Beschlussvorlage - 1052/2018
Grunddaten
- Betreff:
-
Planung weiterer Kunstrasenplätze im Hagener Stadtgebiet
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Alexa Triepel
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Geplant
|
|
Sport- und Freizeitausschuss
|
Entscheidung
|
|
|
|
07.11.2018
|
Sachverhalt
Kurzfassung
- keine -
Begründung
Rund 240 Hagener Fußball-Mannschaften nehmen pro Saison am Meisterschaftsbetrieb in den unterschiedlichen Spiel- und Altersklassen teil. Diesen stehen insgesamt vier städtische Rasenplätze, acht städtische Kunstrasenplätze und 15 Tennenplätze zur Verfügung. Mit Blick auf die Rasenplätze sei noch angemerkt, dass diese nicht durchgehend genutzt bzw. bespielt werden können, da der Rasen immer bestimmte Erholungszeiten benötigt, aber auch durch Witterungseinflüsse deutlich häufiger unbespielbar ist. Genutzt werden die Plätze auch von den Sauerland Mustangs (American Football), die ihr Training auf dem Kunstrasen in Dahl absolvieren und ihre Spiele in Boelerheide austragen.
Mit Blick auf die umliegenden Städte im EN-Kreis und im Sauerland lässt sich zudem feststellen, dass dort keine Tennenplätze mehr bespielt werden. Sowohl im EN-Kreis als auch im Sauerland wurde die Umrüstung beziehungsweise der Neubau von Kunstrasenplätzen deutlich eher eingeleitet als in Hagen. In Hagen kommt noch hinzu, dass mit dem Sportplatz an der Klutert in Wehringhausen und dem Hegge-Sportplatz in Holthausen zwei Tennenplätze aus der Nutzung herausgenommen wurden. Fortuna Hagen ist mit seinen Mannschaften von der Klutert in die Bezirkssportanlage Haspe umgezogen; der TuS Holthausen hat eine Spielgemeinschaft mit Eintracht Hohenlimburg gegründet und den Spielbetrieb an den Hohenlimburger Kirchenberg verlegt.
Die Tennenplätze stehen aufgrund ihres Untergrunds und dem daraus resultierenden Verletzungsrisiko nicht sonderlich hoch in der Gunst der Mannschaften und Vereine. Die bestehende Zahl an Rasen- und Kunstrasenplätze reicht jedoch nicht aus, um alle Mannschaften dort trainieren und spielen zu lassen.
Aus Sicht des Servicezentrums Sport wäre es sinnvoll, in den kommenden Jahren noch drei weitere Kunstrasenplätze zu erstellen. Priorität sollte dabei die Situation in Hagen-Mitte und hier speziell am Höing und Ischeland besitzen. Die Plätze sind komplett ausgelastet; teilweise sogar überlastet, was die Lebensdauer des jeweiligen Platzuntergrundes spürbar verkürzen wird.
Neben dem SSV Hagen spielen und trainieren auch die Vereine Westfalia Hagen, Türkyimspor Hagen und Polizei SV Hagen im Bereich Ischeland/Höing. Um die Situation zu entzerren, bietet sich aus SZS-Sicht an, den Tennenplatz an der Alexanderstraße in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Die Umbaukosten liegen nach einer ersten Schätzung der WBH bei rund einer Million Euro. Zusätzlich wäre es an dem Standort notwendig, einen Anbau mit zwei zusätzlichen Umkleidekabinen zu errichten. Eine Kostenschätzung hierfür steht seitens der GWH noch aus.
Im Bereich Ischeland/Höing ließe sich aus Sicht des SZS ein neuer Kunstrasen nicht realisieren. Der Käfig am Höing ist weiter als möglicher Standort einer neuen Großsporthalle im Gespräch und der Rasenplatz am sogenannten städtischen Höing ist ebenfalls ungeeignet. Dieser liegt sehr nahe an der Wohnbebauung der Humpertstraße und genießt Bestandsschutz. Bauliche Veränderungen würden diesen aber aufheben und insbesondere zu Problemen mit den Anrainern führen. Der Platz ist zwar in der Nutzung, wird aber aufgrund der fehlenden Flutlichtanlage in den dunklen Jahreszeit nur tagsüber genutzt. Schon die Installation einer Flutlichtanlage würde den Bestandsschutz außer Kraft setzen.
Als Alternative für den Bau eines Kunstrasenplatzes an der Alexanderstraße hat der TSV Hagen 1860 im Gespräch mit dem SZS auch den Umbau des Tennenplatzes an der Hoheleye vorgeschlagen. Der Platz ist jedoch Teil der vereinseigenen Anlage (Erbpacht). Der Verein würde sich gegebenenfalls an der Realisierung beteiligen. Aus Sicht des SZS ist die Variante nicht zu begrüßen, da die Stadt für die Nutzung von Trainings- und Spielzeiten eine Gebühr an den TSV Hagen 1860 entrichten müsste.
Neben der Situation im Bereich Mitte wären aus Sicht des SZS auch weitere Kunstrasenflächen in Hohenlimburg und Haspe sinnvoll. Für Hohenlimburg bietet sich an, den Naturrasen im Kirchenbergstadion gegen einen Kunstrasen auszutauschen. Mit der zusätzlichen Kunstrasenfläche könnten dann alle Bedarf im Stadtteil abgedeckt sowie der Tennenplatz am Ostfeld aufgegeben und der Vermarktung zugeführt werden. Die Umbaukosten liegen nach einer ersten Schätzung der WBH bei rund 1,2 Million Euro.
In Haspe bieten sich zwei Maßnahmen an: zum einen könnten die Tennis- und Beachvolleyballfelder in der Bezirkssportanlage in ein Kunstrasen-Kleinspielfeld umgewandelt werden. Die erwarteten Kosten hierfür liegen bei 300.000 Euro. Mit dem Bau des Kleinspielfeldes könnte der eigentliche Kunstrasen in der BZA entlastet werden, da insbesondere die Nachwuchsmannschaften der jüngeren Altersklassen ihren Trainingsbetrieb dorthin verlegen könnten.
Als zweite Maßnahme könnte der Freiheitsplatz in einen Kunstrasen umgewandelt werden. Auch hier liegen die Kosten bei circa einer Million Euro.
Mit der Realisierung dieser Maßnahmen wäre der Bedarf an Kunstrasenplätze in Hagen weitgehend abgedeckt. Aus Mitteln der Sportpauschale ließen sich diese Bauvorhaben wegen des hohen Kostenrahmens nur nacheinander realisieren. Daher schlägt das SZS vor, zunächst 2019 den Kunstrasen an der Alexanderstraße in Auftrag zu geben und 2020 oder 2021 den Umbau am Kirchenberg in Angriff zu nehmen. 2021 bzw. 2022 sollte der Umbau am Freiheitsplatz erfolgen.
Die Realisierung des Kleinfeldes in der Bezirkssportanlage Haspe könnte, sofern der finanzielle Rahmen der Sportpauschale es zulässt und die Mittel bereitstehen, 2019 oder 2020 erfolgen.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung (Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
| |
x | sind nicht betroffen |
