Beschlussvorlage - 0887/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Virtuelles Agenda-Büro
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Roswitha Kleinert
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Entscheidung
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10.11.2005
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Sachverhalt
Seit
dem 21.06.05 wird das Projekt Virtuelles Agenda- Büro für kommunale Akteure in
der Umwelt- und Entwicklungsarbeit des Umweltamtes der Stadt Hagen vom
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
MUNLV NRW gefördert. Das Virtuelle Agenda- Büro ist als lokales
IT-Projektnetzwerk konzipiert. Das primäre Ziel dieses Projektes besteht darin,
zur Umsetzung der lokalen Agenda 21 in
Hagen beizutragen.
Das
Besondere an dieser interaktiven Plattform besteht in ihrer Funktion als Kommunikations- und Informationsmedium. Das
Virtuelle Agenda- Büro soll allen offiziell am Agenda- Prozess der Stadt
Hagen Beteiligten sowie den interessierten Vereinen, Institutionen und Bürgern
zur Verfügung stehen und mit Hilfe seiner interaktiven Funktion zu einer
Verbesserung und zu einer Intensivierung des Agenda- Prozesses in Hagen
beitragen.
Das
Virtuelle Agenda-Büro baut auf den Erfahrungen auf, welche bereits mit dem
Virtuellen Umweltamt der Stadt Hagen gemacht wurden und bildet auch einen
weiteren inhaltlichen Baustein des Virtuellen Umweltamtes.
Als
Zielgruppe werden insbesondere der Agenda-Beirat und Agenda-Beteiligten in
Hagen angesprochen, insbesondere auch Schulen und alle, die sich aktiv am
Prozess für eine nachhaltige Umwelt- und Stadtentwicklung beteiligen bzw.
beteiligen wollen.
Der
Agenda- Prozess in Hagen
Im
Jahr 1996 hat die Stadt Hagen die Charta von Aalborg unterzeichnet und rief
kurz darauf die Arbeitsgruppe Lokale Agenda 21 und den Agenda- Beirat ins
Leben. Im Februar 98 wurden die thematischen Fachforen durch den Agenda- Beirat
eingerichtet.
Seit
dieser Zeit hat sich der Agenda- Prozess in Hagen konstant weiter entwickelt
und eine umfangreiche Anzahl an unterschiedlichen Projekten wurde von Vereinen,
Institutionen und Schulen im Rahmen der Projektförderung der lokalen Agenda
durchgeführt.
Stand der
Informationsvermittlung
Bislang
wurden Projekte aus der Umwelt- und Entwicklungsarbeit durch Berichte mit
kurzer Projektdarstellung dokumentiert. Diese Vorgehensweise der schriftlichen
Fassung ist zeitaufwendig. Der Stand der Projekte kann dem zu Folge nicht
aktuell gehalten werden. Daher besitzen Veröffentlichungen nicht die
erforderliche Aktualität und die Resultate lassen sich mittels entsprechender
Medien kaum für eine Bildungsarbeit nutzen. Die einzelnen und voneinander
verschiedenen vorhandene Internetpräsentationen von Vereinen/ Institutionen
können die erforderliche Gesamtdarstellung der Lokalen Agenda 21 in Hagen nicht
leisten.
Bislang
fehlte es sowohl an einer einheitlichen und übergreifenden Dokumentation des
Agenda- Prozesses und der Projektergebnisse in Hagen als auch an einer
entsprechenden interaktiven Umgebung, die ggf. das Lernen mit dem Themenkomplex
Agenda 21 unterstützt. Die beschriebene veraltete Art der Veröffentlichung und
der erschwerte Zugang zu diesen Informationen sind der Grund, warum in allen
Bevölkerungsgruppen nach wie vor große Wissensdefizite und Akzeptanzprobleme
hinsichtlich der Lokalen Agenda 21 bestehen.
Projektüberlegungen
Speziell
in der Bildungsarbeit von Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind
darüber neue Formen der Wissensvermittlung gefragt, welche die Nutzung neuer
Medien, wie Internet-Portale, E-Learning Module etc. notwendig machen. Die flächendeckende
Ausstattung mit Personalcomputern schafft hierfür die erforderlichen
technischen Voraussetzungen.
Die
derzeit existierende Internetseite des Umweltamtes zur Lokalen Agenda 21 dient aufgrund ihrer
eingeschränkten technischen Möglichkeiten einzig der Informationsvermittlung
und kann die angestrebte und gewünschte interaktive Kommunikation zwischen
verschiedenen Beteiligten und die Unterstützungsleistung im Prozess nicht
erbringen.
Da
sich der Agenda- Prozess in Hagen auch zukünftig dauerhaft weiter entwickeln
soll, wurde darüber nachgedacht, wie es mit Hilfe des Mediums Internet möglich
sein kann
1.
eine
Gesamtdarstellung des Agenda- Prozesses abzubilden
2.
umfassende
Informationen zum Agenda- Prozess in Hagen an interessierte Personen/
Personengruppen zu vermitteln
3.
die
bereits einmal an diesem Prozess Beteiligten zu unterstützen und zu einer
weiteren und kontinuierlichen Mitarbeit zu ermuntern und
4.
zusätzliche
Personen, die bislang möglicherweise wenig mit der Lokalen Agenda anzufangen
wussten, für den Verlauf in ihrer Stadt zu interessieren.
Zielsetzung
Das
Projekt Virtuelles Agenda- Büro setzt an dem bestehenden Defizit an, in dem
es eine EDV-gestützte Plattform anbietet, welche als geeignetes
Informationsmedium dient und mit deren
Hilfe ein Austausch und eine Vernetzung zwischen allen Beteiligten erfolgen
soll.
Die
virtuelle Beratungs- und Lernumgebung des Virtuellen Agenda- Büros
erleichtert zum einen den Zugang zum Agenda- Prozess, sie schafft die Voraussetzung
für einen übergreifenden Know-how-Transfer andererseits und unterstützt die
Zusammenarbeit der vor Ort tätigen Agenda- Gruppen sowie die Kommunikation mit
Schulen und Weiterbildungseinrichtungen. Das Virtuelle Agenda- Büro greift
die aktuelle Agenda- Situation in Hagen mit dem Ziel auf, den Mitwirkenden, wie
ehrenamtlich tätigen Umwelt- und Entwicklungsgruppen als auch den offiziellen
kommunalen Agenda 21 -Einrichtungen, wie Agenda- Beirat und Fachforen, eine
praktische Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer aktuellen und zukünftigen
Aufgaben in der Agenda- Arbeit zur Verfügung zu stellen. Das tägliche
Politikgeschäft wird mit den Bemühungen der Agenda- Bewegung um
Zukunftsfähigkeit und einem an langfristigen Leitbildern orientierten Handeln
verbunden.
Das Virtuelle Agenda- Büro ist als
bedarfsorientiertes, leicht nutzbares Webportal, ggf. mit E- Learning-
Komponenten, welche autodidaktisches Lernen ermöglichen, für den Bereich der
Agenda 21 konzipiert. Thematisch werden neben Hilfen zur Selbsthilfe,
konkrete Handlungsempfehlungen, beispielsweise im Rahmen der NRW-Förderpolitik,
und ein erweiterbarer Wissenspool, z.B. Unterrichtsmaterialien für Schulen,
einen hohen Stellenwert erhalten. Daneben werden breitere Informationen zur
Verfügung gestellt und Ansprechpartner genannt werden.
Die Darstellung von Best- Practice-
Beispielen rundet das Webportal ab. Das Ziel besteht darin, Struktur und
Inhalte zur Lokalen Agenda 21 abzubilden und eine Informations- und E-
Learning- Plattform Agenda 21 für alle Beteiligten zur Verfügung zu
stellen.
Zielgruppen
Das Virtuelle Agenda- Büro richtet sich sowohl an
Mitarbeiter/ Mitglieder der örtlichen Agenda- Gruppen, einschließlich des
Agenda- Beirates und seiner Fachforen als auch an Fachverwaltungen und
Dienststellen des Umweltschutzes in Hagen, Schulen und andere
Bildungseinrichtungen, Bürger und Bürgerinnen und allgemein Interessierte. Sie
alle sollen von den Angeboten des Webportals profitieren.
Die inhaltliche Ausrichtung des Portals fokussiert die
aufgeführten Zielgruppen und ist derzeit auf das Stadtgebiet von Hagen
beschränkt, wobei jedoch auch eine Nutzung von außen stehenden Agenda- Gruppen
durchaus erwünscht ist und angestrebt wird.
Der
zeitiger Sachstand und Entwicklung
Sachstand
Das
Virtuelle Agenda- Büro befindet sich zur Zeit in einer Umsetzungsphase, die
es nun erlaubt, die offiziell am Agenda- Prozess in Hagen beteiligten Personen
sowie potenziell Interessierte anzusprechen und sie über dieses Projekt zu
informieren. Zu diesem Zweck beabsichtigt das Umweltamt eine
Auftaktveranstaltung durchzuführen. Im Vorfeld dieser Veranstaltung soll ein
größerer Personenkreis bestehend aus den offiziell an der Umsetzung der Agenda
beteiligten Personen, d.h. Beirat und Fachforummitglieder sowie Vereine/
Institutionen, Bildungsträger und Schulen der Stadt angeschrieben werden.
Die
Auftaktveranstaltung soll dazu dienen, diesen Personenkreis einerseits über die
Möglichkeiten, welche die Agenda- Plattform bietet zu informieren und
andererseits für eine spätere Mitarbeit, welche als Grundlage für einen aktiven
Agenda- Prozess gesehen wird, zu interessieren. Des weiteren soll der zu diesem
Zeitpunkt existierende Prototyp mit bereits vorhandenen Funktionalitäten
gezeigt und erläutert werden.
Entwicklung
Den
Beteiligten des Agenda- Prozesses in Hagen soll die Möglichkeit geboten werden,
auf der Plattform aktiv zu werden, Artikel zu Projekten und Agenda- Aktivitäten
einzustellen und sich untereinander auszutauschen. Zu diesem Zweck werden
Autoren- und Zugangsrechte für festgelegte Bereiche der Plattform vergeben und
mittels eines redaktionellen Systems kontrolliert. Eine Schulung zur Benutzung
des Systems soll den Autoren den Zugang erleichtern und ist deshalb ebenfalls
Bestandteil des Projektes.
Mit
der Beteiligung unterschiedlicher Akteure garantiert das Webportal des
Virtuellen Agenda- Büros sowohl zeitgemäße Aktualität als auch konstante
Weiterentwicklung.
Auswirkungen
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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen. |
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Hinweis: Diese und alle weiteren Zeilen in diesem Fall bitte
löschen! |
Ausgaben,
die im Zusammenhang mit dem Projekt geleistet werden müssen, werden zu 100% vom
Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
finanziert.
