Berichtsvorlage - 0354/2021

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen

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Sachverhalt

 

Begründung

 

Das Hagener Planetenmodell besteht unter anderem aus 31 im Boden verlegten Planetenplatten und 6 Mondplatten.

 

Die insgesamt 31 Platten liegen, analog zu den Entfernungen der Umlaufbahn der Planeten um die Sonne, im Stadtgebiet verteilt, davon ca. 25 Stück im zentralen Innenstadtbereich (Fußgängerzone, Gehwege). Die Platten sind höhengleich in der Oberflächenbefestigung verbaut, und werden somit im Rahmen der regelmäßigen Reinigung durch den HEB maschinell gereinigt. Das stellt, lt. Aussage des HEB, auch die schonendste Reinigung dar, da eine manuelle Reinigung die Oberflächen der Platten weitaus mehr beanspruchen würde. Die Verkehrssicherungspflicht obliegt dem Träger der Straßenbaulast, vertreten durch den FB Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen und, im Auftrag, dem Wirtschaftsbetrieb Hagen.

Ein Problem stellt seit vielen Jahren das Material der Platten dar, das sich im Laufe der Zeit dahingehend „abnutzt“, dass die Platten glatter werden und damit die Rutschgefahr bei schlechter Witterung, vor allem bei Schnee und Eis, immer größer wird.

 

Da bereits ebenfalls seit vielen Jahren die Beantragung des Hagener Planetenmodells zur Aufnahme in die Denkmalliste läuft, waren die Anforderungen an die Verkehrssicherheit der Platten und die Anforderungen des Denkmalschutzes miteinander abzustimmen und in Einklang zu bringen. Ebenfalls musste geklärt werden, inwieweit noch Ansprüche der Familie Holz (Walter K.B. Holz war Erfinder des Planetenmodells) bestehen und diese in das Verfahren miteingebunden werden müssen.

 

Die Abstimmungen zwischen der Unteren Denkmalbehörde, auch unter Einbindung externer Restauratoren und des Landeskonservators, dem Wirtschaftsbetrieb Hagen und der Verwaltungen waren sehr langwierig, da Lösungsvorschläge, die aus Sicht der Verkehrssicherheit anwendbar gewesen wären, vom Denkmalschutz nicht mitgetragen wurden oder andersherum. Nach mehrjähriger Laufzeit haben sich die Beteiligten, zu denen auch bis zu seinem Tod der Künstler Klaus Herleb zählte, der in den 1970er Jahren die ersten Platten mit einer Mischung aus Epoxidharz und Asche beschichtet hatte, am Ende auf eine Lösung geeinigt, die von der Fa. Ambrock in Hagen mitentwickelt wurde.

 

In all diesen Jahren wurde seitens der Verwaltung und des Wirtschaftsbetriebes Hagen versucht, die Platten durch unterschiedliche, aber auch reversible Maßnahmen verkehrssicher zu machen. Eine der Lösungen bestand darin, Streifen aus aufgerautem Material auf die Platten zu kleben, was zu dem, im Antrag dargestellten Bild geführt hat.

Um die Platten in der Zukunft wieder in einen einheitlichen, dem Original weitgehend entsprechenden und verkehrssicheren Zustand zu versetzen, wird die Fa. Ambrock beauftragt ihr Angebot aus 2016 für die Beschichtung der 25 Innenstadtplatten zu aktualisieren.  Die Mittel werden vom FB Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen für die Einplanung in den Doppelhaushalt 2022/2023 angemeldet.

 

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Auswirkungen

 

gez.

 

Henning Keune

Technischer Beigeordneter

 

 

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Beschlüsse

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14.04.2021 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - ungeändert beschlossen