Berichtsvorlage - 0162/2019
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstandsbericht Energie- und Bewirtschaftungsumlage
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Alexa Triepel
- Beteiligt:
- FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Sport- und Freizeitausschuss
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Entscheidung
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14.02.2019
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die erwarteten Erträge aus der Energie- und Bewirtschaftungsumlage für den allgemeinen Sport im Jahr belaufen sich auf 130.400 Euro und liegt damit unter der Nettoeinnahme von 140.000 Euro. Allerdings könnte sich der Betrag angesichts der abermals zu erwartenden fehlerhaften Rechnungsstellung bedingt durch die weiter bestehenden Softwareprobleme noch verringern. Im Schwimmbereich wird die anvisierte Zielmarke von 40.000 Euro um mehr als ein Viertel unterschritten und liegt bei rund 29.000 Euro.
Begründung
Der Rat der Stadt Hagen hat die Einführung einer Energie- und Bewirtschaftungsumlage für Sportflächen/Erwachsene, Maßnahme-Nr. 16_SZS.001, in Höhe von 140.000 € und die Einführung Beteiligung der Schwimmvereine, Maßnahme-Nr. 16_SZS.002 in Höhe von 40.000 € beschlossen. Die Maßnahmen wurden zum 01.01.2018 realisiert.
Eine alternative Software konnte noch nicht beschafft werden, da zunächst die Nachbesserungsversuche des Herstellers abgewartet werden musste. Da diese aber erfolglos waren, wird nunmehr das Beschaffungsverfahren für eine neue Software durchgeführt.
Für die zweite Jahreshälfte 2018 fallen die errechneten Erträge auch geringer aus. In Rechnung gestellt wird ein Bruttobetrag von 80.300,00 Euro, was einem Nettobetrag von 67.478,99 Euro entspricht. Gründe für die geringeren Einnahmen sind neben den sechswöchigen Sommerferien, in denen die meisten Sportstätten den Vereinen nicht zur Verfügung standen, zahlreiche von den Vereinen zurückgegebene Trainingszeiten für den Erwachsenensport.
Auf Basis der bisherigen Belegungen belaufen sich die gesamten Erträge 2018 zum Jahresende 2018 auf brutto ca. 161.000 Euro. Darin enthalten sind rund 26.000 Euro an Steuern, so dass die voraussichtliche Nettoeinnahme rund 135.000 Euro betragen wird.
Den 25 Hagener Schwimmvereinen wurde für das erste Halbjahr 2018 insgesamt 15.744,55 Euro in Rechnung gestellt. Für das zweite Halbjahr 2018 liegt der Betrag bei 13.028,80 Euro, so dass die Gesamteinnahmen aus dem Bereich Schwimmsport sich auf 28.773,35 Euro addieren. Damit wird die erwartete Gesamteinnahme in Höhe von 40.000 Euro deutlich unterschritten. Im ersten Halbjahr 2018 wurden 18.523 Erwachsenen-Eintritt in Höhe von 0,85 Euro abgerechnet; im zweiten Halbjahr waren es 15.328 Eintritte.
Eine Kompensation der Mindereinnahmen ergibt sich aus den durch die rückläufigen Bädereintritte resultierende Minderaufwand für das Vereinsschwimmen an Hagenbad. Für 2018 sind 289.500 Euro Aufwendungen an Hagenbad eingeplant, tatsächlich aufgewendet wurden jedoch nur rund 223.000 Euro.
In Zusammenhang mit der Rechnungserstellung weist das SZS darauf hin, dass die Probleme mit der verwendeten Belegungs- und Buchungssoftware ProSport weiter dazu führen, dass ein Großteil der Rechnungen fehlerhaft ist. Mit erheblichem Mehraufwand müssen die Rechnung wie bereits für das erste Halbjahr 2018 händisch geändert und korrigiert werden.
Die vom SZS favorisierte Alternativ-Software Skubis, deren Anschaffung auch bereits durch den VV genehmigt wurde, ist noch immer nicht auf den Weg gebracht. Grund für die Verzögerung ist die notwendige Beteiligung verschiedener Ämter und Dienststellen (Personalrat, Datenschutz, 11, Habit, TFD, 14, 20) und die Tatsache, dass zum Jahresende für ProSport ein Update ausgeliefert wurde, dass in den kommenden Tagen von Habit aufgespielt werden soll. Falls die Fehler dann behoben sind, wäre der Umstieg auf Skubis nicht notwendig. Unabhängig davon muss die neue ProSport-Version erst getestet werden, bevor eine entsprechende Kündigung mit Blick auf die zahllosen Mängel erfolgen kann.
Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass das SZS nicht nur für die zweite Jahreshälfte 2018, sondern mindestens noch für die erste Jahreshälfte 2019 von einer Vielzahl von fehlerhaften Rechnungen und damit verbunden mit großem Mehraufwand rechnen muss. Für das erste Halbjahr 2018 belief sich der Mehraufwand auf rund 250 Arbeitsstunden.
Selbst wenn im ersten Halbjahr 2019 die neue Software aufgespielt werden könnte, würde es noch eine Weile dauern, bis diese vollumfänglich genutzt werden kann, da die bisherigen Datensätzen nicht über eine Schnittstelle übertragen werden können, sondern händisch eingepflegt werden müssen.
Mittlerweile liegen 119 von 120 Nutzungsverträgen für die Sportstätten unterschrieben beim SZS vor. Lediglich beim Vertrag mit der SC Berchum/Garenfeld, der die Pflege von Platz und Umkleidegebäude in Garenfeld in Eigenregie übernommen hat, mussten in Rücksprache mit 30 noch einige kleinere Ergänzungen vorgenommen werden. Das SZS geht aber davon aus, dass auch der letzte Vertrag in Kürze unterschrieben vorliegt.
Einem Verein (Thracia Allstyle Hagen) wurde zwischenzeitlich die Nutzung der städtischen Sportstätten wegen der nicht vorliegenden Nutzungsvereinbarung untersagt. Nach knapp zweieinhalb Wochen hat der Vereine diese dann beigebacht und darf nun wieder die zugewiesenen Sportstätten nutzen.
Erläuterung meiner Berechnung der Steuer- und Nettobeträge:
| Bruttoerträge | Steuerbetrag (19% Ust.) | Nettoerträge |
1. Halbjahr 2018 | 80.301,26 € | 12.821,21 € | 67.480,05 € |
2. Halbjahr 2018 | 80.300,00 € | 12.821,01 € | 67.478,99 € |
2018 gesamt | 160.601,26 € | 25.642,22 € | 134.959,04 € |
gerundet | 161.000,00 € | 26.000,00 € | 135.000,00 € |
