Berichtsvorlage - 0983/2015

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Der Bericht des Kommunalen Integrationszentrums für das Jahr 2015 sowie die Schwerpunktsetzung für die Jahre 2016-2017 wird zur Kenntnis genommen.

 

Reduzieren

Sachverhalt

Kurzfassung

Die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums bedarf für die Jahre 2016-2017 gemäß der Richtlinien des Landes NRW einer (neuen) Schwerpunktsetzung. Die Schwerpunkte resultieren demnach aus dem Integrationskonzept und den Bedarfen vor Ort.

Der aktuelle Schwerpunkt „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ im Bereich Querschnitt soll beibehalten und ausgebaut werden.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Zuwanderung wird für 2016-2017 im Arbeitsbereich „Seiteneinsteiger“ der neue Schwerpunkt „Entwicklung eines Beratungs-, Zuweisungs- sowie eines Beschulungskonzeptes der sog. Seiteneinsteiger“ gesetzt.

 

 

Begründung

Für die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums (KI) wurden bis Ende 2015 folgende Schwerpunkte festgelegt:

  • Durchgängige Sprachbildung, hier: insbesondere ImplementierungInternationaler Förderklassen“ an den Berufskollegs.
  • Umsetzung des Integrationskonzeptes, insbesondere „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“.

 

Das im Jahr 2012 mit großer Beteiligung erstellte kommunale Integrationskonzept der Stadt Hagen umfasste 98 Maßnahmen. Diese wurden in Zusammenarbeit mit Integrationsagenturen und dem Integrationsrat priorisiert und werden fortlaufend weiter entwickelt.

Im Laufe des Jahres 2015 konnte Folgendes realisiert werden:

 

-          Das Integrationskonzept wurde überarbeitet und optimiert. Von 95 Maßnahmen befinden sich aktuell 30 (davon sechs neue) Maßnahmen in der Priorität hoch. Diese Maßnahmen sind größtenteils umgesetzt oder werden dauerhaft angeboten.

Auch die Maßnahmen mittlerer und langfristiger Priorität befinden sich größtenteils in der Umsetzung.

-          Die Aktualisierung und Optimierung des Integrationskonzeptes erfolgt kontinuierlich mit der begleitenden Unterstützung des Steuerungsgremiums, das sich aus den Vertreter_innen der Integrationsagenturen (der Wohlfahrtsverbände), des Jugendmigrationsdienstes (AWO), der Kommune und des Integrationsrates zusammensetzt.

 

Im Bereich Integration durch Bildung erfolgte:

 

-          Die Ausweitung von Sprach- und Elternbildungsangeboten im Elementar- und

Primarbereich

 

-          Sprachförderprogramme „Griffbereit“ (3 Gruppen), „Rucksack Kita“(11 Gruppen), „Rucksack Schule“ (8 Gruppen)

 

 

 

-          Erweiterung der Seiteneinsteigerklassen

 

563 Schüler_innen befinden sich im Grundschulbereich. Es sind 17 Auffangklassen gebildet worden, zusätzlich wird im Regelunterricht gefördert.

 

Im Sek. I Bereich sind es 25 Klassen mit insgesamt 560 Schülern.

An den Hagener Berufskollegs sind bereits 8 internationale Förderklassen mit insgesamt 122 Schüler_innen eingerichtet worden.

 

-          Auszeichnung von Schulen als Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ (derzeit 10 Schulen, darunter ein Berufskolleg).

Ein nachhaltiges Angebot wird mit Kooperationspartnern im Rahmen von „Demokratie leben“ zu dem Thema „Antirassismus“ installiert.

 

-          Netzwerkarbeit zu Schwerpunktthemen

wie z.B. Arbeitskreis „Internationale Förderklassen an Berufskollegs“, Arbeitskreis „Grundschulen“, Arbeitskreis „Seiteneinsteiger“.

 

-          Angebote für Lehrer

 

-          Angebote für Neuzuwanderer

z. B. aus Südosteuropa (Beratung und Begleitung)

 

-          Schaffung der Angebote durch die Verwendung der Integrationspauschalen:

 

Ein Spiel- und Lernkreis in einem Flüchtlingswohnheim

Zwei Sprachkurse für Flüchtlinge mit der VHS im Jahre 2015

Theaterprojekt und Ferienwoche mit dem BDKJ im August und Oktober 2015

Herbstakademie mit der AWO im Oktober 2015

Berufsorientierungsprojekt in Kooperation mit der SIHK

Sprachförderung an Grundschulen

 

  • Im Bereich Interkulturelle Öffnung der Verwaltung wurden angeboten:

 

-          Input zum Thema interkulturelle Öffnung. Dieser etablierte sich inzwischen als ein fester Bestandteil der Schulungen für  die Führungskräfte der Stadtverwaltung und die Auszubildenden

-          Fortbildung für Mitarbeiter der Ausländerbehörde

-          Fortbildung für Objektbetreuer

-          Vorträge zu unterschiedlichen Themen (wie z.B. „Familie und Erziehung in der Türkei“)

-          Fortbildung „Islam“, die mittlerweile ein festes Angebot für Mitarbeiter ist.

-          Öffentliche Veranstaltungen zum Thema „Islam“

-          Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen (Information über die Umsetzung des Integrationskonzeptes, Interkulturelles Netzwerk Medien)

-          Interkulturelle Öffnung in und mit ausgewählten Institutionen (z. B. Polizei)

-          Schulungen der hauptamtlichen Mitarbeiter_innen der freien Träger und der Lehrer_innen im Rahmen der Förderung „Demokratie leben“ (als Kooperationspartner). Auch dieses Angebot wird in Hagen fest installiert.

-          Überarbeitung des Integrationswegweisers, der derzeit in weitere Sprachen übersetzt wird.

-          Leitung des Arbeitskreises „EU Zuwanderung“

 

Die Aufgabenwahrnehmung erfolgt unter erschwerten Bedingungen, da das Kommunale Integrationszentrum seit über einem Jahr personell nicht wie vorgesehen besetzt war.
Erst Anfang August 2015 konnte die zweite Lehrerstelle (Land) nach einem Jahr Vakanz besetzt werden.

Die kommunale Stelle für die Wahrnehmung der Querschnittsaufgaben  wurde am 15.10.2015 besetzt.

 

.

Reduzieren

Auswirkungen

 

Loading...

Beschlüsse

Erweitern

29.10.2015 - Jugendhilfeausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

11.11.2015 - Schulausschuss - ungeändert beschlossen