Beschlussvorlage - 0535/2017
Grunddaten
- Betreff:
-
Theodor-Heuss-Gymnasium: Rückbau des abgängigen Pavillons und Neubau eines zweigeschossigen Gebäudetraktes an das Hauptgebäude
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
- Beteiligt:
- FB65 - Gebäudewirtschaft; FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Fachausschuss Gebäudewirtschaft
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Vorberatung
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21.06.2017
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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27.06.2017
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●
Erledigt
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Schulausschuss
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Entscheidung
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04.07.2017
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Sachverhalt
Begründung
Mit der Vorlage 0033/2017 hat der Rat der Stadt Hagen am 16.12.2017 ein umfang-reiches Maßnahmenpaket im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ in Höhe von 27,7 Mio. € beschlossen. Darin vorgesehen waren auch der Abriss des abgängigen Pavillons (sog. „Krabbelkiste“) sowie der Neubau eines Ersatzpavillons (Maßnahme Nr. 83 und 84). Die räumliche Situation am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) erfordert eine Investitionsentscheidung, die dem Inklusionsgedanken sowie der Barrierefreiheit Rechnung trägt.
Der momentan genutzte Pavillon mit insgesamt acht Unterrichtsräumen entspricht hinsichtlich der baulichen Substanz nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen. Eine Instandsetzung des bestehenden Gebäudetrakts ist daher weder sinnvoll noch wirtschaftlich. Der räumliche Bedarf soll als Neubau mit Anbindung an das Hauptgebäude realisiert werden.
Neben einem entsprechenden Zugang vom Parkplatz aus sollen im Gebäude alle Ebenen mit einer rollstuhlgerechten Aufzugsanlage verbunden werden. Für die Inklusion bietet sich so die Chance, auch das THG barrierefrei erreichen und sich im gesamten Hauptgebäude barrierefrei bewegen zu können. Beim Bau des Gymnasiums (1965) wurde nach den damaligen Erkenntnissen zwar ein Aufzug berücksichtigt, doch entspricht dieser nicht mehr den heutigen Anforderungen. Daher ist nur eine eingeschränkte Nutzung möglich.
Das Raumprogramm für den Neubau umfasst acht Unterrichtsräume, zwei Differenzierungsräume, Stunden-WC-Anlagen für Schüler/innen, barrierefreie WC-Anlagen sowie eine barrierefrei Aufzugsanlage für alle Ebenen. Für die Realisierung des Raumprogramms werden ca. 1.000 m² Bruttogeschossfläche (BGF) benötigt. Nach einer ersten überschlägigen Einschätzung werden nachfolgend die voraussichtlichen Kosten dargestellt. Hinsichtlich der Umsetzung der Maßnahme ist für 2017 die Planung vorgesehen. Die Umsetzung soll in den Jahren 2018 und 2019 erfolgen.
| Insgesamt | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
Abriss Pavillon
| 150.000 € |
| 150.000 € |
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Neubau
| 2.500.000 € | 100.000 € | 1.500.000 € | 900.000 € |
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Anmietung Containeranlage für die Ersatzunter-bringung der Klassen
| 300.000 € |
| 150.000 € | 150.000 € |
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insgesamt |
2.950.000 € |
100.000 € |
1.800.000 € |
1.050.000 € |
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Ursprünglich wurden für diese Maßnahme insgesamt 1,865 Mio. € veranschlagt. Durch die Schaffung von zwei zusätzlichen Räumen, behindertengerechtem Aufzug, barrierefreiem Zugang sowie Barrierefreiheit im Gebäude, der geänderten, konventionellen Bauweise (statt Pavillon-Systembau) und der höheren Abbruch- und Entsorgungskosten für den Pavillon sind nunmehr Mehrkosten in Höhe von rund einer Million Euro zu erwarten.
Im Rahmen der Ersatzunterbringung wurde auch die Möglichkeit der Anmietung von Räumen im ehemaligen Fernmeldegebäude an der Funckestraße geprüft. Aufgrund der nur kurzen Anmietungsmöglichkeit bis Ende 2017 und der damit verbundenen hohen Kosten kommt diese Möglichkeit jedoch nicht infrage. Für die Aufstellung der Containeranlage wurden mehrere Möglichkeiten geprüft. Im Ergebnis bietet die Aufstellung auf dem Parkplatz unterhalb der Enervie-Arena die beste und kostengünstigste Alternative (siehe Anlage 1).
Die Anlage 2 zeigt den Vorentwurf zur Umsetzung eines zweigeschossigen, halbrunden Neubaus mit Innenhof und direkter Anbindung an das bestehende Hauptgebäude. Die Grundgedanken der Planung sind ein barrierefreier Zugang, eine neue zentrale barrierefreie Aufzugsanlage und zwei zentrale Treppenhäuser mit Anbindung an alle Ebenen. Der neue Klassentrakt soll die bestehenden Raumprobleme lösen und darüber hinaus auch eine Verbindung der bisher getrennten Gebäudeflügel schaffen, um die gesamte Erschließungssituation entscheidend zu verbessern. Ferner wird die Möglichkeit einer späteren Aufstockung des Neubaus um weitere Etagen schon bei der jetzigen Planung berücksichtigt. Der Vorentwurf wurde mit der neuen Schulteilung erörtert. Im Rahmen der zu erstellenden Ausbauplanung werden auch die finanziellen Auswirkungen dargestellt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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480,3 kB
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2
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(wie Dokument)
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2,6 MB
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