Beschlussvorlage - 0506/2018

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Im Rahmen der Fortschreibung des Altenplans werden folgende Sozialräume näher betrachtet:
- Kuhlerkamp / Philippshöhe

- Helfe / Fley

- Quambusch / Baukloh / Westerbauer / Hasper Bachtal

 

Zusätzlich sollen aufgrund der ländlichen Lage die Sozialräume Eilpe / Delstern / Selbecke und Dahl / Priorei / Rummenohl berücksichtigt werden.

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Sachverhalt

Kurzfassung

Im Rahmen der Fortschreibung des Altenplanes soll die Situation der älteren Menschen in drei Sozialräumen näher betrachtet werden. Der Seniorenbeirat hat sich intensiv mit der Auswahl beschäftigt und empfiehlt, folgende Sozialräume zu untersuchen:

- Kuhlerkamp / Philippshöhe

- Helfe / Fley

- Quambusch / Baukloh / Westerbauer / Hasper Bachtal

 

Zusätzlich sollen zwei ländlich gelegene Sozialräume berücksichtigt werden.

 

Begründung

Nach dem Beschluss des Sozialausschusses vom 26.09.2017 soll im Rahmen einer Fortschreibung des Altenplanes ein Teilplan „Die Lebenssituation in den Quartieren“ erstellt werden. Hierfür sollen drei Sozialräume beispielhaft näher betrachtet werden.

 

Die Grenzen eines Sozialraumes sind in Hagen meist nicht mit denen eines Quartiers identisch. In Hagen gibt es insgesamt 23 Sozialräume, in der Regel umfassen sie mehrere Quartiere. Die Sozialräume in Hagen wurden im Jahr 2008 vom Fachbereich Jugend und Soziales festgelegt, um sinnvolle Planungsräume für die Sozial- und Jugendhilfeplanung zu haben.

 

Überblick über die 23 Sozialräume

 

 

In Hagen sollen drei Sozialräume im Hinblick auf die Situation der älteren Mitbürger näher betrachtet werden. Sinnvoll ist es, mit denjenigen Sozialräumen zu beginnen, in denen ein vorrangiger Handlungsbedarf ausgemacht werden kann. Da die Situation der älteren Menschen in Augenschein genommen werden soll, kommen vorrangig Sozialräume mit einem hohen Anteil an älteren Menschen in der Bevölkerung in Betracht. Konkret wurde der Anteil der älteren Menschen ab 60 Jahre ermittelt. Um auszuschließen, dass Ältere, die in Pflegeeinrichtungen leben, die Betrachtung verzerren, wurden diese jeweils herausgerechnet. Im Sozialraum Berchum, der gleichzeitig ein Quartier darstellt, beträgt der Anteil der über 60-Jährigen mit eigenem Haushalt 29,21 %, dies sind jedoch in absoluten Zahlen nur 480 über 60-jährige Menschen. In anderen Sozialräumen leben viel mehr Menschen und damit auch mehr ältere Menschen, obwohl der prozentuale Anteil sogar niedriger sein kann. Bei der Auswahl ist auch dies zu bedenken.

 

Sozialräume, die einen Anteil von weit über 30 % an über 60-Jährigen haben und in denen gleichzeitig mehr als 900 Menschen dieser Altersgruppe wohnen sind:

 

-          Emst / Eppenhausen

-          Fleyerviertel / Klosterviertel / Tondernsiedlung

-          Helfe / Fley

-          Elsey

 

Weitere Kriterien können die Quoten der Menschen sein, die Grundsicherungsleistungen oder Wohngeld erhalten. Auch der Anteil der Einpersonenhaushalte mit älteren Menschen kann ein Kriterium sein, um in einem Quartier einen besonderen Handlungsbedarf auszumachen.

 

Um auswählen zu können, in welchen Sozialräumen ein besonderer Unterstützungsbedarf für ältere Menschen besteht, ist darüber hinaus die Versorgungssituation näher zu betrachten. Ein Indikator für eine gute Versorgung ist zunächst einmal ein gutes Nahversorgungssystem. Nahversorgungsrelevante Elemente sind Nahrungs- und Genussmittel, Reformwaren, Drogerieartikel (Körperpflege, Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel), Pharmazeutische Artikel, Arzneimittel, Schnittblumen, kleinere Pflanzen, Zeitungen und Zeitschriften und Tiernahrung. 

 

Wichtig für eine gute medizinische Versorgung sind gut erreichbare Hausärzte; aber auch Fachärzte, Zahnärzte und Physiotherapeuten sollten in einem gut versorgten Sozialraum vorhanden sein oder zumindest gut erreichbar sein. Darüber hinaus trägt ein Friseur zu einer guten Versorgung bei. Schließlich ist es auch wichtig, dass die Menschen einen Ort zur Begegnung vorfinden; dies kann eine Begegnungsstätte sein, aber auch ein Café, in dem man sich ungezwungen treffen kann.

 

Der Ad-Hoc-Kreis des Seniorenbeirates hat sich intensiv mit der Auswahl der Quartiere beschäftigt. Dabei wurden die og. Sozialräume näher betrachtet, aber auch ein Vorschlag aus dem Seniorenbeirat für das Bahnhofsviertel und der Vorschlag aus dem Sozialausschuss für Oege wurden mit einbezogen. Resultat der Gespräche war, dass man nicht nur den Fokus auf die Anzahl der älteren Menschen in diesen Quartieren setzt, sondern hauptsächlich die Versorgungslage berücksichtigt.

 

Der Ad-Hoc-Kreis des Seniorenbeirates hat dann empfohlen, folgende Sozialräume näher zu betrachten:

 

Kuhlerkamp / Philippshöhe:

Der Altersanteil liegt bei 28 % und die Versorgungslage ist schlecht. Dies ist auch bereits aus dem Bürgerantrag des AWO-Ortsvereins Kuhlerkamp / Wehringhausen bekannt. Es gibt dort derzeit keinen Lebensmittelmarkt, keine Apotheke, keine Ärzte und die Sparkasse hat die dortigen Mitarbeiter auch abgezogen. Es gibt zwei Seniorenbegegnungsstätten von der ev. Kirchengemeinde in der Kuhlestraße und von der kath. Kirchengemeinde in der Heinrichstraße.

 

Helfe / Fley:

Der Altersanteil liegt bei 33 % und die Versorgungslage ist im Zentrum zwar gut, aber in den Randbezirken schlecht. Im Nahversorgungszentrum am Marktplatz gibt es einen Edeka-Lebensmittelmarkt, zwei Bäckereien, ein Eiscafé, zwei Restaurants, einen Kiosk und eine Apotheke. Neben einem Friseur sind weitere Dienstleister vorhanden. Die nächsten Allgemeinmediziner befinden sich in Boele. Zwei Begegnungsstätten befinden sich in der Helfer- und in der Johann-Friedrich-Oberlin-Straße.

 

Quambusch / Baukloh / Westerbauer / Hasper Bachtal:

Der Altersanteil liegt bei 26 % und die Versorgung ist gering. Das Hasper Bachtal weist dabei relativ wenig Bewohner auf. Westerbauer ist ein Nahversorgungszentrum mit einem Rewe-Lebensmittelmarkt, einem Aldi-Lebensmittelmarkt und weiteren Einzelhandelsbetrieben wie zum Beispiel Penny, KIK, Tedy und Dänisches Bettenlager. Es sind mehrere Hausärzte vorhanden, eine Begegnungsstätte, eine Seniorenstube, verschiedene Dienstleister und Gastronomiebetriebe. Die Randbezirke sind jedoch unterversorgt.

 

Darüber hinaus wurde empfohlen, zusätzlich flächenmäßig größere und ländlichere Sozialräume zu betrachten. Vorgeschlagen wurden die Sozialräume Eilpe / Delstern / Selbecke und Dahl / Priorei / Rummenohl. Hier sind teilweise 15 Kilometer zu den vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten zurückzulegen und Busse fahren teilweise recht selten.

 

Der Seniorenbeirat hat mit Beschluss vom 10.04.2018 dem Sozialausschuss empfohlen, bei der Auswahl der Sozialräume, die näher betrachtet werden sollen, die vorgenannten Sozialräume zu berücksichtigen.

 

Daten zu diesen Sozialräumen finden sich in der Anlage.

 

 

 

 

 

 

 

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

 

X

sind nicht betroffen

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

X

Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

 

 

gez. Kaufmann

 

Beigeordnete

 

 

 

 

 

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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14.06.2018 - Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie - geändert beschlossen

Beschluss:

 

Im Rahmen der Fortschreibung des Altenplans werden folgende Sozialräume näher betrachtet:
- Kuhlerkamp / Philippshöhe

- Helfe / Fley

- Quambusch / Baukloh / Westerbauer / Hasper Bachtal

 

Zusätzlich sollen aufgrund der ländlichen Lage die Sozialräume Eilpe / Delstern / Selbecke und Dahl / Priorei / Rummenohl berücksichtigt werden.

 

Ergänzend wird auf Antrag der SPD-Fraktion der Sozialraum Hohenlimburg-Oege in die Betrachtung mit einbezogen.

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

 

 

SPD

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

FDP

1

 

 

AfD

1

 

 

Die Linke

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Mit Mehrheit beschlossen

 

Einstimmig abgelehnt

 

Mit Mehrheit abgelehnt

 

Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

Ohne Beschlussfassung

 

Zur Kenntnis genommen

 

 

Dafür:

15

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0