Berichtsvorlage - 0333/2020
Grunddaten
- Betreff:
-
Kooperation Mittleres Ruhrtal -Entwicklung der Zusammenarbeit - Fortschreibung Entwicklungsstudie
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- VB5/P - Projektmanagement
- Bearbeitung:
- Irini Vassiliadis
- Beteiligt:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung; FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Stadtentwicklungsausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
23.06.2020
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Hagen-Nord
|
Vorberatung
|
|
|
|
24.06.2020
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Hagen
|
Entscheidung
|
|
|
|
25.06.2020
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Naturschutzbeirat
|
Anhörung
|
|
|
|
20.08.2020
|
Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Die interkommunale Kooperation „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ wurde zunächst zwischen den Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises Hattingen, Herdecke, Wetter und Witten ins Leben gerufen, um Aktivitäten zur Steigerung und Außendarstellung der Naherholungs- und touristischen Qualitäten des Landschaftsraums „Mittleres Ruhrtal“, insbesondere im Hinblick auf die Interkommunale Gartenausstellung 2027, zu bündeln und zu koordinieren. Seit Herbst 2019 gehört die Stadt Hagen ebenfalls der interkommunalen Kooperation „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ an.
Die Vorlage gibt einen Überblick über die geplanten Maßnahmen auf kommunaler und regionaler Ebene.
1. Gemeinsamer Bericht der interkommunalen Kooperation der 5 Städte
1.1 Die Aktivitäten der Kooperation in 2019
Die Entwicklungsstudie „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ wurde am 01.04.2019 dem RVR als Bewerbung im Rahmen der IGA 2027 im Beisein der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, des Landrats des Ennepe-Ruhr-Kreises, des LWL und der Bezirksregierung Arnsberg förmlich übergeben. Die Präsentation wurde sehr positiv aufgenommen.
In einem Gespräch bei der Bezirksregierung Arnsberg am 24.07.2019 wurden die Gemeinden gebeten, ein gemeinsames Strategiepapier zu erarbeiten. In dem Strategiepapier wurden die Ziele und Inhalte der Entwicklungsstudie kompakt dargestellt und darüber hinaus die nächsten Arbeitsschritte formuliert - insbesondere bezogen auf Gespräche mit dem Land zum Förderbedarf für die geplanten Projekte.
Parallel dazu äußerte die Stadt Hagen den Wunsch der Kooperation als Partner beizutreten. Die vier Städte haben diesem Wunsch in enger Abstimmung mit RVR und Bezirksregierung entsprochen. Das Strategiepapier wurde bereits gemeinsam mit der Stadt Hagen erstellt und Ende Oktober 2019 der Bezirksregierung Arnsberg übersandt.
Im fachlichen Dialog (unter anderem auf den Foren des RVR zum IGA-Prozess) wurde deutlich, dass es mit der Umsetzung der Maßnahmen der Entwicklungsstudie gelingen kann, das Mittlere Ruhrtal als Teilraum der Metropole Ruhr mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen zu etablieren.
Das Mittlere Ruhrtal - eingebettet in die Höhen des Ardeygebirges als Ausläufer von Sauerland und Bergischem Land - wartet auf mit seinen historischen Ortskernen, seiner hohen Dichte an Schlössern, mittelalterlichen Burgen und Zeugnissen des frühen Bergbaus. Diese Region, zukunftsfähig mit moderner Industrie und Hochschulen, hat gleichwohl ihre Qualität als historische Kulturlandschaft bewahrt - in Abgrenzung zum schwerindustriell geprägten Mittleren Ruhrgebiet mit dem Flusssystem der Emscher, dessen Renaturierung in nächster Zeit abgeschlossen wird.
Durch dieses gemeinsame Zukunftsbild motiviert, haben die fünf Städte ihre Projekte entlang der Ruhr weiter vorangetrieben. Die Entwicklung der Ruhrfenster, der Projekte vor Ort, wird im Wesentlichen durch die jeweilige Kommune vorgenommen. Die Bearbeitung der Ruhrbänder, der gemeinsamen Infrastruktur, wird von der interkommunalen Lenkungsgruppe in Abstimmung mit weiteren regionalen Kooperationspartnern gesteuert.
1.2 Anstehende Aufgaben der Kooperation in 2020
Am 19.02.2020 fand ein Treffen des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der vier anderen Städte in Witten statt. Im Beisein der Presse wurde die Mitwirkung der Stadt Hagen in der Kooperation öffentlich bekannt gemacht. Gleichzeitig ließen sich die Beteiligten über den Fortgang der Projekte und des IGA-Prozesses informieren.
Planerische Meilensteine in der ersten Jahreshälfte
- Eine erste Fortschreibung der Entwicklungsstudie zur Integration der Hagener Projekte soll noch in der ersten Jahreshälfte 2020 erfolgen.
- Die Erweiterung des Auftrags für eine Tourismuskonzeption der Stadt Hagen um die Belange der Städte Herdecke, Wetter, Witten und Hattingen wird derzeit vorbereitet.
Neben der konzeptionellen Bedeutung sind beide Studien wichtige Voraussetzung für die Förderung von Projekten aus Mitteln der Städtebauförderung, Stadterneuerung und der Tourismusförderung.
In Gesprächen mit Bezirksregierung und Städtebauministerium wurde folgende Unterstützung angeboten:
Die Bezirksregierung Arnsberg ist bereit, einen Jour-fix für turnusmäßige Gespräche zu Fragen der Projektförderung mit den Städten der Kooperation einzurichten. Land und Bezirksregierung haben überdies zugesagt, die Einrichtung eines Projektbüros zur Verbesserung der planerischen und organisatorischen Arbeit in der Kooperation zu fördern. Das Projektbüro könnte 2021 seine Arbeit aufnehmen.
Neue Schubkraft ist auch auf der Ebene der Kooperation mit dem RVR im gemeinsamen IGA-Prozess zu erwarten. Anfang 2020 hat die neu gegründete gGmbH für die Durchführung der IGA mit einer ersten Aufsichtsratssitzung ihre Arbeit aufgenommen. Der Prozess der Qualifizierung des Kooperationsprojekts „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ mit seinen zahlreichen Einzelvorhaben im Rahmen der IGA dürfte sich beschleunigen.
Nachdem nun die Grundlagen der Kooperation geschaffen sind, ist es an der Zeit, sich intensiv um die Planung und Realisierung der einzelnen Projekte zu kümmern, so dass ab Herbst 2020 kontinuierlich förderantragsreife Projekte auf den Weg gebracht werden können.
Ab Ende März ist für alle Partnerstädte die „Wanderausstellung“ verfügbar. Auf 13 Tafeln (Roll-Up‘s) werden das Gesamtkonzept und die Einzelprojekte dargestellt. Die Ausstellung dient der Unterstützung von Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung. In den kommenden Monaten soll die mobile Ausstellung durch den Kooperationsraum reisen und die Inhalte der Entwicklungsstudie temporär an öffentlich zugänglichen Orten präsentieren. Die Ausstellungseröffnung ist noch im Rahmen der Kooperation abzustimmen.
2. Arbeitsprogramm örtliche Projekte der Stadt Hagen
Die Entwicklung und Qualifizierung der Ruhrfenster, der Projekte vor Ort, wird maßgeblich durch die jeweilige Kommune in Zusammenarbeit mit ihren Projektpartnern vorgenommen. Für Hagen entwickeln sich die Projekte und Maßnahmen zum einen aus der Umsetzung des ISEK - Hagen plant 2035 und den darin formulierten Strategischen Projekten. Hier sind insbesondere die Strategischen Projekte Z 7 – das baukulturelle Erbe Hagen-identifizieren, entwickeln, inszenieren, P 8- Hagener Flusswegenetz / Ruhrtal_8 mit Auftakt Volmebrücke, P 9 – Renaturierung von Gewässerabschnitten, P 10 – SeePark Hengstey und Harkortsee und P 13 – Neues Lenneufer Hohenlimburg, zum anderen aus der Fortschreibung und Umsetzung des Integrierten Handlungskonzepts Grüne Infrastruktur Harkort-/Hengsteysee zu nennen; hier werden insbesondere die Maßnahmen M 01 bis M 05 für den Hengsteysee für die Ruhrfenster SeeBad und SeePark weiterentwickelt, sowie die Maßnahmen M 10, M 11 und M 13, hier insbesondere M 13 – Themenrouten – regionale /überregionale Vernetzung im Rahmen des Ruhrfensters Wasserschloss Werdringen und der assoziierten Maßnahmen GeoPfad II – Vorhalle im Rahmen des Aktionsprogramms „Grüne Lückenschlüsse“.
2.1 Ruhrfenster Familienbad Hengstey – SeeBad
Das Strandhaus in Hengstey wurde 1929 errichtet und ist Bestandteil des Familienbades Hengstey im Hagener Norden. Aufgrund seiner langen Geschichte befindet sich das heutige Freibad, ehemals Seebad, an einem historisch gewachsenen Standort. Als ein Ort der Naherholung inmitten des stark industriell geprägten Umfelds erfolgte damals der Badebetrieb am Hengsteysee vor einer ganz besonderen Kulisse.
Damals wie heute dient es der Hagener Bevölkerung, aber auch der umliegenden Region, als Ausflugsziel im Sommer.
In Anbindung an das Naherholungsgebiet Hengsteysee mit seinem Seeweg entlang des Ufers und den Sehenswürdigkeiten, wie dem Koepchenwerk und dem Seeschlösschen auf Herdecker Seite bildet das Familienbad eine von vielen Attraktionen am See.
Eine detaillierte Beschreibung der Planungen zum Hengsteybad ist bereits in der Vorlage 0963/2019 erfolgt.
2.2 Ruhrfenster SeePark
Das Südufer am Hengsteysee bietet nicht nur der Hagener Bevölkerung einen Ort für Freizeit- und Erholungstätigkeiten, auch zahlreiche Radfahrer*innen und Wandernde aus anderen Regionen passieren die Stadt Hagen über den RuhrtalRadweg, die Wanderroute oder die Ruhr selbst. Für Hagen sowie für die angrenzenden Kommunen gilt es dieses Potential zu nutzen und auszubauen, da es derzeit noch an einer touristischen Infrastruktur mangelt.
Der sogenannte SeePark ist ein Teilprojekt, welches zu einer freizeitorientierten Entwicklung am Südufer des Hengsteysees beitragen soll. Weitere Bestandteile sind u. a. der Ausbau des RuhrtalRadweges sowie der Ruhrtal 8 und die Weiterentwicklung des Familien-Freibades „SeeBad Hengstey“ mit einem neuen Nutzungskonzept für das Strandhaus. Der SeePark wird zu einem Großteil auf der ehemaligen Fläche des Rangierbahnhofes Hengstey realisiert (ca. 20 ha) und zieht sich bis zur Dortmunder Straße.
Oberstes Ziel ist es ein ganzheitliches Angebot für Freizeit und Erholung am See zu schaffen. Die Lage am Hengsteysee mit den Sichtachsen zum Koepchenwerk (Herdecke) auf der gegenüberliegenden Seeseite sowie das Kaiser-Wilhelm Denkmal (Dortmund) bilden einen einzigartigen Landschaftsraum der bereits heute für Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt wird. Dieses Potential soll mit der Entwicklung am Südufer des Hengsteysees zukünftig besser ausgeschöpft und nachhaltig genutzt werden. Dabei sollen unterschiedliche Zielgruppen in jeder Altersstufe angesprochen werden.
Der SeePark als ein freizeitorientierter Grün- und Erholungsraum soll die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen abdecken. Das Konzept sieht vor, eine Parkanlage zu schaffen, die mit ihrem multifunktionalem Raumkonzept diverse Nutzungen verknüpfen kann. Dazu zählen z. B. moderne Sportflächen wie Frisbee-Golf, Outdoorsportgeräte, eine Walderlebnisfläche, ein Familienpark mit Spielplätzen, Grill- und Liegewiesen sowie Erlebnisflächen, welche die Themen Gartenkunst, Natur- und Umweltbildung bedienen. Ein weiteres Highlight wird die SeePromenade mit Ufertreppe und Blick auf das Koepchenwerk sein sowie Flächen, die bei Bedarf auch für Veranstaltungen genutzt werden können. Es ist angedacht, die Vernetzung der am See gelegenen Ruhrfenster‚ Pumpspeicherwerk Koepchenwerk und SeePark zu stärken und diese über eine direkte Verbindung per Schiff über den Seeweg auch mit anderen Destinationen am See zu verknüpfen.
Im Zuge der Entwicklung des Areals ist der Ausbau der Infrastruktur im öffentlichen Personennahverkehr und Schienenverkehr notwendig. Das Ziel ist dabei, die Anreise ohne Auto zu ermöglichen. Die Stärkung der Radwegeverbindungen innerhalb von Hagen befindet sich derzeit in der Planung.
Besonderes Augenmerk liegt aber auch auf der interkommunalen Verknüpfung und der Optimierung der Radwegverbindungen des Ruhrtals. Der Seepark mit dem Seebad und dem gegenüberliegenden Koepchenwerk sollen zukünftig ein Ensemble bilden, welches als östliches Eintrittstor in die „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ einen Vorgeschmack auf weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Ruhr bietet.
2.3 Ruhrfenster Wasserschloss Werdringen
Seit 2004 ist in der früheren Scheune des Wasserschloss Werdringen das städtische Museum für Archäologie und Geologie mit überregionaler Bedeutung untergebracht. 1977 hatte die Stadt Hagen diese mittelalterliche Anlage, deren wechselvolle Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, erworben. Ein 1986 gegründeter „Verein zur Erhaltung des Wasserschlosses Werdringen“ gab letztlich den Anstoß und schaffte es mit viel Engagement und privaten Spenden diese Anlage aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen, die NRW-Stiftung und die Stadt Hagen wurden 1990 schließlich die Restaurierungsarbeiten an der Schlossanlage begonnen.
Das Museum Wasserschloss Werdringen befindet sich inmitten einer Geschichtslandschaft, die mit ihren zahlreichen Denkmälern und Zeugnissen weit in prähistorische Zeiten zurückreicht. In einer fast einzigartigen Dichte finden sich im mittleren Ruhrtal Burgen und Adelssitze, die als befestigte Stützpunkte der Landesherrschaft im Mittelalter und bis in die Frühe Neuzeit eine große Bedeutung besaßen. Sie formieren sich zu einer kleinen Burgenlandschaft, deren Geschichte gleichermaßen vielfältig wie spannend ist. Die politische und militärische Bedeutung solch einer Burg ging jedoch weit über den lokalen und regionalen Raum hinaus.
Hagen verfügt über eine interessante Museumsgeschichte, die immer auch geologische und archäologische Funde aus der Region einbezogen hat. Die Sammlung kann auf eine fast 200-jährige Geschichte zurückblicken. Das Haupthaus soll nunmehr für die ständig wachsenden Ausstellungsinhalte baulich und brandschutztechnisch hergerichtet werden. Zukünftig soll das Museum Wasserschloss Werdringen auch eines von drei Geo-Informationszentren des GeoPark Ruhrgebiet e. V. beherbergen. Das Museum mit dem Geo-Informationszentrum soll als Ankerpunkt für Wanderungen und Radtouren in der Region dienen und entsprechend auch touristische Infrastruktur vorhalten. Die Anbindung an den S-Bahnhaltepunkt Vorhalle, für den es bereits Umbaupläne gibt, soll ebenso verbessert werden, wie die Anbindung an den RuhrtalRadweg. Der Anschluss und Ausbau der Ruhrtal_8 und die Fuß- und Radwegebrücke über die Volmemündung sind entsprechende Meilensteine auf diesem Weg.
Neben den beherrschenden Burganlagen wird das mittlere Ruhrtal zwischen Schwerte und Witten von drei Gedenktürmen flankiert: der 1857 errichtete Vincke-Turm auf dem Syberg, der 1856 eingeweihte Freiherr-vom-Stein-Turm auf dem Kaisberg, sowie der seit 1884 gegenüberliegende Harkort-Turm in Wetter. Mit seinen 185 m Höhe ist der topografisch inselförmig im mittleren Ruhrtal gelegene Kaisberg ein weithin sichtbarer, markanter Geländepunkt. In fußläufiger Nähe zum Museum Wasserschloss Werdingen befindet sich rund um den Kaisberg, der 2008 fertiggestellte GeoPfad Kaisberg: ein 5,5 km langer geologischer Lehr- und Wanderpfad, der eine Teiletappe der „GeoRoute Ruhr – durch das Tal des Schwarzen Goldes“ im GeoPark Ruhrgebiet ist. Entlang des mit Informationstafeln versehenen geologischen Rundwanderwegs, können zahlreiche Aufschlüsse besichtigt werden.
Der Freiherr-vom-Stein-Turm auf dem Kaisberg könnte aufgrund seiner einzigartigen Lage einen herrlichen 360° Rundblick über das Ruhrtal bieten. Er ist aber aufgrund ausstehender Sanierungsmaßnahmen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Weniger gut zu erreichen und ebenfalls bisher nicht zugänglich ist der Ziegelei-Steinbruch in Hagen-Vorhalle. Seit den 1920er Jahren gelten der noch vorhandene Steinbruch sowie ein heute aufgefüllter und als Gewerbegebiet genutzter Aufschluss in Hagen-Vorhalle über Deutschland hinaus als reichhaltigste Fundstelle für Pflanzenfossilien aus dem tiefen Oberkarbon. Zu einer Lokalität von international bedeutendem Rang wurde sie durch die Entdeckung fossiler Spinnentiere und Insekten in einer zum Teil so vollständigen Erhaltung, wie bisher aus diesem Zeitabschnitt nicht bekannt war. Aufgrund der außerordentlich guten Erhaltung der Fossilien wird das Tonsteinvorkommen in Hagen-Vorhalle auch als Konservatlagerstätte bezeichnet.
Im Mai 2006 wurde der heute unter Bodendenkmalschutz stehende Steinbruch durch die Akademie der Geowissenschaften in Hannover zu einem Nationalen Geotop erklärt sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Gütesiegel „planeterde“ zertifiziert. International bekannt wurde die Ziegeleigrube Vorhalle jedoch wegen der hier vorkommenden fossilen Landlebewesen, den Insekten und Spinnentieren.
Der Hagener Aufschluss gehört zu den 77 bedeutendsten Geotopen in Deutschland. Ziel ist es, neben den Exponaten auch die Fundstelle über eine attraktive Fuß- und Radwegeverbindung zwischen dem Museum und dem Ziegelei-Steinbruch in Vorhalle der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Zusätzlich zu der Entwicklungsstudie wurde in Abstimmung mit den Kooperationspartnern eine Wanderausstellung erstellt, die um die Hagener Projektinhalte ergänzt wurde.
Die Fortschreibung der Entwicklungsstudie wird in einem offiziellen Termin (genauer Termin wird noch abgestimmt) in diesem Sommer dem Regionalverband Ruhr und der Bezirksregierung übergeben werden.
Das Strategiepapier der fünf kooperierenden Städte sowie die Fortschreibung der Entwicklungsstudie sind der Vorlage als Anlage beigefügt (nur als PDF, die Druckversion wird nach Fertigstellung nachgereicht).
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung |
x | sind nicht betroffen |
Finanzielle Auswirkungen
x | Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
öffentlich
|
64 kB
|
|||
|
2
|
öffentlich
|
29,2 MB
|
