Beschlussvorlage - 0893/2021

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Die Bezirksvertretung Hohenlimburg beschließt die Führung des Lenneradweges in der vorgestellten Trassenlage als „Vorzugsvariante“.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen für die Realisierung   dieser Trasse zu schaffen.

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Mit der Vorlage „Sachstandsbericht Lenneradweg- Trassenfindung (Drucksache 1060/2020) vom 05.01.2021 hatte die Fachverwaltung umfangreiche Informationen zum derzeitigen Planungsstand gegeben.

 

Da alle möglichen betrachteten Trassen schwierige bzw. nicht geklärte Abschnitte enthalten, konnte direkt keine eindeutig beste Variante gewählt werden. Vielmehr sollten in einem (weiteren) Ortstermin noch einmal alle Varianten befahren werden, um dann letztlich die „Vorzugsvariante“ auszuwählen.

 

Dieser Termin fand nun am 05.10.2021 um 16:00 Uhr unter Beteiligung von Vertreter*innen der Fraktionen CDU, Hagen Aktiv und Bürger für Hohenlimburg der Bezirksvertretung Hohenlimburg und der Fachverwaltung statt.

 

Auf der Basis der Kartendarstellung aller Varianten (Anlage 1) wurden alle Trassen noch einmal abgefahren.

 

An dieser Stelle soll nicht erneut auf alle Vor- und Nachteile der Trassen eingegangen werden, zumal sich sehr eindeutig und übereinstimmend folgender Trassenverlauf als beste „Endvariante“ herauskristallisierte:

 

Von Iserlohn-Letmathe kommend wird der südliche Gehweg der Oeger Straße analog zur Planung der Stadt Iserlohn als Zweirichtungsradweg ausgebaut. Dieser Abschnitt reicht bis zum östlichen (kleinen) Bahnübergang Oeger Straße.

Von dort soll eine ehemalige Fußwegetrasse, die zur Zeit nicht genau erkennbar ist, reaktiviert werden.

Dieser Abschnitt erreicht die Feldstraße im Kurvenbereich und verläuft dann weiter bis zum großen Bahnübergang Oeger Straße.

An dieser kritischen Stelle soll die Trasse weiter bahnparallel über heutigem Bilsteingelände (Grundstückseigentümer ist allgemein bekannt und kann daher genannt werden) geführt werden und letztlich über eine neue Lennebrücke den Anschluss an die Langenkampstraße finden.

Ab Langenkampstraße ist die Fortsetzung parallel zum Lennedamm angedacht und verschwenkt im Bereich des Rathauses auf das Lennevorland, um über die Lenneauen bis zur Kettenbrücke gehrt zu werden. Diese Trasse ist in Anlage 2 dargestellt.

 

Die Schwierigkeiten und Konsequenzen, die sich bei dieser Trassenwahl ergeben,  werden im Folgenden beschrieben:

 

Von der Oeger Straße aus muss vor dem kleinen Bahnübergang eine kleine Höhe von 1,50m überwunden werden um auf die Fußwegetrasse zu gelangen. Der direkte Weg von der Oeger Straße auf die Trasse ist aufgrund des Brückenwiderlagers der Fußngerbrücke nicht möglich. Die Führung muss links vorbei am Brückenwiderlager geführt werden. Zu Zeit steht dort ein kleines Schrankenhäuschen. Laut Schrankenwärter enthält es Werkzeug und Elektrik und könnte verkleinert werden. Hier ist eine konkrete Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG (DB) erforderlich, zumal wahrscheinlich auch Schrankentechnik dort installiert ist.

Der Verlauf der weiteren Wegetrasse muss zunächst freigeschnitten werden, um eine Einschätzung über den Zustand geben zu können. Diese Trasse bietet den Radfahrenden einen ebenen Verlauf abseits der Fahrbahn und wäre damit ideal.

Die Fußwegetrasse endet an der Feldstraße auf Höhe der Hausnummer 20. Hier muss in Absprache mit dem Eigentümer (DB) der angrenzenden Schrebergärten eine Vereinbarung getroffen werden, um die konkrete Führung festzulegen. In diesem Bereich schwenkt die Trasse auf die Feldstraße und verläuft dort weiter bis zum großen Bahnübergang Oeger Straße.

 

Von der Feldstraße führt die Trasse auf Höhe des Bahnübergangs weiter auf die westliche Oeger Straße. Die Querung an der Oeger Straße im Bereich des  Bahnübergangs stellt die größte Herausforderung dar. Sowohl aus und in der östlichen Oeger Straße als auch aus Westen (Firma Bilstein und Kalkwerke HKW) entsteht sehr hoher Ziel- und Quellschwerverkehr. Die Situation ist für Radfahrende schwer einzuschätzen. Dazu kommt es bei geschlossenen Schranken zu Rückstau, der die Situation ebenfalls erschwert.

Hier müssen insbesondere verkehrsrechtliche und markierungstechnische Maßnahmen ergriffen werden, um diese Konfliktsituation zu entschärfen. Wegen der beengten Situation sind größere bauliche Maßnahmen hier nicht möglich.

 

Auf der nördlichen Seite der Gleise verläuft die Trasse auf dem Grundstück der Firma Bilstein weiter. Der Engpass zwischen der Gebäudeecke der Firma Bilstein und der Begrenzung zur Gleisanlage kann ggf. über ein stillgelegtes Gleis umgangen werden. Dieses endet kurz vor dem Flussufer.

Eine weitere Variante, die in Betracht gezogen werden kann, ist die Benutzung der heutigen Parkplatzzufahrt der Firma Bilstein, da diese nicht mehr von LKW benutzt wird. PKW könnten eine Zufahrt weiter westlich benutzen, um auf den Parkplatz zu gelangen. Hier sind Gespräche mit der Firma Bilstein zu führen.

 

Im weiteren Verlauf quert der Radweg die Lenne unterstromig auf einer gesonderten neuen Rad-Gehwegbrücke und schließt an die Langenkampstraße an.

Die Langenkampstraße könnte als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Weitere Maßnahmen sind hier nicht erforderlich.

Die Trasse überquert die Bahnstraße über einen neugestalteten Kreisverkehr und verläuft weiter in die Fußngerzone bis an das Lenneufer entlang der Hochwasserschutzanlage abseits der Fußngerzone. Auch hier könnte die Ausweisung als Fahrradstraße erfolgen.

Ca. in Höhe des Rathauses schwenkt die Trasse auf den Uferbereich des Lennevorlandes Der Zugang führt durch die verbreiterte Hochwasserschleuse über eine neue Rampe ans Ufer.

Der Uferbereich ist breit genug um ausreichend Platz für einen Radweg zu bieten ohne den Wassersport einzuschränken. So kann die Engstelle am Kanuclub und das Queren der Stennertbrücke umgangen werden.

Die Trasse führt weiter am südlichen Lenneufer entlang bis zu den Betriebsparkplätzen der Firma Bilstein.

Die letzten Meter davor wird der Uferweg schmaler und führt unmittelbar am Gewässer vorbei. In diesem Bereich muss die Böschung befestigt werden, um die Trasse zu sichern. Außerdem muss eine Sicherung des Radverkehrs gegen Abstürzen installiert werden.

Der letzte Abschnitt führt seitlich des Parkplatzgeländes auf einem Rad,-Fußweg bis zur Kettenbrücke. Hier ist der Anschluss an den Bestand gegeben.

 

Diese Vorlage erwirkt den Grundsatzbeschluss zum angestrebten Trassenverlauf des Lenneradweges im Bereich der Ortslage Hohenlimburg.

 

r das weitere Vorgehen müssen Detailfragen zur konkreten Planung, Zuschussmöglichkeiten, Grundstücksverfügbarkeiten und nicht zuletzt die Gesamtkostensituation behandelt werden.

 

In Abhängigkeit der Planungsfortschritte wird die Fachverwaltung entsprechend weitere Vorlagen als Sachstandsbericht erarbeiten.

 

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

 

X sind nicht betroffen

 

 

Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung

 

X positive Auswirkungen (+)

 

Kurzerläuterung:

 

Alle Maßnahmen zur Stärkung des sogenannten Umweltverbundes (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) tragen zur Klimaverbesserung bei.

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

Wie bereits erwähnt soll mit dieser Vorlage der Grundsatzbeschluss zur „Vorzugsvariante“ des Lenneradweges erwirkt werden.

Alle weiteren Details werden in gesonderten Vorlagen behandelt, so dass an dieser Stelle die Kostensituation nicht betrachtet wird.

 

 

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Auswirkungen

 

gez.

 

Henning Keune, Technischer Beigeordneter

 

 

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

25.11.2021 - Bezirksvertretung Hohenlimburg - ungeändert beschlossen

Erweitern

08.12.2021 - Umweltausschuss - ungeändert beschlossen