Beschlussvorlage - 0207/2006

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der weiteren Umgestaltung des Wilhelmplatzes in Wehringhausen wird zugestimmt.

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Sachverhalt

 

 

Aus Mitteln des EU-Projektes "Cities Regain Identity and Image" sollen die im beigefügten Plan dargestellten Elemente der Umgestaltung Wilhelmplatz finanziert werden (Baumbeete, Pflasterung, Absturzsicherung, Bänke, Beleuchtung).


 
 Wilhelmplatz Wehringhausen - Erneuerung des Sitzplatzbereichs

 

1.)  Derzeitige Situation / beabsichtigte Verbesserungen:

Der nordöstliche Platzbereich zwischen dem eingezäunten Spielbereich und der Gastronomie “Journal” wurde als gepflasterter Sitzplatz mit ummauerten Baumbeeten, durch mit Holzbohlen eingefasste Pflanzflächen und durch Einzelsitzelemente gestaltet. Zwischen dem Platz und der Bismarkstrasse (auf Höhe des Ladenlokals “Heurich”) besteht ein Höhenunterschied; der durch Stufen und Pflanzbeetreinfassungen abgefangen wird.

 

Aufgrund langjähriger starker Inanspruchnahme ist dieser Platzbereich ‚abgewohnt’ und bedarf einer Überarbeitung bzw. Modernisierung:

 

a)                 Die Sitzelemente aus Holz sind überaltert und abgängig. Sie entsprechen gestalterisch und in ihrer unkommunikativen Anordnung (Einzelsitze in großem Abstand) nicht mehr heutigen Ansprüchen. Sie sind durch neue Sitzbänke, die auch aufgrund ihrer Anordnung eine bessere Kommunikation zulassen, zu ersetzen. Es sollen dabei Sitzbänke mit Stahlgestell (wie Sitzbänke im Volkspark) zur Ausführung kommen; überwiegend mit Lehne, damit auch ältere Mitbürger dort sitzen können. Aufgrund der sehr kurzen Banklänge, der kurzen, nach vorne heruntergezogenen Sitzfläche sowie durch Einsatz von Armlehnen wird ein Liegen oder Schlafen auf den Bänken kaum möglich sein.

 

 

b)                 Bei den ehemaligen Pflanzbeeten entlang der Bismarkstraße ist die Bepflanzung bedingt durch Darüberlaufen und Vandalismus trotz wiederholter Nachpflanzungen zu 100 % ausgefallen. Übrig blieb verfestigte Erde mit erheblichem Hundekotbesatz. Nach Auskunft der Grünunterhaltung besteht wegen des Nutzungsdruckes keine Chance neue Pflanzen einzusetzen und zu unterhalten.
Aufgrund des Höhenunterschiedes von bis zu 60 cm besteht eine Absturzkante zum Bürgersteig der Bismarkstraße hin. Wegen des nahen Spielplatzes und auch wegen älterer Anwohner sollte diese entschärft werden. Dies soll durch Auspflastern bis zur Fassungskante und durch ein Geländer zur Absturzsicherung erfolgen. Die neu entstandenen Pflasterbereiche bieten sich für Aufstellen von Bänken an.
Hierfür ist hier die Entnahme eines untergeordneten, kleinen Baumes notwendig. Dieser fällt nicht unter die Baumschutzsatzung und er stellt eine ungünstige Konkurrenz für die Entwicklung des direkt daneben stehenden Haupt-/ Platzbaumes (im ummauerten Baumbeet) dar.

 

 

 

 

 

 

c)                 An die durch Mäuerchen eingefassten Baumstandorte sind längliche Pflanzbeete aus Holzbohlen angesetzt. Diese weisen einen Zustand wie die unter b) genannten Beete auf (festgetretene, Hundkot) - auch hier ist eine Nachpflanzung wenig Erfolg versprechend. Außerdem sind die Holzbohlen aufgrund der langen Standzeit abgängig  bzw. in Bälde abgängig. Diese ‚unschön’ an die gemauerten Baumstandorte angesetzten ‚Holzkisten’ passen eigentlich weniger zur Gestaltung des Wilhelmplatzes im übrigen Platzbereich (= durchgängig gepflasterte Platzfläche, überstellt mit einem Baumraster, Baumstandorte jeweils quadratisch ummauert). Ein Verzicht auf die ‚Holzkisten-Beete’ wird die Platzgestaltung auch in den Sitzplatzbereich hinein fortsetzten und vermittelt  ein übersichtlicheres, ruhigeres Gesamtbild.. Die ‚Holzkisten-Beete’ sollen rückgebaut werden, die Grundflächen sind zu pflastern und die freigelegte Seite des Baumhochbeetes ist wie dessen übrigen Seiten aufzumauern.

 

 

d)                 Die neue Steinplastik (“Flötenspieler”) eines russischen Künstlers aus der Partnerstadt Smolensk ist leider noch unbeleuchtet; sie soll bei Dunkelheit angestrahlt werden. Hierfür soll im Spielplatzbereich eine Mastleuchte gesetzt werden. Der Mast aus Edelstahl wird in Form und Material den umgebenden Spielelementen (‚Halme’) nachempfunden.

 

 

e)                 Bei den erhöhten Pflanzbeeten hat sich eine gewisse Grundbepflanzung gehalten. Bei der größeren Beetfläche um die Plastik / zum Stellplatzbereich hin und im bandartigen Pflanzbeet am Spielplatz soll deshalb eine flächige Neubepflanzung bzw. Ergänzungs­pflanzung versucht werden.

 

 

 

2.)  Zielsetzung “CRII”:

Über das Eu-Projekt “CRII” besteht die Chance die oben aufgezählten nachteiligen Platzelemente mit Einsatz von EU-Fördermitteln zu beheben. Die Bürger werden den überarbeiteten Sitzplatzbereich aufgrund des ‚aufgefrischten’, positiven Gesamteindrucks, der besseren Funktionalität und Kommunikationsmöglichkeiten sicherlich gut annehmen. Dies ist Basis für die im “CRII”-Projekt beabsichtigte Stärkung der Identifikation der Wehringhausener Bürger mit ihrem Stadtplatz und ihrem Stadtteil.

Die Reduzierung der ‚Holzkisten-Beete’ ist nebenbei ein kleiner Beitrag zur Stadtsauberkeit. Im Sitzplatzbereich verringern sich die Erdflächen, auf die leider ständig Hundekot abgelagert wird. In Folge verringert sich die Menge des Hundekots, was wegen des nahen Kleinkindspielbereichs ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Für die Außengastronomie der Gaststätte “Journal” entsteht durch den Rückbau von Pflanzbeeten ein besser nutzbares Platzangebot.

 

 

3.)  Unterhaltungskosten:

Durch die Überarbeitung werden Investitionen, die in kommenden Jahren erforderlich würden, eingespart (z.B. Ersatz der Sitzelemente, Rückbau der Holzbeete aufgrund Abgängigkeit) bzw. reduziert. Dies ist bezogen auf die etwas höheren Kosten für die Unterhaltung der neuen Sitzelemente (aufgrund der höheren Anzahl) gegen zu rechnen. Parallel verringern sich die Unterhaltungskosten der Grünflächen durch den Rückbau einiger Pflanzbeete etwas. Die Beleuchtungskosten für die Plastik des “Flötenspielers” werden dankenswerter Weise von der Apotheke “Wilhelmsplatz” übernommen.
Insgesamt gesehen kommt es somit nicht zu höheren jährlichen Unterhaltungskosten verglichen mit jetzt.

 

 

 

4.)  Einzelmaßnahmen / Baukosten / Durchführung:

Die Einzelmaßnahmen sind aus dem beiliegenden Planausschnitt (Verkleinerung) bzw. dem Sitzungsplan zu ersehen.

Die Baukosten werden mit ca. 23.000 € angesetzt zuzüglich ca 4.000 € für die Beleuchtung der Plastik.

Die Durchführung erfolgt in Amtshilfe des technischen Fachamtes 67 in Begleitung durch die Arbeitsgruppe “CRII” bei der Stadtverwaltung.

Mit der Ausführung soll direkt im Frühjahr 2006 begonnen werden.

 

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Auswirkungen

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 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

 Hinweis: Diese und alle weiteren Zeilen in diesem Fall bitte löschen!

 

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Beschlüsse

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21.03.2006 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen

Beschluss:

1.                  Der weiteren Umgestaltung des Wilhelmplatzes in Wehringhausen wird zugestimmt.

2.                  Die Verwaltung wird beauftragt, die als Tischvorlage ausgelegten Empfehlungen der AG Verkehr im Forum Wehringhausen zu prüfen, Finanzierungsmöglichkeiten aus dem EU-Projekt CR II darzustellen und die Ergebnisse in der Sitzung der Bezirksvertretung Hagen-Mitte am 13.06.2006 zu präsentieren.

Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 18

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0