Beschlussvorlage - 1206/2014
Grunddaten
- Betreff:
-
Neubau einer Kindertageseinrichtung in der Franzstraße 81-85
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
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Anhörung
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26.11.2014
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Entscheidung
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04.02.2015
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die evangelische Kindertageseinrichtung in der Franzstraße 107 soll aufgrund der für den notwenigen U3-Ausbau entstehenden immensen Umbaukosten geschlossen werden. Die ha.ge.we ist bereit in unmittelbarer Nähe in einen Neubau zu investieren. Da die Schaffung dem Bedarf entsprechender Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren durch weitere Um- bzw. Anbaumaßnahmen bei den anderen Kindertageseinrichtungen im Sozialraum nicht mehr realisierbar ist, würde der ersatzlose Verlust der evangelischen Kindertageseinrichtung die Versorgung der Familien im Sozialraum mit Kinderbetreuungsplätzen noch weiter beschränken.
Begründung
Die evangelische Kindertageseinrichtung in der Franzstraße 107 ist durch den Beitritt der Stadtkirchengemeinde in die Kindergartengemeinschaft des evangelischen Kirchenkreises auch in die Trägerschaft des Kirchenkreises übertragen worden. Vor dem Hintergrund des U3-Ausbaus zur Zukunftsfähigkeit von Kindertageseinrichtungen stellte sich heraus, dass ein bedarfsgerechter Ausbau der Kindertageseinrichtung für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren zu erheblichen Investitionen führen würde. Aufgrund der insgesamt sanierungsbedürftigen baulichen Situation wurde beschlossen die Kindertageseinrichtung absehbar aufzugeben. Zeitgleich erging das Angebot der ha.ge.we auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe (Franzstraße 81,83,85 Gemarkung Hagen, Flur 7, Flurstück 164) eine neue Kindertageseinrichtung zu errichten. Dem Abbruchantrag bezüglich der darauf befindlichen Gebäude ist von der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl am 16.10.2013 zugestimmt worden. Aufgrund der beharrlichen Weigerung einer Mieterin zum Auszug hat sich die Umsetzung des Abbruchs allerdings bis zum Sommer 2014 hingezogen. Diese Verzögerung hat zur Folge, dass die Realisierung des Neubaus nicht umgehend möglich ist und die evangelische Kindertageseinrichtung nicht wie beabsichtigt aufgegeben werden kann. In Gesprächen mit der ha.ge.we als Investor der neuen Kindertageseinrichtung verzichtete der Kirchenkreis auf die Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung. Als zukünftiger Träger konnte seitens der Stadtkirchengemeinde die Hegemann gGmbH gewonnen werden.
In einem gemeinsamen Gespräch zwischen der Stadtkirchengemeinde, dem Kirchenkreis, der Hegemann gGmbH und der Stadt Hagen wurde nachfolgendes Vorgehen für das Kindergartenjahr 2015/2016 abgestimmt:
- Die Kindertageseinrichtung in der Franzstraße 107 bleibt für ein weiteres Jahr erhalten.
- Für die geplante Aufnahme von 1-jährigen, mit nachgewiesenem Bedarf, wird von der Stadt Hagen ein Angebot der Tagespflege organisiert.
- Die gesetzlichen Trägeranteile, in Höhe von 12%, für 3 Gruppen übernimmt die Stadt Hagen.
- Die Personal- und Haushaltsplanung durch die Trägergemeinschaft und Einrichtungsleitung soll so erfolgen, dass sich kein Defizit ergibt.
- Das Gebäude wird von der Stadtkirchengemeinde mietfrei zur Verfügung gestellt, die Unterhaltskosten werden aus der Sachkostenpauschale von der Trägergemeinschaft finanziert.
Bei der neuen Kindertageseinrichtung in der Franzstraße wird es sich um eine viergruppige Einrichtung mit 22 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren handeln. Traditionell versorgt die Kindertageseinrichtung in der Franzstraße in erster Linie Kinder aus dem Bereich Oberhagen. Die nun mögliche Ausweitung an U3- Betreuungsplätzen wird den Fehlbedarf in diesem Sozialraum minimieren. Mit dem Wechsel an den neuen Standort werden die Mitarbeiterinnen der ev. Kindertageseinrichtung Franzstraße 107 von der Hegemann gGmbH übernommen, was vor dem Hintergrund der Kontinuität in der Bildungsarbeit der Einrichtung und insbesondere zur Stabilisierung der bisher geleisteten Beziehungsarbeit der Erzieherinnen ein großer Gewinn ist. Entsprechende Gespräche mit den Mitarbeiterinnen sind bereits erfolgreich geführt worden.
Um ein großes Gesamtgrundstück mit entsprechenden Außenspielanlagen für den Kita-Bereich zu erreichen, plant die ha.ge.we, den Fußweg zwischen der Franzstraße und der Sunderlohstraße auf eigene Kosten teilweise zu verlegen. Der Weg würde dann von der Franzstraße aus auf der bekannten Trasse beginnen und südöstlich statt nordwestlich des Gebäudes Sunderlohstraße 43/45 enden. Die Kosten für die Herrichtung eines neuen Weges sind bei dem Projekt Kita-Neubau eingeplant. Seitens der Verwaltung wurde grundsätzlich die Machbarkeit bestätigt. Technische Details werden noch geprüft.
Der ersatzlose Verlust der evangelischen Kindertageseinrichtung in der Franzstraße würde die Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen für die Familien im Sozialraum noch weiter beschränken. Die Schaffung dem Bedarf entsprechender Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren ist durch weitere Um- bzw. Anbaumaßnahmen bei den anderen Kindertageseinrichtungen im Sozialraum nicht mehr realisierbar.
