Mitteilung - 0135/2022
Grunddaten
- Betreff:
-
Aufbau von vier Familiengrundschulzentren (FGZ) in Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Hannah Scharlau
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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09.02.2022
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Erledigt
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Schulausschuss
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10.02.2022
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Sachverhalt
Kurzfassung
Seit August 2021 nimmt Hagen an dem Projekt „Familiengrundschulzentren im Ruhrgebiet“ des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB) teil. Ziel des Projektes ist die Unterstützung von Familien im Quartier durch die Stärkung regionaler Bildungsnetzwerke sowie die Bündelung und Verstetigung präventiver Angebote an Grundschulen. Die Projektförderung umfasst den Zeitraum von 2021 bis 2023. Das MSB geht auch nach 2023 von einer Fortführung und Verstetigung der Familiengrundschulzentren aus.
Sachverhaltsdarstellung:
Aufgrund der Förderrichtlinien zur Auswahl der Grundschulen (Standortfaktoren 5 und 4) wurden in Hagen jeweils zwei Offene Ganztagsschulen in den Stadtteilen Wehringhausen und Altenhagen ausgewählt:
Wehringhausen
| Altenhagen
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Ausgangslage:
In beiden Stadtteilen ist eine überdurchschnittlich hohe bildungsrelevante soziale Belastung und ein überdurchschnittlich großer Zuwachs an Familien aus dem südost-europäischen Raum zu verzeichnen. Die Schulen erleben eine große kulturelle Vielfalt und wünschen sich einen guten Kontakt zu den Familien, um gemeinsam die Kinder während ihrer Grundschulzeit gut begleiten und fördern zu können.
In Anknüpfung an die in NRW erfolgreich etablierten Familienzentren an Kita wird die Unterstützung und Stärkung von Familien durch das Projekt „Familiengrundschulzentren“ um den Bereich der Grundschule erweitert, so dass Familien beim Übergang von der Kita zur Grundschule hier keinen Bruch mehr erleben. Die Familiengrundschulzentren bilden somit einen weiteren wichtigen Baustein in der kommunalen Präventionskette, die das gelingende Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen und ihren Familien zum Ziel haben.
Fünf Handlungsdimensionen der Familiengrundschulzentren
1 | Familien im Mittelpunkt
2 | Niedrigschwelligkeit & Teilhabe
3 | Bedarfs- & Wirkungsorientierung
4 | Schulentwicklung
5 | Kooperation & Kommunale Koordinierung
Ziele der Familiengrundschulzentren
Familiengrundschulzentren
- schaffen einen niedrigschwelligen, wohnortnahen Zugang zu Begegnungs-, Beratungs- und Bildungsangeboten für Familien durch die Bündelung präventiver Angebote am Standort Grundschule (Familienorientierung).
- sind Anlaufstellen für Familien im Quartier und gleichzeitig Lotsen zu familialen Unterstützungseinrichtungen und -strukturen im Sozialraum (Sozialraumorientierung).
- verbessern die Zugänge zu Familien durch den Ausbau multiprofessioneller Netzwerke im Quartier und dem Zusammenwirken von Schule, Jugendhilfe, Familienbildung und sozialen Diensten (Kooperationsorientierung).
Dazu wird die Willkommenskultur an den Schulen weiterentwickelt, Familien erfahren eine offene und wertschätzende Haltung am Standort Schule. Dies ermöglicht insbesondere Eltern, die ein negatives Bild von Schule entwickelt haben, einen neuen/anderen Zugang. Die Familien haben eine zentrale Ansprechperson am Standort Schule, an die sie sich mit ihren Anliegen wenden können. Die Angebotsstruktur am Standort Schule wird an den Bedarfen der Familien ausgerichtet, Angebote werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und mit der Angebotsstruktur im Quartier abgestimmt.
Aufbau Familiengrundschulzentren in Hagen - Aktueller Stand
Projektstellen
- Einrichtung einer kommunalen Koordinationsstelle Familiengrundschulzentrum
- Vier 0,5-Stellen Leitung Familiengrundschulzentrum, bereits eine Leitung an GS Janusz-Korczak besetzt
Vorbereitung Aufbau
- Sondierungsgespräche mit den Schulleitungen
- kommunale und strategische Begleitung durch Steuerungsgruppe FGZ
- Informationen in AG 5 „Jugendhilfe & Schule“ als neuer TOP
- Beitritt zur Initiative Familiengrundschulzentren NRW der Wübben Stiftung
Bausteine zum Aufbau von Familiengrundschulzentren in Hagen
Bestandsaufnahme:
- bereits bestehende Angebote und Kooperationspartner*innen sowie zur Verfügung stehende Räumlichkeiten am Schulstandort werden erfasst
- für Familien relevante Unterstützungseinrichtungen und -strukturen sowie die Angebotsstruktur im Sozialraum erfassen
- Formate multiprofessioneller Zusammenarbeit und bestehende Netzwerke zur Unterstützung von Familien im Sozialraum erfassen
- bestehende Zugänge und Kommunikationswege zu Familien erfassen
- eingebundene Schlüsselpersonen für Familien erfassen
Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses „Familiengrundschulzentrum“ / Leitbild
- unterschiedlichen Erwartungen und Wünschen, die aus unterschiedlichen Perspektiven an das Familiengrundschulzentrum herangetragen werden, Raum geben
- daraus ein gemeinsames Verständnis über Familiengrundschulzentren ableiten und Leitziele formulieren
- Entwicklung standortspezifischer Profile der Familiengrundschulzentren in ihren Quartieren
(Weiter-)Entwicklung einer Willkommens- und Angebotsstruktur am Schulstandort
- Etablierung eines regelmäßig stattfindenden eines Elterncafés durch die FGZ-Leitung
- Entwicklung und Durchführung geeigneter und differenzierter Formate zur Erfassung von Angebotsbedarfen
- Auswertung der Bedarfe und Ableitung einer passenden Angebotsstruktur für Familien und ihre Kinder
- Umsetzung der Angebote durch Expert*innen und Kooperationsparter*innen im Sozialraum
- Evaluation und Auswertung der Angebote hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ggf. Anpassung der Angebotsstruktur
Weiterentwicklung der multiprofessionellen Zusammenarbeit und Netzwerke
- Gemeinsames Verständnis von „multiprofessioneller Zusammenarbeit“ und einer „Verantwortungsgemeinschaft“ entwickeln
- Die im Sozialraum vorgehaltene Angebotsstruktur an den Bedarfen der Familien ausrichten und aufeinander abstimmen
- Lücken identifizieren und gemeinsam bedarfsorientierte Angebote entwickeln
Nächste Schritte & Meilensteine 2022


Inklusion von Menschen mit Behinderung
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