Berichtsvorlage - 0076/2017
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht zur Haushaltslage
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB20 - Finanzen und Controlling
- Bearbeitung:
- Beate Wegehaupt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Entscheidung
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02.02.2017
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die Kurzfassung entfällt!
Begründung
1. Jahresabschluss 2016
Die Stadt Hagen ist als pflichtige Stärkungspaktkommune gegenüber der Bezirksregierung Arnsberg in besonderem Maße zur Auskunft verpflichtet. Zusätzlich zu den regelmäßigen Berichten zum Stand der Umsetzung des Haushaltssanierungsplans fordert die Bezirksregierung Arnsberg auch den Stand laut städtischem Controlling-Bericht ein.
Die Erstellung des Controlling-Berichtes über das IST-Ergebnis 2016 erfolgt nach Beendigung der Jahresabschlussarbeiten.
2. Gewerbesteuerentwicklung
Der Haushaltsansatz für 2017 beträgt 89,41 Mio. €. Nach der Jahressollstellung und der ersten Sollfortschreibung des Jahres ergab sich ein Haushaltssoll von
76,3 Mio. €.
Es ist davon auszugehen, dass der Haushaltsansatz bis zum Jahresende erreicht wird. In dem Anordnungssoll ist ein Betrag von 3,9 Mio. € enthalten, der im Laufe des Jahres aufgrund eines Erlassantrages wieder abgesetzt werden wird.
3. Schuldenstand
| 13.01.2017 | Vorjahr |
Liquiditätskredite | 1.165.700.000 € | 1.121.900.000 € |
Investitionskredite | 94.019.583 € | 99.775.821 € |
Die große Differenz zum Vorjahr bei den Liquiditätskrediten ist vor allem durch die noch nicht erfolgte Zahlung der Stärkungspaktmittel in Höhe von 36 Mio. Euro zu erklären. Da wir mittlerweile einen genehmigten Haushalt haben, werden diese Gelder nachgezahlt und die Abweichung wird deutlich geringer.
4. Marktumfeld Zinsen
Die EZB hat in ihrer Sitzung am 08.12.2016 die Ausweitung der Anleihekäufe bis Dezember 2017 in Höhe von monatlich 60 Mrd. € beschlossen und den EZB-Einlagezins unverändert bei -0,40 % gelassen. Die Zinsen am Geldmarkt bewegten sich danach weiter auf niedrigem Niveau. Die Prognosen der Bankvolkswirte für den Drei-Monats-Euribor gehen auch für die nächsten vier Quartale von einer Seitwärtsbewegung aus.
Am Kapitalmarkt gingen die Zinsen nach leichtem Anstieg zuletzt wieder etwas zurück. Für die zehnjährige Bundrendite gehen die Bankvolkswirte in ihren Prognosen mehrheitlich von einem Anstieg aus. Als Argumente werden angeführt, dass sich erstens die Inflation im Euroraum verfestigen sollte. Zweitens wird erwartet, dass bei steigenden US-Renditen die hiesigen Renditen mitziehen werden. Und drittens dürfte die bessere wirtschaftliche Lage im Euroraum zu einer Drosselung der geldpolitischen Expansion der EZB führen.
Aktuelle Zinssätze für Liquiditätskredite (Abschlüsse erfolgen mit laufzeiten- und bonitätsabhängigen Margenaufschlägen):
| 31.10.2016 | 18.11.2016 | 13.01.2017 |
EONIA (Tagesgeld) | -0,332 % | -0,350 % | -0,352 % |
3 Monats-Euribor | -0,313 % | -0,313 % | -0,327 % |
12 Monats-Euribor | -0,069 % | -0,077 % | -0,094 % |
3 Jahre Swapsatz | -0,124 % | -0,064 % | -0,104 % |
5 Jahre Swapsatz | -0,005 % | 0,124 % | 0,086 % |
10 Jahre Swapsatz | 0,501 % | 0,681 % | 0,687 % |
