Beschlussvorlage - 1068/2014
Grunddaten
- Betreff:
-
Auflösung der Förderschule Pestalozzi
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Freygang
- Beteiligt:
- VB3 Vorstandsbereich für Jugend und Soziales, Integration, Bildung und Kultur; OB Oberbürgermeister
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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11.11.2014
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09.12.2014
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Vorberatung
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19.11.2014
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Nord
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Vorberatung
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26.11.2014
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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11.12.2014
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Sachverhalt
Kurzfassung
Im Sommer 2015 wird die Pestalozzi-Schule voraussichtlich nur noch 32 Schülerinnen und Schüler (SuS) haben. Um weiterhin einen fachlich differenzierten, qualifizierten Unterricht sicherstellen zu können, muss die Schule aufgelöst werden und die SuS zu größeren Systemen wechseln.
Begründung
Die Entwicklung der Schülerzahlen an der Förderschule Pestalozzi weist in den letzten Schuljahren einen erkennbaren Schülerrückgang auf. Während im Schuljahr 2008/2009 noch 99 SuS in 6 Klassen unterrichtet wurden, hat sich die Zahl bis zum laufenden Schuljahr auf 44 SuS in 3 Sammelklassen mehr als halbiert. Von diesen werden voraussichtlich 12 am Ende des Schuljahres 2014/15 entlassen, so dass sich dann die Schülerzahl auf 32 verringert. Eine Trendwende ist vor dem Hintergrund von Inklusion nicht zu erwarten.
In seiner anliegenden Stellungnahme empfiehlt das Schulamt für die Stadt Hagen, nicht nur aus rechtlichen, sondern vor allem auch aus faktischen Gründen die Pestalozzi-Schule zum Ende des Schuljahres 2014/15 aufzulösen. Dies ist notwendig, um den SuS ein fachlich-differenziertes Lernangebot bieten sowie die Unterrichtsorganisation, das Schulleben und die Versorgung mit Lehrerinnen und Lehrern sicherstellen zu können.
Gem. § 1 Abs. 1 der Verordnung über die Mindestgrößen der Förderschulen vom 16.10.2013 liegt die Mindestschülerzahl für Förderschulen Lernen mit Primar- und Sekundarbereich bei 144 SuS. Hierauf hat auch die Bezirksregierung Arnsberg aufmerksam gemacht und den Schulträger zum Handeln aufgefordert.
Zu den pädagogischen Problemen, die sich bei einer Fortführung der Schule ergeben würden, heißt es in der Stellungnahme des Schulamtes u. a.: „Da die unterrichtliche Lehrerversorgung an die Schülerzahl der Schule gekoppelt ist, muss bei der Verringerung der Schülerzahl davon ausgegangen werden, dass die fachlich notwendige Versorgungsqualität nicht mehr vor Ort sichergestellt sein kann. Ferner drohen „Unterrichtsausfall, Profil-, bzw. Qualitätsarmut“. Zudem „ist davon aus-zugehen, dass sich die Lehrerversorgung der Pestalozzi-Schule in der Zukunft der Schule als außerordentlich schwierig erweisen wird“.
Die aktuelle Zuordnung der SuS stellt sich wie folgt dar:
Kl. 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | Kl. 6 | 7 | 8 | Kl.9 | 10 |
0 | 2 | 0 | 3 | 6 | 2 | 5 | 8 | 6 | 12 |
Die SuS der Klasse 10 werden mit Ende des Schuljahres 2014/15 entlassen. Den Eltern der SuS der Klassen 2 und 4 wird im Rahmen der Inklusion das Wechseln in den Gemeinsamen Unterricht empfohlen. Somit verbleiben insgesamt 27 Schülerinnen und Schüler, die sich auf 5 Jahrgänge verteilen. Diese können – wahrscheinlich auch mit ihnen bekannten Lehrkräften – auf die Fritz-Reuter-Schule in Boelerheide wechseln. Diese ist von Hohenlimburg-Mitte aus im Halb-Stunden-Takt direkt mit der Linie 524 zu erreichen. Alternativ kann – ebenfalls im Halb-Stunden-Takt – die Linie 534 genutzt werden. Die Haltestelle Loxbaum ist fußläufig einen Kilometer von der Fritz-Reuter-Schule entfernt.
Auch bei diesen SuS ist alternativ die Möglichkeit einer inklusiven Beschulung im Einzelfall zu prüfen. Ferner könnten einige SuS bei einer entsprechenden Absprache der Schulträger auf die Brabeckschule in Iserlohn-Letmathe wechseln.
Im Zentrum der Überlegungen steht hierbei die Gewährleistung eines qualitätsvollen Unterrichts, der den SuS gute Chancen für ihre Zukunft vermittelt.
Derzeit erfolgt über das Servicezentrum Sport die Prüfung, ob die sich im Schulgebäude befindliche Turnhalle weiterhin für den Sport benötigt wird. Nach Vorlage des Ergebnisses wird die Verwaltung darüber berichten. Von diesem Ergebnis wird auch die Höhe der voraussichtlichen finanziellen Einsparung abhängig sein.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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86 kB
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