Vorschlag zur Tagesordnung - 0164/2015
Grunddaten
- Betreff:
-
Vorschlag der Hagen-Aktiv-Fraktion in der Bezirksvertretung Haspe hier: Beibehaltung der Grundschule Spielbrink
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Haspe
- Bearbeitung:
- Nicole Damaszek
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Haspe
|
Entscheidung
|
|
|
|
19.02.2015
|
Sachverhalt
Begründung
Mit Ratsbeschluss vom 26.09.2013 wurde unter damaligen Gesichtspunkten (u.a. Berücksichtigung des demographischen Wandels) das Auslaufen der Grundschule Spielbrink zum 31.07.2015 beschlossen. Dann wird es notwendig, die verbleibenden Schüler der 3. und 4. Klasse in der Grundschule Friedrich Harkort unterzubringen. Dadurch entsteht an dieser Schule ein räumlicher Engpass, der die offene Ganztagsbetreuung (OGS) in Frage stellt.
Hinzu kommen die Veränderungen im Bezug auf die Flüchtlingspolitik.
Seit der Beschlussfassung zur Schließung der Grundschule Spielbrink (26.09.2013) hat sich in Sachen Flüchtlingspolitik, Asylbewerber und zugezogenen EU-Bürgern die zum Teil mit einer großen Anzahl an Kindern hier leben, viel getan.
Die Stadt Hagen, sowie zahlreiche andere Kommunen stehen vor dem Problem den stetig wachsenden Ansturm dieser Personengruppen zu bewältigen und die Menschen unter lebenswürdigen Umständen unterzubringen.
Um den Bildungsauftrag fachgerecht und sachgerecht durchführen zu können, gehören neben qualifiziertem Lehrpersonal und Ausstattung auch ausreichende Schulgebäude.
Es ist daher untauglich jetzt Schulgebäude zu schließen.
Der Raumbedarf ist da und wird sich in den kommenden Monaten und Jahren nach jetzigem Stand noch weiter erhöhen.
Durch den Entscheid den Umbau des Kindergartens Salzburger Straße in eine Kindertagestätte umzusetzen und der Tatsache, dass die beiden anderen noch vorhandenen Kindergärten am Spielbrink weiter betrieben werden, haben alle Träger erkannt, dass es hier genügend Bedarf an Kindererziehung im Vorschulalter gibt.
Nach intensiven Recherchen würden für das Schuljahr 2015/2016 und 2016/2017 aus den drei genannten Kindergärten zusammen mindestens 25 Schüler je Jahrgang die Grundschule Spielbrink besuchen wollen (ohne Flüchtlingskinder, Inklusionskinder und eventuelle Rückwanderer aus anderen Grundschulen).
Auch könnte die aus allen Nähten platzende Grundschule Geweke durch Auslagerung von Schülern an die Grundschule Spielbrink wieder entlastet werden.
Man könnte sich auch die Grundschule Spielbrink als Teilstandort der Grundschule Geweke, ganz nach dem Vorbild in Garenfeld, vorstellen. Außerdem würde der Platzgewinn Kindern aus Kückelhausen, deren Schule ja bekanntlich schon geschlossen worden ist, neuen Schulraum zur Verfügung stellen.
Diese Kinder wären dann auch nicht mehr auf einen Schulbus angewiesen.
Ein weiterer positiver Aspekt wäre auch ein Raumgewinn für das Christian-Rohlfs-Gymnasium.
Darüber hinaus gibt es im Bereich Spielbrink auch Leerstände von familiengerechten Wohnungen (u.a. bei der Gemeinnützigen Wohnstätten-Genossenschaft (GWG)).
Hier könnten z.B. mit Unterstützung der Arbeitsgruppe Wohnen, bestehend aus Vertretern der in Hagen ansässigen Wohnungsbauvereine und Vertretern der Stadt Hagen, in Bezug auf die Flüchtlings- und Asylpolitik, Familien aus Syrien oder anderen Staaten, die eine berechtigte Aussicht auf ein dauerhaftes Verbleiben in der Bundesrepublik haben, eine neue menschenwürdige Bleibe zur Verfügung gestellt werden.
Dazu ist es aber notwendig, dass die benötigte Infrastruktur intakt ist.
Dazu zählen auch Kindergärten und Schulen.
Zu 99 Prozent sind diese zuletzt genannten Familien nicht mobil und auf einen
nahgelegenen Kindergarten, nahegelegene Schule, angewiesen.
Gerade für Flüchtlingskinder die teilweise noch traumatisiert und ohne Sprachkenntnisse sind wäre ein langer und gefährlicher Schulweg vom Spielbrink oder auch von Haspe Zentrum zur Grundschule Friedrich Harkort unzumutbar.
Da nützt es auch nichts, wenn sie eventuell ein vergünstigtes Busticket erhalten und dann ohne ihre Eltern den Schulweg antreten müssten, weil die Eltern kein Geld für ein Ticket haben.
Auch ist es wünschenswert, die oft unter Mangelernährung leidenden Flüchtlingskinder in einer OGS mit regelmäßigen Mahlzeiten unterzubringen.
In jüngster Vergangenheit erst wurde die Grundschule Spielbrink nach Schließung der Grundschule Kückelhausen zu einer solchen OGS ausgebaut und in den letzten Jahren gründlich renoviert. Insgesamt sollen dafür Investitionen von rund 300.000 Euro getätigt worden sein.
Aus diesen Gründen ist es aus Sicht von Hagen Aktiv unerlässlich, den alten Ratsbeschluss (Schließung der Grundschule Spielbrink) durch einen neuen Beschluss, der den Weiterbetrieb der Grundschule Spielbrink zum Ziel hat, zu ersetzen.
___________________
Unterschrift
