Berichtsvorlage - 0791/2018

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Schulausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Begründung

 

Derzeit sind in Hagen rund 2.270 Plätze im Offenen Ganztag und 750 Plätze in der Gesicherten Halbtagsbetreuung (GHB) vorhanden. Dennoch ist es aktuell und auf Sicht nicht möglich, allen Eltern einen OGS-Platz an einer Schule ihrer Wahl zur Verfügung zu stellen. Daher ist es notwendig, für die kommenden Jahre das OGS-Angebot auszubauen. Da aber in den nächsten Jahren weiterhin damit zu rechnen ist, dass die Nachfrage sich unterschiedlich auf das Stadtgebiet verteilen wird, beabsichtigt die Verwaltung, deutlich aktiver als in der Vergangenheit über Standorte zu informieren, die räumliche Kapazitäten für Schul- und OGS-Plätze haben. Motto: Wer bei der Wahl der Schule flexibel ist, dem kann ein OGS-Platz garantiert werden.

 

Ferner soll bei den Planungen deutlich stärker als in der Vergangenheit berücksichtigt werden, dass nicht alle Eltern, die eine Betreuung für ihr Schulkind suchen, dies in Form des Offenen Ganztags wünschen. So könnte z.B. die Gesicherte Halbtagsbetreuung durch das Angebot eines „Spielhauses“ ergänzt werden. Auch Hausaufgabenbetreuung mit Mittagstisch ist denkbar. Durch diese alternativen Angebote würden die Wahlmöglichkeiten der Eltern deutlich erhöht. Während die Finanzierung der GHB zu großen Teilen durch von den Trägern eigenverantwortlich erhobene Elternbeiträge erfolgt, müsste die Finanzierung der anderen Angebote noch geklärt werden. Da hierfür keine Landesförderung zu erwarten ist, wird der Beteiligung der Eltern eine hohe Bedeutung zukommen. Auch über einen städtischen Eigenanteil ist zu entscheiden.

 

 

Schuljahr 2018/19

 

Einerseits konnten im Rahmen des Anmeldeverfahrens nicht alle OGS-Anmeldungen an der von den Eltern gewünschten Schule berücksichtigt werden, andererseits haben die Anmeldungen an der Grundschule Astrid Lindgren, Gebäude Delsterner Straße, nicht ausgereicht, um dort die bereits beschlossene und vorbereitete Gruppe eröffnen zu können. Auch an den Grundschulen Friedrich Harkort, Janusz Korczak, Im Kley und Volmetal hätte es noch OGS-Plätze für Schulanfänger gegeben.

 

Die zuständige Sachbearbeiterin hat ratsuchende Eltern stets auf diese Plätze hingewiesen, oft wurde hiervon jedoch auf Grund der Entfernung zum Wohnort der Eltern kein Gebrauch gemacht. Im Vorfeld des Schuljahresbeginns haben einige Eltern erklärt, den zugesagten OGS-Platz nicht annehmen zu wollen; dadurch konnten Eltern von der Warteliste berücksichtigt werden. Aktuell ist der Sachbearbeiterin kein Fall bekannt, bei dem flexible Eltern (bzgl. Schul- und OGS-Ort) keine Platzzusage erhalten hätten.

 

Parallel dazu wurde geprüft, ob es an oder in der Nähe von Schulen, die besonders  nachgefragt sind, Sofortmaßnahmen geben kann. Auf Emst wurden mittlerweile – wie bereits in der Stellungnahme vom 21.06.18  berichtet – in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum 20 Plätze in der Hausaufgabenbetreuung mit Mittagstisch eingerichtet, die bereits alle belegt sind. Eine halbe GHB-Gruppe mit 15 Plätzen am Boloh wurde mittlerweile eingerichtet; alle Plätze sind vergeben.

 

Denkbar wäre auch die Nutzung von Räumen der Falken in der Friedensstraße. An der Erwin-Hegemann-Schule konnten aber alle Kinder mit dringendem Bedarf wg. Berufstätigkeit der Eltern einen OGS-Platz erhalten.

 

 

Schuljahr 2019/20

 

Deutlich besser als zum kommenden Schuljahr stellt sich die Situation im Schuljahr 2019/20 dar. Im Hagener Norden wird nach der Schaffung der baulichen Voraussetzungen an der Grundschule Helfe die Einrichtung von 2 OGS-Gruppen möglich, die die bisherige Betreuung „Von 8 bis 13 Uhr“ nicht nur ablösen, sondern inhaltlich, zeitlich und hinsichtlich der Platzzahl erweitern. Bisher gibt es 51 Plätze von 8 bis 13 Uhr. Künftig wird es 56 OGS-Plätze geben. Diese können im Bedarfsfall durch (im Optimalfall 50) Plätze in der gesicherten Halbtagsbetreuung ergänzt werden.

 

Bei einer Anmeldung an der Grundschule  Astrid-Lindgren im Gebäude Delsterner Straße stehen die Chancen für einen OGS-Platz gut. Die räumlichen Voraussetzungen für die Einrichtung einer weiteren OGS-Gruppe sind dort gegeben.

Am Boloh plant die Verwaltung die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass aus der halben GHB-Gruppe eine ganze OGS-Gruppe werden kann. Für die Grundschule Kuhlerkamp wurde bereits das rechtliche Verfahren zur Nutzungsänderung eines Raums zu OGS-Zwecken eingeleitet.

 

Da nicht nur OGS-Plätze, sondern auch Grundschulplätze fehlen, sollte im Rahmen der Schulentwicklungsplanung (SEP) über die Zukunft der Berchumer Straße 68 entschieden werden. Entweder Umzug der Förderschule Erich Kästner und Nutzung der am Standort Stadionstraße frei werdenden Räume durch die katholische Grundschule Meinolf oder Gründung einer Grundschule Halden mit den Standorten Berchumer Straße 63 (bisher Filiale der Grundschule Karl Ernst Osthaus) und Berchumer Straße 68. Je nach Variante würde dies 1 bis 2 weitere OGS-Gruppen ohne großen baulichen Aufwand ermöglichen.

 

Jenseits des OGS-Ausbaus sind weitere Plätze in anderen Betreuungsformen vorstellbar:

1.Hausaufgabenbetreuung mit Mittagstisch im Kinder- und Jugendpark Haspe (ca. 20 Plätze)

2.Betreuung im Paulazzo

3.Betreuung in den Räumen der Falken, Friedensstraße.

 

Bei den Möglichkeiten 2 und 3 müssten mit den externen Partnern der Inhalt der Betreuung und die finanziellen Erwartungen geklärt werden, bei 3 auch der Bedarf.

Eine weitere Option wäre ein „Spielhaus“. Dieses würde für die Zeit nach der Schule, z.B. von 13 bis 17 Uhr eine gesicherte, erlebnisorientierte Betreuung anbieten. Die Kinder würden von ihren Eltern dorthin gebracht und von dort abgeholt. Als Angebot der Kinder- und Jugendarbeit kann es nur in dafür geeigneten Räumen angeboten werden. Eine Möglichkeit hierfür bestünde z.B. in den Räumen des Jugendzentrums Hohenlimburg in der Jahnstraße. Dabei würden Personalkosten für eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin entstehen.

 

Da für diese Betreuungsformen keine Landesförderung zu erwarten ist, müsste die Finanzierung dieser Angebote noch geklärt werden. Dabei kommen vor allem Elternbeiträge und ein städtischer Eigenanteil in Betracht.

 

Mit den o.g. Vorschlägen könnten zum Schuljahr 2019/20 in Summe 168 bis 196 OGS-Plätze und bis zu 120 Plätze in anderen Betreuungsformen zur Verfügung gestellt werden. In Helfe entfallen 51 Plätze des Programms „Von 8 bis 13 Uhr‘“.

 

 

Perspektiven

 

Größere bauliche Maßnahmen benötigen – wie die Erfahrungen der letzten Monate zeigen – einen Vorlauf von ca. drei Jahren. Um Aussagen treffen zu können, ob dieser Weg beschritten werden sollte, wird es im Herbst Ortstermine der Verwaltung  mindestens an den folgenden, in der Stellungnahme vom 21.06.18 genannten Standorten geben:

 

GS Hestert

GS Emst

GS Meinolf

GS Karl-Ernst-Osthaus, Standort Halden

 

Ferner wird in die ebenfalls für September geplante Vorlage zu den Eckpunkten der künftigen SEP die Thematik „Bedarfsermittlung OGS unter Berücksichtigung der politischen Beschlusslage“ aufgenommen.

 

 

Die Hagener Betreuungsquote im Vergleich zu anderen Kommunen

 

Beim Vergleich der Hagener Betreuungsquote mit anderen Kommunen (siehe Anlage) ist zu beachten, dass die Ausprägung der OGS-Angebote sehr unterschiedlich ist. Für Hagen ist dabei zu berücksichtigen, dass 2017 neben dem OGS-Besuch auch 723 Kinder an Grundschulen in der GHB waren. Rechnet man diese mit, kommt Hagen auf eine Betreuungsquote von rund 43 %. Da dieses Angebot in vielen anderen Kommunen nicht existiert, wird es in der beigefügten Statistik nicht erfasst.

 

 

Weitere Beteiligung der Gremien

 

Um nicht einen zusätzlichen Kreis zu schaffen, soll der von den Gremien beschlossene  Runde Tisch im Grundsatz über die Kommission des Schulausschusses laufen. Ergänzend werden zur nächsten Kommissionssitzung eingeladen: Michael Finkensiep als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 5, Vertreter der Kooperationspartner Caritas Hagen, Diakonie Mark-Ruhr, Evangelische Jugend Hagen, Natascha Löwenstein und Barbara Brück als Ganztagskoordinatorinnen sowie der Fachbereich Jugend und Soziales. In der letzten Sitzung des Schulausschusses wurde als Sitzungstermin für die Kommission der 19.09.2018, 16.00 Uhr, vereinbart.

 

 

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

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sind nicht betroffen

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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X

Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

 

gez.

 

Margarita Kaufmann

Beigeordnete

 

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

18.09.2018 - Schulausschuss - ungeändert beschlossen