Beschlussvorlage - 0109/2022

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt Hagen beschließt die Pflanzung von 10+1 Bäumen im Hameckepark im Rahmen der Kampagne "10+1 Bäume für die Opfer des NSU".

 

Reduzieren

Sachverhalt

Kurzfassung

 

Als ein Zeichen der Stadt Hagen für ein vielfältiges, friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben sollen auf Antrag der Türkischen Gemeinde Hagen im Rahmen der Kampagne "10+1 Bäume für die Opfer des NSU" im Hameckepark elf Blutpflaumen gepflanzt werden. Der WBH hat zugesagt, diese elf Bäume r die Aktion zu spenden und im Rahmen der diesjährigen, laufenden Baumpflanzungen in diesem Frühjahr anzupflanzen.

 

In der Sitzung des Integrationsrates vom 15.12.2021 wurde dem Antrag der Türkischen Gemeinde Hagen (Drucksache 1073/2021) stattgegeben und einstimmig beschlossen. Auf Wunsch des Integrationsrates der Stadt Hagen soll die Pflanzung an einem repräsentativen Ort und in Anordnung eines Halbkreises erfolgen. Die Verwaltung schlägt r diese Anordnung daher das Rondell im Hameckepark vor.

 

Der Gedenkort in Hagen steht in Bezug zu weiteren bereits umgesetzten und geplanten Mahnmalen in anderen Kommunen in NRW und darüber hinaus.

 

 

Begründung

 

Mit der Kampagne "10+1 Bäume für die Opfer des NSU" hatten der Landesintegrationsrat NRW und die kommunalen Integrationsräte der Städte NRWs dazu aufgerufen, ihrer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe für ein vielfältiges, friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben nachzukommen und einen Erinnerungsort zu errichten. Dabei sollen in jeder Kommune elf neue Bäume angepflanzt werden. Die Zahl elf ergibt sich aus zehn Bäumen für die zehn Opfer des "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) und einem Baum für alle anderen, zum Teil unbekannten Opfer, rassistischer Angriffe. Eine Gedenktafel soll über diese Bedeutung aufklären (Quelle: Pressemitteilung des Landesintegrationsrates NRW vom 17.02.2020 s. Anlage 1).

 

Die Türkische Gemeinde Hagen unterstützte diesen Vorstoß und beantragte für die Sitzung des Integrationsrates am 15.12.2021 die Umsetzung dieser Kampagne an einem repräsentativen Ort in Hagen, um auch hier in Hagen ein Zeichen zu setzen für eine offene, tolerante, multikulturelle (Stadt-)Gesellschaft. Der Integrationsrat teilte mit seinem einstimmigen Beschluss die Überzeugung, dass aus diesem Grund ein Erinnerungsort zum Gedenken an die Opfer des NSU und als Mahnung für die Zukunft notwendig sei.

 

Es wurden verschiedene Parkanlagen als Standort in die Diskussion eingebracht. Nach Abwägung aller Belange wird seitens der Verwaltung der Hameckepark mit seinem schon vorhandenen Rondell für die halbkreisförmige Pflanzung der Bäume als geeigneter Standort vorgeschlagen. Dieser Park bietet neben seiner Größe und der guten Erreichbarkeit mit dem Rondell den erforderlichen Rahmen, um diesem Gedenken einen würdigen Ort in der Mitte des vielfältigen, kulturellen Lebens in dieser Stadt zu ermöglichen. Die weitläufigen Wiesenflächen um das Rondell herum werden auch weiterhin für alle Nutzungen zur Verfügung stehen (s. Anlage 2).

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

Belange von Menschen mit Behinderung

x

sind nicht betroffen

 

 

Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung

x

positive Auswirkungen (+)

 

 

Reduzieren

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

x

Es entstehen weder finanzielle noch personelle Auswirkungen.

 

Die elf Bäume sowie die Pflanzarbeiten sind eine Spende des Wirtschaftsbetriebs Hagen. Die Kosten für die Herstellung einer Gedenktafel und das Setzen vor Ort wird aus den Mitteln des Integrationsrates finanziert.

 

 

 

 

gez.

gez.

Erik O. Schulz

Oberbürgermeister

Henning Keune

Technischer Beigeordneter

 

 

gez.

 

Margarita Kaufmann

Beigeordnete

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...

Beschlüsse

Erweitern

02.02.2022 - Bezirksvertretung Hagen-Nord - ungeändert beschlossen

Erweitern

17.02.2022 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen