Beschlussvorlage - 0844/2016
Grunddaten
- Betreff:
-
Weitere Nutzung des Hauptschulgebäudes in Vorhalle
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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20.09.2016
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Nord
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Vorberatung
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28.09.2016
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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28.03.2017
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Geplant
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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24.11.2016
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30.03.2017
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Sachverhalt
Kurzfassung
Mit Beschluss vom 12.5.2016 hat der Rat die Verwaltung u. a. beauftragt, Vorschläge zur künftigen schulorganisatorischen Anbindung des Gebäudes der auslaufenden Hauptschule Altenhagen (in Vorhalle) zu machen.
Das Gebäude in Vorhalle ist baulich hervorragend für die Sekundarstufe I geeignet und wurde für eine zweizügige Hauptschule mit gebundenem Ganztag konzipiert. Wegen der geografischen Lage musste die damalige Hauptschule Vorhalle jedoch mangels Anmeldungen auslaufend geschlossen werden. Auch aktuell ist nicht damit zu rechnen, dass eine Hauptschule in Vorhalle so viele Anmeldungen für die Klasse 5 erhalten würde, dass sie als eigenständiges System existieren könnte. Um dem höheren Bedarf an Hauptschulplätzen zu entsprechen, wird vorgeschlagen, das Hauptschulgebäude in Vorhalle als Teilstandort einer bestehenden Hauptschule zu nutzen. Dafür kommen die beiden Hauptschulen Ernst-Eversbusch und Geschwister-Scholl in Betracht. Da die Hauptschule Geschwister-Scholl unter den Kriterien der Wegeentfernung und Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Personennahverkehr besser erreichbar ist, schlägt die Verwaltung vor, das Gebäude in Vorhalle als Teilstandort an die Hauptschule Geschwister-Scholl anzubinden.
Begründung
Allgemeiner Teil:
Mit Beschluss vom 12.5.2016 hat der Rat die Verwaltung u. a. beauftragt, Vorschläge zur künftigen schulorganisatorischen Anbindung des Gebäudes der auslaufenden Hauptschule Altenhagen (in Vorhalle) zu machen. Hinsichtlich des Bedarfs im gesamten Stadtgebiet hat die Verwaltung aktuell folgende Einschätzung:
Die durch Zuwanderung bedingte Zunahme von Schülerinnen und Schülern lässt sich nach wie vor nicht für die nächsten Jahre präzise prognostizieren. Angesichts der in den letzten zwei Jahren durch das Kommunale Integrationszentrum erfassten insgesamt knapp 1.000 neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler für den Bereich der Sekundarstufe I sowie der anhaltenden EU-Zuwanderung gilt jedoch weiterhin die Notwendigkeit zur Ausweitung des vorhandenen Schulraumes auch im Bereich der Regelklassen. Wie in der Berichtsvorlage 0624/2016 dargestellt, umfasst dies mindestens sowohl die beiden Hauptschulgebäude in Vorhalle und Hohenlimburg, sowie die Erweiterung des Gesamtschulangebotes in Eilpe.
Hinweise darauf, ob darüber hinaus gehende Flächen aktiviert werden müssen, werden die Daten der amtlichen Schulstatistik zum 15.10.2016 zeigen. Die Verwaltung wird dazu zeitnah berichten.
Auf Grundlage der Versetzungskonferenzen für das Schuljahr 2016/2017 wurden sowohl von den städtischen Gymnasien als auch von den städtischen Realschulen jeweils rund 35 Schulformwechsler gemeldet. Es handelt sich dabei um Schülerinnen und Schüler, die bereits 3 Schuljahre in der Erprobungsstufe absolviert haben, bzw. bei denen aus Sicht von Schule trotz rechtlich möglicher Wiederholung der 6. Klasse keine hinreichende Lernperspektive erkennbar ist. Im Bereich der Hauptschulen konnte nur durch die Bildung von zwei zusätzlichen 7. Klassen eine ausreichende Zahl an Plätzen sichergestellt werden. Als einmalig mögliche Zusatzmaßnahme wurde zudem eine Mehrklasse an der Sekundarschule Altenhagen gebildet. Es kam noch hinzu, dass die benachbarten Realschulen in Gevelsberg und Herdecke vor zwei Jahren Schülerinnen und Schüler aus Hagen aufgenommen hatten, von denen einige am Ende der Erprobungsstufe nunmehr an den beiden Hagener Hauptschulen aufzunehmen waren. Bei den allgemeinen Wanderungsbewegungen gab es zudem ein Plus an Zuzügen von Hauptschülern.
Im Bereich des gegliederten Schulsystems ist eine vergleichbare Situation in den nächsten Jahren absehbar, da manche Eltern trotz anders lautender Schulformempfehlungen für ihre Kinder einen höheren Schulabschluss anstreben. Damit geht auch die zuvor dargelegte Grundproblematik einher, die durch die stark unterschiedliche Kapazität der Schulformen gekennzeichnet ist. Während die städtischen Gymnasien 20 Züge umfassen, reduziert sich das Angebot bei den Realschulen auf 11 Züge, im Bereich der Hauptschulen auf nur noch 4 Züge. Diese 4 Züge sind zwar ausreichend, um alle Anmeldungen für die Klasse 5 berücksichtigen zu können, ab der 7. Jahrgangsstufe werden jedoch deutlich höhere Kapazitäten benötigt.
Nutzung des Hauptschulgebäudes in Vorhalle
In Vorhalle ist seit dem Schuljahr 2015/2016 die auslaufende Hauptschule Altenhagen beheimatet. Sie besteht aktuell noch aus den Jahrgängen 9 und 10; hinzu kommen vier Seiteneinsteigerklassen mit SuS im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Das Gebäude in Vorhalle ist baulich hervorragend für die Sekundarstufe I geeignet und wurde für eine zweizügige Hauptschule mit gebundenem Ganztag konzipiert. Wegen der geografischen Lage musste die damalige Hauptschule Vorhalle jedoch mangels Anmeldungen auslaufend geschlossen werden. Auch aktuell ist nicht damit zu rechnen, dass eine Hauptschule in Vorhalle so viele Anmeldungen für die Klasse 5 erhalten würde, dass sie als eigenständiges System existieren könnte. Da es jedoch, wie oben dargestellt, einen höheren Bedarf an Hauptschulplätzen gibt als an den Standorten der Hauptschulen Ernst-Eversbusch und Geschwister-Scholl Plätze vorhanden sind, wird vorgeschlagen, das Hauptschulgebäude in Vorhalle als Teilstandort einer bestehenden Hauptschule zu nutzen.
Leider ist keine der beiden nicht auslaufenden Hauptschulen (Ernst-Eversbusch in Haspe und Geschwister-Scholl in Boelerheide) so gelegen, dass sie wegen der räumlichen Nähe für die Anbindung des Gebäudes in Vorhalle prädestiniert wäre. Gleichwohl ist dies die einzige Möglichkeit, um die Raumressourcen in Vorhalle zu erschließen. Grundsätzlich kommen beide Hauptschulen für eine Anbindung in Betracht.
Ein Kriterium hierbei ist die Entfernung zwischen Haupt- und Teilstandort.
Das Gebäude in Vorhalle ist mit dem PKW 6,2 km von der Hauptschule Ernst- Eversbusch und 4,8 km von der Hauptschule Geschwister-Scholl entfernt.
Die Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Personennahverkehr stellt sich wie folgt dar: Die Fahrtzeit von Boelerheide beträgt ca. 30 Minuten, die von Haspe 45 Minuten.
Ein Kriterium, welches für die Anbindung an die Hauptschule Ernst-Eversbusch sprechen könnte, ist nicht erkennbar. Daher wird vorgeschlagen, das Gebäude in Vorhalle als Teilstandort an die Hauptschule Geschwister-Scholl anzubinden.
Grundsätzlich kann eine Schule mit Teilstandort vertikal oder horizontal geführt werden. In der vertikalen Variante werden an beiden Standorten alle Jahrgänge angeboten. Bei der horizontalen Variante erfolgt die Unterbringung an den Standorten jahrgangsweise; z. B. Klasse 5 - 7 in Boelerheide und Klasse 8 - 10 in Vorhalle. Hierzu wird noch die Stellungnahme von Schule und schulfachlicher Seite eingeholt.
Da die Hauptschule Altenhagen das Gebäude in Vorhalle ab dem Schuljahr 2017/18 nicht mehr komplett benötigt, könnte ab diesem Zeitpunkt der sukzessive Aufbau des Standortes Vorhalle der Hauptschule Geschwister-Scholl erfolgen.
