Berichtsvorlage - 0325/2022
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht über die Entwicklung von Bücherei, Musikschule und VHS im Corona-Jahr 2021
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Daniela Gödersmann
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Anhörung
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04.04.2022
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Sachverhalt
Kurzfassung
Der Fachbereich Bildung informiert den Kultur- und Weiterbildungsausschuss regelmäßig über den Entwicklungsstand der Stadtbücherei Hagen, der Volkshochschule Hagen sowie der Max-Reger-Musikschule.
Im Jahr 2021 hat wie in vielen anderen Bereichen die fortdauernde Corona-Pandemie die Arbeit der drei Einrichtungen bestimmt. Wie sich dies auf die Angebote und Leistungen ausgewirkt hat und wie sich die momentane Situation darstellt, wird im Folgenden berichtet.
Begründung
Stadtbücherei Hagen
1. Rückschau auf 2021
Seit März 2020 beeinflusst die weltweite Corona-Pandemie die Arbeit der Stadtbücherei Hagen. Im Frühjahr 2020 mussten aufgrund des allgemeinen Lockdowns die Zentralbücherei Springe für acht sowie die Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg für zwölf Wochen geschlossen bleiben. Ein zweiter Lockdown mit Schließung aller Büchereieinheiten folgte dann ab 16.Dezember 2020 und dauerte bis Mitte des Jahres 2021, unterbrochen von der Möglichkeit einer zweiwöchigen Öffnung vom 15.März bis 28.März 2021.
Ab 07.Juni 2021 bis zum Jahresende konnten dann alle drei Stellen der Stadtbücherei wieder öffnen bis auf zwei Wochen im Juli: In Folge der Flutkatastrophe in Hagen waren alle Büchereien vom 15.Juli bis 26.Juli 2021 geschlossen.
Einschränkungen bei der Nutzung der Stadtbücherei gab es dann aufgrund der gestiegenen Corona-Fallzahlen ab 24.November 2021: Der Zugang war nur noch für Geimpfte und Genesene möglich. Die Stadtbücherei konnte mit dieser Einschränkung bis zur verwaltungsweiten Schließung zwischen den Jahren öffnen (bis zum 23.Dezember 2021).
1.1.Lockdown bis Anfang Juni
In der Lockdown-Phase im ersten Halbjahr 2021 war es für die Kundinnen und Kunden der Stadtbücherei trotz Schließung möglich, Medien der Zentralbücherei Springe und der Stadtteilbüchereien zu entleihen: 1.900 „Wunschtüten“ (Zusammenstellungen von bis zu 10 Medien) wurden gepackt und kontaktlos an die Kundinnen und Kunden übergeben.
Parallel wurde das digitale Medienangebot erweitert. Neben der Onleihe24 zur Ausleihe von e-Books und anderen e-Medien sowie dem Musikstreamingdienst Freegal kann seit Juni 2021 das Streamingportal FILMFRIEND genutzt werden.
Auch das Veranstaltungsangebot wurde digitaler: Es gab digitale Klanggeschichten für 3- bis 8jährige Kinder, digitale Schreibworkshop-Termine für Jugendliche sowie eine digitale Lesung mit Karosh Taha zur Eröffnung des SchwarzWeißBunt-Festivals am 30.Mai 2021 in Zusammenarbeit mit der Theaterbotschaft.
1.2. Wiedereröffnung 07.Juni bis Jahresende
Am 07.Juni konnten die Stadtbüchereien wieder öffnen und neben der Medienausleihe wie gewohnt als Orte zum Lernen und Arbeiten fungieren. Das Veranstaltungsangebot in allen drei Büchereinheiten wurde sukzessive wieder ausgebaut.
Die Stadtbüchereien beteiligten sich am Hagener Urlaubskorb und führten die Sommerferien-Aktionen „Lesemonster-AG“ und „SommerLeseClub“ durch.
Im Rahmen des Stadtjubiläums „275 Jahre Hagen“ wurde als Ergebnis mehrerer Schreibworkshops für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren ein Stadtführer für Hagen erstellt, die Broschüre „Stadtentdecker“.
Unter dem Label „275 Jahre Stadt Hagen“ fand auch die stadtweite Durchführung der Leseförderungs-Aktion „ABC-Lesetasche“ statt. Das besondere Stadtjubiläumsjahr bot die Möglichkeit, alle Hagener Grundschüler der zweiten Klassen mit einer „ABC-Lesetasche“ zu bedenken. Möglich wurde dies durch die Kooperation der Stadtbücherei Hagen und ihrer Fördervereine in der Stadtmitte und in Haspe mit der Buchhandlung Thalia und der Stiftung der Sparkasse HagenHerdecke.
Mit Schulbeginn nach den Sommerferien wurde wieder verstärkt mit den Hagener Schulen kooperiert: Neu konzeptionierte digitale Klassenführungen im „Rallye-Format“ sowie digitale Facharbeitsrecherchen starteten.
Ab September beteiligten sich die Stadtbüchereien am Kinder- und Jugendbuchfestival „Leselust“. Die SpielBar, Spieleabende und Gaming-Angebote konnten wieder stattfinden.
Mit den „Fachtagen Sprache“ gab es an zwei Tagen im November zum zweiten Mal Fortbildungsangebote zur Sprach- und Leseförderung für Erzieherinnen und Erzieher, veranstaltet in Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum und der Abteilung „Tagesbetreuung für Kinder“ der Stadt Hagen.
Ab Dezember 2021 mussten die Stadtbüchereien aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen ihre Veranstaltungsangebote wieder einschränken; das Programmjahr endete mit der Ausstellung des Modells zur Umgestaltung der Altenhagener Brücke samt Vortragsabend in der Zentralbücherei Springe.
1.3. Folgen der Corona-Jahre 2020 und 2021
Die Stadtbüchereien Hagen blicken mittlerweile auf zwei Jahre unter Corona-Bedingungen zurück. Dazu lässt sich feststellen:
- Alle drei Büchereieinheiten reagieren seit zwei Jahren flexibel und kundenorientiert auf die jeweilige Corona-Situation und passen ihre Leistungen und Angebote an; dies auch kurzfristig bzw. in immer kürzeren zeitlichen Abständen.
- Die Stadtbüchereien sind deutlich digitaler geworden, sei es im Medienangebot oder bei der Veranstaltungs- und Programmarbeit. Die Onleihe24, die „digitale Zweigstelle“ der Stadtbücherei, war für viele Kundinnen und Kunden gerade in Lockdown-Zeiten unverzichtbar und wurde in 2020 und 2021 vermehrt genutzt (die Steigerung der e-Ausleihen lag in beiden Jahren bei rund 23 Prozent).
- In der Lockdown-Phase 2021 konnte ein neuer, optisch ansprechender Online-Bibliothekskatalog installiert werden, gefördert mit Mitteln des Landes NRW. Die Suche im Medienbestand und der Selbstbedienungsbereich entsprechen nun modernen Standards.
- Die Zusammenarbeit mit den drei Fördervereinen der Stadtbüchereien hat kontinuierlich stattgefunden. In den Stadtteilbüchereien Haspe und Hohenlimburg organisieren die Fördervereine den Einsatz der Ehrenamtler im Ausleihbetrieb. Hier gab es – was besonders hervorzuheben ist - auch unter Coronabedingungen keine Probleme oder Ausfälle.
- In der Zentralbücherei Springe sind viele Veranstaltungsangebote, die von Ehrenamtlern durchgeführt wurden, komplett weggebrochen. Ob im Kinderbereich (Vorleseaktivitäten) oder bei den Erwachsenen (LebensLangeLeseLust, Sprachtreff u.a.): Viele Ehrenamtler stehen nicht mehr zur Verfügung, in der Folge ist ein Neuaufbau der Ehrenamtsarbeit erforderlich.
- Nach dem Lockdown in der ersten Jahreshälfte 2021 sind mittlerweile rund zwei Drittel der Büchereikundinnen und -kunden wieder aktive Nutzer der Stadtbücherei. Zu den ferngebliebenen Nutzerinnen und Nutzern zählen viele Kinder und Jugendliche. Um diese Kundengruppe wird sich die Stadtbücherei Hagen im Jahr 2022 besonders bemühen.
2. Gegenwärtige Situation
Seit dem 3.Januar 2022 sind die Stadtbüchereien wieder geöffnet, die Zentralbücherei Springe musste jedoch coronabedingt ab 17.Januar die Öffnungszeiten reduzieren. Der Zugang zu den Stadtbüchereien ist derzeit für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete möglich (3G-Regel mit Einlasskontrolle).
Die Veranstaltungs- und Programmarbeit wurde im Januar und Februar weitgehend ausgesetzt, bis die aktuelle Corona-Welle überwunden ist. Die Rückkehr zu den gewohnten Angeboten und Öffnungszeiten soll – so die Corona-Lage es zulässt – im Laufe des Monats April erfolgen.
Dann will die Stadtbücherei schrittweise ihre Angebote und Leistungen wieder hochfahren. Ein Schwerpunkt der Büchereiarbeit soll in 2022 bei der Zielgruppe Kinder und Jugendliche liegen. Erste Planungen beinhalten
- Workshops für Kinder und Jugendliche (Thema Making und Coding) in den Oster-, Sommer- und Herbstferien,
- LeseMonsterAG und SommerLeseClub in den Sommerferien,
- ABC-Lesetaschen-Aktion für alle Grundschüler der zweiten Klassen (nach den Sommerferien),
- Kinder- und Jugendbuchfestival „Leselust“ im Herbst,
- Gruppen- und Klassenführungen.
In den Startlöchern steht außerdem die „Bibliothek der Dinge“: Über einen sogenannten „intelligenten Medienschrank“ können beispielsweise kleine Roboter (Bots), E-Book-Reader, Zusatzmaterial zu Konsolenspielen sowie ein blindengeeigneter CD-Spieler entliehen werden.
VHS Hagen
Wie auch schon im Jahr des Pandemiebeginns 2020, wurde sowohl die Planung, als auch die Durchführung von VHS-Kursen in 2021 beeinflusst von immer wieder geänderten Corona-Vorschriften. Da zum Zeitpunkt der Programmplanung nicht abschätzbar ist, welche Vorgaben aktuell bei Kursbeginn gelten werden, hat sich die VHS Hagen entschieden, weiterhin in jedem Semester ein regulär geplantes Programm herauszubringen und unterjährig die Angebote an die jeweils geltenden Corona-Regeln anzupassen. Damit ist zwar ein hoher organisatorischer Aufwand verbunden, gewährleistet aber eine größtmögliche Verlässlichkeit für Kundinnen und Kunden.
Im ersten Halbjahr 2021 mussten auf Grund des Lockdowns nahezu alle Präsenzkurse ausfallen, lediglich für Integrations- und Schulabschlusskurse gab es temporär Ausnahmen. Es zeigte sich, dass das große Fortbildungsangebot für Dozent*innen zu digitalen Unterrichtungsmöglichkeiten Früchte getragen hatte, so dass das Online-Kursangebot erheblich ausgeweitet werden konnte; es reichte von Fremdsprachen bis zu Vorträgen über Naturgärten oder gestreamten Backkursen.
Seit dem Beginn der Sommerferien 2021 waren regulär auch wieder Präsenzangebote möglich. Vielversprechend ging der Urlaubskorb an den Start, zu dem es zahlreiche Anmeldungen gab. Leider konnten jedoch auf Grund der Hochwasserkatastrophe viele Angebote wie Stadtrundgänge später nicht durchgeführt werden.
Zu Beginn des Semesters 21-2 konnten alle Kurse grundsätzlich so starten, wie im Programm ausgeschrieben.
Folgende Besonderheiten gab es:
- Die Angebote wurden so geplant, dass in den Kursräumen ein Mindestabstand von 1,5 m gewährleistet war; das bedeutete aber auch, dass von vornherein nur weniger Teilnehmende zugelassen werden konnten, als in Nicht-Corona-Zeiten.
- Eine Desinfektion der Kontaktflächen wurde über Dozent*nnen und die Hausbetreuung sichergestellt.
- Dozent*innen kontrollierten zu Unterrichtsbeginn die Impf-/Test-Nachweise.
Im Laufe des Semesters zeigte sich, dass die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer auf der einen Seite sehr froh darüber waren, dass wieder Unterricht in „ihrer“ VHS möglich war. Auf der anderen Seite erwiesen sich die schnell und oft mit wenig Vorlaufzeit geänderten Corona-Bestimmungen als Hemmschuh für eine uneingeschränkte Lernfreude. Immer kurzfristigere Anmeldungen und Beschwerden zum Beispiel über kostenpflichtige Testnachweise oder Maskenpflicht waren die Folge.
Diese Situation wurde Anfang des Jahres 2022 noch verschärft, indem die Corona-Bestimmungen für Volkshochschulen in NRW im Hinblick auf die Nachweispflicht zwischen einzelnen Angeboten unterscheiden. So gibt es seit Januar 2022 Kurse mit 3-G (z. B. Integrations- und Schulabschlusskurse), mit 2-G (Großteil des offenen Angebotes) und mit 2-G+ (Kochkurse). Flächendeckend müssen nun auch alle Teilnehmer*nnen eine Maske tragen, was insbesondere in den Sprachkursen und bei den Bewegungsangeboten hinderlich ist und sich negativ auf das Anmeldeverhalten auswirkt. Die Impf- bzw. Test-Nachweise werden zu Unterrichtsbeginn von den Dozierenden, die Nachweise der Kursleitungen werden wiederum von der VHS-Verwaltung kontrolliert. Inzwischen sind diese Abläufe gut eingespielt.
Beim Vergleich zwischen einem „normalen“ Unterrichtsjahr (hier 2019) und dem Corona-Jahr 2021 werden die Auswirkungen der Pandemie auf die Kurse und Teilnehmendenzahlen sehr deutlich:
| 2019 | 2021 |
Kurse geplant | 1240 | 1215 |
Kurse durchgeführt | 906 | 511 |
Kursteilnehmende | 14475 | 4834 |
Obwohl nur in vier Monaten (bedingt durch Lockdown, Hochwasser, Sommerferien) des Jahres 2021 Präsenzunterricht möglich war, konnten über die Hälfte der Kurse eines normalen VHS-Jahres durchgeführt werden. Dies ist insbesondere auf das verstärkte Angebot von Online- und Hybridkursen zurückzuführen.
Der Rückgang an Kursteilnehmenden auf gut 1/3 hat mehrere Gründe. Zum einen musste die Höchstteilnehmendenzahl bereits bei der Planung stark begrenzt werden. Die VHS Hagen hat den erwünschten Mindestabstand von 1,5 m auch in allen Kursräumen konsequent umgesetzt, so dass sich zu einem Kurs von vorneherein nur weniger Interessierte anmelden konnten als zu Normalzeiten. Darüber hinaus ist auch die Nachfrage auf Grund der genannten Unsicherheiten zurückgegangen. Ebenfalls spielte eine befürchtete Ansteckungsgefahr eine Rolle.
Durch große Anstrengungen ist es selbst im Lockdown gelungen, alle Integrationskurse zu 100 % durchzuführen. Obwohl diese über große Strecken nur virtuell stattfinden konnten, wurden die Prüfungen mit demselben guten Ergebnis bestanden wie in Präsenzkursen. Den Teilnehmenden, die über keine eigene Hardware verfügen, stellt die VHS leihweise Chromebooks zur Verfügung
Auch mehrmonatige berufsbezogene Kurse wie die Ausbildung zu Tagespflegepersonen konnten digital durchgeführt werden und mit einer sehr guten Bestehensquote abgeschlossen werden.
Durch die Ausweitung von Online- und Hybrid-Kursen hat die VHS nicht nur ihr Angebotsspektrum erweitert, sondern konnte auf Grund der Unabhängigkeit des Ortes auch einige Teilnehmende aus der ganzen Bundesrepublik gewinnen.
Selbst neue Formate wie eine Lyrikveranstaltung, die als Hybridstreaming aus der Villa Post heraus auch auf dem VHS-eigenen Youtubekanal zu sehen war, waren ein voller Erfolg und zeigen, wie umfassend die VHS ihr Portfolio erweitert hat.
Rein finanziell gesehen war das Jahr 2021 wider Erwarten ein gutes. Zum einen werden die Einbußen bei den Entgelt-Einnahmen weitgehend durch die Minderausgaben bei den Honorarzahlungen kompensiert. Zum anderen konnte die VHS Hagen im großen Umfang durch die Beantragung von Kompensationszahlungen, die von EU, Bund- und Land kamen, zusätzliche Einnahmen akquirieren.
Ferner wurden neue Projektförderungen aufgelegt. In diesem Zuge wurden zum Beispiel für die Schulabschlusskurse aus Projektgeldern alleine 30.000 € bewilligt, für die im Verlauf des Jahres 2022 60 neue Notebooks für digitalen Unterricht angeschafft werden.
Aktuelle Situation/Anmeldeverhalten:
Außenaktivitäten werden sehr gut nachgefragt.
Anmeldungen im „normalen“ Kursprogramm laufen sehr unterschiedlich: Zum Beispiel bei Bewegungsangeboten gut, bei Anfängerkursen zufriedenstellend.
Problematisch sind die Kurse, die schon länger bestehen und in Lockdownzeiten häufige oder längere Unterbrechungen hatten. Hier zeigt sich, dass Dozenten, die ihren Unterricht virtuell angeboten haben, ihre Kurse oft weiterführen können, weil sie die Kunden „bei der Stange“ gehalten haben
Im Semester 21-2 wurde ein Testballon gestartet, welche Kursform besser angenommen wird: Italienisch und Spanisch wurden jeweils als Präsenz – und Onlinekurs angeboten. Nach dem bisherigen Anmeldestand zeigt sich, dass vermutlich alle 4 Kurse stattfinden können; etwas mehr Anmeldungen gibt es allerdings beim Präsenzkurs. Es zeigt sich aber, dass durch den starken Ausbau von Online-Formaten die Kund*innen die VHS auch hierfür „auf dem Schirm“ haben.
Max-Reger-Musikschule
2021 war für die MRM ein mit erheblichen Schwankungen verbundenes Jahr, sowohl was die Durchführung von Unterricht anging, als auch hinsichtlich der Durchführbarkeit von Veranstaltungen. In der ersten Jahreshälfte mussten nahezu alle geplanten Veranstaltungen abgesagt werden, einschließlich der für Juni und Juli vorgesehenen Großevents „Großer Jekitstag“ „Das BlasOhrchester bei der 275-Jahr-Feier “und „Swing in die Ferien“. In der zweiten Jahreshälfte war es zumindest unter strengen Auflagen möglich, zwei größere Veranstaltungen durchzuführen. Zum einen ein Konzert der Abteilung Rock-Pop-Jazz im Rahmen des [ku:lTOUR] Formats, zum anderen die „Feierliche Einweihung des neuen Konzertflügels“ im September. Sämtliche Beiträge der Musikschule zu den Einbürgerungsveranstaltungen sowie zahlreiche Schülerkonzerte konnten leider nicht stattfinden. Analog zur Strategie der VHS wurde wie in den Vorjahren zwar ein reichhaltiges Programm geplant, faktisch fielen aber viele Events der pandemischen Lage zum Opfer. Zum Teil mussten Veranstaltungen auch kurzfristig abgesagt werden auf Grund von ständig geänderten Corona-Schutz-Verordnungen.
Hinsichtlich der Unterrichtserteilung war von März bis zu den Herbstferien faktisch nur Online-Unterricht möglich, was zum einen zwar den positiven Effekt hatte, dass überhaupt in bestimmten Bereichen das Unterrichtsangebot aufrecht erhalten werden konnte, auf der anderen Seite es aber auch zur Folge hatte, dass es gerade im EMP-Bereich (elementare Musikpädagogik) nicht zu den sonst üblichen Neuanmeldungen kam. Zudem kam es Corona-geschuldet auch zu Abmeldungen in den Instrumentalfächern. Manchmal konnte Online-Unterricht auf Grund nicht vorhandener technischer Voraussetzungen nicht erteilt werden. In der Summe führte all das zu Unterrichts- und somit auch Gebührenausfällen, respektive Erstattungen. Nichtsdestotrotz konnten durch eine größtmögliche Ausweitung des digitalen Unterrichts wichtige Teile des Angebots aufrecht erhalten und die entsprechenden Gebühren erzielt werden.
Im Juli 2021 kam eine weitere erhebliche Einschränkung der Unterrichts- und insbesondere der Ensemblearbeit hinzu. Der gesamte Rock Pop Keller wurde durch das Hochwasser schwer getroffen. Das Wasser hatte zwar „nur“ eine Höhe von ca. 25cm, da viele Wände allerdings aus Regips bestanden zog die Feuchtigkeit schnell in die ganzen Wandbereiche. Der Teppichboden war ohnehin nach Abzug des Hochwassers nicht mehr zu gebrauchen. Letztlich lief es darauf hinaus, dass der komplette Bereich kernsaniert werden musste. Diese Arbeiten einschließlich. mehrerer Gutachten bzgl. Luftqualität und möglicher Schimmelbildung zogen sich bis Ende Februar 22 hin; eine Abnahme durch die Bauaufsicht erfolgte dann Anfang März. Der Sanierungsaufwand war immens und der persönliche Einsatz der Kollegen aus dem Popularbereich erfreulich groß, um die Unterrichtsräume wieder nutzbar zu machen. Und es gab einige Spenden, die es ermöglichten, Instrumente zu reparieren bzw. neu anzuschaffen. Weitere Spenden über die Fluthilfe NRW werden gerade für die Anschaffung von neuem Mobiliar verwendet.
Insgesamt ist die Hoffnung groß, dass mit dem Einsetzen des Frühjahrs ein guter Start in die verbleibenden neun Monate des Jahres 2022 gelingt. Über die weitere Entwicklung von Max-Reger-Musikschule, VHS und Stadtbücherei Hagen sowie Planungen und Aktivitäten in 2022 wird der Kultur- und Weiterbildungsausschuss kontinuierlich unterrichtet.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
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X | sind nicht betroffen |
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Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
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| positive Auswirkungen (+) |
X | keine Auswirkungen (o) |
| negative Auswirkungen (-) |
