Vorschlag zur Tagesordnung - 0377/2016
Grunddaten
- Betreff:
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Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion und Einzelvertreter Herr Cosgunogluhier: Sicherheit und Sauberkeit in Wehringhausen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Bearbeitung:
- Iris Kappel
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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20.04.2016
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Beschlussvorschlag
- Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte richtet eine (ggf. extern moderierte) Informations- und Diskussionsveranstaltung mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden der Langestraße und des Wilhelmsplatzes aus, um ungefiltert die Probleme der Bürgerinnen und Bürger dargestellt zu bekommen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, diese Veranstaltung unter Einbeziehung des Quartiersmanagements zu organisieren, entsprechend publik zu machen und den Verlauf zu dokumentieren.
Sachverhalt
Begründung
Die Wohn- und Lebensumstände in Wehringhausen entwickeln sich derzeit höchst unterschiedlich. Während die einen Quartiere des Stadtteils durch die Bahnhofshinterfahrung eine deutliche Entlastung vom Verkehr erleben oder durch das EU-Projekt „Soziale Stadt“ eine positive Entwicklung nehmen, spitzt sich anderenorts die Situation durch fehlende Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten für junge Menschen aber auch durch schwindende soziale Kontrolle zu. Das führt auch zu einer deutlichen Verschlechterung des subjektiven Sicherheitsempfindens.
Die Leserbriefe in der Westfalenpost vom 4. April 2016 machen dies überdeutlich: Leserbrief-Schreiber Kai-Uwe Goldschmidt sieht folgende „Hotspots in Wehringhausen: Augustastraße, Minervastraße (S-Bahn), Bodelschwinghplatz, Kaufpark (zur Bahn hin), Ewaldstraße Ecke Minervastraße und Kottmann.“ Dass die Verschmutzung nicht auf mangelnde Reinigungsleistungen des HEB zurück zu führen sind, macht der Leserbrief von Willi Raderschatt deutlich: „Wenn gereinigt wurde, vergeht kein Tag, und der gleiche Müllhaufen liegt wieder da.“ Raderschatt fordert deshalb zu Recht, dass die Stadt „entschiedener gegen die Verursacher“ vorgeht. siehe Leserbriefe in Westfalenpost, Hagener Zeitung vom 04.04.2016, Seite PHA_2.Wer sich darüber hinaus die Mühe macht, Stimmen in der Wehringhauser Bürgerschaft einzusammeln, wird ebensolche und noch drastischere Schilderungen von Verunreinigungen hören. Ein abendlicher Rundgang im Stadtteil wird zur selben Erkenntnis führen.
Während also auf der einen Seite langsame und kontinuierliche Aufwertung der Quartiere erkennbar sind, droht an anderen Stellen die Wohn- und Aufenthaltsqualität zurück zu gehen, selbst in den Bereichen, in denen das EU-Projekt „Soziale Stadt“ zuvor erhebliche Verbesserungen mit herbeigeführt hat.
Auf diese Weise werden positive Entwicklungen der vergangenen Jahre zunehmend von neueren Entwicklungen überlagert. Oft sind es nicht einzelne große, sondern die Vielzahl kleiner Probleme, die das öffentliche Erscheinungsbild vor Ort beschädigen. An der einen Stelle liegen um Bushaltestellen herum Unmengen von Schalen, die verschiedene Gruppen Jugendlicher hier hinterlassen, an anderer Stelle verweilen größeren Gruppen an Plätzen oder Hauseingängen und schüchtern Passanten ein.
Noch kann man nicht von einem „no-go-area“ reden. Dennoch gibt es bereits jetzt Menschen, die bestimmte Ecken im Stadtteil – insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit – meiden.
Derzeit bestehen noch zahlreiche Eingriffsmöglichkeiten, um eine weitere Entwicklung in die falsche Richtung zu verhindern. Deshalb wollen die Antragsteller aus berufenem sachkundigem Munde ehrliche Einschätzungen zur objektiven Situation in Wehringhausen erhalten und gemeinsam nach Lösungen im Stadtteil suchen.
Darüber hinaus wollen die Antragsteller über eine extern moderierte Informations- und Diskussionsveranstaltung ein möglichst ungefiltertes Meinungsbild der Menschen im Stadtteil gewinnen.
Anlagen
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(wie Dokument)
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697,3 kB
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