Berichtsvorlage - 0819/2015

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bericht über  das Vorhaben „Integriertes Klimaanpassungskonzept Hagen“ wird zur Kenntnis genommen.

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

Zuwendungsbescheid für  das Vorhaben „Integriertes Klimaanpassungskonzept“ Hagen (Leuchtturmprojekt)

 

Begründung

 

Die Stadt Hagen hat erfolgreich gemeinsam mit den Verbundpartnern Universität Dortmund und dem Regionalverband Ruhrgebiet einen Förderantrag im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) für ein Integriertes Klimaanpassungskonzept gestellt. Der Zuwendungsbescheid liegt seit dem 28. August vor.

Zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes ist ein städtisches Kompetenzteam bestehend aus Mitarbeitern der Fachbereiche 61, 69, WBH und Feuerwehr einzurichten.

 

Siedlungsklimatische Belastungen, wie die erwartete Zunahme von Hitzeperioden, stellen eine große Belastung für eine alternde Stadtgesellschaft da. Allerdings werden durch den Bevölkerungsrückgang auch Flächenpotenziale freigesetzt, die gezielt zur Verringerung der Exposition gegenüber Extremereignissen, wie Hochwasser und Sturzfluten bzw. zur Verbesserung des Klimakomforts, genutzt werden könnten. Die Ziele des Projekts bestehen darin, vor dem Hintergrund von Klimawandel und demografischem Wandel aktuelle Entwicklungen in Hagen in einem räumlichen Gesamtkontext zu bewerten. Auf dieser Basis soll ein integriertes Anpassungskonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung, die Freiflächenentwicklung und den Hochwasserschutz entwickelt werden. Projektlaufzeit ist der 1.9.2015 – 31.08.2018. Bei dem Projekt handelt es sich um ein sogenanntes „Kommunales Leuchtturmvorhaben“ im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel des Bundesumweltministeriums.

 

Die für die Abstimmung erforderliche integrierte Klimafolgenanalyse und Strategieentwicklung sind über die Stadt Hagen als Trägerin der Umweltplanung, Bauleitplanung und zugleich untere Wasserbehörde gewährleistet. Das Projekt wird auf Seiten der Stadt Hagen federführend von der Abteilung Umweltplanung im Umweltamt betreut. Ein projektbegleitender Arbeitskreis, dessen Auftakttreffen voraussichtlich am 25.09. stattfindet, gewährleistet die Abstimmung mit den anderen Fachbereichen und kommunalen Eigenbetrieben der Stadt Hagen. Die Technische Universität Dortmund bringt über das Institut für Raumplanung ihre Expertise in der Erstellung von Klimafolgenanalysen und Anpassungsstrategien ein. Die stadtklimatologische Analyse übernimmt der Regionalverband Ruhr mit seinem Team Klimaschutz, Klimaanpassung und Luftreinhaltung, das zudem die Einbettung der integrierten Anpassungsstrategie in den regionalen Kontext gewährleistet. Eine breite Beteiligung der Bürgerschaft auf Stadtbezirksebene ist sowohl in der Analysephase als auch im Rahmen der Strategie- und Maßnahmenentwicklung über Bürgerwerkstätten und Klima-Tische vorgesehen.

 

Inhaltlich umfasst das Vorhaben folgende Aufgabenschwerpunkte, die  arbeitsteilig von den jeweiligen Verbundpartnern erarbeitet werden:

 

  • Siedlungsklima: Aufgabenbereich des RVR; dem RVR stehen mehrere Messstationen zur Verfügung;  zudem kann auf Daten aus dem Wetternetz Hagen zurückgegriffen werden, das sich derzeit im Aufbau befindet;
  • Flusshochwasser / Extremniederschläge: Aufgaben des Institutes für Raumplanung (IRPUD) und der Stadt Hagen: Ansprechpartner WBH und untere Wasserbehörde; für die größeren Gewässer liegen bereits Risikokarten vor; für kleinere Gewässer wird man über das digitale Geländemodell sowie bereits bestehender Ergebnisse zu Fließwegen und Senken in diesem Bereich (WBH) zusätzlich eine vertiefte Sensitivitätserhebung durch das IRPUD durchgeführt;
  • Gefahr durch Starkwind bzw. Sommerstürme, die insb. im Bereich von Baumbestand auf Deichen erhebliche Gefahrenpotenziale bieten. Diesbezüglich läuft am IRPUD zusammen mit der Stadt Essen ein anderes Forschungsprojekt (WindRISK); die dort erzielten Ergebnisse (für Mitte 2016 geplant) könnten auf den Untersuchungsraum Hagen übertragen werden;  dieser Baustein wird durch das Konsortium gemeinsam bearbeitet;

 

Die Zusammenarbeit der Verbundpartner ist in einem Kooperationsvertrag zu regeln. Dies betrifft auch den Datenaustausch untereinander. Die Deadline für den Kooperationsvertrag ist der 30.11.2015. Der Vertragsentwurf wurde zwischenzeitlich zur internen Prüfung an 30 weitergeleitet.

Die kommunale Wertschöpfung für die Stadt beträgt insgesamt rund 500 Tsd. Euro (Eigenanteil und Förderung). Die erforderlichen Eigenmittel konnte die Stadt in Form von vorhandenem Personal in das Projekt einbringen. Möglich wird eine zusammenfassende Bearbeitung aber erst durch die Förderung einer 50%-Stelle (rund 80 Tsd. Euro), die zwischenzeitlich beim Umweltamt über den Projektzeitraum von 3 Jahren befristet eingerichtet wird. Sachkosten für Dienstreisen, Raumnutzung etc. stehen in Höhe von rund 3.000,- Euro durch den Fördergeber zu Verfügung.

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

Es entstehen folgende finanzielle und personelle Auswirkungen

 

Es entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen

 

 

 

 

 

gez.

gez.

(Margarita Kaufmann / Beigeordnete)

 

 

 

 

 

 

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Beschlüsse

Erweitern

17.09.2015 - Umweltausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

22.09.2015 - Stadtentwicklungsausschuss - ungeändert beschlossen