Berichtsvorlage - 0051/2015
Grunddaten
- Betreff:
-
"Aus der Arbeit des Historischen Centrums"
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Vorberatung
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21.01.2015
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Aus der Arbeit des Historischen Centrums (Stadtmuseum, Stadtarchiv, Museum Wasserschloss Werdringen)
- Ausstellungen
Die im September 2014 im Stadtmuseum eröffnete Ausstellung „Focus Stadt - Hagener Photographien“ ist auf eine gute Resonanz gestoßen. Aufgrund dessen wurde sie bis zum 22. Februar 2015 verlängert. Vor allem das Plakat, das im Übrigen intern im Fachbereich Kultur gestaltet wurde, erhielt eine große Beachtung. Thema und Inhalte der Ausstellung haben gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger sich für Fotografien aus dem Stadtarchiv stark interessieren. Aus diesem Grund werden unter dem Titel „Focus Stadt“ zukünftig regelmäßig die überregional bedeutenden Bildbestände des Stadtarchivs präsentiert. Den Anfang macht ab März 2015 eine Werkschau ausgewählter Fotografien des bekannten Hagener Fotografen Adolf Kühle, dessen Bestand von mehr als 500.000 Aufnahmen sich seit 2014 im Stadtarchiv befindet.
Im Herbst 2015 ist im Stadtmuseum die Eröffnung der Ausstellung „Jugend im Nationalsozialismus“ geplant. Es handelt sich um die überarbeitete Version einer gleichnamigen Ausstellung, die das Stadtmuseum bereits von November 2010 bis März 2011 mit großem Erfolg in Hagen präsentiert hat. Die Ausstellung erfüllt alle Voraussetzungen, die an einer gerade auch aktuell so wichtigen historisch-politischen Bildungsarbeit gestellt werden.
Ein weiteres Thema, das 2015 unter anderem in einer Ausstellung aufgegriffen werden soll, behandelt Aspekte der Migration und Flucht im regionalen und lokalen Raum. Dabei wird das auch kulturgeschichtlich wichtige Thema sich nicht nur auf die Arbeitsmigration beziehen, sondern auch Flucht und Asyl auf einer interkulturellen und inhaltlichen Ebene erschließen. Der Fachbereich Kultur arbeitet hierbei mit dem Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr Universität Bochum (Prof. Dr. Mihran Dabag) zusammen.
- Neues von der Blätterhöhle
Nachdem im Sommer 2014 zwei Grabungskampagnen – eine der Freien Universität zu Berlin und eine weitere der Universität zu Mainz – erfolgreich durchgeführt werden konnten, hat sich für die Vermarktung und Präsentation der nicht nur in der Fachwelt aufsehenerregenden Funde eine neue Situation ergeben. Die Funde aus der Blätterhöhle werden 2015 in der zunächst im Rheinischen Landesmuseum in Bonn, danach im Römisch-Germanischen Museum in Köln und im LWL-Landesmuseum in Herne, anschließend wahrscheinlich auch im europäischen Ausland gezeigten Archäologischen Landesausstellung eine zentrale Rolle spielen.
So wird der Schädel einer 17- bis 22-jährigen jungen Frau, die vor 5.600 Jahren im Gebiet des heutigen Hagens lebte, um nach ihrem Tod in der Blätterhöhle bestattet zu werden, sowohl auf dem Plakat als auch auf dem Katalog-Cover der Ausstellung zu sehen sein. Ein besonderes Highlight wird die Gesichtsrekonstruktion sein, die im Rahmen der Landesausstellung von der renommierten Frankfurter Gerichtsmedizinerin Dr. Constanze Niess auf Grundlage des Schädels der jungen Frau vorgenommen wird. Wir werden 2015 dann in das Gesicht einer vor 5.600 Jahren in Hagen lebenden „Altbürgerin“ blicken können.
Was für Hagen auch wichtig ist: Die jungsteinzeitliche Frau aus der Blätterhöhle ist 2015 und 2016 eine attraktive Botschafterin für unserer Stadt.
- Publikationen
Der Fachbereich Kultur und seine Mitarbeiter veröffentlichen regelmäßig Aufsätze und Bücher über Hagen und auch zu überregionalen Themen. Sie tragen zur Außenwirkung des Fachbereichs und der Stadt Hagen bei. Erfreulich ist, dass der anlässlich der Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“ herausgegebene Begleitband mittlerweile beim Verlag vergriffen ist. Mit dem Buch „Bitter Ends. Die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs 1944/45 im Ruhrgebiet“ ist aktuell eine überregional ausgerichtete Publikation erschienen. Doch wie schon das Titelcover zeigt, spielt Hagen in diesem Buch eine Rolle, was nicht zuletzt auch an der ausgezeichneten Quellenüberlieferung im Stadtarchiv Hagen liegt. Im Januar 2015 ist ein Buch über das Wasserschloss und Museum Werdringen erschienen, das eine seit Jahren schmerzlich beklagte Lücke schließt. In diesem Band werden erstmalig die Geschichte des Wasserschlosses und seine historische Bedeutung sowie auch die Sammlungen des Museums dargestellt.
- Online-Aktivitäten
Seit Januar 2014 sind die historischen Museen und Archive der Stadt Hagen unter der Adresse www.facebook.com/geschichtehagen auch in den Socal Media aktiv. Die Resonanz war erstaunlich und erfreulich zugleich. Zum Jahresende 2014 wurde die Marke von 3.500 „Friends“ überschritten und zählt damit zu den wichtigsten Seiten über Hagen in den Social Media. Die Plattform wird auch für Ankündigungen und Marketing genutzt, wobei es sich zeigt, dass dadurch eine breite Rückmeldung zum Beispiel bei Ausstellungseröffnungen und Vorträgen erreicht wird. Gleichzeitig werden Zielgruppen in die Museen und Archive eingeladen, um sich zu informieren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Auch diese Angebote stoßen auf ein großes Echo.
