Beschlussvorlage - 0990/2016
Grunddaten
- Betreff:
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Schulentwicklungsplanung für den Bereich der Sekundarstufe I - Analyse der Schülerzahlen auf Grundlage der Schulstatistik zum 15.10.2016
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Schulausschuss
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Entscheidung
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10.11.2016
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Sachverhalt
Begründung
Die durch Zuwanderung bedingte Zunahme von Schülerinnen und Schülern (SuS) lässt sich weiterhin für die nächsten Jahre nicht präzise prognostizieren. Durch die vorläufigen Zahlen der amtlichen Schulstatistik zum 15.10.2016 wird für die Sekundarstufe I das Vorjahresniveau bestätigt. Der ursprünglich durch den externen Gutachter Ende 2011 prognostizierte, tendenzielle Rückgang der Schülerzahlen setzt sich wegen der Zuwanderung seit 2014 nicht mehr fort. Die Prognosezahlen, die 2012 und 2013 Grundlage der schulorganisatorischen Überlegungen und Entscheidungen waren, werden im laufenden Schuljahr mittlerweile um rund 850 SuS überschritten. Auf Grund der Erfahrungen des Schuljahres 2015/2016 ist zudem davon auszugehen, dass im Laufe des Schuljahres weitere SuS hinzukommen. Auch dies ist zu berücksichtigen.
Ein aktueller Abgleich mit den Zügigkeiten und der daraus resultierenden Anzahl der Klassenkapazitäten als Sollvorgabe sowie der tatsächlichen Zahl der gebildeten Klassen nach der Schulstatistik zeigt auf, dass die berechnete Sollzahl im Schuljahr 2016/2017 überschritten wird.
Die allgemeine Entwicklung der letzten 6 Schuljahre ist aus der beigefügten Anlage 1 ersichtlich.
Der aktuelle Abgleich der Prognosezahlen und der Schulstatistik für das Schuljahr 2016/2017 bezogen auf die jeweilige Schule der Sekundarstufe I ist aus der Anlage 2 ersichtlich.
Hinzu kommen weitere Faktoren:
Spätestens im Sommer 2017 werden viele SuS aus Seiteneinsteigerklassen so weit sein, dass sie in Regelklassen wechseln können. Dies wird Klassenteilungen notwendig machen und zu räumlichen Mehrbedarfen führen. Zudem ist davon auszugehen, dass insbesondere an den Gymnasien viele SuS, die dort aktuell Seiteneinsteigerklassen besuchen, nach erfolgreichem Spracherwerb an andere Schulformen wechseln werden. Ferner sollte in Klassen mit Inklusionsschülern die Klassenhöchstfrequenz nicht voll ausgeschöpft werden.
Die Realschule Emst wurde mit Ablauf des Schuljahres 2015/2016 planmäßig geschlossen, insoweit wurden die Raumressourcen für den Bereich der Sek. I reduziert.
Angesichts dieser Entwicklungen wird über die weitere Nutzung der Hauptschulgebäude in Vorhalle und Hohenlimburg sowie die Erweiterung der Gesamtschule Eilpe hinaus weiterer Schulraum – zumindest für die nächsten Jahre – zu aktivieren sein.
Hierfür müssen weitere schulorganisatorische Überlegungen erfolgen. Als bereits benannte Reservegebäude stehen das Gebäude an der Berchumer Straße (ehemals Primarstufe der Förderschule Wilhelm-Busch), das Gebäude der ehemaligen Förderschule August-Hermann-Francke, das Gebäude an der Delsterner Straße (ehemaliger Teilstandort der Grundschule Astrid-Lindgren) und das Gebäude der ehemaligen Grundschule Spielbrink zur Verfügung. Da die Aktivierung für die Sekundarstufe I dieser Gebäude zeit- und kostenintensiv wäre, ist zu prüfen, ob es weitere Möglichkeiten gibt.
Abhängig vom noch ausstehenden Verhandlungsergebnis mit der Freien Evangelischen Schule Hagen (FESH) könnte ggf. das Schulzentrum Wehringhausen ergänzend in schulorganisatorische Überlegungen einbezogen werden.
Die Verwaltung wird in den nächsten Wochen unter Einbeziehung der vorhandenen Reservegebäude konkrete schulorganisatorische Vorschläge erarbeiten und diese den politischen Gremien vorstellen. Zu berücksichtigen sind dabei auch Notwendigkeiten im Bereich der Grundschulen. In diesem Gesamtkontext ist ein organisatorisches Konzept zu entwickeln, das perspektivisch alle bisher erkennbaren Bedarfe umfasst.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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200,5 kB
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2
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(wie Dokument)
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239,8 kB
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10.11.2016 - Schulausschuss - geändert beschlossen
Beschluss:
Der Schulausschuss beauftragt die Verwaltung unter Einbeziehung der städtischen Reservegebäude bedarfsorientierte, schulorganisatorische Vorschläge für den Bereich der Sekundarstufe I zu erarbeiten und diese den politischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen.
Die Schulen werden gebeten, in ihren Stellungnahmen, insbesondere auf die Auswirkungen ihres Schulprogramms auf die räumlichen Bedarfe hinzuweisen.
Abstimmungsergebnis:
| Ja | Nein | Enthaltung |
SPD | 5 |
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CDU | 5 |
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Bündnis 90/ Die Grünen | 2 |
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Hagen Aktiv | 1 |
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Die Linke | 1 |
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AfD | - |
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FDP | 1 |
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BfHo/Piraten Hagen | 1 |
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X | Einstimmig beschlossen | ||
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Dafür: | 16 | ||
Dagegen: | 0 | ||
Enthaltungen: | 0 | ||