Berichtsvorlage - 0340/2021
Grunddaten
- Betreff:
-
Stand Ausbau OGS- Ausbau zum Schuljahr 2021/2022
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Bettina Haude
- Beteiligt:
- FB55 - Jugend und Soziales; FB65 - Gebäudewirtschaft; FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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15.04.2021
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Der Ausbau von OGS-Plätzen ist erklärtes Ziel von Politik und Verwaltung. Aufgrund des tatsächlichen aktuellen Bedarfs in Hagen und des von der Bundesregierung geplanten Rechtsanspruchs auf einen OGS-Platz ab dem Jahr 2025 werden ständig Möglichkeiten gesucht, zusätzliche Plätze anbieten zu können.
Zum Schuljahr 2020/2021 waren drei Schulen (Henry-van-de-Velde-Schule, Goldbergschule, Grundschule Berchum) in den Rhythmisierten Offenen Ganztag (ROG) gestartet, um zum einen das pädagogische Konzept dieser Form des Ganztages in Hagen auf den Weg zu bringen, und zum anderen so zusätzliche Kapazitäten in den vorhandenen Räumlichkeiten zu schaffen. Inzwischen liegen hierzu die ersten Erfahrungen vor, die aus pädagogischer Sicht nicht nur wertvoll, sondern für den weiteren Ausbau der OGS in Hagen wegweisend sind.
Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation war es bislang nicht möglich, gemäß der Planung große Informationsveranstaltungen mit allen Schulen durchzuführen. Dort sollten die Grundschulen über das Modell des Rhythmisierten Ganztages wie auch und besonders über die Erfahrungen informiert werden, die die drei Modellschulen bisher gemacht haben.
Um den Ausbau des ROG dennoch voranzubringen, wurden in den letzten Wochen sehr aufwendige Einzeltermine an Grundschulen durchgeführt. Ebenso ist individuell und vor Ort in den Schulen beraten worden. Dazu wurden Beraterteams gebildet, die jeweils aus einem Vertreter der Fachbereiche Bildung, Jugend und Soziales sowie einer Beraterin im Ganztag bestehen.
In allen interessierten Schulen, die einen weiteren Ausbau kurzfristig planen, führten die Beraterteams zusammen mit einem Trägervertreter, der Schulleitung und der OGS-Leitung Gespräche durch, um die konkreten Gegebenheiten vor Ort zu beleuchten, Bedarfe zu prüfen und Fragen zu beantworten.
Durch diese sehr intensive Betreuung konnten weitere Schulen davon überzeugt werden, auch ohne bauliche Maßnahmen zusätzliche OGS-Plätze im ROG zum Schuljahr 2021/2022 anzubieten. Viele weitere Schulen planen den Start in dieses System zum Schuljahr 2022/2023.
Folgende Schulen planen einen Ausbau der OGS-Plätze zum kommenden Schuljahr:
Schule | Anzahl neuer Plätze | OGS-Form |
GS Hestert | 13 | ROG |
GS Henry-van-de-Velde | 25 | ROG |
GS Gebrüder Grimm | 25 | ROG |
GS Freiherr-vom-Stein | 25 | ROG |
GS Helfe | 25 | Additiv |
GS Goethe | 25 | Additiv |
GS Emst | 25 | ROG |
GS Heideschule | 25 | ROG |
Summe | 188 |
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Aufgrund der räumlichen Enge an der GS Hestert können trotz des Starts einer Rhythmisierten Klasse nur 13 zusätzliche Plätze geschaffen werden, da die Anzahl der additiven Plätze dafür etwas reduziert werden muss.
Die Schaffung all dieser Plätze gelingt, wie dargelegt, ohne die Durchführung größerer baulicher Maßnahmen. An einigen weiteren Schulen sind aber auch für die Aufstockung im ROG bauliche Maßnahmen erforderlich, da hier z.B. die Küchen zu klein sind, um alle Kinder mittags versorgen zu können. Diese erforderlichen baulichen Maßnahmen können nach Rücksprache mit dem Baubereich aus Kapazitätsgründen bis zum Beginn des neuen Schuljahres nicht durchgeführt werden, weshalb hier eine Erweiterung erst zum Schuljahr 2022/2023 erfolgen kann.
Fast alle Schulen sehen den Bedarf für den weitere Ausbau der OGS-Plätze und arbeiten intensiv an Konzepten, um in den nächsten Jahren deren Zahl weiter erhöhen zu können. Die aktuelle Pandemiesituation erschwert jedoch die weitere Aufstockung über die aufgeführten Plätze hinaus, da eine Durchmischung der Kinder aktuell vermieden werden soll, und die räumliche Situation unter diesen Voraussetzungen keine Erweiterung zulässt.
Es ist besonders zu betonen, dass die Schulen den Ganztag aus pädagogischer Perspektive für wertvoll halten – nicht nur, aber auch besonders mit Blick auf sozial benachteiligte Kinder. Dass die OGS vor allem auch für Kinder mit Migrationshintergrund sehr wichtig ist und sich positiv auswirkt, steht einstweilen außer Zweifel. So leistet die OGS einen großen Beitrag zur Integration und zur Förderung besonders dieser Kinder. Dies steht indessen in einem gewissen Spannungsverhältnis zur politischen Beschlusslage, nach der der Schwerpunkt der OGS auf der Vereinbarkeit von Schule und Beruf liegt.
Durch die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zum beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder stehen der Stadt Hagen Fördermittel in Höhe von 2.010.400 € zuzüglich eines Eigenanteils von 301.560 € zur Verfügung. Da alle Mittel bis zum 31.12.2021 verausgabt und die Maßnahmen abgeschlossen sein müssen, können hierüber nur kleinere Maßnahmen abgewickelt werden.
Nach Rücksprache mit den Schulen und dem Baubereich sind hier baulicher Art vor allem Schallschutzmaßnahmen zu realisieren. Im Vorgriff auf eine Ausweitung der Rhythmisierung als besondere Form des Ganztags werden nun vor allem auch multifunktionale Möbel angeschafft, die eine Nutzung von Räumen sowohl für den Unterricht als auch für die OGS ermöglichen.
Die konkreten Maßnahmen können der beiliegenden Anlage entnommen werden.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung | |
x | sind nicht betroffen |
Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung
x | keine Auswirkungen (o) |
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
x | Es entstehen folgende Auswirkungen: |
- Auswirkungen auf den Haushalt
Kurzbeschreibung:
(Bitte eintragen)
Eine Einteilung der Maßnahmen in konsumtive und investive Mittel kann noch nicht getroffen. Es stehen Fördermittel in Höhe von 2010.460 € zur Verfügung und es muss ein Eigenanteil von 301.560 € erbracht werden. |
- Steuerliche Auswirkungen
x | Es entstehen keine steuerlichen Auswirkungen. |
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x | Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung |
gez. |
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Erik O. Schulz Oberbürgermeister |
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| gez. i.V. |
Bei finanziellen Auswirkungen: | Margarita Kaufmann Beigeordnete |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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91,7 kB
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