Beschlussvorlage - 0154/2017
Grunddaten
- Betreff:
-
Jahresrückblick 2016 der Hagener Stadtbücherei
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Entscheidung
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21.03.2017
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Erledigt
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Bezirksvertretung Haspe
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Entscheidung
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06.04.2017
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Entscheidung
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11.05.2017
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Sachverhalt
Kurzfassung
Der Fachbereich Bildung informiert die Gremien regelmäßig über den Entwicklungsstand der Stadtbücherei Hagen. Einmal jährlich wird der Jahresrückblick der Stadtbücherei vorgestellt.
Im Jahresrückblick erfolgt zunächst eine Rückschau auf die erbrachten Leistungen anhand der im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) festgelegten Produkte. Besonderes in 2016 wird dabei gesondert dargestellt.
Nach dem Punkt Projekte folgt die Vorschau auf Vorhaben zur Weiterentwicklung der Stadtbücherei in 2017.
Begründung
Jahresrückblick 2016 der Hagener Stadtbücherei
1. Darstellung der Leistungen der Stadtbücherei anhand der Produkte, die im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) gebildet wurden
1.1. Bereitstellung von Medien und Informationen
Die Stadtbücherei hat das Ziel, ein aktuelles und attraktives Angebot an physischen und elektronischen Medien und Informationen bereitzustellen.
Die Bestandsentwicklung im Jahr 2016 stellt sich wie folgt dar: Unter Einberechnung der in 2016 erfolgten Zu- und Abgänge standen den Kundinnen und Kunden der Stadtbücherei am Stichtag 31.12.2016 201.190 physische Medieneinheiten zur Verfügung. Hinzu kommt das E-Medien-Angebot des Onleihe24-Verbundes (rund 56.000 Exemplare), dem die Stadtbücherei Hagen seit 2012 angehört. Die Erneuerungsquote für den Medienbestand lag im Jahr 2016 bei 7,2 %, im Hinblick auf die angestrebte Quote von 8 % ein befriedigendes Ergebnis.
2016: Bestand physische Medieneinheiten: 201.190
2016: 56.000 E-Medien in der Onleihe verfügbar |
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Die Gesamtzahl der Entleihungen betrug im Jahr 2016 insgesamt 719.134. Damit gibt es bei den Gesamtentleihungen im Vergleich zu 2015 einen Rückgang in Höhe von 4,4 %. Erfreulich entwickelten sich die Downloads aus der Onleihe24: Erstmals wurde mit 50.998 Downloads die 50.000er-Marke überschritten. Trend ist also weiterhin: Die Ausleihe physischer Medien nimmt ab, die Downloads der E-Medien nehmen zu.
2016: Entleihungen gesamt: 719.134 |
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2016: Downloads Onleihe 24: 50.998 |
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10.013 Leserinnen und Leser haben in 2016 ihren Büchereiausweis mindestens einmal zur Ausleihe von Medien genutzt. Über die Schrankenanlagen in den Eingängen der drei Büchereistandorte wurden 182.314 Besucherinnen und Besucher gezählt, die die Büchereien aus den unterschiedlichsten Gründen genutzt haben, z.B. zum Lesen und Stöbern vor Ort, zum Recherchieren, zur Einzel- und Gruppenarbeit, zum Ausleihen, im Rahmen von Klassen- oder Gruppenführungen oder bei Veranstaltungen.
37.153 Besucherinnen und Besucher haben die Stadtteilbüchereien aufgesucht - mit 20 % im Verhältnis zur Gesamtbesucherzahl ein Ergebnis, das so schon im Jahr 2015 erzielt wurde und zeigt, dass die Stadtteilbüchereien konstant gut genutzt werden.
2016: Besucherinnen und Besucher gesamt: 182.314
2016: 37.153 Besucherinnen und Besucher = 20 % nutzten die Stadtteilbüchereien |
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1.2.Veranstaltungs- und Programmarbeit
Die Veranstaltungs- und Programmarbeit bildet das zweite große Aufgabenfeld der Stadtbücherei: Leseförderung, Förderung der (vor-)schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung, Steigerung der Medien- und Recherchekompetenz, Integration, Teilhabe an kultureller Bildung sowie die Unterstützung der aktiven Freizeitgestaltung stehen dabei im Mittelpunkt.
Ein Grundpfeiler im Bereich Programmarbeit ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Hagener Schulen, den Einrichtungen der vorschulischen Bildung und zahlreichen anderen Bildungsträgern: 2016 wurden 143 Führungen für Schulklassen und andere Gruppen mit 2.868 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt.
2016: 143 Führungen mit 2.868 Teilnehmerinnen und Teilnehmern |
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Im Veranstaltungsbereich haben 6.951 Besucherinnen und Besucher an den 469 Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene teilgenommen. Im Angebot für Kinder waren in der Stadtbücherei Springe und in den Stadtteilbüchereien unter anderem regelmäßige Vorlesestunden, Bilderbuchkinos, Kamishibai-Vorführungen, Kinderaktionstage und vieles mehr. Auch beim Kinder- und Jugendbuchfestival „Leselust“ im Herbst 2016 war die Stadtbücherei mit allen drei Büchereieinheiten beteiligt.
Im Bereich „Veranstaltungen für Erwachsene“ wurden bewährte Formate fortgeführt wie „Hagen wörtlich“, das „Bücherfrühstück“ und der Lese- und Vorlesetreff „LebensLangeLeseLust“. Seit 2015 gibt es in der Stadtbücherei Springe den ehrenamtlich geleiteten Treff „Sprechen & Erzählen“, der Flüchtlinge und Migranten beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt. Diese zunächst nur wöchentlich angesetzten Treffen wurden so stark nachgefragt, dass nun ein täglicher Austausch an einem festen „Stammtisch“ möglich ist. Auch der Deutschunterricht für Flüchtlinge in der Stadtteilbücherei Haspe war das gesamte Jahr 2016 hindurch ausgebucht.
Erstmals war der WDR mit einer Veranstaltung zu Gast in der Stadtbücherei Springe und hat am 30.04.2016 von hier aus die „Telefonische Mordsberatung“ live ausgestrahlt, ein aufregendes Seh- und Hör-Erlebnis für die Zuschauerinnen und Zuschauer.
Die „Mottowoche“ im Frühjahr 2016 hieß „… und über uns der Himmel“. Neben einer Ausstellung der Volkssternwarte Hagen gab es Buchvorstellungen, ein Wiedersehen mit dem Film „Odyssee im Weltraum“, himmlische „Texte + Töne“ sowie als Höhepunkt ein Live-Konzert mit Stefan Erbe und Steve Baltes, zwei Musikern, die mit ihrer experimentellen Klangmusik die „Unendlichen Weiten“ zum Klingen brachten. Mit der Ankündigung „Wir holen Ihnen die Sterne vom Himmel!“ hatte die Stadtbücherei nicht zu viel versprochen.
Der „Mörderische Herbst“ präsentierte einen Filmabend mit den „Toten Augen von London“, Mechthild Großmann war mit einer Lesung zu Gast und bei einer „Mörderischen Weinprobe“ wurden zwischen Kriminalgeschichten renommierter Krimiautoren Weine verkostet – eine Mischung, die auch bei der zweiten Veranstaltung dieser Art gut ankam. Eine neue Veranstaltungsreihe startete im Rahmen des mörderischen Herbstes: „Die Buchprüfer“ (Prominente aus Hagen und dem Umkreis) werden zukünftig regelmäßig neue Bücher vorstellen. Die erste Buchprüfer-Runde mit Wolfgang Sprogies, dem Hagener Polizeipräsidenten, Hermann Backhaus, dem Vorstandsvorsitzenden der Märkischen Bank, Regina van Dinther, der Präsidentin des Chorverbandes NRW und Andrea Steffes, Leitung der Stadtbücherei Hagen, stellte Krimi-Neuerscheinungen des Jahres 2016 vor – gute Lesetipps für die folgenden langen Winterabende.
Ein erfolgreiches und stark nachgefragtes Veranstaltungsformat ist mittlerweile die sogenannte „Infobörse“, die 18mal an Samstagen begleitend zum Ausleihbetrieb in der Stadtbücherei Springe stattfand: 2016 stellten sich hier Einrichtungen und Vereine wie die Verbraucherberatung, der Tauschring, die Sternwarte, der ambulante Hospizdienst und das Kinderhospiz, Selbsthilfe-Gruppen, das Netzwerk Demenz, die Deutsch-Finnische-Gesellschaft, eine Initiative zur Laienreanimation und die Abteilung Kriminalprävention der Polizei vor – ein von den Kundinnen und Kunden gern angenommenes Informationsangebot, das ständig erweitert wird.
2016: 469 Veranstaltungen mit 6.951 Besucherinnen und Besuchern |
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Die Stadtbücherei ist ein Forum für Information, Austausch und Kommunikation. Daher gibt es neben dem Veranstaltungsangebot auch regelmäßig Ausstellungen, die den Besuch der Stadtbücherei lohnenswert machen. Neben fortlaufenden Medienausstellungen aus dem eigenen Bestand zu aktuellen Themen wurden in 2016 präsentiert: Die Ausstellung „Warum heißt der Turm wie ein Fisch“ in Zusammenarbeit mit Mechthild Schierhold, die oben bereits erwähnte Ausstellung mit der Sternwarte, die Ausstellung „Tanz!Erleben!“ in Zusammenarbeit mit dem Hagener Theater, die Ausstellung „Fukushima, Tschernobyl und wir“ zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend sowie die Ausstellung „Kultur, Alltag und nachhaltige Projekte aus Sumatra“ zusammen mit der VHS und der Pauluskirchengemeinde.
Alle Jahre wieder gibt es in Hagen den Schaufensterwettbewerb. Auch in 2016 war die Stadtbücherei dabei und präsentierte ein Stück Büchereigeschichte zum Motto „Hagen im Fluss“. Wie in den Vorjahren wurden die kreativen Gestalter des Fensters mit einem Preis geehrt; diesmal zur Freude aller Beteiligten mit Platz 1 in der Kategorie „Beste Idee - welches Schaufenster überzeugt mit einem ungewöhnlichen Einfall?“ – mit der dritten Auszeichnung beim Schaufensterwettbewerb wurde der Tripel nun erreicht!
1.3. Netzwerk Musik
Seit September 2015 gibt es das MusikNetz Hagen, ein Kommunikations- und Austauschforum für aktive Musikerinnen und Musiker der Stadt Hagen und der näheren Umgebung. Die Idee hinter diesem Projekt ist, die Musikbücherei als zentrale Informationsbörse und als Ort für musikalische Begegnungen zu etablieren.
2016 fand daher eine Vielzahl musikalischer Begegnungen in der Musikbücherei statt: Neben offenen Proben verschiedener Hagener Chöre gab es eine Reihe von Schülerkonzerten in Zusammenarbeit mit der Max-Reger-Musikschule sowie zwei Veranstaltungen des bewährten Formats „Texte + Töne“. Einmal jährlich ist die Musikbücherei auch der Ort für die „Klangrede“, so im Dezember 2016 zur Einführung in die „klassische Nacht“ mit Mozart, Beethoven und Mendelssohn.
Am 5. Oktober startete zum ersten Mal das „MitSingDing“ – Rudelsingen in der Musikbücherei. Begleitet von Stefan Nussbaum an der Gitarre wurden alte und neue Schlager und Hits gesungen, ein Riesenspaß für alle Beteiligten, dem noch drei weitere Termine folgten. Und eine Fortsetzung des „MitSingDings“ im Herbst 2017 ist nicht ausgeschlossen!
Am Vernetzungsgedanken arbeiten die Initiatoren des MusikNetz Hagen weiter – ein Informationstreffen des Netzwerks wird im ersten Halbjahr 2017 stattfinden.
1.4. Besucherumfrage in den Stadtteilbüchereien Haspe und Hohenlimburg
Um die Erwartungen und Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden einschätzen und nutzerorientiert planen zu können, führt die Stadtbücherei Hagen in Zusammenarbeit mit dem Ressort Statistik, Stadtforschung und Wahlen in regelmäßigem Abstand Kundenbefragungen durch. Nach der Kundenbefragung im Jahr 2014 in der Stadtbücherei auf der Springe (Zentrale) wurde im März 2016 nun eine Umfrage in den Stadtteilbüchereien durchgeführt.
Mit den Ergebnissen der Besucherumfrage ist die Stadtbücherei Hagen sehr zufrieden: Die konzeptionelle Umwandlung der Stadtteilbüchereien zu Familien- und Nachbarschaftsbibliotheken mit dem Auftrag der dezentralen Grundversorgung bewährt sich auch an den neuen Standorten im Torhaus Haspe und in der Sparkasse Hohenlimburg. Die Zufriedenheit mit den Räumlichkeiten, dem Medienangebot, der Präsentation des Bestandes, den Veranstaltungen und den Öffnungszeiten zeigt, dass der eingeschlagene Weg der Richtige ist.
Gute Noten gab es auch für die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des hauptamtlichen Personals sowie der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Stadtteilbüchereien beim täglichen Betrieb unterstützen und zum Erhalt dieser Büchereien beitragen. Die Gesamtnoten 2 für Haspe und 1,8 für Hohenlimburg zeigen: In den Stadtteilbüchereien wird gute Arbeit geleistet!
1.5. Bürgerschaftliches Engagement in der Stadtbücherei Hagen
Seit über 15 Jahren sind ehrenamtliche Mitarbeit und bürgerschaftliches Engagement in der Stadtbücherei eine Selbstverständlichkeit. Insgesamt 143 Ehrenamtler haben sich 2016 für „ihre Stadtbücherei“ eingesetzt. Sie engagieren sich im Bereich Leseförderung oder bei Veranstaltungen, arbeiten verlässlich im Verbuchungs-betrieb der Stadtteilbüchereien mit oder betätigen sich aktiv in einem der drei Fördervereine der Stadtbücherei.
2016: 143 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und |
Mitarbeiter, davon 107 in den Stadtteilbüchereien |
Die Stadtbücherei bedankt sich herzlich bei allen ehrenamtlich Tätigen und bei den Aktiven der Fördervereine, die in den Stadtteilen Haspe und Hohenlimburg den Fortbestand des Büchereiangebots sichern. Auch viele Veranstaltungen könnten ohne Ehrenamtler nicht angeboten werden. An ehrenamtlicher Tätigkeit Interessierte sind daher auch zukünftig in der Stadtbücherei herzlich willkommen!
Hilfreich für die derzeitige und zukünftige ehrenamtliche Mitarbeit in der Stadtbücherei ist dabei das Vorhandensein hauptamtlicher Strukturen sowie die Begleitung und Unterstützung durch Fachpersonal, ob bei Schulungen, in der täglichen Praxis beim Verbuchungsbetrieb oder zur Vorbereitung von Veranstaltungen und besonderen Vorhaben.
2. Projekte
Regelmäßig profitiert die Stadtbücherei Hagen von der Projektförderung des Landes Nordrhein-Westfalen für Öffentliche Bibliotheken:
5.000 Euro Landesmittel erhielt die Stadtbücherei 2016 für den „Ausbau des Bestandes für Asylsuchende und Migranten“ in der Zentralbücherei Springe und in den beiden Stadtteilbüchereien. Von diesem Geld konnten Sprachkurse, Wörterbücher, zweisprachige Kinder- und Jugendbücher, fremdsprachige Unterhaltungsliteratur sowie Medienboxen für Multiplikatoren in Schulen und Integrationseinrichtungen angeschafft werden.
Mit 45.000 Euro (90 % der Gesamtkosten) bezuschusst das Land das Projekt „Stadtbücherei Hagen auf dem Weg in die digitale Zukunft“. Bestandteile dieses Projekts, das sich über 2 Jahre erstreckt (2016 und 2017), sind die Einführung von gebührenfreiem W-LAN an allen drei Büchereistandorten, die Überarbeitung sämtlicher PC-Benutzerarbeitsplätze, die Beschaffung mobiler Endgeräte für Klassenführungen sowie die Verbesserung der Lernsituation in der Stadtbücherei Springe (Anschaffung von Mobiliar). Dieses Projekt wurde dem Kultur- und Weiterbildungsausschuss vor Antragstellung bereits ausführlich vorgestellt (Sitzung des KWA am 03.12.2015).
3. Bibliotheksentwicklung - Ausblick auf 2017
Gemeinsam die Zukunft der Stadtbücherei Hagen gestalten – dies hatte sich die Stadtbücherei im Jahr 2015 zum Ziel gesetzt, als zusammen mit den drei Fördervereinen ein neues Leitbild erarbeitet wurde. Notwendig wurde dies durch die veränderten Rahmenbedingungen für die Büchereiarbeit wie den demographischen Wandel, die Veränderungen in der Bildungslandschaft, den technologischen Wandel sowie den Wandel in der Medienlandschaft. Die Gedanken des Leitbilds werden nun mit Leben erfüllt, Baustein für Baustein.
Für das Jahr 2017 steht die Stärkung der Bücherei als Lern- und Aufenthaltsort im Mittelpunkt. Mit der Durchführung des oben beschriebenen Projekts „Stadtbücherei Hagen – auf dem Weg in die digitale Zukunft“ wird die Stadtbücherei in technischer Hinsicht einen Riesensprung nach vorn machen. „Wir sind offen für neue technische Entwicklungen“ – dieser Satz des Leitbilds wird nun tatsächlich Realität.
„Wir streben nachfragegerechte Öffnungszeiten an“: Dieser Anspruch des Leitbilds wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtbücherei ab dem letzten Quartal 2016 auf zwei Gesamtdienstbesprechungen, unterstützt durch die Arbeitsgruppe „Bibliotheksentwicklung“, diskutiert, teilweise durchaus kontrovers. Wie müssen die Öffnungszeiten einer Zentralbücherei aussehen, die zunehmend „vor Ort“, und nicht mehr vorrangig zur Ausleihe von (physischen) Medien genutzt wird? Wann haben Berufstätige und Familien Zeit, die Stadtbücherei zu besuchen?
Zu Hilfe genommen wurden bei dieser Diskussion die Ergebnisse aus der Besucherumfrage in der Stadtbücherei Springe Ende 2014. Hier hatte der Punkt „Wünsche zu Öffnungszeiten“ folgendes Ergebnis: Gewünscht wurde eine Ausweitung der Öffnungszeiten in der Woche bis 19 Uhr sowie eine Ausweitung der Öffnungszeit am Samstag über 14 Uhr hinaus.
Ab September 2017 sollen daher die Öffnungszeiten der Stadtbücherei Springe für einen Probezeitraum von 2 Jahren um insgesamt 4 Stunden erweitert werden. Die Stadtbücherei Springe öffnet dann an allen Wochentagen (außer mittwochs) einheitlich von 10 bis 19 Uhr, samstags wird von 10 bis 15 Uhr geöffnet sein.
Springe altSpringe neu
Mo 10 – 18 UhrMo – Fr (außer mittwochs) 10 – 19 Uhr
Di 10 – 18 Uhr Sa 10 – 15 Uhr
Mi geschlossen
Do 10 – 19 Uhr
Fr 10 – 18 Uhr
Sa 10 – 14 Uhr
Keine Sommerferien-Schließung in den Stadtteilbüchereien:
Auch für die Stadtteilbüchereien Haspe und Hohenlimburg gibt es bei den Öffnungszeiten eine gute Nachricht: Aus personellen Gründen mussten seit 2011 die Stadtteilbüchereien in den Sommerferien für je 3 Wochen schließen. Da nicht mehr so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Urlaubsplanung auf Ferienzeiten angewiesen sind, können diese Schließungszeiten 2017 entfallen. Dies bietet den Stadtteilbüchereien auch völlig neue Möglichkeiten für Aktivitäten in den Sommerferien, z.B. für die Durchführung des SommerLeseClubs. Der kann nun 2017 in allen Büchereieinheiten stattfinden!
„Mit Aktivitäten und Veranstaltungen den Besuch der Stadtbücherei zu einem Erlebnis machen“ - auch an diesem Ziel wird 2017 weitergearbeitet. Die „2. Hagener Literaturtage“ stehen vor der Tür und bilden den Auftakt zu einem abwechslungsreichen Veranstaltungsjahr. Ein Blick in den monatlichen Veranstaltungskalender der Stadtbücherei lohnt sich daher immer – der Treffpunkt Stadtbücherei steht allen Interessierten offen.
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