Berichtsvorlage - 0140/2015

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt den Bericht zu den Besucherzahlen in den städtischen Museen und im Kunstquartier Hagen zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Begründung

 

Erhebung von statistischen Besuchszahlen in den städtischen Museen und im Kunstquartier Hagen (Osthaus Museum Hagen und Emil Schumacher Museum).

Anhand der vorliegenden Statistiken kann nur festgestellt werden, wie viele Besuche in den Museen stattgefunden haben. Da keine personifizierten Daten erhoben werden, kann keine Aussage dazu getroffen werden,  von wem die Museen wie oft besucht worden sind. Es wird daher von Museumsbesuchen und nicht von Museumsbesuchern gesprochen.

Die Zählarten zur Ermittlung der Besucherzahlen wurden wie folgt festgelegt:

-          Nachfrage an der Kasse nach Herkunftsort

-          Vergleich der Anzahl der Besucher mit den verkauften Eintrittskarten

-          Schätzung der Besucher bei Großveranstaltungen unterstützt durch Handzählgeräte

-          Zurechnung der Besucher anhand von Rechnungen außerhalb der Öffnungszeiten

-          Besucher, die keine Auskunft geben wollten

 

 

Aufgezeichnet wurden die Museumsbesuche im

A)     Kunstquartier Hagen mit dem Emil Schumacher Museum und

dem Osthaus Museums Hagen

B)     Hohenhof

C)    Stadtmuseum

D)    Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen

 

A) Kunstquartier Hagen

Öffnung: 6 Tage 11- 18.00 Uhr

Jahr

Gesamtbesucherzahl

besondere

Sonderausstellungen

Laufzeiten  Sonderausstellungen

 

2010

41.138

Kulturhauptstadtjahr

Local Hero Woche

18.07.- 24.07.2010

 

2011

24.179

Emil Nolde

23.11.10- 23.01.11

ESM

2012

23.673

Emil Nolde

29.08.12-20.01.13

ESM

2013

38.655

Modersohn

27.01.13-21.04.13

OMH

2014

29.508

Toulouse Lautrec

Christian Rohlfs

Weltenbrand

31.08.14-25.01.15

26.01.14-04.05.14

18.05.14-10.08.14

ESM

OMH

OMH

 

In der Anlage zur Vorlage sind die monatlichen Gesamtbesuchszahlen aufgeführt.

In der unten aufgeführten Legende sind, die in 2014 realisierten Sonderausstellungen Christian Rohlfs, Weltenbrand und Toulouse Lautrec aufgeführt. Dabei ist zu beachten, dass die Besucher der Sonderausstellungen immer das Kombiticket mit Aufpreis  für beide Museen erwerben und nur bedingt möglich ist, Besuchswerte für einzelne Bereiche des Museums zu erfassen. Während einer Sonderausstellungperiode ist es dem Besucher möglich, den Bereich des Kunstquartiers ohne Sonderausstellung zu dem regulären Eintrittspreis zu besuchen.

Daher wird die Trennung der Besuchszahlen bei Sonderausstellungen über den Eintrittspreis nachvollzogen.

Die Monate August bis Dezember zeigen deutlich, dass  durch besondere Ereignisse im Kunstquartier die Besuchszahlen steigen. Im August der Geburtstag von Emil Schumacher und der Beginn der Sonderausstellung Toulouse Lautrec. Im Oktober die „Lange Nacht der Kunst“, die ca. 2.000 Besucher bei „freiem Eintritt“ ins Kunstquartier lockte.

 

Weitere Besuchszahlen im Kunstquartier:

 

Öffentliche Führungen im Jahr 2014

Anzahl

Museum

Anzahl der Besucher

30

ESM

279

29

OMH

345

 

Gebuchte Führungen im Jahr 2014

Anzahl

Museum

Anzahl der Besucher

98

ESM

1.389

97

OMH

1.740

14

KQ

228

 

41 Kinderworkshops mit insgesamt 750 Kindern im Jahr 2014im KQ

 

Schulbetreuungen und Schulführungen

-          Aus Hagen mit 1.337 Schülerinnen und Schülern

-          Auswärtige mit    576 Schülerinnen und Schülern

 

Für das Kunstquartier Hagen

Das Ziel für das Kunstquartier  muss sein, die realistische Besucherzahl von ca. 25.000 Besuchen im Jahr mittelfristig zu verstetigen und langfristig die Besucherzahl zu steigern.

Durch die erstmalige Kooperation mit der „Die Galerie“ zur Realisierung der Hundertwasser- Ausstellung in Hagen, versucht der Fachbereich Kultur die Attraktivität des Osthaus Museum für 2015 um ein Vielfaches zu steigern. Dies ist jedoch nur möglich, weil ein Investor geworben werden konnte, der bereit ist das finanzielle Risiko der Ausstellung mitzutragen. Dadurch steht dem Osthaus Museum ein finanzielles Budget für die Realisierung der Ausstellung zur Verfügung, was ausschließlich aus städtischen Mitteln nicht finanzierbar wäre. Zudem kommt die organisatorische Unterstützung der Galerie z. B. bei der Transportabwicklung hinzu, da mit den vorhandenen personellen Ressourcen des Fachbereichs eine Umsetzung des Großprojektes so gut wie unmöglich gewesen wäre.  Ein solches Großprojekt ist nicht jedes Jahr leistbar.

 

Daten des Instituts für Museumsforschung

Zum Vergleich werden hier einige Daten aus der statistischen Gesamterhebung an den Museen der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2013 vom Institut für Museumsforschung übernommen:

Insgesamt wurden 6.358 Museen bzw. Museumskomplexe sowie Museumseinrichtungen in die Befragung des Institutes für Museumsforschung einbezogen. Davon haben 4.735 Museen Besuchszahlen und Vergleiche zu Eintrittsgeldern und Öffnungszeiten mitgeteilt.

In der Veröffentlichung Heft 68 von den staatlichen Museen zu Berlin- Preußischer Kulturbesitz wurden die Besuche addiert: 110.425.002 Besuche insgesamt in den Einrichtungen.

Auch hier geht das Institut von Besuchen und nicht von der Anzahl der Besucher aus, da nicht festgestellt werden kann, wie oft wer die Museen oder andere Einrichtungen besucht hat.

Für die Gesamtheit der deutschen Museen, die an der Befragung teilgenommen haben,  gilt zusammenfassend,  dass anhand der Besuchszahlen nach dem Anstieg der letzten Jahre erstmals ein Rückgang um 2,1 % zum Vorjahr festzustellen ist. In den Jahren seit 2008 konnte regelmäßig ein Zuwachs verzeichnet werden min. 1,9% in 2009 bis zu max.  2,9 % in 2012.

Ein deutlicher Rückgang war bei etwa einem Viertel aller Museen zu verzeichnen.

 

Für das Jahr 2013 galt im Kunstquartier  im Gegensatz zum bundesweiten Trend, dass die Besuchszahlen durch die Sonderausstellung „Modersohn“ um ca. 60%! gesteigert werden konnten!

 

Nach der Statistik des Institutes für Museumsforschung Berlin kann sich das Kunstquartier Hagen mit einer Besuchszahl zwischen 25.001- 50000 in die mittlere Kategorie der Besuchszahlen der befragten Museen in der Bundesrepublik Deutschland einordnen (vgl. S. 20, Heft 68 Institut für Museumsforschung).

 

In 2010 wurden durch den Bonus des Kulturhauptstadtjahres 41.138 Besuche gezählt.

 

 

Zur Vorlage zur Statistik des Kunstquartiers sind folgende Angaben in den Anlagen ergänzt:

Anlage I: Jahresstatistik der Gesamtbesucherzahl

Anlage II: Besucherübersicht aus Hagen als Kreisdiagramm

Anlage III. Besuchsübersicht Bund, NRW, Ausland als Säulendiagramm

 

 

B) Hohenhof

Nur am Wochenende geöffnet: 11.00 – 18.00 Uhr

 

Jahr

Gesamtbesucherzahl

Sonderausstellungen

2010

7.015

Kulturhauptstadtjahr

2011

5.634

 

2012

4.474

 

2013

5.976

150. Geburtsjahr Henry van de Velde

2014

4.119

Remise geschlossen

wegen Umbau der Ausstellung

 

 

 

 

 

C) Stadtmuseum

Öffnungszeiten:

Samstag, Sonntag 11- 18.00 Uhr Dienstag- Donnerstag 10.00- 17.00 Uhr Schließungszeiten:   03.03.- 08.03.2014, 07.07.- 22.08.2014, 21.12.2014-31.12.2014

 

Jahr

Gesamtbesucherzahl

Wechselausstellungen

2010

17.375

Hagener Museumsnacht/

Jugend im    NS

2011

13.634

Jugend im NS

2012

8.055

Hagener Museumsnacht/ Glaubenssache

Ab Sept. 2013- einschl. Februar:

Umbau Zwergenwelten

2013

7.109

01.03. -31.12.2013 Zwergenwelten

2014

4.678

Zwergenwelten bis 02.03.2014

Heimatfront 06.04.- 01.06.2014

Focus Stadt 16.09.- 22.02.2015

 

Anzahl der öffentlichen und gebuchten  Führungen: 66/2014

 

 

E)     Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen

Öffnungszeiten: Mittwoch- Sonntag 11.00- 18.00 Uhr

  1. und 2. Januarwoche geschlossen

 

Jahr

Gesamtbesucherzahl

Sonderveranstaltungen des Museums

2010

17.882

Kulturhauptstadtjahr/

Hagener Museumsnacht

2011

16.633

Lehnstag, Fossilienbörse,

2012

17.381

Hagener Museumsnacht, Stein Live

2013

  9.162

Kein Mittelaltermarkt, Le

2014

16.817

Mittelaltermarkt, Lehnstag, Fossilienbörse

 

Es ist deutlich erkennbar, dass die besonderen Veranstaltungen, die durch das Museum auf dem Gelände des Wasserschlosses Werdringen mit Einbezug des Museum für Ur- und Frühgeschichte durchgeführt werden, eine Vielzahl an Besuchern locken.

Im April 2014 der Lehnstag mit 1.121 Besuchern, der Mittelaltermarkt im August mit ca. 5.000 Besuchern, die Fossilienbörse auch im August mit 1.151 Besuchern und zusätzlich 24 Steinbruch Exkursionen mit 551 Besuchern.

Auch die besonderen thematischen Führungen wie  die Taschenlampenführung oder der Steinzeitworkshop werden gut nachgefragt.

Die Besucher des Schlosses, die zu Veranstaltungen des Schlossvereins kommen, werden seitens des Museums für Ur- und Frühgeschichte nicht erfasst.

 

Anzahl der öffentlichen und gebuchten Führungen: 263/2014

 

 

Ob eine Person sich entscheidet ein Museum in Hagen  oder eine andere Freizeiteinrichtung der Region zu besuchen, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab.

Auch andere Museen und Freizeiteinrichtungen stehen um die Besuchszahlen in Konkurrenz und zielen ihre Marketingstrategien auf die gleiche Anzahl von Besuchern ab wie die Hagener Museen. 

Neben dem attraktiven Ausstellungsangebot für bestimmte Zielgruppen stehen die Erreichbarkeit, die Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsnetze, der Freizeitmehrwert in der Umgebung des Standortes (z. B. Cafes und Restaurants, Spielplatz, Kinderbetreuung) und die Preisentwicklung im Fokus des Besuchers. In Hagen bietet die Museumslandschaft den unterschiedlichsten Zielgruppen verschiedenste Möglichkeiten:

  • das Kunstquartier Hagen mit dem Emil Schumacher Museum und dem

Osthaus Museum Hagen mit unterschiedlichsten Sonderausstellungen

  • den Hagener Hohenhof -ein Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur
  • das Stadtmuseum
  • das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloß Werdringen
  • Schloß Hohenlimburg
  • das Freilichtmuseum Hagen

 

 

 

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Auswirkungen

 

 

 

 

 

 

 

 

gez.

 

Thomas Huyeng

Beigeordneter

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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19.02.2015 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen