Beschlussvorlage - 0887/2005

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

 

Reduzieren

Sachverhalt

 

Seit dem 21.06.05 wird das Projekt “Virtuelles Agenda- Büro für kommunale Akteure in der Umwelt- und Entwicklungsarbeit” des Umweltamtes der Stadt Hagen vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz MUNLV NRW gefördert. Das “Virtuelle Agenda- Büro” ist als lokales IT-Projektnetzwerk konzipiert. Das primäre Ziel dieses Projektes besteht darin, zur Umsetzung der lokalen Agenda 21 in Hagen beizutragen.

 

Das Besondere an dieser interaktiven Plattform besteht in ihrer Funktion als Kommunikations- und Informationsmedium. Das “Virtuelle Agenda- Büro” soll allen offiziell am Agenda- Prozess der Stadt Hagen Beteiligten sowie den interessierten Vereinen, Institutionen und Bürgern zur Verfügung stehen und mit Hilfe seiner interaktiven Funktion zu einer Verbesserung und zu einer Intensivierung des Agenda- Prozesses in Hagen beitragen. 

 

Das “Virtuelle Agenda-Büro” baut auf den Erfahrungen auf, welche bereits mit dem “Virtuellen Umweltamt” der Stadt Hagen gemacht wurden und bildet auch einen weiteren inhaltlichen Baustein des “Virtuellen Umweltamtes”.

 

Als Zielgruppe werden insbesondere der Agenda-Beirat und Agenda-Beteiligten in Hagen angesprochen, insbesondere auch Schulen und alle, die sich aktiv am Prozess für eine nachhaltige Umwelt- und Stadtentwicklung beteiligen bzw. beteiligen wollen.

 

 


 
Der Agenda- Prozess in Hagen

Im Jahr 1996 hat die Stadt Hagen die Charta von Aalborg unterzeichnet und rief kurz darauf die Arbeitsgruppe “Lokale Agenda 21” und den Agenda- Beirat ins Leben. Im Februar 98 wurden die thematischen Fachforen durch den Agenda- Beirat eingerichtet.

 

Seit dieser Zeit hat sich der Agenda- Prozess in Hagen konstant weiter entwickelt und eine umfangreiche Anzahl an unterschiedlichen Projekten wurde von Vereinen, Institutionen und Schulen im Rahmen der Projektförderung der lokalen Agenda durchgeführt.

 

 

Stand der Informationsvermittlung

Bislang wurden Projekte aus der Umwelt- und Entwicklungsarbeit durch Berichte mit kurzer Projektdarstellung dokumentiert. Diese Vorgehensweise der schriftlichen Fassung ist zeitaufwendig. Der Stand der Projekte kann dem zu Folge nicht aktuell gehalten werden. Daher besitzen Veröffentlichungen nicht die erforderliche Aktualität und die Resultate lassen sich mittels entsprechender Medien kaum für eine Bildungsarbeit nutzen. Die einzelnen und voneinander verschiedenen vorhandene Internetpräsentationen von Vereinen/ Institutionen können die erforderliche Gesamtdarstellung der Lokalen Agenda 21 in Hagen nicht leisten.

 

Bislang fehlte es sowohl an einer einheitlichen und übergreifenden Dokumentation des Agenda- Prozesses und der Projektergebnisse in Hagen als auch an einer entsprechenden interaktiven Umgebung, die ggf. das Lernen mit dem Themenkomplex Agenda 21 unterstützt. Die beschriebene veraltete Art der Veröffentlichung und der erschwerte Zugang zu diesen Informationen sind der Grund, warum in allen Bevölkerungsgruppen nach wie vor große Wissensdefizite und Akzeptanzprobleme hinsichtlich der Lokalen Agenda 21 bestehen.

 

 

Projektüberlegungen

Speziell in der Bildungsarbeit von Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind darüber neue Formen der Wissensvermittlung gefragt, welche die Nutzung neuer Medien, wie Internet-Portale, E-Learning Module etc. notwendig machen. Die flächendeckende Ausstattung mit Personalcomputern schafft hierfür die erforderlichen technischen Voraussetzungen.

 

Die derzeit existierende Internetseite des Umweltamtes zur Lokalen  Agenda 21 dient aufgrund ihrer eingeschränkten technischen Möglichkeiten einzig der Informationsvermittlung und kann die angestrebte und gewünschte interaktive Kommunikation zwischen verschiedenen Beteiligten und die Unterstützungsleistung im Prozess nicht erbringen.

 

Da sich der Agenda- Prozess in Hagen auch zukünftig dauerhaft weiter entwickeln soll, wurde darüber nachgedacht, wie es mit Hilfe des Mediums Internet möglich sein kann

1.       eine Gesamtdarstellung des Agenda- Prozesses abzubilden

2.       umfassende Informationen zum Agenda- Prozess in Hagen an interessierte Personen/ Personengruppen zu vermitteln

3.       die bereits einmal an diesem Prozess Beteiligten zu unterstützen und zu einer weiteren und kontinuierlichen Mitarbeit zu ermuntern und

4.       zusätzliche Personen, die bislang möglicherweise wenig mit der Lokalen Agenda anzufangen wussten, für den Verlauf in ihrer Stadt zu interessieren.

 

 

Zielsetzung

Das Projekt “Virtuelles Agenda- Büro” setzt an dem bestehenden Defizit an, in dem es eine EDV-gestützte Plattform anbietet, welche als geeignetes Informationsmedium dient und mit  deren Hilfe ein Austausch und eine Vernetzung zwischen allen Beteiligten erfolgen soll.

 

Die virtuelle Beratungs- und Lernumgebung des “Virtuellen Agenda- Büros” erleichtert zum einen den Zugang zum Agenda- Prozess, sie schafft die Voraussetzung für einen übergreifenden Know-how-Transfer andererseits und unterstützt die Zusammenarbeit der vor Ort tätigen Agenda- Gruppen sowie die Kommunikation mit Schulen und Weiterbildungseinrichtungen. Das “Virtuelle Agenda- Büro” greift die aktuelle Agenda- Situation in Hagen mit dem Ziel auf, den Mitwirkenden, wie ehrenamtlich tätigen Umwelt- und Entwicklungsgruppen als auch den offiziellen kommunalen Agenda 21 -Einrichtungen, wie Agenda- Beirat und Fachforen, eine praktische Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer aktuellen und zukünftigen Aufgaben in der Agenda- Arbeit zur Verfügung zu stellen. Das tägliche Politikgeschäft wird mit den Bemühungen der Agenda- Bewegung um Zukunftsfähigkeit und einem an langfristigen Leitbildern orientierten Handeln verbunden.

 

Das “Virtuelle Agenda- Büro” ist als bedarfsorientiertes, leicht nutzbares Webportal, ggf. mit E- Learning- Komponenten, welche autodidaktisches Lernen ermöglichen, für den Bereich der Agenda 21 konzipiert. Thematisch werden neben “Hilfen zur Selbsthilfe”, konkrete Handlungsempfehlungen, beispielsweise im Rahmen der NRW-Förderpolitik, und ein erweiterbarer Wissenspool, z.B. Unterrichtsmaterialien für Schulen, einen hohen Stellenwert erhalten. Daneben werden breitere Informationen zur Verfügung gestellt und Ansprechpartner genannt werden.

 

Die Darstellung von Best- Practice- Beispielen rundet das Webportal ab. Das Ziel besteht darin, Struktur und Inhalte zur Lokalen Agenda 21 abzubilden und eine Informations- und E- Learning- Plattform “Agenda 21” für alle Beteiligten zur Verfügung zu stellen.

 

 

Zielgruppen

Das “Virtuelle Agenda- Büro” richtet sich sowohl an Mitarbeiter/ Mitglieder der örtlichen Agenda- Gruppen, einschließlich des Agenda- Beirates und seiner Fachforen als auch an Fachverwaltungen und Dienststellen des Umweltschutzes in Hagen, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, Bürger und Bürgerinnen und allgemein Interessierte. Sie alle sollen von den Angeboten des Webportals profitieren.

 

Die inhaltliche Ausrichtung des Portals fokussiert die aufgeführten Zielgruppen und ist derzeit auf das Stadtgebiet von Hagen beschränkt, wobei jedoch auch eine Nutzung von außen stehenden Agenda- Gruppen durchaus erwünscht ist und angestrebt wird.

 

 

 

Der zeitiger Sachstand und Entwicklung

 

Sachstand

Das “Virtuelle Agenda- Büro” befindet sich zur Zeit in einer Umsetzungsphase, die es nun erlaubt, die offiziell am Agenda- Prozess in Hagen beteiligten Personen sowie potenziell Interessierte anzusprechen und sie über dieses Projekt zu informieren. Zu diesem Zweck beabsichtigt das Umweltamt eine Auftaktveranstaltung durchzuführen. Im Vorfeld dieser Veranstaltung soll ein größerer Personenkreis bestehend aus den offiziell an der Umsetzung der Agenda beteiligten Personen, d.h. Beirat und Fachforummitglieder sowie Vereine/ Institutionen, Bildungsträger und Schulen der Stadt angeschrieben werden.

 

Die Auftaktveranstaltung soll dazu dienen, diesen Personenkreis einerseits über die Möglichkeiten, welche die Agenda- Plattform bietet zu informieren und andererseits für eine spätere Mitarbeit, welche als Grundlage für einen aktiven Agenda- Prozess gesehen wird, zu interessieren. Des weiteren soll der zu diesem Zeitpunkt existierende Prototyp mit bereits vorhandenen Funktionalitäten gezeigt und erläutert werden.

 

 

Entwicklung

Den Beteiligten des Agenda- Prozesses in Hagen soll die Möglichkeit geboten werden, auf der Plattform aktiv zu werden, Artikel zu Projekten und Agenda- Aktivitäten einzustellen und sich untereinander auszutauschen. Zu diesem Zweck werden Autoren- und Zugangsrechte für festgelegte Bereiche der Plattform vergeben und mittels eines redaktionellen Systems kontrolliert. Eine Schulung zur Benutzung des Systems soll den Autoren den Zugang erleichtern und ist deshalb ebenfalls Bestandteil des Projektes.

 

Mit der Beteiligung unterschiedlicher Akteure garantiert das Webportal des “Virtuellen Agenda- Büros” sowohl zeitgemäße Aktualität als auch konstante Weiterentwicklung.

 

 

 
 

 

 

Reduzieren

Auswirkungen

X

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

 Hinweis: Diese und alle weiteren Zeilen in diesem Fall bitte löschen!

 

 

Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Projekt geleistet werden müssen, werden zu 100% vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW finanziert.

Loading...

Beschlüsse

Erweitern

10.11.2005 - Umweltausschuss - ungeändert beschlossen