Beschlussvorlage - 1053/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Beschilderung von fußläufigen Wegebeziehungen im Innenstadtbereich
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Britta Wimpelberg
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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06.12.2005
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Sachverhalt
Die Bezirksvertretung Mitte hat im Mai 2005 die Verwaltung beauftragt, Vorschläge für eine Beschilderung im Innenstadtbereich zu erarbeiten und der Bezirksvertretung vorzustellen.
Die Schilder
sollen die Fußgänger zu markanten und wichtigen Punkten im Bereich der
Innenstadt (z.B. Stadttheater, Volkspark, Plätze, Museen, Einrichtungen der
Stadt, Geschäfte, Gastronomien usw.) führen.
Für die Entwicklung
einer `kleinen Großstadt` ist ein Marketingkonzept notwendig, daß die Benutzung
der Stadt für Besucher erleichtert. In der Innenstadt, der neuen City, sind
verschiedene Einrichtungen untergebracht, deren Erreichbarkeit sich nicht von
allein erschließen.
Für ein positives Bild einer Stadt ist es entscheidend, die notwendigen Informationen für Besucher der Innenstadt insbesondere zu den kulturell und touristisch herausragenden Sehenswürdigkeiten zu optimieren. Dies trifft ebenfalls auf den Handels zu. Hinzu kommt ein einheitliches einprägsames Wegweisungssystem.
Die Besonderheit einer Wegweisung für Fußgänger besteht in erster Linie darin, Besucher der Stadt zielgerichtet an die touristisch interessanten Orte zu bringen. Die Wegweisung soll erklären, was sich wo befindet. Auf dieser Wegstruktur wird die Stadt verständlich - die Stadt öffnet sich.
Bei der Bearbeitung des o.g. Auftrags der Bezirksvertretung Mitte ist deutlich geworden, daß die Problematik der Beschilderung in der Innenstadt nur ein Baustein in dem Themenkomplex zur Gesamtkonzeption “Gestaltung der Hagener Innenstadt” ist.
Bei der Untersuchung der Innenstadt wird erkennbar, daß sich ein deutliches Gefälle zwischen dem Friedrich- Ebert- Platz und der “alten” Fußgängerzone auf der Mittel- und Elberfelder Straße ergibt. Der Friedrich- Ebert- Platz hat durch die Neugestaltung eine erhebliche Aufwertung erfahren, dies macht sich durch die große Akzeptanz des Platzes mit einer hohen Besucherfrequenz bemerkbar. Die “alte” Fußgängerzone ist hingegen geprägt durch ein uneinheitliches Erscheinungsbild, welches u.a. durch eine Vielzahl von Kundenstoppern, Verkaufsständern, Werbung und einer ungeordneten Gestaltung und Übermöblierung der Außengastronomien entsteht. Hinzu kommt die schlechte Auffindbarkeit von öffentlichen Einrichtungen (Rathaus an der Volme, Stadtverwaltung, KEO-Museum, zukünftig Emil-Schumacher-Museum etc.) nach der Neugestaltung der Hagener City und Herausnahme des IV- und der Buslinien. Fehlende Informationen zu Geschäften und Gaststätten in den Seitenstraßen werden von den Einzelhändlern und Gastronomen bemängelt.
Um die diversen Missstände in der “alten” Fußgängerzone zu beheben und die Stärken der “alten” Fußgängerzone wieder bewußt zu machen und um die Hagener Bürger wieder zum verstärkten Verweilen auf der Flanieremeile einzuladen, ist es notwendig, eine Gesamtkonzeption für die Hagener Innenstadt zu erstellen.
Dieses Gesamtkonzept sollte folgende Themen beinhalten:
· Wegweisung: Fußgängerleitsystem zur besseren Orientierung und Information
· Sondernutzung: Gestaltung von Außengastronomien und Positionierung von Verkaufsständern
· Werbung: Gestaltung und Positionierung von Reklame
· Verkehrsführung: Aktualisierung und Anpassung des Piktogramm- und Parkleitsystems
Angesichts
der angespannten Haushaltslage der Kommunen, hat es sich bei der Umsetzung
eines solchen Projektes als nützlich erwiesen, eine Kooperation zwischen der
Kommune und privaten Unternehmen auf Public-Privat-Partnership-Basis
einzugehen. Dies unteranderem, weil der Handel von einem solchen
nachvollziehbaren Konzept profitiert.
Um in einem ersten Schritt die Erreichbarkeit, Orientierung und Information in der Hagener Innenstadt positiv voranzubringen wird vorgeschlagen, ein qualifiziertes Planungsbüro zu beauftragen, ein Fußgängerleitsystem für die Hagener Innenstadt zu entwickeln.
Für die Beauftragung wird ein Kostenrahmen in Höhe von 10.000,- € angesetzt. Das Geld wird zu gleichen Teilen aus dem Buget 2006 vom Fachbereich für Stadtentwicklung, Planen und Wohnen und aus bezirklichen Mittel zur Verfügung gestellt.
