Berichtsvorlage - 0708/2015
Grunddaten
- Betreff:
-
"Überdachungen" Busbahnhof Hohenlimburg
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jörg Winkler
- Beteiligt:
- FB60 - Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Entscheidung
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16.09.2015
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Sachverhalt
Vorbemerkungen:
Die Bezirksvertretung Hohenlimburg hatte in ihrer Sitzung am 24.06. 2015 die Verwaltung gebeten, die „Realisierbarkeit von Überdachungen am Busbahnhof in der Hohenlimburger Innenstadt zu prüfen“.
Vorhandene Situation:
Der neue Busbahnhof in Hohenlimburg wurde in den Jahren 2011 bis 2012 errichtet.
Hierzu gab es einen entsprechenden Zuschussantrag, der auch das „Dreiecksverhältnis“ Stadt Hagen/ Deutsche Bahn AG (DB)/ Privatinvestor aus finanzieller Sicht abbildete.
In den ersten Entwürfen der Planung gab es ein zentrales Dach am sogenannten „Hausbahnsteig“, das Bahngleis und angrenzenden Bussteig überdachte. Diese Lösung wurde aber schnell seitens der Deutschen Bahn und des Privatinvestors verworfen, da der Kostenrahmen hierfür sehr hoch war. Außerdem konnte keine Einigung zur Unterhaltung des Bauwerks erzielt werden, da es ja letztlich zur Hälfte städtisch (nach Übergabe durch den Investor) und hälftig in Besitz der DB läge.
Für die weiteren 5 Bushaltebereichen waren nie größere Überdachungsbauwerke vorgesehen. Hier sollten die „üblichen“ Buswartehäuschen zur Ausführung kommen.
Letztlich wurde hier das Modell „Signature“ der Stadt Iserlohn übernommen, um eine gestalterische Verbindung zum Glascafé zu erhalten.
So ist nun vor Ort pro Halteplatz ein Wartehäuschen aufgestellt- eines davon mit Toilettenanlage.
Prüfung:
Die Herstellung von Überdachungen verursacht neben dem Planungsaufwand insbesondere Material- und Baukosten. Ohne detailliert diese Kosten ermitteln zu müssen, kommt man sehr schnell und auch plausibel zu der Aussage, dass diese erforderlichen Finanzmittel in keiner Weise zur Verfügung stehen. Ganz überschlägig muss pro Dach (bei einer Größen- Annahme von ca. 10 m Breite) mit min. 40.000,- Euro gerechnet werden.
Wie bereits oben erwähnt wurde bereits seinerzeit im Planungsstadium auf solche Überdachungen- nicht zuletzt wegen der hohen Kosten- verzichtet.
Da der Busbahnhof Hohenlimburg noch der Zweckbindung unterliegt, müsste auch die Zuschussproblematik untersucht werden. Eine Rückzahlung der Zuschüsse für die dann nicht mehr benötigten Wartehäuschen fiele mit Sicherheit an.
Fazit:
Überdachungen in der Art des Zentralen Omnibusbahnhofes Hagen Hauptbahnhof oder Iserlohn können aus Kostengründen nicht errichtet werden.
gez. Thomas Grothe, Technischer Beigeordneter
