Berichtsvorlage - 0928/2021
Grunddaten
- Betreff:
-
Machbarkeitsstudie Ruhrtalradweg "Mittleres Ruhrtal"
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Gregor Hengstermann
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Entscheidung
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03.11.2021
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Sachverhalt
Begründung
Bereits 2019 haben die Städte des mittleren Ruhrtals die Entwicklungsstudie „Flußlandschaft Mittleres Ruhrtal“ gemeinsam erarbeitet und beschlossen. Mit diesem Grundsatzbeschluss ist die Stadt Hagen der Kooperation beigetreten. Viele Projekte der Region qualifizieren sich als Projekte der IGA 2027 und die Städtegemeinschaft arbeitet an der vertiefenden Planung der Vorhaben. Für die IGA 2027 ist der Ruhrtalradweg im Mittleren Ruhrtal eine zentrale Infrastruktur, um die Projekte der einzelnen Städte miteinander zu verbinden. Der Ruhrtalradweg ist einerseits ein wichtiges, überregional bedeutendes touristisches Angebot, andererseits dient er aber auch dem Alltagsradverkehr in den anrainenden Städten.
Mittlerweile wird für den Ruhrtalradweg aber auch Handlungsbedarf gesehen: Eine veraltete Infrastruktur, stellenweise eine deutlich zu schmale Führung wie auch Nutzungskonflikte u.a. zwischen Radfahrenden und zu Fuß Gehenden, die bei hoher Nutzungsfrequenz die Grenzen des in die Jahre gekommenen Weges aufzeigen. Eine Verbesserung und Attraktivierung des Ruhrtalradweges ist daher aus Sicht der Kommunen und auch der IGA 2027 GmbH notwendig geworden. Seitens der IGA 2027 GmbH wurde das Büro DTP, Essen, beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für den Ruhrtalradweg im Mittleren Ruhrtal zu erstellen (vgl. Auszüge in der Anlage). Nach intensiver Diskussion im Lenkungskreis und im Arbeitskreis Radwege der beteiligten Städte Hagen, Herdecke, Wetter (Ruhr), Witten und Hattingen hat das beauftragte Büro seine Arbeitsergebnisse vorgelegt.
Qualitäten
Intention der gemeinsamen Betrachtung ist die Entwicklung und Umsetzung abgestimmter Qualitätsstandards. Diese Standards sind als perspektivische Ziele zu verstehen, die im gesamten Verlauf des Weges nur langfristig zu erreichen sind. Grundsätzlich werden zwei Qualitätsstandards unterschieden. Bei einer normal hohen Frequenz der Nutzung soll wie bisher der Fuß- und Radweg gemeinsam geführt werden. Dabei soll die Breite mindestens 3,50 m betragen. Als Oberfläche wird grundsätzlich Asphalt vorgesehen. Bei einer sehr hohen Frequenz ist eine getrennte Führung von Fuß- und Radwegen vorgesehen, idealtypisch eine Asphaltdecke für die Radfahrenden von mindestens 3,00 m Breite sowie ein mindestens 2,00 m breiter Fußweg, möglichst in Betonsteinpflaster. Von diesen Qualitätsstandards ausgehend wurde der Verlauf des Ruhrtalradweges untersucht. Dies erfolgte einerseits in einer Gesamtübersicht, andererseits in Ausschnitten für die einzelnen Städte. Im ersten Schritt wurden die Nutzungsfrequenzen untersucht und Abschnitte definiert, in denen besonders viel Verkehr vorliegt bzw. zu erwarten ist. Im nächsten Schritt erfolgte eine Analyse. Dazu wurde untersucht, welche Qualitäten, Defizite und Handlungsbedarfe vorliegen - ebenfalls dargestellt im Übersichtsplan und den jeweiligen stadtspezifischen Ausschnitten. Aus den Nutzerfrequenzen und der Bedarfsanalyse wurde ein Maßnahmenplan entwickelt. Dieser zeigt für alle Abschnitte des Ruhrtalradweges Handlungsbedarfe auf und beschreibt konkrete Maßnahmen.
Betrachtung des Ruhrtalradweges in Hagen
Der Ruhrtalradweg umfasst auf dem Stadtgebiet der Stadt Hagen das Südufer des Hengsteysees. Hierbei korreliert der Geh- und Radweg sehr stark mit der zukünftigen Gestaltung im Rahmen der internationalen Gartenausstellung 2027.
Für den Bereich des Starterpaketes 1 (siehe Anlage) wurde von Seiten der Stadt Hagen ein Planungsbüro beauftragt, das zurzeit einen Entwurf des Geh- und Radweges und der damit verbundenen Aufenthaltsbereiche erarbeitet. Dieser Entwurf wird nach Fertigstellung den zuständigen politischen Gremien zur Beratung vorgelegt.
Startmaßnahmen
Die IGA 2027 GmbH unterstützt die Städte des Mittleren Ruhrtals darin, erste Maßnahmen zu planen, Fördermittel zu akquirieren und umzusetzen. Eine Übersicht zeigt diese Startmaßnahmen. Auch hier werden für die einzelnen Städte die angestrebten Qualitäten beschrieben und Maßnahmen aufgezeigt.
Fazit
„Mit einer Mischung aus Pragmatismus und großer Vision werden wir den Ruhrtalradweg gemeinsam auf das höchste Qualitätsniveau heben und damit das gesamte Mittlere Ruhrtal nachhaltig aufwerten“ ist das gemeinsame Fazit des Gutachters, IGA 2027 GmbH und den fünf beteiligten Städten.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung
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X | sind betroffen |
Kurzerläuterung:
Bei der Planung aller Anlagen werden die Belange der Barrierefreiheit natürlich berücksichtigt.
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
X | positive Auswirkungen (+) |
Kurzerläuterung:
Alle Planungs- und Baumaßnahmen im Bereich des Umweltverbundes tragen grundsätzlich positiv zum Klimaschutz bei.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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10,1 MB
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2
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(wie Dokument)
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10,1 MB
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3
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(wie Dokument)
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10,2 MB
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4
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(wie Dokument)
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8,9 MB
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