der Elektromobilität wird in diesem Jahr fortgeführt. Dazu wird ein weiteres gemeinsames Projektformat entwickelt und soll Interessierten möglichst noch im Sommer angeboten werden.
Öffentlichkeitsarbeit zum Masterplanprozess – Teilnahme an einer Seminarreihe
Der Erfolg von Mobilitätsprojekten ist nicht nur eine Frage eines Angebotes oder von gebauter Infrastruktur, sondern hängt auch von einer positiven Kommunikation ab. Erst wenn Ideen unterschiedliche Zielgruppen wie Unternehmen oder Bürger erreichen, können Kommunen eine dauerhafte Veränderung des Mobilitätsverhaltens bewirken.
Mit dem Angebot „Kommunikation gestalten“ der Identitätsstiftung aus Hannover für Kommunen aus NRW, die Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW ist, wird die Bedeutung von Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für ein erfolgreiches Mobilitätsmanagement in den Fokus genommen. Vermittelt werden die Entwicklung zielgruppengerechter Kommunikationsstrategien, Marketing- und Kommunikationskompetenzen für Mobilitätsprojekte und die Auswahl geeigneter Formate und Medien. Drei Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung haben an der Seminarreihe „Kommunikation gestalten“ teilgenommen, den bisherigen Prozess zur Kommunikation zum Masterplanprozess analysiert und auf dieser Grundlage erarbeitet, wie insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit und konkret z.B. weitere Abonnenten für den „Newsletter“ gewonnen werden können, den die Stadtverwaltung zum Masterplan „Nachhaltige Mobilität“ herausgibt. Die in der Seminarreihe erarbeiteten Ergebnisse werden in die Verbesserung der bisherigen Kommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit zum Masterplanprozess einfließen.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung
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x | sind nicht betroffen |
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
x | positive Auswirkungen (+) |
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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678,6 kB
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(wie Dokument)
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53,9 kB
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3
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(wie Dokument)
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581 kB
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