Mitteilung - 0928/2019

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Kurzfassung

entfällt

 

 

Begründung

 

Der Oberbürgermeister hatte – wie im Rat zugesagt – die Minister Altmeier (Bundesminister für Wirtschaft und Energie) und Pinkwart (Minister für Wirtschaft, Inovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW) sowie den Netzbetreiber Amprion angeschrieben, um dort die Notwendigkeit des Ausbaues der Stromtrasse Kruckel-Dauersberg, die auch durch Hagen-Hohenlimburg führt, zu hinterfragen. Anlass war die Diskussion in der Nachbarstadt Herdecke. Auf Basis eines dort in Auftrag gegebenen Gutachtens wurde die Notwendigkeit des Ausbaus vor dem Hintergrund des Kohleausstieges bezweifelt.

 

Inzwischen liegen die Antworten der beiden Ministerien und des Netzbetreibers vor. Sie sind Anlage dieser Mitteilung.

 

Alle drei Schreiben begründen ausführlich, warum der Ausbau der Stromtrasse Kruckel-Dauersberg weiter zwingend notwendig ist. In den Schreiben der beiden Ministerien wird ausgeführt, dass das Vorhaben EnLAG Nr. 19, das die Trasse Kruckel-Dauersberg enthält, bereits im Jahr 2009 gesetzlich durch den Bundestag im Energieleitungsausbaugesetz verankert ist. Diese Netzplanung wurde seither fortlaufend auf ihren weiteren Bedarf geprüft. Auch im aktuellen Netzentwicklungsplan (NEP 2019-2030) ist die Notwendigkeit eines weiteren Netzausbaues verankert, um den Kohleausstieg 2035 und damit den notwendigen Anteil von 65% erneuerbarer Energien schon im Jahr 2030  in Deutschland zu ermöglichen. Dabei ist die Trasse Kruckel-Dauersberg notwendige Voraussetzung für diesen Ausbau. Es wird darauf hingewiesen, dass die netztechnischen Lastflussrechnungen der Übertragungsnetzbetreiber regelmäßig von renommierten elektrotechnischen Universitätsinstituten als unabhängige Sachverstände im Auftrag der Bundesnetzagentur überprüft werden. Der Netzbetreiber Amprion weist außerdem daraufhin dass der Ausbau der Trasse notwendig ist, um die regenerativen Energien der Windparks im Norden Deutschlands als Ersatz für die zurückzubauenden konventionellen Kraftwerken im Süden und Westen Deutschlands, auch in NRW, zwingend notwendig ist. Amprion verweist darauf, des die NEP-Analysen, dass ohne einen Ausbau die Stromtransportaufgaben im Jahr 2030 nicht zu erfüllen sein werden und befürchtet eine Überlastung der Trasse Kruckel-Dauersberg als wichtigem Bestandteil des gesamten Übertragungsnetzes.

 

Die Argumente in den drei Schreiben sind aus der Sicht der Verwaltung schlüssig. Damit gibt es aus der Sicht der Verwaltung keinen begründeten Zweifel an der Notwendigkeit des Netzausbaues auf der Stromtrasse Kruckel-Dauersberg.  Wichtig erscheint vor allem auch die Argumentation, dass die Trasse gerade vor dem Hintergrund des aus Klimaschutzgründen notwendigen Kohleausstieges eine wichtige Voraussetzung für eine stabile Energieversorgung in der Zukunft ist.

 

Auch nach Auffassung der Verwaltung bleibt die Stadt Hagen natürlich bei Ihrer Forderung nach einer alternativen Trassenführung, der sogenannten Nordtrasse.

 

 

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

Belange von Menschen mit Behinderung

x

sind nicht betroffen

 

 

 

 

gez. Erik O. Schulz

gez. Thomas Huyeng

Oberbürgermeister

Beigeordneter

 

gez. Christoph Gerbersmann

Bei finanziellen Auswirkungen:

Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer

 

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Auswirkungen

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

25.09.2019 - Bezirksvertretung Hohenlimburg

Erweitern

26.09.2019 - Rat der Stadt Hagen