Berichtsvorlage - 0667/2019
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstandsbericht zum Stadtmuseum Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Ralf Blank
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Entscheidung
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03.07.2019
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Die inhaltliche Konzeption für die neue Dauerausstellung des Stadtmuseums Hagen ist ist in Abstimmung mit der vom KWA eingesetzten AG Stadtmuseum fertiggestellt. Sie liegt den Mitglieder*innen des KWA vor. Die weitere Planung beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen, die sukzessive abgearbeitet werden. Dabei ist hervorzuheben, dass die Aufgaben durch das am Projekt beteiligte Personal parallel zu ihren genuinen Dienstgeschäften erledigt werden. Im Folgenden wird der Sachstand skizziert:
Ausgangslage
- Stadtmuseum seit November 2015 geschlossen
- Exponate in Zentraldepot verwahrt
- wiederverwendbare Ausrüstungsgegenstände eingelagert
- Neueröffnung geplant für April 2021 (Stadtjubiläumsjahr, Tag der westfälischen Geschichte in Hagen)
- neuer Standort: Erdgeschoss des ehemaligen Kreis- und Landgerichts (erb. 1863)
- Neukonzeption durch FB Kultur unter Beteiligung einer vom KWA eingesetzten Arbeitsgruppe (AG Stadtmuseum) und des LWL-Museumsamtes
Zielgruppen
- alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hagen: Identitätsstiftung
- Besucher der Stadt Hagen: Information, Marketing, Tourismus
- Schülerinnen und Schüler: Außerschulischer Lernort
- Gruppen (insb. Schulklassen): Prävention gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt
- Besucherinnen und Besucher des Museumsquartiers: Hintergrundinformationen zu historischem Umfeld des Stadtviertels
Didaktisches Leitbild
- chronologisches Gliederungsschema
- Beginn: Mittelalter
- Ende: Strukturwandel 20. Jahrhundert
- Besucherorientierung
- kein Vorwissen zum Verständnis der Ausstellung erforderlich
- System von Moderatoren zur Erläuterung von historischen Entwicklungen, Sachverhalten und Zusammenhängen: Texttafeln, Grafiken, audiovisuelle Medien, Social Media
- barrierefreier Zugang zu den Ausstellungsinhalten durch Erklärungen in angemessene Sprache
- wichtige Informationen zweisprachig (dt./engl.), Flyer mit ergänzenden Sprachen
Präsentationsleitbild
- in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsgestalter wird anhand des Ausstellungskonzepts ein detaillierter Plan der Raumaufteilung, Abteilungen und Inhalte sowie der Exponate, Medien, Hilfsmittel usw. entwickelt.
- verschachteltes Präsentationssystem mit Stellwänden, Inszenierungen, Vitrinen, Rahmen und audiovisuellen Medien
- einheitliches Erscheinungsbild mit auf die jeweilige Ausstellungsabteilung bezogenem eigenen Charakter
- Dominanz der Exponate
- Einsatz der wiederverwendbaren Ausrüstungsgegenstände
Ausstellungsabteilungen (vgl. Anlage 1)
- Ortsbestimmung – Standort des Museums
- Stadtimpressionen – Die Stadt in vielfältigen Erscheinungen
- Anfänge – Vor der Stadt
- Stadtwerdung – Gründungszeit
- Zentralort – Aufbruch in die Moderne
- Aufstieg – Vom Landkreis zum Stadtkreis
- Blütezeit – Vom Stadtkreis zum „Hagener Impuls“
- Hoffnung – Vom Ersten Weltkrieg zur Großstadt
- Zerstörung – Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
- Wandel – Vom Wiederaufbau zur Neuen City
Schwerpunkt Nationalsozialismus
- gesellschaftspolitisch wichtiger Bereich zur Prävention gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit
- Wenn möglich sollten eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, da diese im Bereich der Dauerausstellung nicht vorhanden sind
- Untersuchungen zu den Raumkapazitäten laufen noch
Medieneinsatz
- Medienstationen zur Vermittlung von Hintergrundwissen
- Projektionen von Filmsequenzen und Bildanimationen
- Ausstellungskino
- kostenintensiv beschränkter Einsatz
- Katalog als Printversion
Medienangebote online
- Digitales Museum via WWW, enthält:
- alle Ausstellungsexponate, digitalen Rundgang, alle Texte, zusätzl. Bildungsangebote, Online-Standortführer, Verknüpfungen zu weiteren Angeboten (z. B. Kunstmuseen vor Ort)
- Nutzung von Social Media via Facebook, Instagram, App usw.
Eingangsbereich
- Zwei Eingänge: von Hochstraße (Haupteingang) und Museumsplatz (Nebeneingang)
- Vorbau am Eingang Museumsplatz nach Bedenken des Schumacher Museums verworfen
- behindertengerechter Zugang am Eingang Museumsplatz durch Qualifizierung der Aufzugsanlage
- zurückhaltende Gestaltung des Eingangsbereichs Hochstraße: kein Vordach, kein Zugang für Behinderte, keine Neugestaltung der Treppe
- Alternative für Eingang Hochstraße: Ersetzung der nicht originalen Holztür durch eine Glastür. Dadurch Transparenz, Abbau von optischen Zugangsbarrieren, Blick von außen auf den Eisernen Schmied
- Aufstellung des Eisernen Schmieds in der Nische links hinter der Eingangstür. Aufgrund der Höhe des Objekts bietet sich im Gebäude keine weitere Möglichkeit zur Aufstellung (s. Anlage 2).
Finanzierung
- Im Rahmen des Haushaltsplangespräches zur Erstellung des Doppelhaushalts 2020/2021 am 14.05.2019 zwischen dem Fachbereich Finanzen und Controlling und dem Fachbereich Kultur erfolgte die Sicherstellung des städtischen Eigenanteils durch Einplanung der Gesamtkosten in den städtischen Doppelhaushalt 2020/2021.
- Vorläufige Planungsgrundlage bildet die Kostenkalkulation im Rahmen des Förderantrages „Heimat-Zeugnis“ in Höhe von 1.800.000 Euro.
- Eingeplant wird für das Jahr 2020 ein Betrag in Höhe von 1.200.000 Euro und für das Jahr 2021 ein Betrag in Höhe von 600.000 Euro.
- Bei Ablehnung des Förderantrages „Heimat-Zeugnis“ werden die eingeplanten Beträge entsprechend der Kostenkalkulation zum Förderantrag des LWL angepasst und verringern sich demnach auf eine Gesamtsumme von 1.060.000 Euro.
Förderung
- Förderung (ca. 30 %) durch LWL-Museumsamt ist gesichert. Antrag ist noch nicht gestellt.
- Antrag auf Förderung aus dem „Heimatprogramm“ wurde beim RP Arnsberg gestellt. Bei positivem Entscheid kann die Förderung bis zu 90 % betragen (wahrscheinlich 80 %).
- Bei ablehnendem Bescheid aus dem „Heimatprogramm“ wird umgehend der Antrag beim LWL-Museumsamt gestellt und der förderungsunschädliche vorzeitige Beginn beantragt.
Baumaßnahmen
- Verlagerung der Büros aus dem Erdgeschoss ist die Voraussetzung für die Unterbringung der Dauerausstellung.
- Bürobedarfsplanung mit Ermittlung der zur Verfügung stehenden räumlichen Kapazitäten läuft in Kooperation mit 65.
- Schaffung einer zusammenhängenden Ausstellungsfläche durch bauliche Maßnahmen im Erdgeschoss.
Anlage 1: Schema der Ausstellungsabteilungen mit einem idealtypischen Rundgang
Anlage 2: Standort des „Eisernen Schmieds“ von Hagen im Eingangsbereich des Museums
Anlage 3: Projektplan nach dem Stand vom 18. Juni 2019
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung (Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
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| sind nicht betroffen |
x | sind betroffen (hierzu ist eine kurze Erläuterung abzugeben) |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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245 kB
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2
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41,5 kB
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11,3 kB
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03.07.2019 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - geändert beschlossen
Der KWA nimmt den Sachstand zur Kenntnis und fordert die Verwaltung auf, regelmäßig Informationen zum Verlauf und zur Entwicklung des Projektes zu geben und prinzipielle Entscheidungen, vor allem bauliche Maßnahmen, durch den Ausschuss beraten und abstimmen zu lassen.
Abstimmungsergebnis:
| Ja | Nein | Enthaltung |
SPD | 5 | - | - |
CDU | 4 | - | - |
Bündnis 90/ Die Grünen | 1 | - | - |
Hagen Aktiv | 1 | - | - |
Die Linke | 1 | - | - |
AfD | 1 | - | - |
FDP | 1 | - | - |
BfHo/Piraten Hagen | 1 | - | - |
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x | Einstimmig beschlossen | ||
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Dafür: | 15 | ||
Dagegen: | - | ||
Enthaltungen: | - | ||