Berichtsvorlage - 0300/2016
Grunddaten
- Betreff:
-
Programm "Bildung integriert", Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
- Beteiligt:
- FB55 - Jugend und Soziales
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Jugendhilfeausschuss
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Entscheidung
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26.04.2016
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Erledigt
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Schulausschuss
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Entscheidung
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10.05.2016
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Sachverhalt
Begründung
Die Grundlagen für eine „chancengerechte Bildung für alle“ werden vor Ort gelegt. Eine gut aufeinander abgestimmte und alle Bevölkerungsgruppen ansprechende Bildungslandschaft dient dem Wohl der Bürgerinnen und Bürger. Damit trägt sie zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft als Ganzes bei. Dieser Leitgedanke steht auch hinter dem Programm „Bildung integriert“.
Mit „Bildung integriert“ sollen Kommunen in die Lage versetzt werden, ein datenbasiertes Bildungsmanagement inklusive der Berichterstattung aufzubauen. Sie sollen dabei mit allen wichtigen Schlüsselakteuren der Bildung kooperieren. Zu einer solchen ganzheitlichen Initiative gehört auch, bereits vor Ort bestehende Programme, Projekte, Ressourcen oder Netzwerke mit einzubeziehen.
Das Thema Bildung ist in Hagen von besonderer Bedeutung. Durch die Implementierung von „Kommunalem Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring" sollen strategische Konzepte entwickelt werden, die eine hohe Transparenz und Vernetzung der Bildungslandschaft sowie ein datenbasiertes Bildungsmanagement ermöglichen.
Die kontinuierliche datengestützte Information eines kommunalen Bildungsmanagements über Rahmenbedingungen, Verlaufsmerkmale, Ereignisse und Ergebnisse im Sinne eines Bildungsmonitorings ist ein relativ neues Steuerungsinstrument und soll im Rahmen der Programmteilnahme für Hagen entwickelt werden.
Ziel soll es sein, dass fachbereichsübergreifend zentrale Steuerungsindikatoren für das Lernen im Lebenslauf systematisch zusammengetragen und turnusmäßig veröffentlicht werden. Von besonderer Bedeutung ist die Orientierung an der gesamten Bildungskette von der frühkindlichen Förderung bis zum späten Alter.
Geplant ist es, in einem ersten Schritt das Bildungsmanagement sowie das Bildungsmonitoring inhaltlich vor allem auf das Thema Bildungsübergänge im Lebenslauf zu beziehen.
Dieses Vorhaben ermöglicht der Kommune und den weiteren Bildungsakteuren,
- bildungspolitische Entscheidungen zielgenau zu treffen,
- die vorhandenen Mittel effizient einzusetzen,
- die Angebotsstrukturen im Bildungsbereich transparenter zu gestalten,
- die Bildungsbeteiligung der Bürger/innen und die Zugänge zu Bildungsangeboten zu verbessern.
Mit dem Aufbau des Monitorings ist auch die Erstellung fachspezifischer Bildungsberichte verbunden. Mit der Berichterstattung ist die Erwartung verknüpft, Hinweise auf Handlungsbedarfe und Ansatzpunkte für die zielgerichtete weitere Verbesserung der Bildungslandschaft zu erhalten.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat Fördermittel bereit gestellt, mit denen u.a. Kreisfreie Städte unterstützt werden können beim Auf- und Ausbau von Kommunikations- und Arbeitsstrukturen für ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement.
Der Antrag zur Teilnahme an dem Programm „Bildung integriert“ wurde auf Basis eines VV-Beschlusses seitens der Stadt Hagen fristgerecht zum 31.10.2015 eingereicht. Der Zuwendungsbescheid wurde der Stadt mit Datum 29.02.2016 zugesandt.
Projektdauer: 01.03.2016 – 28.02.2019
Projektstruktur

Erläuterungen zur Projektstruktur
Ziel des Programms „Bildung integriert“ ist eine koordinierte kommunale Bildungspolitik, die von einem Lenkungskreis unter Vorsitz des Oberbürgermeisters, in dem alle relevanten Bildungsakteure vertreten sind, gemeinsam verantwortet wird.
Folgende Institutionen sollen im Lenkungskreis vertreten sein:
- Stadt Hagen (Oberbürgermeister, Fachbereiche Bildung sowie Jugend und Soziales, Ressort Statistik)
- Agentur für Arbeit
- Jobcenter
- Kreishandwerkerschaft
- SIHK
- agentur mark
- Transferagentur
- Vertreter des Schulamtes/der Schulaufsicht
- Regionales Bildungsbüro (beratend)
Die Geschäftsführung liegt beim Bildungsmanagement/Bildungsmonitoring (BIMA).
Das Bildungsmanagement/Bildungsmonitoring (BIMA Hagen) ist als Stabsstelle dem Fachbereich Bildung zugeordnet. Die operative Kontrolle (Projektleitung) obliegt dem Fachbereichsleiter.
Der Oberbürgermeister stellt mit dem Fachbereichsleiter Bildung die Abstimmung zwischen BIMA Hagen und dem Lenkungskreis sowie der Politik sicher. Der Oberbürgermeister ist zudem Vorsitzender des Lenkungskreises.
Der Lenkungskreis legt die Prioritäten fest, berät und gibt Empfehlungen bzw. vergibt Aufträge an das BIMA Hagen. Das BIMA Hagen nimmt die Impulse des Lenkungskreises auf und setzt diese um. Informationen und Vorschläge werden im Gegenzug an den Lenkungskreis transportiert.
Die politischen Gremien wie Ausschüsse und Rat werden durch den Oberbürgermeister eingebunden. Die Ausschüsse bearbeiten die inhaltlichen Fragestellungen, tauschen sich aus und bereiten bei Bedarf eine Beschlussfassung vor, die durch den Rat entschieden wird.
Ergebnisverwertung
Absicht einer regelmäßigen und aussagefähigen Bildungsberichterstattung ist die Dauerbeobachtung auf der Grundlage zuverlässiger Daten. Diese Daten sollen eine objektive Grundlage für bildungspolitische Diskussionen in der Stadt Hagen bieten und das notwendige quantitative Steuerungswissen für die verantwortlichen Institutionen bereithalten.
Sie können Aufschluss darüber geben, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht und Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden können bzw. verändert werden müssen, um Effekte zu erzielen. Durch die Installation eines Lenkungskreises und eine regelmäßige Einbindung des Rates und seiner Gremien, sowie den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen zwischen der Stadt und anderen Bildungsinstitutionen wird die gemeinsame Verantwortung für Bildung zum strukturierenden Prinzip.
Dabei werden zum einen die Ergebnisse -auch nach der Projektlaufzeit- dauerhaft für die festgelegten Themenbereiche Relevanz haben und in weitere Schritte einfließen. Zum anderen wird durch die zunehmende Einbeziehung unterschiedlicher Bildungsakteure die Basis für das gemeinsam verantwortete Bildungsmanagement vergrößert.
Folgende strukturelle Verbesserungen werden angestrebt:
- Bereichsübergreifende und kontinuierliche Bildungsberichterstattung,
- Nachhaltigkeit und Ergebnissicherung der inhaltlichen Arbeit,
- Verstetigung der neu gebildeten Steuerungsstrukturen,
- Steigerung der Beratungskompetenz von Bildungsakteuren,
- Optimierte Verknüpfung von Jugendhilfe-, Schulentwicklungs- und Sozialplanung.
Finanzielle Auswirkungen
Im Rahmen des Förderprogramms „Bildung integriert“ wird zunächst auf drei Jahre je eine Stelle (EG 13 empfohlen) für das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring mit 50% finanziert.
Mit den Mitteln des Förderprogramms ist die Stadt Hagen in der Lage, die Ressourcen für das kommunale Bildungsmanagement in der aufwendigen Aufbauphase aufzustocken ohne den eigenen finanziellen Rahmen über Gebühr zu belasten.
Personalkosten:
| 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | Finanzierung |
Wiss. Mitbearbeiter/in Bildungsmanagement | EG 13 | EG 13 | EG 13 | EG 13 | 50% Stadt, 50% BMBF |
Wiss. Mitbearbeiter/in Bildungsmonitoring | A 12 | A 12 | A 12 | A 12 | 50% Stadt, 50% BMBF |
Sachkosten:
| 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | Finanzierung |
Sachkosten | 11.000 € | 8.000 € | 8.000 € |
| 50% Stadt, 50% BMBF |
Förderfähige Sachkosten sind Reisekosten zu Veranstaltungen, Workshops etc. sowie die Ausgaben für die Lizenz und den Support eines geeigneten IT-Instrumentariums.
Weitere Kosten wie z.B. Büroarbeitsplätze, Druckkosten etc. werden nicht berücksichtigt!
