Beschlussvorlage - 0398/2015
Grunddaten
- Betreff:
-
Das Parkleitsystem PLS in Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jörg Winkler
- Beteiligt:
- WBH - Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR; FB60 - Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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10.06.2015
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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16.06.2015
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Sachverhalt
Vorbemerkungen
Das Parkleitsystem in Hagen (PLS) wurde im Jahre 1995 errichtet und am 29.11.1995 offiziell eingeweiht.
Die Kosten für die Herstellung beliefen sich seinerzeit auf ca. 3,5 Mio DM (!).
Im Laufe der Jahre wurde das PLS wegen einiger Baumaßnahmen in Bezug auf die Schilderstandorte immer wieder angepasst. Außerdem erforderten die Anschlüsse neuer Parkhäuser eine Anpassung.
Grundsätzliches Funktionsprinzip
An insgesamt 99 Standorten weist eine Mischung aus dynamischen und statischen Schildern auf den Weg.
An den 68 Standorten mit den dynamischen Schildern (146 Stück) wird angezeigt, wie viel freie Parkplätze an dem jeweiligen Zielort zu finden sind.
An den Zufahrtsstraßen sind zunächst Orientierungstafeln vorhanden, die nach Farben getrennt über die insgesamt vier „Quartiere“ mit Bezeichnung der 14 angeschlossenen Parkeinrichtungen informieren.
Übersicht der Quartiere:
Quartier Farbe Parkgelegenheiten (Parkhaus, Parkplatz, Tiefgarage)
Bahnhof Braun Berliner Platz, Graf-v.-Galen-Karré, Zentral-Parkhaus,
Real-SB- Warenhaus
Buschey Grün Mittelstadt
City-Süd Orange Theater Karee, Galeria Kaufhof, Peek
&Cloppenburg, Springe/ Cine Star, Scherfig
City-Nord Violett City-Parkhaus, Volme, Volme-Galerie, Rathausgalerie,
Potthof
Sobald man sich in einem Quartier befindet, wird über weitere Schilder informiert, wie das jeweilige Ziel zu finden ist und wie viel freie Parkplätze dort zur Verfügung stehen.
Technik
Das technische Funktionsprinzip ist eine sogenannte „Flip Dot“- Anzeige, hinter der sich eine elektromechanische Klapptechnik verbirgt. Hierbei werden zweifarbige Plättchen durch ein Magnetfeld mechanisch umgeklappt.
Ebenso werden die Prismenwender mit den Anzeigen „Freie Plätze“, „Besetzt“ oder „Geschlossen“ elektromechanisch gewendet.
Die dynamischen Schilder sind mittels Leuchtstoffröhren innenbeleuchtet.
Problemstellungen:
Die oben beschriebene Technik ist nunmehr ca. 20 Jahre in Betrieb und technisch veraltet. Damit verbunden ist eine immer häufigere Ausfallwahrscheinlichkeit einzelner dynamischer Schilder und Anzeigen, wie auch praktisch zu verzeichnen ist. (Dunkle Anzeigen, falsche Prismenwenderstellungen…)
Des Weiteren wird teilweise die Farbgebung und die Bezeichnungen der Quartiere bemängelt.
Ausblick
Die technischen Probleme mit der Innenbeleuchtung der Schilder wurden mittlerweile ausgeräumt, da es sich hier nur um Probleme bei der Umsetzung der vertraglichen Regelungen beim routinemäßigen Austausch der Leuchtstoffröhren handelte.
Die Prismenwender sollen nun im Zuge von Erneuerungsmaßnahmen gegen eine statische Abdeckanzeige mit der Bezeichnung: „Freie Plätze“ ausgetauscht werden. Hier bedeutet dann eine „0“ besetzt, 3 oder 4 Striche („----„) geschlossen oder eben die Anzahl freier Plätze als Zahl.
Die veraltete Klapptechnik muss letztlich durch eine technisch aktuellere LED -Technik ersetzt werden. Diese neue Technik wurde bereits in einem ersten Versuch an der Schwenke getestet und als positiv bewertet. Die komplett ausgefallenen Schilder am Volkspark und an der Springe wurden daraufhin ebenfalls mit dieser Technik ausgestattet. Bis zum Juni 2015 werden weitere 7 Standorte umgerüstet.
Wegen der Haushaltssituation der Stadt Hagen kann aber keine grundsätzliche Erneuerung aller Schilder erfolgen- vielmehr wird der Austausch nur bei aktuell fehlerhaften Schildern sukzessive erfolgen.
Die Wartung und Instandhaltung der Schildergehäuse, Abdeckerplatten so wie der Verkabelungen erfolgt ebenfalls routinemäßig. Ein Ersatz wird hier nur bei tatsächlichem Bedarf durchgeführt.
Dringend erforderlich sind weiterhin die Anpassungen der Wegweisung nach dem Umbau des Theatervorplatzes mit dem entsprechend Durchfahrtverbot der Elberfelder Straße. Neben kleineren Änderungen ist aber auch ein neuer Maststandort in der Bergstraße erforderlich. Da es hierbei um eine investive Maßnahme handelt, müssen die Haushaltsmittel (ca. 35.000,- €) haushaltstechnisch eingeplant werden. Die Verwaltung wird diese Mittel für den Haushalt 2016/ 2017 anmelden.
