Berichtsvorlage - 0175/2018

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Hagen nimmt den Bericht der Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Museums für Ur- und Frühgeschichte und die geplante Umsetzung der HSP-Maßnahme 18_49.001 zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Kurzfassung

entfällt

 

 

Begründung

 

Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Museums Wasserschloss Werdringen

 

Ausgangssituation

Das Museum Wasserschloss Werdringen wurde im November 2004 eröffnet und widmet sich im wesentlichen der Vor- und Frühgeschichte Hagens und des südwestfälischen Raumes. Seine Wurzeln gehen zurück bis zum 1938 eröffneten Sauerländischen Museum für Vor- und Frühgeschichte. Die Spannweite der präsentierten Themen reicht von der Paläontologie über die Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis zum Mittelalter. Auf allen Gebieten wird neben den aussagekräftigen Exponaten auch ein reichhaltiges Programm an diversen Veranstaltungen angeboten. Die Kombination aus beidem hat das Museum zu einem bedeutenden Ausflugsziel aufsteigen lassen, das obendrein für Schulklasse zu einem stark nachgefragten außerschulischen Lernort geworden ist. Mit jährlich ca. 15.000 Besuchern gehört das Museum in die Spitzengruppe derjenigen Museen, die bei ähnlicher Grundfläche und finanzieller Ausstattung heranzuziehen ist. Anders ausgedrückt besitzt Hagen mit dem Museum Wasserschloss Werdringen auch überregional ein attraktives Aushängeschild mit großer Strahlkraft.

Die inhaltliche Konzeption des Museums Wasserschloss Werdringen wurde 2004 unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse vorgenommen und schließlich in eine nach richtungsweisenden didaktischen Standards ausgerichteten, mit modernen präsentationstechnischen Mitteln ausgestatteten Ausstellung umgesetzt. Im Laufe der Zeit wurden kleinere, punktuelle Überarbeitungen durchgeführt und wo nötig und möglich Ergänzungen vorgenommen. Dadurch wurde erreicht, dass das Museum in seiner Attraktivität nicht beeinträchtigt wurde. Gleichwohl sind nun nach eineinhalb Jahrzehnten weitgehend gleichen Bestandes des Museums umfangreichere Änderungen notwendig geworden.

Nach Vorgabe des Rates der Stadt Hagen sind zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes auch beim Museum Wasserschloss Werdringen Einsparungen zu erzielen. Dies soll durch zusätzliche Schließungstage erreicht werden. Vorgesehen ist für das Jahr 2018 die Schließung des Museums nach den Herbstferien und anschließend der Zeitraum bis Mitte März 2019. Diese rund fünf Monate der Schließung sollen genutzt werden, um weitgehende Umbaumaßnahmen und Überarbeitungen der Ausstellung vorzunehmen. Danach wird das Museum mit neuer Strahlkraft seinem bisherigen Anspruch als attraktives Aushängeschild der Stadt Hagen neuen Ausdruck verleihen. Ab 2020 soll dann entschieden werden, ob es bei einer geblockten Schließung in den Wintermonaten bleibt, oder eine andere Umsetzung mit gleichem Effekt angestrebt wird, beispielsweise die tägliche Reduzierung der Öffnungszeiten um eine Stunde. Bei der Entscheidung können die Erkenntnisse aus der Schließung in den Jahren 2018/19 herangezogen werden.

Geplant sind folgende Maßnahmen:

  • Neugestaltung des Eingangsbereichs
  • Einrichtung eines Museumsshops
  • Erweiterung der Ausstellung um einen eigenen Ausstellungsbereich Blätterhöhle
  • Überarbeitung der Ausstellung im Bestand ohne wesentliche Neukonzeptionen
  • Flankierende Einbeziehung des Haupthauses zur Attraktivitätssteigerung des Gesamtobjekts Wasserschloss Werdringen

 

Neugestaltung Eingangsbereich/Museumsshop

Zur Zeit befindet sich die Theke abgelegen im hinteren Eckbereich des Museums. Dies hat zur Folge, dass die Besucher nicht direkt am Eingang empfangen werden können. Bei gleichzeitiger Ankunft mehrerer Besucher zu Stoßzeiten kann es so auch vorkommen, dass einzelne Besucher an der Kasse vorbei ins Museum gelangen. Die Theke selbst erweckt einen trutzhaften, wenig einladenden Eindruck. Durch ihre dunkle, blockartige Gestaltung bestimmt sie den Eingangsbereich und vermittelt das Gefühl, nicht sonderlich willkommen zu sein.

Verbunden mit der Theke ist der kleine Museumsshop, der in dieser Form die Anforderungen nur notdürftig erfüllt. Neben einer minderwertigen Vitrine, in der Artikel angeboten werden, erfolgt die weitere Präsentation in hoch gelegenen Schaukästen in der Theke. Kindern sind diese nicht einsichtig. Diese wenig attraktive Darbietung der zu erwerbenden Artikel hat zur Folge, dass der Umsatz nicht in dem Maße erfolgt, wie es sicherlich möglich wäre. Das Angebot ist darüber hinaus nur ungenügend und geht am Anspruch des Museums vorbei. Der Verkauf der Artikel erfolgt durch das städtische Kassenpersonal im Auftrag einer externen Firma unter Beteiligung am Verkaufserlös.

Dominant ist im Eingangsbereich des Museums ebenfalls eine überdimensionierte Schließfachanlage, die bestenfalls bei großen Events ihren Zweck erfüllt. Bis auf diese nur sehr seltene Auslastung verhindert die zentrale Anordnung der Schließfächer eine bedarfsgerechte Gestaltung des Eingangsbereichs.

Der Eingangsbereich des Museums soll grundlegend neu gestaltet werden. Dabei sind der Thekenbereich und der Shop als Einheit zu betrachten. Um kein zusätzliches Personal einsetzen zu müssen, soll die zuständige Kassenkraft, die den Museumseintritt kassiert, auch den Shopverkauf abwickeln.

Die Theke soll neu gebaut im vorderen Eingangsbereich positioniert werden. Hier erfüllt sie zwei Funktionen. Zum einen öffnet sie sich direkt den das Museum betretenden Besuchern. Zum anderen ist sie auch zum neu zu schaffenden Shop hin ausgerichtet und bedient so die Käufer. Trotz dieser Doppelfunktion kann die Eingangstheke wesentlich zurückhaltender gestaltet werden. Sie nimmt nicht mehr die Abwehrhaltung gegenüber den Besuchern ein, vielmehr wirkt sie durch ihre offene Gestaltung einladend zum Museumsbesuch.

Der Museumsshop wird als offener Bereich gestaltet. Die einzelnen Artikel müssen zukünftig nicht mehr in den Vitrinen ausgewählt und dann von der Kassenkraft herausgegeben werden, sondern können in Selbstbedienung entnommen und dann an der Kasse bezahlt werden. Der Shop wird in Eigenregie übernommen, so dass das Warenangebot angepasst werden kann. Ausschlaggebend hierfür sind die Ausstellungsschwerpunkte des Museums, die sich im Angebot des Shops widerspiegeln. Alle Erlöse fließen dann komplett an das Museum, wodurch die Einnahmen wesentlich gesteigert werden können.

Die Schließfächer werden dem tatsächlichen Bedarf angepasst und an den Randbereich des Eingangsbereichs verlagert.

 

Ausstellung Blätterhöhle

Kurz vor der Fertigstellung des Museums im Jahr 2004 wurden in Hagen-Holthausen in der so genannten Blätterhöhle sensationelle Funde gemacht. Durch die Eröffnung des Museums Wasserschloss Werdringen konnten die Exponate vor Ort gehalten werden und mussten nicht an überörtliche Stellen abgeliefert werden. Die Ausstellung wurde kurzfristig um zwei kleinere Vitrinen und eine erläuternde Informationstafel erweitert. Zum damaligen Zeitpunkt war diese Präsentation ausreichend.

In den darauf folgenden Jahren wurden in zahlreichen Grabungskampagnen immer wieder neue Entdeckungen gemacht. Die Blätterhöhle zählt heute zu den wichtigsten archäologischen Fundstätten in Nordrhein-Westfalen und zu den bedeutendsten Steinzeit-Fundorten in Europa. Die Bedeutung der Blätterhöhle und der dort geborgenen archäologischen Funde beruhen vor allem auf folgenden Forschungsergebnissen:

  • Nachweis einer Deponierung von Menschenresten aus der frühen Nacheiszeit in Europa. Es sind die frühesten archäologischen Belege für moderne Menschen in Westfalen und im Ruhrgebiet.
  • Erster wissenschaftlicher Nachweis einer Parallelgesellschaft von Jägern und Sammlern sowie agrarisch orientierten Gesellschaften im Jungneolithikum.
  • Erste datierbare und anhand von Artefakten nachvollziehbare Stratigraphie vom Spätpaläolithikum bis zum Endmesolithikum im Mittelgebirgsraum.

Der Bedeutung der Blätterhöhle entsprechend soll ein eigener Ausstellungsbereich eingerichtet werden. Damit ist es möglich, weitere nach 2004 gemachte Funde auszustellen und durch geeignete Präsentationen die entsprechenden Forschungsergebnisse anschaulich zu vermitteln und dabei auch die herausragende Bedeutung dieses Fundplatzes auf Hagener Gebiet herauszustellen.

Zur Einrichtung eines eigenen Ausstellungsbereichs Blätterhöhle soll ein bislang noch als Lager genutzter Raum dienen, der unmittelbar an die entsprechende Ausstellungsfläche grenzt. Dieser kann nun leer gezogen werden, da durch die Einrichtung eines Zentraldepots dort ausreichende Lagerkapazitäten vorhanden sind.

Die Ausstellung wird unter Hinzuziehung namhafter Wissenschaftler konzeptionell neu erstellt und über einen Durchbruch zum dann umgestalteten Lagerraum hin angebunden. Folgende Aspekte werden dabei Berücksichtigung finden:

  • Lebensweise von Jäger und Sammler/Bauern und Viehzüchter.
  • Klimaentwicklung von der Eiszeit bis ins Holozän (ggf. Gegenwart).
  • Archäologische und naturwissenschaftliche Methoden
  • Höhle als Fundarchiv und Reservoir.
  • Spezifika der Blätterhöhle, einschließlich Stratigrafie.

Von der Präsentation her wird sich der Ausstellungsbereich Blätterhöhle in das didaktische und gestalterische Gesamtbild des Museums Wasserschloss Werdringen einfügen. Nach Abschluss der Maßnahme wird das Museum dann über eine der Bedeutung der Blätterhöhle angemessene Präsentation verfügen, die die Attraktivität dieses beliebten Ausflugsziels insbesondere durch die Präsentation spektakulärer Exponate noch weiter steigert.

 

Überarbeitung der Ausstellung

Die 2004 eingerichtete Ausstellung ist nach wie vor aktuell und entspricht didaktisch und präsentationstechnisch hohen Anforderungen. Aus diesem Grund soll sie grundsätzlich unverändert bleiben und nur an den Stellen, an denen sich Änderungsbedarf ergeben hat, ergänzt oder modifiziert werden. Das Gesamtbild der Ausstellung wird sich dadurch nicht auffällig verändern. Lediglich in dem Bereich, aus dem das Ausstellungsthema Blätterhöhle durch die Verlegung in einen eigenen Ausstellungsbereich entfernt wird, werden grundlegende Neupositionierungen notwendig werden.

 

Haupthaus

Mit dem Rückzug des Schlossvereins sind die Räumlichkeiten des Haupthauses im Wasserschloss Werdringen ungenutzt. Schon bei der nur gering frequentierten Nutzung des Haupthauses durch den Schlossverein ergab sich die prekäre Situation, dass daraus resultierend in bauphysikalischer Hinsicht der Bestand des Gebäudes gefährdet ist. Nur durch eine gesicherte permanente Nutzung ist der Erhalt des Gebäudes gewährleistet. Von daher sind die geplanten Maßnahmen im Haupthaus als Voraussetzung für eine durchgängige Nutzung nicht als Schönheitsreparaturen einzustufen. Vielmehr wird durch diese erst eine permanente Nutzung möglich, die wiederum den Erhalt des Gebäudes sichert.

Zukünftig sollen im Erdgeschoss in Anknüpfung an bisherige Gegebenheiten wieder Räumlichkeiten vermietet werden. Die Spanne reicht dabei von Hochzeits- und anderen Feiern bis hin zu Firmenevents. Mit der Vermarktung und Vermietung wird eine geeignete Agentur beauftragt. Zuvor müssen jedoch noch Renovierungsarbeiten erledigt werden, da der Zustand und die Einrichtung der Räume weder zeitgemäß ist noch die Standards erfüllt werden, die heute erwartet werden.

Alternativ zur Nutzung des Erdgeschosses zu Vermietungszwecken wird die Möglichkeit geprüft, im Rahmen des GeoPark Ruhr dort eine geologische Station einzurichten. Diese Pläne befinden sich allerdings z. Z. noch in der Sondierungsphase. Die Verwaltung wird den KWA über den weiteren Fortgang auf dem laufenden halten.

Für das erste Obergeschoss ist geplant, zukünftig jährlich wechselnde Präsentationen zu zeigen. Ihre thematische Ausrichtung soll sich an einen breiten Interessentenkreis wenden und den Ausflugscharakter des Wasserschlosses Werdringen weiter befördern. Um diese Nutzung zu ermöglichen, müssen Umbauten stattfinden. Die ursprüngliche Bausubstanz wird dabei nicht angegriffen. Es müssten lediglich die bei einer früheren Renovierung eingebrachten Leichtbauwände wieder entfernt werden. Vorbereitende Planungen zur Durchführung der notwendigen Baumaßnahmen laufen. Der KWA wird über den weiteren Fortgang unterrichtet.

Die Wohnung im zweiten Obergeschoss soll umgebaut werden. Hier soll zukünftig für Schulklassen und für andere museumspädagogische Veranstaltungen ein Mehrzweckraum entstehen. Auch hierbei würde die ursprüngliche Bausubstanz nicht angegriffen, sondern es müssten lediglich einige Leichtbauwände wieder entfernt werden. Vorbereitende Planungen zur Durchführung der notwendigen Baumaßnahmen laufen. Der KWA wird über den weiteren Fortgang unterrichtet.

Um die Pläne realisieren zu können, war es zunächst notwendig, in einem aufwendigen Verfahren ein Brandschutzgutachten zu erstellen. Dies steht nun vor dem Abschluss. Damit ist von dieser Seite die Voraussetzung geschaffen, die Pläne zu realisieren. Wesentlicher Bestandteil der sich aus dem Brandschutzgutachten ergebenden Maßnahmen ist die Einrichtung eines zweiten Fluchtweges über eine zusätzliche Treppe.

 

Veranstaltungsprogramm 2018

Zahlreichen interessante Angebote, Führungen und Programme tragen zur Attraktivität des Museums Wasserschloss Werdringen bei. Nicht nur die zahlreich nachgefragten buchbaren Führungen für Gruppen sowie Programme für Kindergärten, Schulklassen und Kindergeburtstage bringen eine große Zahl an Besucherinnen und Besuchern ins Museum, sondern auch die vielen öffentlichen Veranstaltungen. Diese haben eine besonders große Bedeutung, da sie eine große Strahlkraft über Hagen hinaus haben und so erst viele Menschen aus Nah und Fern auf dieses Kleinod an der Ruhr aufmerksam machen.

Auch im Jahr 2018 gibt es am Wasserschloss Werdringen wieder eine breite Palette an unterschiedlichen Veranstaltungen:

  • Zahlreiche unterschiedlichen öffentlichen Führungen, Exkursionen und Workshops, die schon im Januar wieder begonnen haben.
  • Traditionelle Dinoeier-Suche zu Ostern, die jedes Jahr ein großer Spaß für Kinder ist.
  • Mittelalterlicher Handwerkertag am 22. April, der in Kooperation mit der Ritterschaft der Wolfskuhle stattfindet. Hierbei werden unterschiedliche mittelalterliche Handwerkstechniken vorgeführt. Für die Kinder werden Ritterspiele und Bastelaktionen angeboten.
  • Zum Internationalen Museumstag am 13. Mai bietet das Museum Wasserschloss Werdringen Führungen für Groß und Klein sowie Spiel- und Bastelaktionen für Kinder an.
  • Steinzeittag am 1. Juli unter dem Motto „Entdecken und Mitmachen“. Jung und Alt können die Steinzeit live erleben und Vieles ausprobieren.
  • Werdringer Theatersommer vom 5. bis 8. Juli in Kooperation mit dem Theater an der Volme. Dario Weberg inszeniert hierfür eine besondere Aufführung mit Bezügen zum Wasserschloss Werdringen. Die Theaterveranstaltungen werden das Sommerhighlight im Wasserschloss Werdringen. Wenn der Theatersommer erfolgreich verläuft, soll er fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms werden.
  • In den Sommerferien beteiligt sich das Museum wieder mit vielen unterschiedlichen Veranstaltungen am Urlaubskorb und an der Ferienmaus.
  • Zum Ferienende findet am 26. August der Fossilientag mit Mineralien- und Fossilienbörse statt. Eine Vielzahl an Händlern bieten Mineralien, Fossilien und Schmuck an. Für Kinder gibt es ein umfangreiches Programm rund um Fossilien.
  • Im Oktober findet noch einmal ein mittelalterlicher Handwerkertag statt.
  • Den Jahresausklang soll wieder der traditionelle Weihnachtsmarkt am 3. Adventswochenende bilden. Allerdings sieht sich der Schlossverein nicht mehr in der Lage, den Weihnachtsmarkt durchzuführen. Nach Möglichkeiten, den Weihnachtsmarkt trotzdem durchführen zu können, wird derzeit gesucht.
  • Weitere Veranstaltungen sind noch in Planung.

 

Umsetzung der HSP-Maßnahme 18_49.001

hier: Reduzierung der Öffnungszeiten des Museums für Ur- und Frühgeschichte um 1 weiteren Tag

 

Der Rat der Stadt Hagen hat am 07.04.2016 u.a. folgenden Beschluss im Rahmen

der Kürzung des Zuschussbedarfes im Produktbereich Kultur um 2,25 Mio. Euro ab

dem Haushaltsjahr 2018 gefasst:

Reduzierung der Öffnungszeiten im Museum für Ur- und Frühgeschichte

(1 Tag) = Einsparsumme 30.000 Euro

 

Die Planung im Fachbereich Kultur sieht vor, die Einsparmaßnahme „Reduzierung

der Öffnungszeiten des Museums für Ur-und Frühgeschichte um 1 weiteren Tag“, unter Betrachtung des Besucheraufkommens insbesondere in den Sommermonaten  und aus wissenschaftlicher-konzeptioneller Sicht, NICHT mit einer weiteren Schließung an einem Wochentag umzusetzen, sondern stattdessen das Museum für Ur- und Frühgeschichte in den weniger besuchten Herbst-  und Wintermonaten zu schließen. Es wird allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Führungen / Workshops für Schulklasse, sowie die sehr gut gebuchten Kindergeburtstage auch während dieser Schließungszeit und unter Berücksichtigung des Umbaufortschritts unberührt bleiben. Unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Schließung aufgrund vorhergehender Konsolidierungsmaßnahmen, in der Zeit nach dem 3. Adventwochenende bis einschl. der 2. Januarwoche, ergibt sich somit ein weiterer Schließungszeitraum von insgesamt 49 Schließungstagen pro Jahr.

Um die, haushaltstechnisch bereits berücksichtigte, Summe für 2018 in Höhe von 23.000 Euro noch annähernd erreichen zu können, hat der FB 49 gemeinsam mit VB 3 entschieden, dass Museum ab dem 29.10.2018 (nach den Herbstferien) bis einschl. 24.03.2019 geschlossen zu halten. Diese Zeit soll auch als Umbauphase sowohl gebäudetechnisch als auch konzeptionell für das Museum genutzt werden und bietet durch den längeren Zeitraum von 5 Monaten einen größeren Spielraum bei der Umbauplanung und -umsetzung.

 

Dies entspricht eine Schließungsdauer von 45 Schließungstagen im Jahr 2018 (29.10. - 16.12.; 17.12.-25.12. geschlossen aufgrund vorhergehender Konsolidierungsmaßnahmen; 26.12 – 30.12.).

Ab 2019 werden die eingeplanten 49 Schließungstage, jeweils unter Berücksichtigung der Osterferien, voraussichtlich an die 2. Januarwoche angeschlossen. 

Die damalige Berechnung des Konsolidierungsziels i.H.v. 30.000 Euro basierte auf Daten des Mieter-Vermieter-Modells. Nach der Reintegration der GWH und Umstrukturierungen der Stammdaten im Haushalt kann eine Einsparung bei dem o.g. Schließungsmodell  i.H.v.ca. 23.000 Euro erzielt werden. Diese 23.000 Euro wurden bei der Fortschreibung des HSP 2018 berücksichtigt, die Maßnahme wird dadurch als erbracht angesehen.

 

 

 

 

 

 


Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

 

X

sind nicht betroffen

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

X

Es entstehen folgende finanzielle und personelle Auswirkungen

 

Maßnahme

X

konsumtive Maßnahme

 

Rechtscharakter

X

Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges

 

 

  1.                Konsumtive Maßnahme

 

Teilplan:

1.11.30

Bezeichnung:

Gebäudewirtschaft

Produkt:

1130

Bezeichnung:

Kostenstellen

Kostenstelle:

765118

Bezeichnung:

Aufsichtsdienst

Kostenstelle:

765114

Bezeichnung:

Reinigung

Kostenstelle:

11025

Bezeichnung:

Energie

 

 

Kostenart

Lfd. Jahr

Folgejahr 1

Folgejahr 2

Folgejahr 3

Ertrag (-)

 

Aufwand (+)

501200

- 21.710,00

-21.710,00

-21.710,00

-21.710,00

 

524100

-1.550,00 €

-1.550,00 €

-1.550,00 €

-1.550,00 €

Eigenanteil

 

 

 

 

Teilplan:

1.2520

Bezeichnung:

Kultur – Kunst - Geschichte

Produkt:

1.2520.42

Bezeichnung:

Geschichte / Museen

Kostenstelle:

 

Bezeichnung:

 

 

 

Kostenart

Lfd. Jahr

Folgejahr 1

Folgejahr 2

Folgejahr 3

Ertrag (-)

 

Aufwand (+)

529100

16.000,00

0,00

0,00

0,00

Eigenanteil

 

 

 

 

 

Kurzbegründung:

X

Finanzierung ist im lfd. Haushalt bereits eingeplant/gesichert

Aufgrund der Mischnutzung ( Kasse / Museumsshop ) muss die Vorsteuerabzugsmöglichkeit geprüft werden.

 

 

 

 

 

 

 

gez.

gez.

(Erik o. Schulz, Oberbürgermeister)

(Margarita Kaufmann, Beigeordnete)

 

gez.

Bei finanziellen Auswirkungen:

Christoph Gerbersmann

Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer

 

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Beschlüsse

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15.02.2018 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss

Erweitern

22.02.2018 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen