Beschlussvorlage - 0984/2016

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Gesamtschule Eilpe soll mit dem Schuljahr 2017/2018 durch einen

Anbau/Solitär vor Ort auf fünf Züge erweitert werden.

Die Verwaltung soll die Umsetzung der Maßnahme Erweiterung Gesamtschule Eilpe vorbereiten und nach Konkretisierung der genannten Förder- und

Finanzierungsmodalitäten eine qualifizierte Kostenermittlung und Ausbauplanung

in einer ergänzenden Vorlage vorstellen. 

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Allgemeiner Teil:

Mit Beschluss vom 12.5.2016 hat der Rat die Verwaltung u. a. beauftragt, die Entwicklung der Schülerzahlen zu beobachten und hieraus Vorschläge abzuleiten. Hinsichtlich des Bedarfs im gesamten Stadtgebiet hat die Verwaltung auf Basis der Schulstatistik zum 15.10.2016 folgende Einschätzung:

 

Die durch  Zuwanderung bedingte Zunahme von Schülerinnen und Schülern lässt sich nach wie vor für die nächsten Jahre nicht präzise prognostizieren.

Durch die vorläufigen Zahlen der amtlichen Schulstatistik zum 15.10.2016 wird jedoch für die Sekundarstufe I das Vorjahresniveau bestätigt. Der ursprünglich durch den externen Gutachter Ende 2011 prognostizierte tendenzielle Rückgang der Schülerzahlen setzt sich wg. der Zuwanderung seit 2014 nicht mehr fort. Die Prognosezahlen, die 2012 und 2013 Grundlage der schulorganisatorischen Überlegungen und Entscheidungen waren, werden im laufenden Schuljahr mittlerweile um 850 Schülerinnen und Schüler überschritten. 

Angesichts dieser Entwicklung  wird weiterer Schulraum zu aktivieren sein.

 

Wie in der Berichtsvorlage 0624/2016 dargestellt, umfasst dies mindestens sowohl die beiden Hauptschulgebäude in Vorhalle und Hohenlimburg sowie die  Erweiterung des Gesamtschulangebotes in Eilpe.

 

Hinzu kommen zahlreiche Schulformwechsler nach Klasse 6, für die Plätze an Hauptschulen benötigt werden. Im Bereich des gegliederten Schulsystems ist diese Situation für die nächsten Jahren absehbar, da manche Eltern trotz anders lautender Schulformempfehlungen für ihre Kinder einen höheren Schulabschluss anstreben. Damit geht auch die Problematik einher, die durch die stark unterschiedliche Kapazität der Schulformen gekennzeichnet ist. Während die städtischen Gymnasien  20 Züge umfassen, reduziert sich das Angebot bei den Realschulen auf 11 Züge, im Bereich der Hauptschulen auf nur noch 4 Züge. Diese 4 Züge sind zwar ausreichend, um alle Anmeldungen für die Klasse 5 berücksichtigen zu können;  ab der 7. Jahrgangsstufe werden jedoch deutlich höhere Kapazitäten benötigt.

 

Ein ergänzender Lösungsansatz könnte im Ausbau der Plätze für längeres gemeinsames Lernen bestehen. Hier kommt vor allem die Gesamtschule Eilpe in Betracht, da sie mit vier Zügen die kleinste Gesamtschule ist und Jahr für Jahr deutliche Anmeldeüberhänge hat. Vorgesehen ist eine organisatorische Erweiterung von der bestehenden Vierzügigkeit auf dann insgesamt fünf Züge. Grundsätzlich  könnte dies durch einen Anbau vor Ort oder durch die Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes der August-Hermann-Francke an der Selbecker Straße als Teilstandort erfolgen.

 

Die Verwaltung hat für beide Alternativen zwischenzeitlich überschlägige Kostenschätzungen erstellen lassen. Unter Abwägung aller Aspekte schlägt die Verwaltung vor, die Erweiterung durch einen Anbau/Solitär am Standort der Gesamtschule Eilpe zu realisieren.

 

Für die überschlägige Planung einer Erweiterung vor Ort wird nach erster Erörterung mit der Schule der Bedarf von sechs Klassenräumen sowie drei Differenzierungsräumen zugrunde gelegt. Die vorhandenen Fachräume reichen überwiegend aus, um die zusätzlichen Klassen unterrichten zu können. Ergänzend werden als bauliche Erweiterungen ein Raum für Naturwissenschaften und ein weiterer Fachraum eingeplant.   Neben den Unterrichtsräumen umfasst die Planung ein Lehrer-/Verwaltungszimmer sowie einen Lehrmittelraum, jeweils in angemessener Größe.

 

Die darauf basierende rein überschlägige Kostenschätzung ergibt ein abstraktes Bauvolumen i.H.v. von 2.500.000 €. So müsste im  Rahmen einer Ausbauplanung in Abstimmung mit allen Beteiligten noch der konkrete Standort bestimmt werden. Insofern bestehen Unschärfen bei der Kalkulation der Gründung, der Anbindung von Ver- und Entsorgungstrassen sowie weiteren standortabhängigen Faktoren, woraus Kostenabweichungen entstehen könnten.

 

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Gesamtschule aufgrund der Zügigkeitserweiterung innerschulische Organisationsanpassungen beabsichtigt.  Falls diese in Abstimmung mit der Verwaltung zu notwendigen  baulichen  Anpassungen führen sollten, wären diese nicht in der angeführten Bausumme enthalten.

 

Daneben sind Ausstattungskosten zu berücksichtigen, die auf 265.000 € überschlägig berechnet worden sind.

 

Da die Verwaltung ursprünglich erwogen hatte, das Gebäude der ehemaligen Förderschule August-Hermann-Francke als Teilstandort der Gesamtschule Eilpe zu nutzen, wurde diese Alternative ebenfalls mit der Schulleitung und der Schulaufsicht erörtert und daraufhin eine überschlägige Kostenschätzung erstellt. 

Das Kostenvolumen für die baulichen Maßnahmen wurde auf insgesamt 2.400.000 € errechnet. Bedingt durch die dann zwei Standorte wäre auch am Teilstandort für beide Jahrgangsstufen eine zweite, entsprechende Fachraumausstattung vorzuhalten. Die Kosten für die Ausstattung wurde unter Berücksichtigung des vorhandenen einsetzbaren Inventars überschlägig auf insgesamt 495.000 € errechnet.

 

Nach der Entscheidung durch den Rat soll möglichst zügig die Umsetzung erfolgen. Eine Fertigstellung zum Schuljahr 2017/2018 wird angestrebt, ist aber aufgrund des Bauumfanges kaum zu realisieren. Ggf. wird es für einen absehbaren Zeitraum im  Schuljahr 2017/2018 Übergangslösungen geben müssen.

 

 

 

 

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

Die Finanzierung soll im Rahmen des von der Landesregierung in Aussicht gestellten Investitionsprogrammes „Gute Schule 2020“ vorgenommen werden. Nach Konkretisierung der Förder- und Finanzierungsmodalitäten soll eine qualifizierte Kostenermittlung und Ausbauplanung in einer ergänzenden Vorlage vorgestellt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

gez.

gez.

Erik O. Schulz

Oberbürgermeister

Margarita Kaufmann

Beigeordnete

 

 

gez.

Bei finanziellen Auswirkungen:

Christoph Gerbersmann

Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer

 

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Beschlüsse

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10.11.2016 - Bezirksvertretung Eilpe/Dahl - geändert beschlossen

Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen wie folgt zu beschließen:

Die Gesamtschule Eilpe soll mit dem Schuljahr 2017/2018 durch einen

Anbau/Solitär vor Ort auf nfge erweitert werden.

Die Verwaltung soll die Umsetzung der Maßnahme Erweiterung Gesamtschule Eilpe vorbereiten und nach Konkretisierung der genannten Förder- und

Finanzierungsmodaliten eine qualifizierte Kostenermittlung und Ausbauplanung

in einer ergänzenden Vorlage vorstellen. 

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl bevorzugt ausdrücklich die Variante des Anbaus / Solitärs am jetzigen Standort.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

2

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

FDP

1

 

 

AfD

1

 

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

11

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

 

Erweitern

10.11.2016 - Schulausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

24.11.2016 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen